Märkte

Das Kapital verläßt die einstigen Hoffnungsträger

Größter „Macro-Hedgefund“ der Welt schließt Emerging Markets-Fonds

Janet Yellen scheint sich sicher: nein, man verfolge die Schwellenländer-Krise, aber das sei kein substantielles Risiko für die USA.

Wirklich? Der größte Macro Hedge Fund der Welt, Brevan Howard Asset Management LLP mit Sitz in Genf, schließt nun nach herben Verlusten einen Emerging-Markets Fonds. Allein in 2013 erlitt der Fonds 15% Verlust – und das dürfte sich im Januar 2014 noch deutlich verschlimmert haben. Geraldine Sundstrom, Manager des Fonds, wird das Unternehmen verlassen.

Brevan Howard verwaltet 40 Milliarden Dollar und wurde von ehemaligen Rentenhändlern der Credit Suisse gegründet. Bezeichnenderweise liegen die verwalteten Gelder auf den Cayman Islands.

Inzwischen herrscht in der Hedge Fund-Branche recht einhellig der Tenor, dass die Schwellenländer im Vergleich zu den entwickelten Ländern, und hier insbesondere die USA, underperformen werden. Zwar seien die Emerging Markets bereits günstig – aber günstige Dinge könnten noch deutlich billiger werden.

Die Schließung des Emerging Markets-Fonds von Brevan Howard könnte daher erst der Auftakt zu einer Kettenreaktion werden – das Kapital verlässt die einstigen Hoffnungsträger.



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