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Aktien

Das Kapital: politisch blind!

Markus Fugmann

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Nein, damit hat doch niemand rechnen können! Die Ukraine-Krise eskaliert immer mehr – und die Investoren sind davon offensichtlich überrascht. Woran liegt das?

Nun, eine Möglichkeit ist, dass unsere amerikanischen Freunde vergessen haben, Politik in ihre Handels-Algorithmen einzuprogrammieren. Das ist, nimmt man den durchschnittlichen Horizont eines amerikanischen Wall Street Bankers, nun keine allzu große Überraschung.

Der heutige Abverkauf wurde eingeläutet nicht etwa durch die heutigen Toten in der Ostukraine. Nein, es war das Gerücht, dass Putin eine „emergency press conference“ abhalten wird, die die Märkte so steil abstürzen ließ. Auch das ist eine Logik, die sich nicht unmittelbar erschließt.

Was wir derzeit erleben, ist faktisch ein Stellvertreter-Krieg nicht nur zwischen den USA und Russland. Es geht doch vielmehr um die Dominanz des Westens, die die Schwellenländer insgesamt nervt. Die Zeiten sind vorbei, in denen ihr die Weltpolitik ungehindert bestimmen konntet – das ist die Botschaft der Schwellenländer an den Westen in diesem Konflikt.

Und der Westen? Ist natürlich missionarisch in Sachen Menschenrechte unterwegs, ist klar. Natürlich hat der Westen keine handfesten Interessen in der Ukraine. Wer das behauptet, muss ein Russland-Versteher, schlimmer noch, ein Putin-Versteher sein. Igitt!

In den letzten Wochen las man immer wieder von Bank-Analysten: die Ukraine-Krise hat nicht das Potential, die Aktienmärkte dauerhaft zu belasten. Ich war mir damals schon sehr sicher, dass es einer Elfenbeinturm-artigen Betriebsblindheit bedarf, um zu einer solchen Einschätzung zu gelangen. Aber was will man erwarten? Die Herrschaften haben Volkswirtschaft studiert, und glauben ernsthaft, es handle sich dabei um eine Naturwissenschaft.

Wie auch immer: das Kapital zeigt sich derzeit nicht von seiner intelligentesten Seite. Karl Marx, du hast die Kapitalisten hemmungslos überschätzt..

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    J. Frank

    24. April 2014 17:32 at 17:32

    Irgendwie haben ein paar ganze Pfiffige auf Short gesetzt, damit auch alles schön und gut läuft hat man sich ein wirkungsvolles Gerücht erdacht, Fertig. Exakt 15:25 Uhr starteten die Börsen ihre Talfahrt, bis auf den FTSE in London der war zwei Minuten früher schon auf Tatkurs. Analytisch Betrachtet könnte der Ursprung des Gedankens aus London kommen. Aber das sollte Jeder selbst für sich Entscheiden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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