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Die dunkelroten Alarmzeichen vom US-Automarkt!

Vieles spricht dafür, dass der für die USA enorm wichtige Automarkt vor ganz schweren Zeiten steht. EIn Blick hinter die Kulissen..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gestern kamen die Daten zur US-Industrieproduktion, die mit +0,5% wie erwartet ausgefallen waren. Aber blickt man hinter die Headline-Zahlen, sieht die Lage ganz anders aus: so ging die Produktion im Bereich manufactoring um -0,4% zurück, erwartet war ein Anstieg um +0,1%. Der wesentliche Treiber der negativen Überraschung im Bereich manucactoring war der Rückgang der Auto-Produktion um -3,0%.

Dass die Headline-Zahl der US-Industrieproduktion dennoch bei +0,5% lag, war bedingt durch den starken Anstieg bei den sogenannten utilities, mithin also dem Bereich Energieversorger, weil der März in den USA sehr kalt war. Mit anderen Worten: wäre das Wetter schlechter gewesen im März, wäre die Headline-Zahl deutlich schwächer ausgefallen.

Vieles spricht dafür, dass der für die USA enorm wichtige Automarkt vor ganz schweren Zeiten steht. Erstens produzieren die Autofirmen weniger, weil sie in den letzten Jahren massiv auf Halde gebaut hatten – es gibt ganze Parks mit Neuwagen, die ihrer Verwendung harren. Bis Ende 2018 kommen dann noch knapp vier Millionen geleaste Fahrzeuge hinzu, die von Autoverleihern wie Hertz oder Avis an die Produzenten zurück gegeben werden. Das ist einer der Gründe, warum die Preise für Gebrauchtwagen derzeit stark fallen. Morgan Stanley geht daher davon aus, dass die Preise für Gebrauchtwagen in den USA bis 2021 um 20% fallen, möglich sei jedoch ein Fall von 50%. Die NADA (National Automobile Dealers Association) spricht in ihrem jüngsten Bericht von „Higher supply and escalating incentives“, also steigendem Angebot bei gleichzeitig „eskalierenden“ Rabattangeboten als Grund für den stärker als erwartet ausgefallenen Rückgang der Preise.


Ein Jeep auf der New York Motor Show. Autos müssen unters Volk gebracht werden.
Foto: Joseph Brent / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Gleichzeitig steigen die Ausfallraten für Autokredite stark an. Der Grund: in den letzten Jahren wurde die Kreditsumme pro Autokredit deutlich erhöht, die Laufzeiten verlängert, und die zu zahlenden Zinsen sind zuletzt deutlich gestiegen – sie liegen durchschnittlich bei 4,9%. Knapp ein Drittel der Autokredite wurden im letzten Quartal 2016 an Menschen mit schlechter Bonität vergeben – und wenn die Bonität schlecht ist, steigt die Risikoprämie, mithin also der Zins, den der Kunde bezahlen muss. Er liegt bei Kunden mit schlechter Bonität bei durchschnittlich 19%.

Viele US-Autokreditfirmen werben damit, wirklich jedem einen Autokredit zu geben (mit Ironie, aber dahinter steht ökonomischer Ernst):

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Autos sind für die US-Wirtschaft von zentraler Bedeutung: Jobs bei Autobauern, Jobs bei Autokreditfirmen und Banken (Autokredite machen knapp 10% der gesamten US-Kreditwirtschaft aus) etc. Viele Amerikaner sind auf das Auto angewiesen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Inzwischen liegt die Quote mit negativer Equity bei US-Autokrediten bei 34,1% – das heißt etwas mehr als jeder dritte Amerikaner, der einen Kredit für den Kauf eines Autos aufgenommen hat, würde durch den Verkauf eben dieses Autos weniger Geld erzielen, als er der Bank für diesen Kredit schuldet – Tendenz steigend, weil die Preise für gebrauchte Fahrzeuge eben im Sinkflug sind.

Steigen die Ausfallraten der Autokredite weiter, droht ein ähnlicher Prozess wie beim US-Immobilienmarkt, der die Finanzkrise ausgelöst hatte: da die Auto-Kredite gebündelt und weiter verkauft wurden und werden, wird irgendwann niemand mehr wissen, wer welche Risiken hat – der Panik-Modus beginnt. Es lohnt sich also, auf die Daten zum US-Automarkt genauer zu sehen in den nächsten Wochen und Monaten..

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Bademeister

    19. April 2017 13:15 at 13:15

    Interessant, dass sich die deutschen Autobauer die ja auch in USA verkaufen, von dieser Entwicklung völlig abgekoppelt haben wollen.
    In Zukunft wird also deutsche Wertarbeit noch billiger dort verramscht werden müssen…die Euphorie dieser deutschen Produzenten ist immer schwerer rational nachzuvollziehen. Sollten dann noch zusätzliche Zollgebühren tragend werden wird das böse enden. Die daraus resultierenden Ausfallskosten werden dann vermutlich europäischen Käufern in Rechnung gestellt werden wollen, dadurch entwickelt sich unter Umständen zusätzlich zu den derzeitigen Strukturproblemen eine neue Abwärtsspirale ausserhalb d. USA.

    • Avatar

      Marko

      19. April 2017 14:21 at 14:21

      „Interessant, dass sich die deutschen Autobauer die ja auch in USA verkaufen, von dieser Entwicklung völlig abgekoppelt haben wollen.
      In Zukunft wird also deutsche Wertarbeit noch billiger dort verramscht werden müssen…die Euphorie dieser deutschen Produzenten ist immer schwerer rational nachzuvollziehen. Sollten dann noch zusätzliche Zollgebühren tragend werden wird das böse enden.“

      Vollkommener Quatsch !

      Warum ? Weil die Amis, es einfach nicht hinkriegen, gute Autos zu bauen ? Was ist mit dem BMW X5, dem Mercedes ML, ja , die werden in Amiland gebaut, aber unter deutscher „Aufsicht“ ! :D

      Buy American, das ist doch ok , wirklich ?

      Wissen Sie, was da los war, als die Deutschen , die Amis haben „Hand-anlegen-lassen“, in Sachen Produktion n den Anfangsjahren ? Beim MB, beim BMW ? Buy American ! Das war qualitaiv eine Katastrophe !
      Jetzt ist das ok !

  2. Avatar

    Dickbär

    19. April 2017 13:37 at 13:37

    Auch bei den Autos funktioniert der kürzlich erwähnte SCWEINEZYKLUS mustergültig,zur Erinnerung an alle PERMA-TURBO HAUSSIERS ,auch bei den Aktien werden die Folgen ( Nebenwirkungen ) der vielen Aktienkäufe auf Kredit sich rächen! !

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    Marko

    19. April 2017 14:06 at 14:06

    Ich wusste es, Markus :

    „Steigen die Ausfallraten der Autokredite weiter, droht ein ähnlicher Prozess wie beim US-Immobilienmarkt, der die Finanzkrise ausgelöst hatte: da die Auto-Kredite gebündelt und weiter verkauft wurden und werden, wird irgendwann niemand mehr wissen, wer welche Risiken hat – der Panik-Modus beginnt.“

    Eine schöne Bären-Story :D .

    Nur, müsste man eins bedenken : Ich setze beim Automarkt wesentlich weniger Geld ein, ich bin beim Automarkt „mobil“ – im wahrsten Sinne des Wortes, im Gegensatz zu den „Immobilien“. ;)

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      19. April 2017 14:21 at 14:21

      @Marko, richtig ist, dass die geliehenen Summen bei Autokrediten durchschnittlich geringer ist als bei Immobilienkrediten; aber es gibt eben deswegen auch mehr Autokredite als Immobilienkredite; und was ist der Vorteil, wenn man mobil ist? Verstehe ich nicht ganz..

      • Avatar

        Marko

        19. April 2017 15:29 at 15:29

        Markus,

        was ist immobiel: das war Lehman, ABS-Securities, das war die Immobillienblase, bei den Autos ist sowas egal !
        Autos sind mobil, d.h. dass die Investionssumme wesentlich niedriger ist, ich kann Autos wesentllch leichter (als Bank) verkaufen als irgendwelche Häuser.
        Die Lehmankriese,kam dadurch, weil alle (z.B: die Spanier) damals dachten, der Laden steigt, unsere Immobilien steigen, alles gut !
        Aber, der Automarkt/Kreditmarkt der Amis wird ziemlich viel verursachen, aber garantiert nicht einen schwarzen Schwan !

        Das Öl ist doch bllg, de Amis kaufen ihre SUVs ? Volkswagen verklagen, ja, das können sie… ;)

    • Avatar

      Gerd

      19. April 2017 14:34 at 14:34

      Mal abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass das mit den Autokrediten jemals so schlimm kommen wird, wie man nach Lesen des Berichts ggf. meinen könnte.

      Aber wenn Markus Fugmann antwortet, dass es mehr Autokredite gibt als Immobiliendarlehen, so nehme ich ihm das ab.
      Und ein als Sicherheit verpfändeter PKW verliert schon in ganz normalen Zeiten Jahr für Jahr an Wert. Dazu muss er nicht mal gefahren werden. Die als Sicherheit dienende Immobilie an und für sich „nur“ wenn es schwer kriselt.

      • Avatar

        Bademeister

        19. April 2017 14:54 at 14:54

        In der (amerikanischen) Bedürfnispyramide nimmt das Auto einen wesentlich höheren Stellenwert ein als die eigene (Zweit-) Immobilie, ausserdem steht in USA mehr als in Europa der eigene Arbeitsplatz in direktem Verhältnis zur persönlichen Mobilität…wenn Autokredite nicht mehr bedient werden können, ist auch der Job weg….und natürlich auch umgekehrt.
        Jedenfalls wird Europa von dieser vorhersehbaren Entwicklung nicht profitieren und muss den eigenen Absatz des schon totgesagten Verbrennungs-Kfz’s unbedingt hochfahren….aber wie soll das funktionieren? So gesehen wird das amerikanische Autokredit-Ding mit leichter Verzögerung auch Europa belasten.
        Danke für die kommenden Marktregulierungen, Rocketman!

  4. Avatar

    Marko

    19. April 2017 16:27 at 16:27

    „In der (amerikanischen) Bedürfnispyramide nimmt das Auto einen wesentlich höheren Stellenwert ein als die eigene (Zweit-) Immobilie, ausserdem steht in USA mehr als in Europa der eigene Arbeitsplatz in direktem Verhältnis zur persönlichen Mobilität…wenn Autokredite nicht mehr bedient werden können, ist auch der Job weg….und natürlich auch umgekehrt.

    Leider falsch, ich als Bank, kann ein Auto wesentlch lechter zu „Geld machen“ als eine Immobilie !

    „Jedenfalls wird Europa von dieser voa was lebt dann dasrhersehbaren Entwicklung nicht profitieren und muss den eigenen Absatz des schon totgesagten Verbrennungs-Kfz’s unbedingt hochfahren….aber wie soll das funktionieren? So gesehen wird das amerikanische Autokredit-Ding mit leichter Verzögerung auch Europa belasten.“

    So so, das Verbrennungs-Kfz ist also tot ? Wie bringen Se Ihre Waren in einem 40 Tonner -LKW mit einem durchschnttlichen Verbrauch, von 35 l Diesel auf hundert Kilometer durch die Lande ? Durch Luft und Liebe, oder nach „Elektrotankungen“alle 100-200 km ? Alle 200 km zur Elektrotankstelle fahren ? Super ! Ich will auch LKW-Fahrer werden !!!

    Was ist mit der Schifffahrt ? Alles auf LPG ? Kein Problem ? D

    Dass dann die Waren a bisserl teuerer wären ? :D

  5. Avatar

    Marko

    19. April 2017 18:43 at 18:43

    Norwegen will alle (!!!) Diesel-Fahrzeuge verbieten ?

    Also auch alle (!!!) Kreuzfahrtschiffe, die da oben herum fahren, im Sommer ?
    Wie will Norwegen in Elektro-LKWs welche natürlch, überhaupt nicht schädlich sind, durch die Gegend fahren ? Mit Wasserkraft ? Lustig !!!

    Jaja die Häme…

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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