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Warum der Forex-Broker FXCM massive Umsatzrückgänge erlebt, und andere Broker nicht

FMW-Redaktion

Der große Forex-Broker für Privatkunden „FXCM“ hat seine Dezember-Kennzahlen für Forex-Umsätze und Kundenaktivitäten veröffentlicht. Die Zahlen sind desaströs. Im Dezember 2017 handelten die FXCM-Kunden insgesamt pro Tag ein Forex-Volumen von 8,6 Milliarden Dollar. Im Dezember 2016 waren es noch 10,2 Milliarden Dollar. Das gesamte Dezember-Volumen lag jetzt mit 171 Milliarden Dollar genau 20% tiefer als vor einem Jahr (214 Milliarden Dollar).

Aber nicht nur die Umsätze sind gesunken. Auch die Anzahl der Transaktionen sank, um 30% auf durchschnittlich 299.332 Transaktionen pro Tag. Aktive Konten gab es 116.262, was gegenüber Dezember 2016 ein Minus 12% darstellt. Konten, die überhaupt handelsfähig waren, gab es 95.939 – ein Minus von 9% im Jahresvergleich. Im gesamten 4. Quartal lag das Handelsvolumen im Forex-Trading bei FXCM bei 581 Milliarden Dollar, ein Minus von 27% gegenüber dem 4. Quartal 2016. Und so könnte man die Details weiter fortsetzen (hier die Originalübersicht).

Und nun kommen wir zur Frage: Warum dieser große Umsatzeinbruch, und warum gerade bei FXCM? Nun, das liegt wohl an der Produktpalette von FXCM. Man offeriert hauptsächlich Forex-Trading, und dazu auch ein paar CFDs. Aber man hat keine Kryptowährungen im Angebot. Ganz anders (nur ein Beispiel) der Broker Plus500, der letzte Woche erst sensationelle Kundendaten für das letzte Quartal veröffentlichte. Plus500 wie auch andere Broker setzen voll auf Bitcoins, Ethereum und Co.

Das brachte ihnen im letzten Quartal enorme Erlöse, weil offensichtlich viele aktive Trader von Forex auf Kryptowährungen umgesattelt sind. Und genau diese Erlöse scheinen FXCM im klassischen Forex-Handel zu fehlen, weil man diese Entwicklung eben nicht mitgemacht hat. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit? Oder wie lautet das Zitat noch mal? Aus den Zahlen kann man wohl ablesen, dass nun immer mehr der großen etablierten Anbieter nachziehen müssen in Sachen Kryptowährungen.


Beispielbild für aktiven Börsenhandel. Foto: Andyhill8/Wikipedia /Gemeinfrei



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1 Kommentar

  1. FXCM hat letztes Jahr seine Bedingungen geändert von 10.000 auf 20.000 EUR Einlage möchte der Kunde nicht ins MInikonto gedrängt werden. Ich musste jedenfalls eine Erklärung abgeben und war sehr verwundert, da ich regelmäßig und viel trade. Allerdings mit Hebel unter 2. Bedeutet aber auch kein Risiko für den Broker, da das Portfolio zusätzlich ausbalanciert.
    Und auf den DAX Short wurde eine Gebühr eingeführt.

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