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Demnächst Gegenreaktionen im Edelmetall-Sektor möglich!

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Die Aktienmärkte tendieren heute uneinheitlich und finden momentan noch keine echte Tendenz. Die Richtung bei den Edelmetallen zuletzt war hingegen eindeutig – es ging abwärts. Findet sich jetzt bald ein Boden?


Foto: Gold&Co, Goldankauf Wien CC BY-SA 4.0

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Rüdiger Born: Dax und Gold im Fokus

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Der Dax ist heute nicht so toll unterwegs. Von jetzt ausgehend könnte noch mehr Potenzial nach unten vorhanden sein. Der Goldpreis schießt schnell nach oben. Mehr zur aktuellen Marktlage im folgenden Video. Mein Trade des Tages war Euro vs US-Dollar. Die ausführliche Analyse können Sie an dieser Stelle nach vorheriger Anmeldung nachlesen. Dieser Service ist für Sie völlig kostenfrei!

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Aktuell: Goldpreis steigt sprunghaft, Ölpreis und Aktien runter – Risk Off Trade!

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Plötzliche Angst

Was hatte der Bankexperte im Interview mit Markus Koch heute früh noch gesagt (siehe Artikel dazu hier)? Gold sei weiterhin ein Sicherer Hafen für Anleger in unsicheren Zeiten. Und nur wenige Stunden später passiert genau das, die Flucht in den „Sicheren Hafen“. Der zum Wochenstart um mehrere Dollar fallende Goldpreis ist seit Punkt 15 Uhr deutscher Zeit kräftig am Steigen, von 1.457 auf 1.471 Dollar!

Verantwortlich dafür ist ein aktueller Artikel von CNBC, wo man Informationen aus chinesischen Regierungskreisen erhalten hat. Dort glaubt man nicht daran, dass die USA Zölle senken werden. Man sei in China sehr pessmimistisch in Sachen Handelsdeal. Man habe die Hoffnung aufgegeben. Zack, die Unsicherheit ist zurück. Große Anleger und Spekulanten schichten im Risk Off Trade (vor Risiko in die Sicherheit fliehen) um von Aktien, Öl und Hochrisikoanleihen hin zu Gold und Schweizer Franken, der gerade um 25 Pips gegen den Euro zulegen kann. Aktien in den USA und Europa fallen aktuell, wie auch der Ölpreis. WTI-Öl fällt seit 15 Uhr um 53 Cents auf 57,03 Dollar.

Der folgende Chart zeigt den Goldpreis in US-Dollar seit letztem Dienstag. Den Preisfall seit Freitag früh hat man nun also durch die nächste negative Nachricht im Handelskrieg wieder aufgeholt. Eine Nachricht, neue Unsicherheit, und zack, der Goldpreis steigt um 14 Dollar in 45 Minuten!

Goldpreis seit letztem Dienstag

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Goldpreis fällt wegen eines Risiko-Irrtums

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Ein Gold Barren

Die Marktteilnehmer schichten ihr Geld aktuell vermehrt aus sicheren Häfen in Aktien um. Der Grund dafür sind primär die Maßnahmen der Notenbanken, deren Risiken und Nebenwirkungen noch unterschätzt werden, was kurzfristig zu einem fallenden Goldpreis führt.

Die aktuellen Gründe für den fallenden Goldpreis

Bevor ich auf den Irrglauben vieler Marktteilnehmer eingehe, dass die Notenbanken mit ihrer aggressiven Geldpolitik ein völlig risikofreies Umfeld erschaffen, in dem sichere Häfen gänzlich überflüssig werden, gehe ich zunächst auf weitere Gründe für den momentan rückläufigen Goldpreis ein:

– Verkäufe und Verkaufsempfehlungen zweier US-Großbanken
– Destruktive Charttechnik
– Verfassung des Terminmarktes
– Zinsanstieg
– Preisbedingter Nachfragerückgang in den Schwellenländern

Verkäufe und Verkaufsempfehlungen

Anfang November haben zwei der größten Teilnehmer am US-Terminmarkt, J.P. Morgan und die Citigroup, ihre ungedeckten und stark gehebelten Wetten auf einen steigenden Goldpreis massiv reduziert. Am 7. November haben diese Banken dann auch ihre Kunden und die Presse über diese Verkäufe informiert und empfohlen, Gold nun nicht länger in den Portfolios über-, sondern stattdessen unter zu gewichten. Begründet wurde diese Empfehlung mit einem gesunkenen Risikoumfeld im Zuge der erneuten Lockerungspolitik der US-Notenbank Fed sowie einem kurz bevorstehenden Handelsdeal zwischen den USA und China. Beide Begründungen sind fragwürdig und lassen die wahren Motive der beiden Banken im Dunkeln.

In der Folge dieser Aktionen der beiden Großbanken drehte der Goldmarkt charttechnisch untypisch nach dem vorherigen dynamischen Ausbruch aus der Flagge wieder nach unten fiel in die Flaggen-Formation zurück. Interessant ist dabei, dass zuvor genau wegen der Lockerungspolitik der Notenbanken J.P. Morgan seine Goldkontrakte aufgestockt hatte. Doch unter den Banken in den USA gibt es die Angst, dass ein zu stark steigender Goldpreis ein falsches Signal des Risikos an alle Marktteilnehmer senden könnte, was als mögliches Motiv des Einbremsens der Notierungen des gelben Edelmetalls logisch erscheinen lässt. Wichtig zu wissen ist, dass beide Banken lediglich ihre kreditgehebelten Terminkontrakte aber nicht ihre physischen Bestände abgebaut haben. Fakt ist, dass sich die zunächst konstruktive charttechnische Situation beim Goldpreis nun umgekehrt hat und von dieser Seite, durch das Triggern von Stopp-Limiten, Momentum nach Süden aufgebaut hat.

Goldpreis Chart

Der vermutlich gewünschte Effekt des Einbremsens des Goldpreises hatte somit vorerst Erfolg. Auch deshalb, weil die Quote der Spekulanten, die am Terminmarkt auf weiter steigende Kurse setzten, bereits sehr ausgeprägt war und Gewinnmitnahmen so leicht provoziert werden konnten. Nach wie vor ist das Volumen der auf steigende Kurse setzenden spekulativen Kontrakte recht ausgeprägt (siehe die rote Linie im verlinkten COT-Chart), was weitere Kursrückgänge durch den Abbau solcher Positionen zur Folge haben kann. Ebenfalls belastend wirkt aktuell das wieder steigende nominale Zinsniveau, obgleich dieser Effekte nicht sehr ausgeprägt ist, da der Realzins sowohl in Europa mit -1,5 Prozent, als auch in den USA mit -0,2 Prozent nach wie vor negativ ist (Nominalzins minus Teuerungsrate), was grundsätzlich zu Goldpreisanstiegen führt (siehe verlinkte Grafik).

Wie Claudio Kummerfeld bereits in seinem Artikel vom 5. November aus dem Quartalsbericht des World Gold Council (Gold Demand Trends Q3 2019) zitierte, belastet zudem der aktuell in den meisten Währungen der Welt nahe oder auf Allzeithöchstständen liegende Goldpreis die Nachfrage nach Schmuck, Goldbarren und Münzen. Vor allem in den Schwellenländern, wie z. B. in Indien, ist die Nachfrage wegen der generell schwächeren Kaufkraft sehr preissensibel. Bei rückläufigen Preisen springt diese Nachfrage gleichwohl zeitnah wieder an (Schnäppchenjagd), da der Grundtrend beim Goldpreis seit Jahren dynamisch nach oben zeigt.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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