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Devisen

EURUSD: Der Kampf um die 1,1200 Marke

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Seit Freitagnachmittag befindet sich der Euro (EURUSD) in einer engen Spanne zwischen 1,1205 und 1,1223. Es fehlt noch die Volatilität im Markt, und die Händler warten auf den nächsten Ausbruch. Es ist ganz normal, dass am Anfang der Woche die meisten Trader die neue Trendbildung abwarten wollen, um ein unnötiges Risiko zu vermeiden. Es gibt auch keinen Grund einen Aktionismus zu entwickeln. Spätestens bei der amerikanischen Session bieten sich meistens gute Einstiege an.

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Aber wohin geht die Reise beim EURUSD?

Aus technischer Sicht befindet sich EURUSD klar in einem Seitwärtstrend. Die Marke von 1,1200 zieht den Kurs wie magisch immer wieder an. Sobald aber der Level getestet wird, nimmt die Dynamik ab und der Markt wird lethargisch. In solchen Situationen sollte man jedoch besonders wachsam sein. Hier staut sich die Energie, und der Ausbruch wird folgen. Aktuell ist es sinnvoll geduldig zu bleiben, ansonsten agiert man recht spekulativ. Wenn die 1,12 „big figure“ bricht, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zahlreiche Stops gezogen, was dem Kurs eine neue Dynamik auf der Unterseite verleihen kann. Als Kursziel sehe ich zuerst die Unterstützung bei 1,1178, wo sich der Fibonacci Level im langfristigen Chartfenster befindet.

Da sich aber die Indikatoren im mittelfristigen Bereich im positiven Modus befinden, und bei 1,1200 der signifikante Support den Kurs stützt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass EURUSD heute einen Rebound erfahren wird. Wenn es dazu kommt, wird die Dynamik zunehmen und die Bullen werden auf den fahrenden Zug springen. Bei 1,1241 befindet sich der nächste wichtige Widerstand (MA 420, pinke Linie im Chart). Sollte der Major genug Kraft entwickeln, kann es zum nächsten Ausbruch auf der Oberseite kommen. Als nächstes Ziel kann man den Bereich von 1,1267 ins Auge fassen. Hier empfiehlt es sich jedoch langsam an den Ausstieg zu denken oder den Stop Loss auf break even nachzuziehen. Es gibt nämlich keinen Grund schon am Wochenanfang unnötige Risiken einzugehen.

Um 14.30 Uhr werden News aus den USA veröffentlicht (Chicago Fed National Activity Index), also hier kann wieder Musik in den Markt kommen. Die Lage beim EURUSD bleibt auf jeden Fall spannend, und es wird uns diese Woche ganz bestimmt nicht langweilig. Bleiben Sie diszipliniert und beachten Ihre Risk und Money Management-Regeln.

EURUSD Charttechnik

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Tesla lässt Börsianer staunen, Xetra-Panne, schwache Börse im Sommer?

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Manuel Koch bespricht im folgenden Video interessante Börsenthemen der Woche. Positiv herausstechen tut dabei die Aktie von Tesla. Der Kurs klettert immer weiter. Und mit jetzt mehr als 200 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung ist das Unternehmen (zumindest im Börsenwert) mehr wert als alle deutschen Autobauer zusammen. Auch die gestern veröffentlichten Auslieferungszahlen überraschten – sie ließen alle Analysten nur staunen (hier mehr Details).

Vorgestern gab es schon das zweite Mal in diesem Jahr einen großen Systemausfall bei der Deutschen Börse. Mehr als peinlich für das Renommee der Frankfurter, die so viel geben auf die Stabilität des Systems, das auch von zahlreichen kleineren Börsenbetreibern in Europa genutzt wird. Stundenlang funktionierte der Handel im Xetra-System am Mittwoch gar nicht. Eine Blamage. Im Video wird auch ein konkreter Grund für den Systemausfall genannt.

Thema im Video ist auch die nun womöglich anstehende Schwäche an der Börse, aufgrund der Sommermonate, die traditionell schwächer ausfallen. Dazu könnten die weiter steigenden Corona-Zahlen in den USA den Verlauf der Aktienkurse weiter schwächen. Auch im Video besprochen werden zwei konkrete Tradingideen der trading-house Börsenakademie. Die Aktien von Microsoft seien ein Kauf. Ebenso könne man beim Währungspaar Euro vs Pfund long einsteigen. Beide Ideen könne man mit einer Market Buy Order umsetzen. Im Video werden hierfür auch konkrete Gründe genannt.

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Devisen

Türkische Lira: Achtung, Erwachen aus Langeweile? Inflation steigt!

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Augen auf in Sachen Türkische Lira! Seit gut zwei Wochen klebt der Wechselkurs von US-Dollar vs Lira an der Marke von 6,85, fast wie festgenagelt. Aber jetzt könnte sich etwas tun. Bevor wir zur Aktualität kommen, hier ein ganz kleiner Rückblick. Erst am 21. Mai hatte die türkische Zentralbank zuletzt ihre Zinsen gesenkt. Immer weiter, weiter, und weiter geht es runter mit den Zinsen in der Türkei, aktuell um die Wirtschaft nach der Coronakrise anzukurbeln. Aber das Problem dabei ist, dass die Inflation jetzt den zweiten Monat in Folge wieder anzieht. Der folgende Chart der türkischen Statistikbehörde, der die Entwicklung der letzten zwei Jahre zeigt, lässt es recht gut erkennen.

Inflation in der Türkei

Inflation und Zinsen

Nach dem Hoch der Inflation im Herbst 2018 bei über 25 Prozent konnte sich die Teuerungsrate entspannen auf das Tief bei 8,55 Prozent im Oktober 2019. Aber seitdem geht die Grundtendenz wieder aufwärts. Und wo die Verbraucherpreise zum Beispiel in Europa dank der Coronakrise und vor allem wegen dem Ölpreis-Crash deutlich gefallen waren, geht es in der Türkei nicht bergab, sondern nach oben. Von 10,94 Prozent im April über 11,39 Prozent im Mai ist die Inflation im Juni angestiegen auf 12,62 Prozent, so die Info der Statistiker von heute (Erwartungen lagen um die 12 Prozent).

Dies könnte die türkische Lira schwächen. Immer weiter fallende Zinsen bei gleichzeitig anziehender Inflation, das ist nicht gut für eine Währung. Der Unterschied wird immer größer. 8,25 Prozent beträgt aktuell der Leitzins, und 12,62 Prozent die Inflationsrate. Ein mehr als deutlicher Unterschied, der ausländische Anleger nicht gerade dazu ermutigt Geld in der Türkei anzulegen. Im folgenden Chart, der fünf Jahre zurückreicht, haben wir beide übereinander gelegt. Der Zins (blaue Linie) fällt jüngst unter die Inflationsrate. Das ist nicht gut.


source: tradingeconomics.com

Türkische Lira noch ruhig

Seit der Veröffentlichung der Juni-Inflationsdaten um 9 Uhr hat sich die türkische Lira noch nicht bewegt. Kommt das noch? Die Argumente für die Zocker wären da. Oder halten zum Beispiel staatsnahe türkische Banken mit Interventionen dagegen, wie schon geschehen in den letzten Monaten? Noch steht der Wechselkurs von US-Dollar vs Lira bei 6,85. Im Chart sehen wir den Verlauf der letzten sechs Monate.

US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten sechs Monaten

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Eine bittere Enttäuschung für den Euro

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Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung, wie erwartet, den Angriff auf die wichtige psychologische Marke von 1,1300 gewagt. Die Bullen wurden schon am frühen Morgen aktiv und haben den Euro gekauft. Der Kurs konnte dadurch den Widerstand bei 1,1265 durchbrechen. Die Stimmung am Markt war positiv und der Major bewegte sich konstant in die nördliche Richtung. Am Vormittag war es dann soweit, EUR/USD testete die 1,1300 „big figure“. Dieser Widerstand hat sich aber schnell als zu stark für den Euro vs USD erwiesen. Die Kauforders waren auf diesem Niveau nicht mehr vorhanden und die Händler haben schnell realisiert, dass es sehr schwer sein wird, diese Hürde zu nehmen. Die kurzfristigen Daytrader haben dann ihre Long-Positionen geschlossen und der Kurs ist wieder unter 1,1290 gefallen. Einen weiteren Versuch, die Oberseite zu erklimmen gab es noch, aber auch diese Anstrengung ist gescheitert. Ab dann war es den meisten Händlern klar, dass die 1,1300 Marke momentan nicht zu überwinden ist.

Die Bären haben die Situation ebenfalls erkannt und die Short-Seite angegriffen. Der Euro geriet unter Druck und die Dynamik auf der Unterseite hat zugenommen. Die wichtige Unterstützung bei 1,1265 konnte nicht mehr halten und der Major kehrte in seine ursprüngliche Seitwärtsrange zurück. Das war enttäuschend und hat gezeigt, dass es für den Euro zum USD nicht leicht sein wird, den langfristigen Aufwärtstrend aufrecht zu erhalten.

Am Nachmittag wurden dann noch die wichtigen Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht. Diese sind positiver als erwartet ausgefallen. Das hat dem USD kurzfristig frische Kraft verliehen. Der Kurs von EUR/USD ist noch weiter gefallen und testete im Tagestief die Marke von 1,1222. Hier konnte die Abwärtsbewegung vorerst gestoppt werden. Die Bären haben ihre Positionen glattgestellt und sich mit einem schönen Gewinn vom Markt verabschiedet. Danach konnte sich der Euro wieder leicht erholen, aber die Handelsrange blieb in engen Grenzen. Im späten Handel bewegte sich der Major im Bereich von ca. 1,1235. Der Kurs war auf der Oberseite durch den 120en Moving Average gedeckelt.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert EUR/USD bei ca. 1,1237. In der asiatischen Handelssitzung, heute Nacht, pendelte der Major weiter in seiner Seitwärtsrange. Momentan fällt der Kurs ganz leicht, aber die Volatilität fehlt noch. Heute sollten wir insgesamt eher mit einem ruhigen Markt rechnen. Die US-Börsen bleiben geschlossen, da in Amerika heute ein Feiertag ist. Ob es tatsächlich in den USA gefeiert wird, ist eher fraglich. Die Stimmung im Land ist alles andere als feierlich.

Wer heute also am Devisenmarkt aktiv sein möchte, sollte viel Geduld mitbringen. Nicht viele Händler werden heute neue Positionen eröffnen. Das Risiko ist einfach zu groß, dass man dann die Trades über das Wochenende halten müsste. Aus technischer Sicht ist der Euro zum USD angeschlagen. Die gestrige Enttäuschung sitzt noch tief. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Kurs heute weiter fallen wird. Vielleicht werden es keine großen Moves sein, aber die 1,1200 Marke ist realistisch. Auf diesem Level empfiehlt es sich jedoch, die Short-Positionen zu schließen und die Lage neu zu analysieren. Auf der Oberseite befindet sich der erste wichtige Widerstand bei EUR/USD bei 1,1265. Sollte dieser widererwartend überschritten werden, kann der Kurs noch eventuell bis 1,1285 steigen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,1253.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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