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Indizes

Dax? Natürlich Allzeithoch..

Markus Fugmann

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am

Von Christoph Lange

Trotz dünner Nachrichtenlage konnte sich der deutsche Leitindex DAX am Dienstag behaupten und hat erfolgreich die 10.000 Marke verteidigt.
Erfreuliche Daten zur Industrieproduktion kamen gestern aus Frankreich, Italien und Großbritannien, wobei vor allem Italien positiv überraschen konnte, wo die Industrieunternehmen ihre Produktion stärker als erwartet ausgeweitet haben.
Anerkennung für die europäische Wirtschaft hat bei einem Symposium in Frankfurt der EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure geäußert und gesagt, dass die konjunkturelle Erholung sichtbar sei. Auch wenn noch schwach.
Der EZB-Rat Jozef Makuch sieht noch Spielraum für weitere Leitzinssenkungen. Aus seiner Sicht ist es wahrscheinlich, dass die derzeit niedrigen Zinsen in der Eurozone noch für längere Zeit gelten. Sollte eine weitere Lockerung notwendig sein, könnte die EZB zu einem späteren Zeitpunkt ein Anleihekaufprogramm auflegen.
Heute bleibt die Nachrichtenlage ebenfalls dürftig, nur die MBA-Hypothekenanträge in den USA stehen im Fokus.

Der DAX hat den Tag klar über 10.000 Punkten begonnen und konnte diese Marke durchgängig halten.
Die Aufwärtsbewegung vom Anfang Juni ist intakt. Auf dem Chart sind höhere Hochs und höhere Tiefs gut erkennbar. Nach den Gesetzen der Markttechnik ist die Fortsetzung dieses Trends wahrscheinlich.
Dazu darf der Kurs allerdings nicht unter 9985 fallen.
Notierungen unter 9940 könnten sogar einen Trendwechsel einleiten.

dax1106

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York: Biden vs Trump – Wall Street in Wartestellung

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Amerikaner warten heute gespannt auf die heute Nacht um 3 Uhr deutscher Zeit stattfindende erste Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden.

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Indizes

Dax: Die Stimmung geht weiter in den Keller – „Stockpicker Markt“

Stephan Heibel

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„…doch ich kann der aktuellen Stimmungslage nicht entnehmen, ob wir vor der Wiederaufnahme der Rallye noch einen Rücksetzer verkraften müssen, oder nicht“, schrieb ich am 22. September – letzten Montag ging’s dann gen Süden bis auf 12.500 Punkte im DAX, letzten Freitag wurde diese wichtige Unterstützung nochmals nach unten durchbrochen. Aus charttechnischer Sicht kommen nun die 11.700 Punkte ins Visier.

Die zweite Coronawelle, Bilanzskandale, Geldwäsche der Deutschen Bank, unfairer Management Buy-Out bei Rocket Internet, Wahlkampf in den USA und mahnende Worte des US-Notenbankchefs waren dann doch zu viel für die seit Monaten verwöhnten Anleger. Letzte Woche setzten dann Verkäufe ein und es entwickelte sich eine Abwärtsspirale, die noch immer im Gang ist.

Unser Stimmungsindikator ist von -0,1 auf -3,8 eingebrochen, Niedergeschlagenheit macht sich auf dem Parkett breit. Es gibt nun wohl doch zu viele Anleger, die ihre Buchgewinne nicht rechtzeitig realisiert haben und nun zuschauen müssen, wie der unverhofft erzielte Reichtum dahin schmilzt.

Das nagt am Selbstwertgefühl, Verunsicherung macht sich zusätzlich breit (von -1,5 in der Vorwoche auf nun -5,3). Damit haben wir zwar noch nicht die Extremwerte vom März erreicht, aber seit März war die Verunsicherung nicht mehr so groß.

Mit fallenden Kursen kommt Trotz auf: Die Erwartung an den DAX für die kommenden Monate steigt an. Während 30% der Umfrageteilnehmer für den DAX in drei Monaten höhere Kurse erwarten, gehen nur 18% von tieferen Kursen aus. Das Bullenlager hat sich gefüllt.

Und entsprechend ist auch die Investitionsbereitschaft auf +2 gestiegen, das Kaufinteresse wächst bei rückläufigen Kursen.

Auch das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist in die Höhe geschnellt. Der Wert von 3 zeigt an, dass sich deutlich mehr Anleger für steigende Kurse positioniert haben, als Absicherungsgeschäfte gegen fallende Kurse getätigt wurden.

Ganz anders haben die Profis agiert, die sich über die Eurex absichern: Das Put/Call-Verhältnis ist auf 2 gesprungen und zeigt somit an, dass institutionelle Anleger viele Put-Absicherungen gekauft haben.

In den USA zeigte das Put/Call-Verhältnis der CBOE bis vor kurzem noch einen extremen Überhang von optimistisch eingestellten Call-Käufern an. Dieser Wert geht nun zurück, die Call-Käufe lassen langsam nach.

US-Fondsmanager hatten in den Ausverkauf der US-Märkte Anfang September hinein ihre Investitionsquote drastisch verkleinert und bleiben auch diese Woche bei mageren 55%.

Unter den US-Privatanlegern dominieren nun ganz klar wieder die Bären mit einem Bulle/Bär-Verhältnis von -21%.

Technisch ist der S&P 500 neutral einzustufen, wenn wir dem Angst und Gier Indikator glauben.

Dax Stimmung: die Interpretation

Wichtige Unterstützungen im DAX bei zunächst 13.000 Punkten und dann noch 12.500 Punkten wurden unterschritten, dennoch springt der Optimismus unter vielen Anlegern, insbesondere in Deutschland, reflexartig an. Das ist zwar grundsätzlich und langfristig betrachtet richtig, doch kann es lange dauern, bis sich der Mut auszahlt, wenn man schon zu früh einsteigt.

Die Investitionsbereitschaft, um den Ausverkauf zu stoppen, ist vorhanden. Doch zu viel Optimismus ist nicht gut für ein Ende einer Korrektur. Korrekturen enden in der Regel in Panik, doch davon sind wir weit entfernt.

Unsere Disziplin gebietet uns, in stark fallende Kurse hinein den einen oder anderen Kauf zu tätigen, denn den Boden treffen wir ohnehin nie. Doch ich würde die Cashreserven nicht zu schnell einsetzen, da die Stimmungsindikatoren noch keine Extremwerte erreicht haben.

Zur Erinnerung: Die Sentiment-Analyse hat ihre Probleme, Hochpunkte am Ende einer Rallye zu definieren. Die Stärke der Sentiment-Analyse liegt jedoch in der Bestimmung des Tiefs: Panik lässt sich gut erkennen, doch die Panik haben wir noch nicht.

Wie der Blick auf die 160 DAX-Unternehmen zeigt, erfolgte der Ausverkauf auch nicht thematisch oder branchenorientiert, sondern trifft aus allen Branchen einzelne Vertreter. So wie schon seit Wochen am Aktienmarkt die Rotation vorherrscht, bei der schwache Aktien verkauft und starke eingesammelt werden, so traf der Ausverkauf nun sowohl die schwachen als auch die überbewerteten Corona-Gewinner besonders hart, während günstige Aktien, deren Unternehmen relativ gut durch die Corona-Krise segeln, glimpflich davon kommen.

Wir befinden uns in einem Stockpicker Markt, einem Markt, in dem man Einzelwerte auswählen muss. Was sich über Wochen abzeichnete, erfährt in diesen Tagen eine Beschleunigung und dürfte, wenn wir uns an die Sentiment-Theorie halten, erst noch schlimmer werden, bevor es endet.

Die regelmäßige Teilnahme an der animusX Investoren Umfrage ist unter https://www.animusx.de/ möglich. Bei aktiver Beteiligung an den wöchentlichen Umfragen erhalten Sie die Ergebnisse (Grafiken nebst schriftlicher Auswertung) kostenlos.

 

Werbung: Zugang zu Heibel-Ticker PLUS: Sie können einzelne komplette Heibel-Ticker PLUS Ausgaben für 5 Euro kaufen: In Kooperation mit Boersenkiosk.de biete ich die Möglichkeit, einzelne Ausgaben (ohne Abo) in der vollständigen PLUS-Version zu kaufen. So können Sie sich einen Einblick in die PLUS-Ausgabe verschaffen und gezielt bestimmte PLUS-Kapitel einsehen, die zahlenden Lesern vorbehalten sind. Die Ausgaben bei Boersenkiosk.de können Sie unter https://boersenkiosk.de/Details.php?prod_id=184 finden. Sie können damit das oben aufgeführte PLUS Kapitel 04 meiner Ausgabe 20/37 einsehen.

Die Stimmung geneüber dem Dax geht in den Keller - aber die Investitionsbereitschaft wächst

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Indizes

Aktienmärkte: Ist es wirklich möglich, den Markt richtig zu timen?

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Ist es wirklich möglich, die Aktienmärkte richtig gut zu timen? Das Thema ist so alt wie die Börse: Wie gelingt es mir den Markt zu schlagen, durch geschickte Aktienauswahl, durch überragende Analysefähigkeiten- und Hilfsmittel, durch beste Marktinformationen oder durch ein gutes Bauchgefühl? Dass dies für die allermeisten Anleger und Fondsmanager auf Dauer nicht möglich ist, zeigen viele Statistiken, die nicht so gerne herumgereicht werden. Selbst Nobelpreisträger in Wirtschaftswissenschaften oder Wirtschaftsprofessoren sind teilweise grottenschlechte Kurzeitinvestoren, der Markt mit seinem Rückkoppelungssystem macht es unendlich schwer, ihn zu schlagen. Wie wir auch gerade wieder in der aktuellen Entwicklung sehen können.

Aktienmärkte: Die gerne verschwiegene Langzeitbilanz

Wenn man genau hinsieht, findet man die Statistiken, die aufzeigen, wie schwierig es is,t zum Beispiel den Leitindex der Welt, den S&P 500, über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel über 15 Jahre, zu schlagen. Das gelingt nur wenigen – und selbst der größte Investor alive, Warren Buffett, hat in den letzten Jahren so seine Schwierigkeiten am Markt dranzubleiben.

So gilt vermutlich nach wie vor der Spruch des legendären Fondsmanagers von Fidelity, der das Timingproblem der Aktienmärkte auf den Punkt brachte:

„Anleger haben mit der Vorbereitung auf oder dem Antizipieren von Marktkorrekturen viel mehr Geld verloren als in den Marktkorrekturen selbst.”

Betrachten wir hier nur einen Chart von advisorperspective, der die Korrekturen der Aktienmärkte in ihrer Tiefe und ihrem zeitlichen Verlauf während des letzten Zyklus seit der Finanzkrise aufzeigt:

Aktienmärkte, Timing und Korrekturen

Es gab in der Zeit seit der Finanzkrise 19 Phasen im S&P 500, in denen der Markt über fünf Prozent korrigiert hat und nur einen Bärenmarkt (Corona 2020), zweimal blieb man nur wenige Zehntel über der Eintrittsschwelle. Jedes Mal sprang die Federal Reserve ein, um ein weiteres Durchsacken der Aktienmärkte nach unten zu verhindern. Deshalb habe ich vor ein paar Tagen geschrieben, dass es unsinnig wäre zu glauben, dass die Notenbank gerade in der jetzigen brenzligen Situation am US-Arbeitsmarkt in Attentismus verfallen würde und einen Einbruch der Aktienmärkte mit all seinen Konsequenzen für den US-Konsum ohne Intervention zuließe. Irgendwann kommt natürlich der Moment, wo dies nichts mehr hilft.

Aber ein Weiteres ist aus diesem Chart zu lesen. Es gab gar nicht so viele richtige Einbrüche der Aktienmärkte – der Notenbank und der Alternativlosigkeit geschuldet – und vor allem wurden diese Korrekturen zumeist in sehr kurzer Zeit wieder ausgebügelt. Was ein Timing am Markt wieder einmal sehr schwierig gemacht hat.

Zu dieser Thematik des Timings gibt es auch eine interessante Untersuchung eines Fondsmanagers von HQ Trust, Sven Lehmann. Dieser hat berechnet, dass es in den letzten 14.524 Handelstagen beim Dax (entsprechend 55 Jahre) um sechs Prozent per annum nach oben ging. Diese Performance wurde an nur 55 Handelstagen erzielt –  wer da nicht investiert war, hätte eine Null-Performance erreicht. Natürlich könnte man sagen, wenn man die 55 schlechtesten Tage ausgelassen hätte, dann…..! Aber dies wäre das umgekehrte Glücksspiel.

Was uns nicht davon abhält, es immer wieder zu versuchen.

Die aktuelle Korrektur

Dass eine Korrektur der Aktienmärkte im Herbst ansteht, konnte so ziemlich jeder erkennen, der die Exponentialfunktion gewisser Charts betrachtet hat – Apple, Tesla, Nasdaq und Co. Die Frage war „nur“, wann diese genau einsetzen wird, wie tief sie ausfallen wird und natürlich wann man wieder einsteigen sollte. Ähnliches hatten wir schon im Rekordeinbruch vom Februar/März erlebt, als die großen Indizes binnen eines guten Monats eine Korrektur in Rekordgeschwindigkeit vollzogen hatten. Einige Geldverwalter hatten blitzschnell die brisante Lage erkannt und waren sukzessive aus dem Markt ausgestiegen, viele Anleger aus Sachzwängen. Aber wann wieder einsteigen, angesichts einer Nachrichtenlage, die unser limbisches System aktiviert, welches unentwegt mit emotionalen Attacken Alarm schlägt?

Wie lautete ein Spruch, den ich vor Kurzem in diesem Zusammenhang gelesen habe? „Wer behauptet zu Höchstkursen ausgestiegen zu sein und dann zu Tiefstkursen wieder zurück in den Markt, ist entweder ein Lügner oder der Teufel“. Natürlich gibt es auch Zufallstreffer, aber das ist wiederum eine andere Geschichte.

Fazit

Es geht weiter im Kampf um die Deutungshoheit an den Märkten – der Einzelne gegen Millionen von Marktteilnehmern, die nicht auf die Gegenwart blicken, sondern zu antizipieren versuchen, was Wirtschaft und Aktienmärkte in sechs bis neun Monaten machen werden (Daytrader ausgenommen). Die unbekannte Zukunft: Was macht das Rennen um die Präsidentschaft, was der Covid-19-Impfstoff oder sogar eine beginnende Herdenimmunisierung, wie sie aus manchen Metropolen in Ansätzen gemeldet wird? Was die Gelddruckorgien? Kommt es zu einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen und einer leichten Rückkehr der Inflation?

Führt 2021 ausgerechnet eine Wirtschaftserholung zu einem Einbruch der Aktienmärkte, weil dann das Geld in der Wirtschaft gebraucht wird? Alles Fragen, für die keiner derzeit eine Antwort parat hat. Aber deshalb funktioniert Börse (und nicht das Market Timing), denn ansonsten wäre das System Börse von einem Moment auf den anderen tot..

 

Wie gut funktioniert Timing für die Aktienmärkte wirklich?

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