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Erpressung? Neuer ARD-Chef (ehemaliger Merkel-Regierungssprecher) will höheren Rundfunkbeitrag, und droht mit weniger Inhalt – wir haben da konkrete Kürzungsvorschläge!

Es geht wie immer ums liebe Geld, nämlich den Rundfunkbeitrag. Wussten Sie eigentlich, wo Herr Wilhelm vor seiner Tätigkeit für den BR tätig war? Für die Regierung Merkel, kein Witz. Von 2005 bis 2010 war er Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung sowie Regierungssprecher im Rang eines beamteten Staatssekretärs. Vorher war er jahrelang für die bayerische…

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FMW-Redaktion

Haben Sie es auch gehört? Der seit acht Tagen amtierende ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm vom Bayerischen Rundfunk (BR) hat gleich so richtig einen rausgehauen. Es geht wie immer ums liebe Geld, nämlich den Rundfunkbeitrag. Wussten Sie eigentlich, wo Herr Wilhelm vor seiner Tätigkeit für den BR tätig war? Für die Regierung Merkel, kein Witz. Von 2005 bis 2010 war er Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung sowie Regierungssprecher im Rang eines beamteten Staatssekretärs. Vorher war er jahrelang für die bayerische Landesregierung tätig (mehr Details hier in seinem Lebenslauf). So viel zum Thema „objektive Denkweise“ oder „Neutralität“ oder „die ARD ist kein Staatsfernsehen“. Gut, wir wollen hier keine Verschwörungstheorien aufwärmen – zu dem Thema soll sich einfach jeder seinen Teil denken!

Drohung

Zurück zum Thema. Der gute Herr Wilhelm macht da weiter, wo der gute Herr Marmor vom NDR als ARD-Chef auch schon war. Wenn wir (die ARD) nicht endlich massiv mehr Geld bekommen, müssen wir eben das Programm kürzen. Man spare ja schon wo man nur könne, so damals Marmor. Aber es ging einfach nicht mehr. Mit 8 Milliarden Euro zwangsweise erhobener Gebühren (+ Werbeeinnahmen) können die Öffentlich Rechtlichen offenbar kein TV-Programm auf die Beine stellen…

Für die Zeit ab 2021 (neue Budgetperiode) muss laut Ulrich Wilhelm der Rundfunkbeitrag (17,50 Euro pro Monat) steigen, und zwar um die jeweilige Inflationsrate, so sagte er es dem „Handelsblatt“. Das wäre aktuell eine Steigerung von gut 1,8%, und das jedes Jahr aufs Neue. Wo die Inflationsrate 2021 steht, weiß heute noch niemand. Vielleicht 2% oder 3%? Laut Wilhelm werbe er somit um einen Ausgleich der allgemeinen Teuerung. Interessant oder auch verwunderlich: Wilhelm sagte ebenfalls, dass der Öffentliche Rundfunk heute der einzige Teil der Öffentlichen Daseinsvorsorge sei, bei dem die Inflation seit Jahren nicht ausgeglichen wurde. Er hält ARD & ZDF also für genau so lebensnotwendig („Öffentliche Daseinsvorsorge“) wie die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und frischer Luft, oder wie?


Ulrich Wilhelm. Foto: Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

Ach ja, zu einer Forderung gehört natürlich auch immer eine Drohung beziehungsweise negative Konsequenz, wenn diese nicht erfüllt wird. Ohne Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab 2021 komme man um gewaltige Kürzungen im Programm nicht herum. Das wäre ja schrecklich, so möchten wir es meinen. Was soll nur aus uns allen werden? Wir haben da gleich mal geschaut, was bei Wilhelm´s Stammsender BR so im Programm los ist. Offensichtlich stolz wie Oskar verkündete der BR jüngst in einer eigenen Pressemeldung, dass seit dem 3. Januar die neue achtteilige Comedy-Serie „Das Institut – Oase des Scheiterns“ ausgestrahlt wird. Wer spielt mit in dieser Serie? Die Effizienzmanager und Controller der ARD etwa? Das fiel uns gerade nur ein bei dem Titel der Serie. Aber „Scherz bei Seite“. Kann die Nation auf Serien wie diese zukünftig verzichten, und auch ohne weiterleben? Wir schätzen mal „JA“.

Dann gäbe es da noch die ebenfalls relativ frische Ankündigung des BR, dass übermorgen die Komödie „Herrgott für Anfänger“ ausgestrahlt wird. Dabei geht es laut BR um einen „Wiener Taxifahrer namens Musa, Lebemann mit türkischem Background, der in ein scheinbar unlösbares Dilemma gerät“… ob so was von Zwangsgebühren bezahlt werden muss? Ach ja, da wäre beispielsweise auch noch die Produktion eines Gesellschaftssatire-Films über Rudolph Moshammer (Teil der Münchner Schickeria), welcher im Herbst 2018 ausgestrahlt werden soll. Gut und schön, aber muss so was aus Zwnagsgebühren finanziert werden? Reicht es nicht, wenn RTL oder Sat 1 so was in Auftrag geben bei einer privaten Produktionsfirma?

Wir ersparen uns an dieser Stelle weitere Auflistungen von dringend notwendigen Produktionen des Bayerischen Rundfunks, damit man die Bundesbürger vor der Verblödung rettet, und damit sie auch politisch gut genug informiert sind. Spott und Häme mal bei Seite! Wir sind sicher, dass die vorher genannten Produktionen des BR essenziell wichtig und unverzichtbar für die politische Allgemeinbildung der zwangsweise zahlenden Bundesbürger sind. Herr Wilhelm, sie haben Recht. Da kann man nichts mehr kürzen – der Rundfunkbeitrag muss steigen!

19 Kommentare

19 Comments

  1. Jana

    8. Januar 2018 16:16 at 16:16

    dieser gesamte Prapagandaapperat sollte abgeschafft werden….soll sich jeder selber seine Informationsquellen aussuchen und selbst bestimmen ob er dafür bezahlen will oder nicht……….zum Glück verweigern schon fast 5 Millionen Deutsche dieses hinterhältige System..

  2. Gerd

    8. Januar 2018 16:27 at 16:27

    Ich wollte mich heute wegen schwerer anderweitiger Beschäftigung mal in Schreibabstinenz üben. Aber für diesen Bericht mache die ultimative Ausnahme. Liebe FMW-Redaktion:

    D A N K E !

  3. klonk86

    8. Januar 2018 16:38 at 16:38

    Was ? Nur noch 8 Stunden Elton und Hoecker am Tag ? Na dann zahle ich auch nicht mehr.

  4. herbert

    8. Januar 2018 17:18 at 17:18

    Groß-Demonstration – wenn doch alle mal einen Tag sich vom Rechner entfernen und sich vor das Rathaus stellen würden …

    • baeuerin

      8. Januar 2018 17:31 at 17:31

      Wie will man denn einen Nerd von der Kiste,ins Rathaus bringen?
      Da bricht vorher noch der WK3 aus!

  5. asyoulike

    8. Januar 2018 17:22 at 17:22

    Moin, moin,
    und da wundern sich die „oben“, wieso die „unten“ Alternativen ankreuzen. Wie soll sich sonst der Kleine Mann artikulieren? Freier Wettbewerb auch für Rundfunk und Fernsehen. Aber Moment, dass geht nicht, dann wären die Abstellposten für verdiente Politiker und deren Umfeld nicht mehr gegeben. Solange das Wahlvolk nicht auf sich aufmerksam macht, solange wird nichts passieren. Warum auch sollten die „oben“ etwas ändern? Wenn sich der Patient (GEZ-Zahler) nicht wehrt, solange wird er weiter geplündert.

  6. oscar

    8. Januar 2018 18:20 at 18:20

    klasse beitrag…nur noch zum kotzen…die lemminge bezahlen für ihr hirnwäsche und vollverblödung auch noch das geld. das gab es nicht mal in diesen abratrigen größenordnungen bei der staasi ! naja wo fr. bunzelkanzelerin erika her kommt, wissen wir doch alle…einfach mal bei herrm schrang unter, macht -steuert-wissen, nachlesen. da weiß man wo die erpresste kohle hingeht. ja doch klar, alles nazis, rechte und verschwörer. nix gut-, nein böse- menschen, bla bla blaaa. alimentierung von einer völlig überdimensionierten, verlogenen berufsgruppe. ich weiß nicht, ob das geschwätz und hassgeschwafel dieser journalie auf dem freien markt eine chance finden würde, käufer zu finden !!! was sind die schlaaaand lemminge für ein volk geworden? im ausland schüttelt man die köpfe. mitleidig und verächtlich. leider ist es die wahrheit.
    apropos nazis…ähm goebbels hat das auch schon gewußt…man nannte es „goebbelsschnautze“. aber naja, waren ja alles nazis…..oh man….

    • baeuerin

      8. Januar 2018 18:34 at 18:34

      Ist schon erstaunlich,dass sich in den letzten 12 Jahren, noch kein Stauffenberg gefunden hat…
      Ich frag mich u.a.,wie man vom Arschloch(Politiker) ,sich zum Arschkriecher hineinarbeiten kann!

  7. D. Wohlfahrt

    8. Januar 2018 20:42 at 20:42

    Vier Leute aus unserem Bekanntenkreis arbeiten beim
    „Flimmerkisten-Medienkartell“ .
    Die leiden alle selber wie die Hunde unter
    „Sendebefehl und Gehorsam“ !!
    Schlimmer als beim Militär !!
    Man darf da nicht alle über einen Kamm scheren !
    Der Fisch stinkt auch hier vom Wasserkopf her….

  8. Michael

    8. Januar 2018 21:26 at 21:26

    Erstaunlich, all diese emotional geladenen, bis zur Hasstirade und Nazidebatte neigenden Kommentare. Erstaunlich deshalb, weil es um eine Größenordnung von 17 bis 20 EUR im Monat geht.
    Bitte nicht falsch verstehen, auch ich bin kein Fan dieser Zwangsabgabe, weil ich kaum einen dieser Sender schaue oder höre. Ich zahle lieber freiwillig das Doppelte für Sky und schaue mir an, wann und was ich will. Aber ich schaue zugegebenermaßen doch ab und an mal ein paar Stunden Wintersport, Biathlon, Vierschanzentournee, Olympische Spiele, Weltmeisterschaften usw., wie es jeder Michel sicher gerne mal macht.
    Viel schlimmer finde ich die anderen Zwangsabgaben an Handwerkskammern, IHK, Berufsgenossenschaften etc., zu denen man per Gesetz gehört, obwohl man faktisch mit denen nicht das Geringste zu tun hat. Die Beträge hier sind wesentlich höher als beim Rundfunk, und keiner regt sich auf.
    Oder das sog. Bürgerentlastungsgesetz, die größte Verarsche und Abzocke für den zahlenmäßig größten Teil der Steuerzahler, während der gut verdienende Teil profitiert. Hier geht es schon um viel, viel mehr, als beim Rundfunk, und wieder regt sich keiner auf!
    Zu solchen Themen würde ich mir derartige Kommentare wünschen, jedoch scheinen die rechtsverrückten Argumentationen und Debatten auf Rundfunkgebühren und Asylbewerber beschränkt zu sein, was ja auch im Prinzip das Wahlprogramm der volksverhetzenden Alternative war.

    • Wolfgang M.

      9. Januar 2018 06:47 at 06:47

      Quo vadis FMW? Wie schon festgestellt, nehmen die Frustrations- und Wutkommentare in den letzten Wochen zu, ebenso wie die Anzahl der empfohlenen Berichte aus Angst/Verschwörungsforen. Diskussionen über Strategien aus der Finanzwelt nehmen ab. Das „Rurale“ hat es mit seinen Kommentaren im 15-Minutentakt geschafft, Gleichgesinnte anzulocken, mit der immergleichen Botschaft. Schade

      • baeuerin

        9. Januar 2018 07:48 at 07:48

        Dann diskutiere doch mal…und nicht um den Brei herum blubbern!

      • Bademeister

        9. Januar 2018 08:26 at 08:26

        Stimmt genauso! Schau nur mehr sporadisch rein und finde das „Rurale“ und den dadurch entstandenen Dunstkreis zum Kotzen. Unglaublich, wie ein bzw. ein paar wenige Trolle innerhalb kurzer Zeit die Kommunikationskultur auf dieser Seite vergiftet und zerstört haben. Sehr sehr schade!

        • Markus Fugmann

          9. Januar 2018 08:41 at 08:41

          @Bademeister und die anderen „Vernünftigen“: dann sorgt doch dafür, dass das Substantielle wieder stärker zum Zuge kommt! Ich als Moderator wiederum sorge dafür, dass der „Trash“ oder das „Rurale“ deutlich eingerenzt wird (ein bißchen „Trash“ darf aber gelegentlich auch sein, aber eben in Maßen)!
          Wir von FMW können durch die Artikel nur Denkanstöße geben – und ich denke, dass wir das genauso tun wie früher auch!

          • baeuerin

            9. Januar 2018 09:12 at 09:12

            „Vernuenftigen“….der war gut..
            Das wird sich noch herausstellen,wer auf der vernuenftigen Seite steht!
            Wie man bereits an eurer 12 jaehrigen Regierung sehen kann!!

  9. Wilfried Trautmann

    8. Januar 2018 22:58 at 22:58

    Für das unverzichtbare betreute Denken sind die 17,50 Euros pro Monat ein tolles Schnäppchen. Da braucht man doch die eigene Rübe gar nicht mehr.

  10. Chris

    9. Januar 2018 01:28 at 01:28

    Seit 30 Jahren kein Fernsehen, auch nicht bei Freunden. Im Urlaub wird das ausländische getestet, lohnt sich aber auch nicht.

    Wer Kinder oder Enkelkinder hat sollte darauf verzichten, das steigert ihren IQ um mindestens 10 Punkte, siehe Gehirnforschung. Allein der Verzicht der Werbespots entspricht dem Erwerb einer neuen Fremdsprache auf hohem Niveau.

    Übrigens sinkt der IQ der Menschheit wieder, in den USA erreichte er in den 50er Jahren seinen Höhepunkt, Stichwort „weiße“ Hausfrauenehe wird dadurch erst möglich und steigert wiederum die Fähigkeiten des Nachwuchses. Dann verändert sich die Bevölkerungs- und Familienzusammensetzung. Bei der zahlenmäßig kleineren Anzahl der „gelben“ Hausfrauenehe oder Gelb-Weißen-Mischehe mit mehrheitlich weißen, möglichst jüdischen Mann, als Präferenz, zeigt sich dies noch einmal. Es wurden dann Quoten eingeführt, damit die Kinder der asiatischen Zuwanderer und die Söhne der Weißen, den anderen nicht sämtliche Studienplätze wegnehmen. Ist übrigens noch heute so, nun auch in Firmen wie Google, …
    Die Farben habe ich bewusst gewählt, da man sich in den USA einer Farbe zuordnen muss.
    Der IQ wird zu 50 bis 80 % vererbt, aber zu 20 bis 50 % beeinflusst das Verhalten der Bezugspersonen und Umwelt die Höhe.

  11. Zombienation

    9. Januar 2018 02:04 at 02:04

    Entweder wir bekommen mehr Geld, oder ihr noch penetrantere und dümmere Propaganda. – War das so gemeint?

  12. Gerd

    9. Januar 2018 10:03 at 10:03

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

    FMW veröffentlicht seine Artikel mitunter auf ziemlich provokante Art und Weise. Und auch der Inhalt ist mitunter nicht ohne.
    Nicht nur diese hier – „Erpressung/Drohung, Anspielung auf Regierungshörigkeit. Das passiert in sehr vielen. Und teilweise noch krasser. Und es handelt sich zudem wirklich nicht nur ausschließlich um Themen, welche das Wirtschaftsgeschehen unmittelbar und direkt angehen.
    Es sind oftmals Berichte, die das Soziale und Politische ansprechen.
    Und folgerichtig ruft das natürlich auch demgemäße Kommentare der Leser hervor. Bei jenen zumindest, bei denen es sich nicht um vergeistigte, nur den Rosenkranz betende katholische Gebetsschwestern handelt.

    Und wenn solche Leser den Sturm nicht vertragen können, den FMW mit seinen Berichten initiiert, dann sei ihnen tatsächlich ein katholisches Bibelforum empfohlen. Und vielleicht sind sie dann auch höchst elitär unter Ihresgleichen, wo nicht nur das Wort „rural“ dreimal binnen kurzer Zeit verwendet wird, sondern auch noch viele andere Fremdwörter, welche der Durchschnittsbürger (ich) noch nie im Leben gehört hatte.

    Und die Foristen, die glauben, solche Themen könnten auf längere Sicht nicht auch Einfluss auf das Wirtschaftgeschehen ausüben, liegen sowieso falsch.
    Wolfgang und Bademeister ihr lasst das bei der Beurteilung der Finanzmarktentwicklungen anscheinend auch außen vor.

    Nebenbei: Wie Herr Fugmann mit anderen Worten darlegte, erst schreiben der eine oder andere nur alle paar Wochen mal einen Beitrag – in der Zeit schreiben andere, und dann geben sie vor, nicht mehr zu schreiben (und lesen) zu mögen, weil eben die anderen schreiben. Was war eher? Huhn oder Ei?

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EU will Handelsabkommen mit USA auf wichtigstes Minimum beschränken

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Umweltschutz, Arbeitsschutz, Landwirtschaft, Arbeitnehmerrecht? Bla, bla, bla. Braucht kein Mensch, passt nicht, interessiert Donald Trump sowieso nicht? Denkt so die EU-Kommission? Simplifikation, vereinfachen, damit man bei Trump einfacher durchkommt, mit einem schlichten und einfach verständlichen Handelsabkommen?

Handelsabkommen ohne viel Schnick Schnack

Will die EU endlich Ruhe haben in Sachen drohende Autozölle? Denn die will sie wie auch die anderen vorhin genannten Punkte in neuen Handelsgesprächen mit der US-Regierung komplett ausklammern. Die EU-Kommission will sich von den Mitgliedsstaaten nun das Mandat für neue Gespräche über ein Handelsabkommen mit den USA holen, in denen es nur noch um eine klassische Abschaffung von Industriezöllen und um die Vereinheitlichung von Industrienormen geht. Also eine einfache, klassische Handelsvereinbarung, welche vor allem Industrie und Außenhandelsfirmen das Leben leichter machen soll. Dieser Ansatz der Kommission mag vielleicht kritikwürdig sein. Aber bei einem Gegenüber wie Donald Trump geht es wohl darum etwas zu machen, was auch machbar ist! Formal klingt der Kernsatz der aktuellen Veröffentlichung der Kommission so, Zitat:

Mit den Verhandlungsrichtlinien, die die Kommission dem Rat vorgelegt hat, wird die Gemeinsame Erklärung vom 25. Juli umgesetzt. Sie erfassen zwei mögliche Abkommen mit den Vereinigten Staaten:

– ein lediglich auf die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter konzentriertes Handelsabkommen, von dem landwirtschaftliche Erzeugnisse ausgenommen wären, und
– ein zweites Abkommen über Konformitätsbewertung, welches dazu beitragen würde, das Ziel der Beseitigung nichttarifärer Handelshemmnisse zu erreichen, indem es Unternehmen den Nachweis erleichtern würde, dass ihre Produkte die technischen Anforderungen auf beiden Seiten des Atlantiks erfüllen.

„Schöne Welt“ machen für Donald Trump

Will die EU-Kommission erst einmal „Schöne Welt“ machen für Donald Trump in Sachen Zölle und Normen? Denn bislang bestand man darauf, dass erst neu verhandelt wird, wenn die US-Regierung ihre Stahlzölle zurücknimmt. Davon ist heute keine Rede seitens der EU-Kommission. Also hofft man darauf, dass durch die neuen Verhandlungen ohne langweiligen Ballast solche Probleme im Nachhinein einfach so erledigt werden? Auch mögliche Autozölle gegen die EU schweben ja noch im Raum herum. Geschickt versucht man heute offensichtlich erneut der Gegenseite zu schmeicheln mit Aussagen wie Zitat:

Die EU hat bereits mehrere Aspekte der Gemeinsamen Erklärung vom Juli umgesetzt. So stiegen insbesondere die Einfuhren von Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten in die Europäische Union im Zeitraum Juli bis Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 112 %.

Dabei hatten wir unlängst aufgezeigt, dass diese Steigerungen bei Soja-Importen zu allergrößten Teilen wohl schon vor dem Gespräch Juncker-Trump im letzten Sommer zustande kamen. Die EU-Mitgliedstaaten müssen nun grünes Licht zu den Vorschlägen der Kommission geben, bevor die Verhandlungen beginnen können. Wir meinen: Mit so einer Konzentration auf zwei Kerngebiete könnten die Chancen auf eine Einigung steigen, denn somit werden die Verhandlungen kürzer und einfacher gestaltet. Ob Trump dann im Nachhinein auf Stahl- und Autozölle gegen die EU verzichtet? Unklar.

Juncker bei Trump - EU will einfaches Handelsabkommen mit USA
Jean-Claude Juncker bei Donald Trump am 25. Juli 2018. Foto: © European Union, 2018 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Etienne Ansotte

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China will angeblich Weg einschlagen, um Handelsbilanzdefizit der USA zu eliminieren- nächste Fake News?

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Und das nächste schöne Gerücht: China will laut bisher nicht bekannter Quelle einen Weg vorschlagen, wie das massive Handelsbilanzdefizit der USA zu China eliminiert werden könne. Dazu wolle China in den nächsten 6 Jahren die Importe aus den USA um eine Billionen Dollar steigern..

Wer das jetzt nicht glaubt, kommt auch nicht in den Himmel!

Fake News Teil2? Da will jemand scheinbar mit aller Kraft die Märkte nach oben bringen!

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Immobilienblase in der EU? Wer genau hinschaut, kann sie entdecken

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Haben wir nun eine Immobilienblase in Europa oder nicht? Vor allem Notenbanker von EZB bis Bundesbank sprechen seit geraumer Zeit von zwar steigenden Preisen, aber dennoch gesunden Märkten. Von einer Blase sei man weit entfernt. Und auf den ersten Blick zeigt die folgende Grafik auch keine explodierenden Preise.

Man sieht hier seit 2006 die jährlichen Wachstumsraten bei den Hauspreisen in EU und Eurozone. Im Großen und Ganzen verlaufen die Steigerungsraten in beiden Zonen parallel. Wie heutige Daten der Statistiker zeigen, sind die Hauspreise bei beiden im 3. Quartal 2018 im Jahresvergleich um 4,3% gestiegen. Ja, das ist ein deutlicher Anstieg – aber eine Blase, eine Preisexplosion?

In Deutschland immerhin liegt die Wachstumsrate schon bei 5,4%. Und siehe da… wo wütete die Immobilienblase mit Abstand am Schlimmsten in Europa, bis ihr Zerplatzen die Volkswirtschaften ab 2008 zusammenbrechen ließ? Ja, das waren Irland und Spanien! Und siehe da, aktuell steigen die Hauspreise in diesen beiden Ländern um 9,1% und 7,2%. Da kann man schon eher von einer Blase sprechen!

Von 2016 auf 2017 lagen die Steigerungsraten in Irland bei 11,8%, und in Spanien bei immerhin 7,2%. Also, genau dort, wo absurde Auswüchse bei Immobilien die Volkswirtschaften zum Einbruch brachten, explodieren auch jetzt die Immobilienpreise. In Osteuropa tut sich auch was. Aktuell sind Länder wie Tschechien, Ungarn und Slowenien auch „gut dabei“ mit Preissteigerungen bei Häusern von 8,7%, 7,0% und 15,1%. In Schweden ist ein langer Aufwärtstrend wohl gerade dabei zu Platzen, denn dort fallen die Preise gerade um 2,1%. Zusammen mit Italien (-0,8%) sind das die beiden einzigen Länder mit rückläufigen Hauspreisen in Europa.

By the way… Griechenland liefert an die EU-Statistiker offenbar gar keine Preise zum Auswerten, oder sie sind derart unglaubwürdig, dass Eurostat sie einfach nicht veröffentlicht.

Immobilienblase in der EU? Hauspreise seit 2006

Immobilienblase Spanien Irland

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