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Dax: Ein ungewohntes Bild

Wir dürften nun absehbar ein ungewohntes Bild sehen: nämlich dass der Dax sich besser entwickelt als die Wall Street! Und das ist alles andere als selbstverständlich, schließlich hinkte der Dax den US-Indizes bei der technischen Erholung seit dem Abverkauf doch deutlich hinterher..

FMW-Redaktion

Wir dürften nun absehbar ein ungewohntes Bild sehen: nämlich dass der Dax sich besser entwickelt als die Wall Street! Und das ist alles andere als selbstverständlich, schließlich hinkte der Dax den US-Indizes bei der technischen Erholung seit dem Abverkauf doch deutlich hinterher:


(Dax schwarz, Dow Jones orange, Chart durch anklicken vergrößern)

Im kurzen Zeitfenster sieht man klar, dass sich der Dax nun besser entwickelt mit dem heutigen Handelsstart:


(chart durch anklicken vergrößer; Dax schwarz, Dow orange)

Es ist nun davon auszugehen, dass die temporäre Dollar-Stärke anhalten wird – und das hat einen negativen Effekt vor allem auf die Wall Street: es sinken so die Rohstoffpreise (was wiederum den Konjunkturoptimismus schmälert), die großen US-Firmen erzielen weniger Dollars mit ihren Auslandseinnahmen, die Emerging Markets sind in Dollar verschuldet etc. etc. Dollar-Stärke steht derzeit für Risikoaversion.

Das heißt im Umkehrschluß aber, dass die Schwäche des Euro für den Dax nach langer Zeit mal wieder eine gute Nachricht ist! Klar ist: wenn die Wall Street stark unter Druck kommt, wird sich dem auch der Dax nicht entziehen können, zumal schon der 04.März „winkt“, an dem das SPD-Ergebnis der Groko-Abstimmung bekannt wird und auch die Wahlen in Italien stattfinden. Im Vorfeld dieser beiden Großereignisse dürften da die Bäume für den Dax kaum in den Himmel wachsen – danach werden die Karten sowieso neu gemischt.

Wenn sich unser favorisiertes Szenario bewahrheitet, wonach die US-Inidzes nun ihre Erholung abgeschlossen haben und daher vor einer weiteren Abwärtswelle stehen, dann ist die neu eingetretene Stärke des Dax natürlich nicht von Dauer, aber es könnte dennoch eine „relative Stärke“ bleiben, sprich eine geringere Schwäche. Und das ist doch auch schon mal etwas..

Jedenfalls bleiben die alten Marken beim Dax nach wie vor aktuell: oben die 12535 (Doppeltop), dann die 12590 und die 12650er-Marke (Doppeltop). Auf der Unterseite wäre ein Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrend-Kanals, der derzeit knapp über der 12400er-Marke verläuft, bereits negativ zu werten. Gestern hielt die 12365er-Unterstützung nach kurzem Fehl-Durchbruch, das wird dann also die nächste neuralgische Marke werden. Dann schließlich die 12270, deren Unterschreiten dann endgültig das Ende der Erholung signalisieren würde:


(Chart durch anklicken vergrößern)



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1 Kommentar

  1. Meldung gestern, jetzt hat auch Blackrock die US Aktien von neutral auf overwight gestuft und das Gegenteil bei den EUAktien,
    Ich frage mich,
    Ist das eine Kurzfriststrategie?
    Wollen sie Gutwetter bei Trump machen?
    Gemäss ihrem Leistungsausweis des letzten Jahres könnte das auch ein Kontraindikator sein.

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