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Devisen

EZB-Entscheidung: Reaktion der Märkte – Euro fällt deutllich

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Die EZB-Entscheidung ist gefallen. Der Einlagenzins sinkt um 0,1% auf -0,50%. Und wichtiger: Die Anleihekäufe werden mit 20 Milliarden Euro pro Monat neu aufgelegt. Und extrem wichtig: Erst einmal laufen die neuen Anleihekäufe unbefristet! Der Markt reagiert. Der Euro fällt aktuell gegen den US-Dollar von 1,1025 auf 1,0955. Damit ist er nur noch 30 Pips von seinem Tief am 3. September entfernt (gut sichtbar im Chart).

Der Dax freut sich ein wenig über mehr Konjunkturimpuls mit +50 Punkten. Der Dow steigt um 15 Punkte. Der Ölpreis verliert aktuell 20 Cents, weil der Dollar gegen den Euro ja dank der EZB so stark zulegt. Dreht der Ölmarkt, wenn man sich eher auf die Vorteile für eine potenziell bessere Konjunktur in Euroland fokussiert? (mehr Öl-Nachfrage)

Euro vs USD

3 Kommentare

3 Comments

  1. Christoph

    12. September 2019 14:17 at 14:17

    „eine potenziell bessere Konjunktur in Euroland“ haha
    Zinsen runter -> Konjunktur rauf! – so einfach ist die Welt leider nicht (wieviel Zinssenkungen hatten wir bei der EZB in den letzten Jahren?)

  2. Marcus

    12. September 2019 14:23 at 14:23

    Das am Bondmarkt nun die Post abgeht das war klar, unbegrenztes QE bedeutet unbegrenzte Spekulationsgewinne da man der EZB die Anleihen zu Höchstpreisen andrehen kann. Bezüglich dem Euro glaube ich ehrlich gesagt nicht, das es dort langfristig weiter abwärts geht.

  3. sabine

    13. September 2019 09:50 at 09:50

    a) Es ist hier doch mehr als deutlich, daß wir keine freie Marktwirtschaft sondern extreme Manipulation haben. Alles schaut nur auf die Notenbanken. Irgendwelche Wirtschaftsdetails völlig im Hintergrund bzw. Nebensache. Und, Geld drucken bis der Arzt kommt, Geldentwertung auf Teufel komm raus, Unterstützung der Zombie-Firmen.
    b) Leider merkt sich das keiner beim Crash. Die Notenbanken haben immer schon Blasen aufgeblasen, und nach dem Platzen den großen Retter gespielt.
    Leider machen die Qualitätsmedien mit und loben den Retter und schimpfen auf den freien Kapitalismus oder einzelne Akteure – anstatt das Handeln der Notenbanken zu bewerten, gelinde gesagt.
    .
    c) Nur einzelne Lichter wie Marc Faber, Markus Krall sind die große Ausnahme, aber auch Aussenseiter mit wenig Aufmerksamkeit, z.B. in der Bild. (Letztens hat mir ein Journalist (verwandt) eines „renommierten“ Senders ein Bild-Link zur „Klimakatastrophe“ geschickt. Aha, das sind die Quellen. Nicht, das die Bild auch die Wahrheit sagt, aber bei so populistischen Themen, naja. Es ging um echte wissenschaftliche Aufarbeitung.)

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Devisen

Euro und der Cash Crunch am US-Geldmarkt

Momentan bläst dem Euro der Wind frontal ins Gesicht: US-Dollars werden plötzlich am amerikanischen Geldmarkt knapp, die EZB startet ein QE-Unendlich

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Momentan bläst dem Euro der Wind frontal ins Gesicht: Die Fed gibt sich in Sachen geldpolitischer Lockerung zugeknöpfter als gedacht, US-Dollars werden plötzlich am amerikanischen Geldmarkt knapp, wohingegen die EZB ein QE-Unendlich startet und sich aufkeimende Hoffnungen in Sachen Brexit vom vergangenen Montag im Laufe der Woche größtenteils wieder verflüchtigt haben. Für diese Gemengelage hält sich die Gemeinschaftswährung Euro erstaunlich stabil gegenüber der Weltleitwährung US-Dollar.

Phänomen Dollar-Knappheit – aber Euro bleibt erstaunlich stabil

Der Schock am US-Geldmarkt ist noch nicht überwunden. Die Fed musste in der vergangenen Woche an vier Tagen mit insgesamt 278 Mrd. US-Dollar am Finanzierungsmarkt für über Nacht laufende Wertpapierpensionsgeschäfte intervenieren. Die Ursache für die Liquiditätsengpässe ist immer noch nicht geklärt: Waren es die für Montag anstehenden Steuerzahlungen von Banken in dreistelliger Milliardenhöhe, das massive Absaugen von Liquidität durch das US-Finanzministerium im Zuge von Staatsanleiheemissionen oder einfach nur technische Probleme? Oder war es gar ein viel grundsätzliches Problem? Nämlich, dass die Fed selbst mit ihrer Bilanzreduzierung seit 2018 Geld aus dem System gezogen hat, dessen Fehlen sich mehr und mehr schmerzlich bemerkbar macht?

Die Fed gibt sich jedenfalls ebenso überrascht wie ahnungslos. Dabei hätte sie gewarnt sein können: Bereits im letzten Oktober kam es zu Stress am Geldmarkt, bis die Fed später in Sachen Geldpolitik einlenkte und ihren Straffungszyklus für beendet erklärte. Auch im Jahr 2011, während der Eurokrise, kam es am internationalen Off-Shore Geldmarkt zu massiven Engpässen, die nur mit zusätzlichen Währungs-Swap-Vereinbarungen zwischen den Amerikanern und den Europäern in den Griff zu bekommen waren. Ähnlich verhielt es sich während des Lehman-Schocks vor elf Jahren. Damals vertrauten die Banken sich nicht mehr gegenseitig und der Interbankenmarkt kollabierte völlig. Der Repo-Satz als wichtigstes Stressbarometer für die Geldmärkte schlägt jedenfalls seit einer Woche wieder Alarm.

Das Ertönen der Sirene in Form von explodierenden Repo-Sätzen hatte Fed-Chef Jerome Powell noch am Mittwoch nach der Zinssitzung in Washington verharmlost und kleingeredet. Aber vorsichtshalber will die Fed ihre außerordentlichen Notfallmaßnahmen am US-Geldmarkt erst einmal beibehalten: Ab Montag wird sie den Repo-Patienten mit Liquiditätsspritzen in Höhe von 75 Mrd. US-Dollar über Nacht revolvierend sowie zusätzlichen 30 Mrd. USD Geldspritzen mit vierzehntägiger Wirkungsdauer stabilisieren.

Damit versucht die Fed, ein Ausbreiten der Dollarknappheit vom nationalen Geldmarkt der USA auf den internationalen Off-Shore Dollar-Markt zu verhindern. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Fed ein neues reguläres QE initiiert. Das wäre dann die Nummer vier oder wie viele Analysten an der Wall Street schon scherzen ein QE4Ever.

Devisenmarkt glaubt Powell nicht

Schaut man sich den Wechselkursverlauf von Euro/US-Dollar an, kann man nichts von dem, was an Ereignissen in den letzten 14 Tagen geschah im Chart nachhaltig sehen. Es kam lediglich zu kurzfristigen Kursausschlägen, die aber schnell wieder vom Markt egalisiert wurden.

Offenbar sehen die Märkte aktuell die Risiken zwischen Euro-Land und Dollar-Land ausgeglichen. Doch das widerspricht den Aussagen von Fed-Chef Powell, der keine weitere geldpolitische Lockerung in Aussicht stellte und im Gegenteil die Hoffnungen auf weitere qualitative Lockerung stark dämpfte, wie man ganz klar an der auf aktuell 0 Prozent gesunkenen Zinssenkungswahrscheinlichkeit für die Fed-Sitzung am 30. Oktober erkennen kann. Der Kurs-Chart wirft aber eine Frage auf: Läuft die größte Ökonomie der Welt vielleicht doch nicht so rund, wie uns Jerome Powell weismachen möchte?

Fazit – Euro-Stabilität und das Fed-Märchen

Wenn in den USA doch alles so gut läuft in Sachen Wachstum und Finanzmarktstabilität und gleichzeitig die Dollar-Liquidität unter akuter Knappheit leidet, warum wertet der Dollar dann nicht massiv gegenüber dem Euro auf? Zumal Draghi gerade erneut den Einlagensatz senkte und eine QE-Fassbombe gezündet hat, die mit vielen Tricks und weiteren Regelbrüchen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag Liquidität über den Euro-Raum regnen lässt. Ist es am Ende schon so weit mit den Märkten gekommen, dass sie die stabilisierende Geldmengenausweitung im Euroraum mehr goutieren als das Festhalten der Fed am Märchen „Alles läuft prächtig und wir brauchen keine weitere Lockerung“ für den US-Dollar?

Der Euro ist derzeit zum Dollar erstaunlich stabil

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Anleihen

Risk Off Trade ist sprunghaft wieder da – Rundumflug durch die Charts

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Der Risk Off Trade ist ganz plötzlich wieder sichtbar. Immer wenn große Institutionelle (oft computergesteuert) mehr Risiko eingehen wollen, gehen sie in Schwellenländerwährungen, riskante Anleihen etc (Risk On). Immer wenn man glaubt, dass durch globale Ereignisse das Risiko für die eigene Geldanlage schnell minimiert werden muss, wird der Risk Off Trade aktiviert. Dann schichtet man zügig um in den US-Dollar, in den Schweizer Franken, deutsche Bundesanleihen und Gold. Und durch die vorhin bekannt gewordenen Gedanken von Donald Trump, dass er nur einen großen Handelsdeal mit China will (also kein kleiner Kompromiss möglich), steigt plötzlich wieder die globale Unsicherheit vor einem weniger guten Ausgang im Handelskrieg. Risk Off startet wieder – in welchem Umfang und wie lange, ist natürlich aktuell unklar. Der Dollar-Index steigt (Chart seit Dienstag).

Risk Off Trade - Dollar steigt

Euro und Pfund vs US-Dollar fallen, da wie gesagt tendenziell ganz aktuell der Geldfluss in Richtung US-Dollar läuft (EURUSD und GBPUSD im folgenden Chart übereinander gelegt, Verlauf seit Dienstag).

Risk Off Trade - Euro und Pfund vs USD

Im folgenden Chart haben wir ebenfalls seit Dienstag den US-Dollar-Verlauf dargestellt gegen den südafrikanischen Rand, den ungarischen Forint sowie den polnischen Zloty. Die selbe Bewegung heute Nachmittag. Der Dollar zieht stark an, die vermeintlich riskanten Währungen werten ab.

Im folgenden Chart haben wir USD vs Schweizer Franken und Gold vs USD übereinander gelegt. Da Gold und Franken ebenso als Fluchtziele gelten wie der US-Dollar, fallen die Kursausschläge hier eher uneinheitlich aus. Wohin mit den Kursen, wenn USD und der Gegenpart beide gefragt sind?

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Devisen

Aktuell: Dollar steigt, Euro und Pfund fallen – Trump über China-Deal

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Aktuell sickert die Meldung durch, dass Donald Trump nicht an einem begrenzten Handels-Deal mit China interessiert sei. Wenn, dann richtig. Wenn, dann ein großer Deal wo er alles bekommt, was er sich wünscht? So darf man das verstehen? Und dass man bei einem Deal mit China alles bekommt, was man sich vorstellt – diese Wahrscheinlichkeit ist doch eher gering? Justin Low von forexlive.com schreibt dazu aktuell, dass es Trump offenbar um einen „Alles oder Nichts“ Deal gehe. Die Marktreaktion aktuell: Der US-Dollar zieht an. Der US-Dollar Index steigt von 97,88 auf 98,02.

Euro vs USD fällt von 1,1050 auf 1,1029. Und das britische Pfund, das eh schon den ganzen Tag seit 8 Uhr morgens gegen den Dollar fällt, rutscht nun weiter ab von 1,2503 auf 1,2477 (jetzt 1,2488). Im folgenden Chart (Verlauf seit heute früh) sieht man den steigenden Dollar-Index gegen fallendes Pfund und fallenden Euro.

Dollar vs Pfund und Euro

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