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Die alles entscheidende Frage für die weitere Entwicklung der Märkte! Fed gegen Aktienmärkte: Wer gewinnt das chicken game? Marktgeflüster (Video)

Das ist die alles entscheidende Frage für die weitere Entwicklung der Märkte: wer gewinnt das chicken game – die Aktienmärkte oder die Fed? Die Aktienmärkte wollen weiter steigen, die Fed will genau das verhindern, weil sonst es sonst zu „unwarrent easing of fianancial conditions“ kommen würde (so die Formulierung im letzten FOMC-Protokoll). Dabei gibt es drei mögliche Varianten: die Fed knickt ein und gibt zu, dass die Inflation deutlich fällt und daher die hohen Zinsen nicht mehr notwendig sind (vor allem dann, wenn es zu einer Rezession kommt!). Die zweite Möglichkeit ist eine Art Kompromiß: die Märkte glauben der US-Notenbank, dass sie die Zinsen nicht senken, sondern auf hohem Niveau belassen wird, dafür wird die Fed weniger aggressiv in ihrer Rhetorik. Die dritte Möglichkeit ist ein Unfall: es kommt zu einem herben Unfall, sprich zu einem Crash, weil die US-Notenbank nicht nachgeben will. Die Aussagen der US-Notenbanker legen nahe, dass letztere Variante die Wahrscheinlichste ist..

Hinweise aus Video:

1. „Inflation bleibt höher, als viele denken“ – sagt Profi-Investor

2. Sanktionsstart: Woher erhalten wir in 23 Tagen unseren Diesel?

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13 Kommentare

  1. …aber der amerikanische Aktienmarkt haussiert doch gar nicht….es besteht doch gar kein Problem für die FED…es sind doch nicht mehr die Übertreibungen wie vor 1,5 Jahren…nur die europäischen Börsen haussieren…und für die interessiert sich die FED nicht…ich sehe das Problem irgendwie nicht…

  2. Ich verstehe nicht, was „der Markt“ den tun soll.
    Ich bin auch ein klein bißchen Markt.
    DAX Long gehen? Darf ich nicht? Aber damit verdiene ich. Kann mir das jemanden unterbinden? Nein.
    Anleihen kaufen? ok, wenn ich glaube/sehe dass die Zinsen wirklich angehoben werden.
    Also, gehe ich so lange long bis das passiert.
    Ist doch einfach?
    oder machen die trader das nicht?

  3. Hallo Herr Fugmann,
    die Korrelation zwischen Dow Jones (in Dollar) und Eurokurs in Dollar übers Jahr ist recht zuverlässig und kommt immer wieder auf dasselbe Verhältnis zurück, wenn es auch schwankt. Anders ausgedrückt: Der DOW in Euro gerechnet ist weitgehend konstant, egal ob gerade Rally oder Crash herrscht. Schwankt zwar etwas aber kommt immer wieder dahin zurück wo er schon vor einem Jahr gewesen ist. Es leuchtet zwar ein, dass amerikanische Firmen in Europa mehr verdienen wenn der verdiente Euro mehr Dollar wert ist und umgekehrt. Ferner können die Firmen ihre Waren billiger im Ausland anbieten und mehr Umsatz machen wenn der Dollar schwach ist. Aber die Genauigkeit der Korrelation kann ich mir so nicht erklären. Es geht ja um Börsenkurse unter Analysten und nicht um Währungsumrechnung tatsächlicher Umsätze.
    Gibt es da eine Absprache unter Börsenmaklern, dass sich der durchschnittliche Wert amerikanischer Aktien in Euro kaum ändert und so die Insider wissen, dass jede Abweichung davon bald wieder korrigiert wird? Was zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung führt.
    Oder liegt es an Carrytrades mit Währungsumtausch und Aktiengeschäften oder anderen tatsächlichen Geschäften im Zusammenhang mit international gehandelten Aktien? So dass Börsenkurse beteiligter Aktien oder deren Unternehmen den Wechselkurs beeinflussen könnten.
    Oder hat die FED beschlossen, die Aktienindizes bezüglich des Euro etwa konstant zu halten? Weil steigende Aktien für die FED nicht so schlimm sind wenn der Dollar gleichermaßen fällt.
    Oder warum orientiert sich der große amerikanische Aktienmarkt am Euro?

    Danke für Ihre stets gute Einordnung der Fakten. Manchmal nicht faktenbasierte Meinungen zu anderen Themen sollten Sie lieber bleiben lassen. Weil man aus Sicht der Shareholder Value nur einen sehr begrenzten Blick auf die Realität hat. Was soll man von uns denken? Ich hoffe es kennt mich keiner hier.

  4. Wäre auch interessant zu wissen wie sich der Bond Crash bei der FED auswirken wird. Beim Fall des 30jährigen Bonds von ca. 180 auf 117 Punkten ( Stand aktuell ca.130 Pt.) müsste doch die FED einen Gewaltsverlust erlitten haben.Das gleiche gilt auch für die EZB mit ihren Anleihenkäufen. Da sind wahrscheinlich die Verluste der SNB und des Norwegischen Staatsfonds nur ein Fliegenschiss dagegen.
    Ich weiss wovon ich rede, ich meinte bei 137 Pt. eine Kaufgelegenheit zu sehen, aber hoppla, trotzdem noch Verlust gemacht.
    Man sagte doch wegen hoher Verschuldung wird es nie mehr Zinsen geben, dies war wohl der 2022 SCHWARZE SCHWAN.
    Für den 2023 SCHWAN gibt es einige Kandidaten die die Aktien Euphorie ausbremsen werden.

  5. Wenn jemand immer noch von weiteren, tieferen Tiefs spricht sprechen wir von einem Crash.
    Und Crash Propheten, die nicht wahrhaben wollen dass der Zug längst abgefahren ist, gibt es sehr viele zur Zeit. Je weiter es nach oben geht desto lauter trommeln Sie. 10% weiter werden Sie beginnen von einer Blase zu sprechen und in 15% werden Sie evtl irgendwann recht bekommen.

    Hausse ist das was passiert während sie auf die nächste Baisse warten.

    1. @Jochen, ist klar..
      Nachdem ich Ihnen die Belege geliefert habe, dass die Fed diesen Anstieg nicht will (Sie sprachen von „unbewiesenen Annahmen“ meinerseits) schweigen Sie dazu. Das ist typisch.
      Sie dagegen behaupten etwas (Markt wird weiter steigen) – und wenn es nicht eintritt, tauchen Sie ab, um dann wieder aufztauchen, wenn es irgendwan später wieder nach oben geht. Das passiert immer wieder auch in den Kommentaren auf Youtube zu meinen Videos..
      Ich aber stelle ich mich zwei Mal pro Börsentag – und das ist der Unterschied!

      1. und welche Belege denn bitte ? Fakt ist dass der Markt steigt und es mir ein stueck weit total egal ist ob das ein oder andere FED Mitglied das mag oder nicht Sind wir noch in einer Marktwirtschaft oder nicht ?

        Die Frage „und was tun wenn der Markt doch steigt“ ist doch wichtig fuer einen Anleger. Viel wichtiger moeglicherweise als permanent zu begruenden dass der Markt eigentlich gar nicht steigen darf.

        Recht zu haben ist das eine, vom Markt recht zu bekommen das andere. Das kommt mir in ihren Videos viel zu kurz.

        Nehmen sie was gerne als konstruktive Kritik und nicht persoenlich.

      2. Und Sie entscheiden welche Beiträge veröffentlicht werden, das ist ein weiterer Unterschied.
        Auf der einen Seite zu schreiben dass ihre optimistischen Follower untertauchen wenn es mal nicht nach oben geht, aber Posts zu löschen wenn der Inhalt nicht gefällt scheint Ihre Variante von Fairness zu sein.

        Diese Möglichkeit haben Ihre zweit- und drittbesten Freunde und alle von Ihnen ernannten Kontra Indikatoren nicht. Wer austeilt sollte auch Kritik einstecken können. Nur meine Meinung.

  6. Lieber Herr Fugmann warum denn so gereizt? Das wundert mich immer wieder. Zum einen haben sie das doch gar nicht noetig, zum anderen unterbindet das jede offene Diskussion.

    Dass sie sich hier 2x am Tag stellen weiss doch jeder Follower zu schaetzen. Auf der anderen Seite machen sie das ja nicht aus reiner Menschenliebe.

    Auf youtube habe ich noch nie einen Kommtar gelesen geschweige denn geschrieben. Warum stecken sie mich so aggressiv in eine Kiste mit anderen Kritikern. Im Stile ihr seid doch alle gleich. Das ist weit unter ihrem Niveau.

  7. Ja einige unbelehrbare Permabullen sind nach dem Korrekturjahr 2022verschwunden.Dass gerade jetzt wieder einige dieser Unbelehrbaren auftauchen ist erstaunlich, schliesslich haben alle diese Crash- Propheten – Kritiker eine Niederlage erlitten.
    Zudem gibt es einige bisher eher bullische Grössen wie Jens Erhardt und viele weitere die auf der Fugmann Linie liegen.
    Man kann nur hoffen ,dass auch diese 2 bis 3 neuen Bullenschwätzer transitory sind und durch die FED weggeblasen werden.
    Herr Fugmann lassen sie doch diese Besserwisser einfach links liegen, denn charakterlich ist es sowieso verwerflich wenn man von so grandiosen Informtionen profitiert und dann den Verfasser mit unberechtigten Kritiken ans Bein pinkelt.

  8. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Ich habe noch nie so eine hohe Inflation erlebt und ich kenne noch die der Siebziger,Achtziger,Neunziger…

    Hotelpreise, Gaspreise,Strompreise …. alles mindestens verdoppelt, innerhalb eines Jahres!

    Die letzte große Inflation liegt genau 100 Jahre zurück. Auch damals wurde die Inflation zunächst, kleingeredet, ignoriert, negiert, verharmlost.

    „Jetzt haben wir den Salat “ Marc Faber, neulich, im amerikanischen Fernsehen.

    „Geld drucken,im ungedecktem Papiergeldsystem ,führt immer zu Inflation “ Roland Leuschel ,in der damaligen NTV Telebörse, unter Raimund Brichta.

    Fazit: Die“ MMT- Theorie „ist tot- es lebe die „Österreichische Schule “ in der Geldtheorie.

  9. @ Knochen, klar als Bär rege ich mich auch auf wenn die Analysten nur aufwärts sehen, aber meistens wenn es überbordet geht es schnell nach unten und die Bullen verlieren in 2 Tagen was vorher in 3Wochen gewonnen wurde.
    Aber die Kritik ist fehl am Platz, Fugmann hat immer wieder erwähnt,dass es noch weiter gehen kann, vielleicht auch um die EINWEGHIRNE nicht zu verärgern.
    P.S .Auch einer der grössten Bullen, Stefan Risse spricht jetzt von einem Shortsqueeze dass nicht nachhaltig ist.

  10. Für mich ist allein schon das Schlagwort „Die Märkte gegen die Fed“ Ausdruck eines diffus wahrgenommenen Autoritätsverlustes der größten Zentralbank der Welt.
    Das Thema finde ich spannend und so habe ich mir zum Ziel gesetzt, diese Thematik etwas differenzierter zu betrachten.

    Dabei scheint es mir sinnvoll, mindestens vier verschiedene Betrachtungsebenen zu unterscheiden.

    1. Die Modellbildungs- und Prognosefähigkeiten der Zentralbank

    Unter diesem Gesichtspunkt steht die Fed bereits seit einiger Zeit zum Teil erheblich in der Kritik. Zu groß sind die Fehler bei der Prognose der Inflationsentwicklung in den zurückliegenden Jahren.
    Ich schließe mich hier mangels aktuellerer eigener Daten und Erkenntnisse weitgehend kommentarlos an.
    Im Interesse einer fairen Bewertung gebe ich aber zu bedenken, dass die Fed Defizite in diesem Bereich sicherlich erkannt hat. Inwieweit bei deren Beseitigung bereits Fortschritte erzielt wurden, ist für externe Betrachter kaum einzuschätzen.

    2. Die operative Handlungsfähigkeit bzw. ein möglicher Kontrollverlust der Zentralbank

    Es reicht nach meiner Auffassung nicht, einen auch nur vermeintlich eingetretenen Kontrollverlust lediglich zu verschleiern. Die Notenbank muss stattdessen in Zweifelsfällen ihre Handlungsfähigkeit aktiv unter Beweis stellen.
    Ich denke, die Fed hat diesen Beweis im Zuge des aktuellen Zinsanhebungszyklus eindrucksvoll erbracht.

    3. Die Glaubwürdigkeit der öffentlich kommunizierten Geldpolitik

    Unter mangelnder Glaubwürdigkeit verstehe ich in diesem Zusammenhang die bewußte Verschleierung der wahren geldpolitischen Ziele, nicht jedoch Fehleinschätzungen aufgrund von falschen Prognosen oder Modellen.
    Ich verzichte hier auf weitere Ausführungen, weil ich mir dazu keine hinreichend objektive Beurteilung zutraue und weil dies einfach meinen Rahmen sprengen würde.

    4. Die grundsätzliche Autorität der Fed als Institution sowie die Durchsetzungsfähigkeit der eigenen Geldpolitik

    Es geht mir an dieser Stelle um die Machtfrage an sich und weniger um detaillierte geldpolitische Aspekte.

    Zum Thema passend fallen mir in letzter Zeit vermehrt Prognosen auf, die meist die folgende Grundstruktur aufweisen:
    „Die Fed wird unter dem Einfluss von …….. bis spätestens ……… diese oder jene Maßnahmen ergreifen“

    Bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber, dass die prognostizierten Maßnahmen in teilweise klarem Widerspruch zu den offiziell verkündeten Zielen der Geldpolitik stehen.
    Nun spricht natürlich nichts gegen abweichende Meinungen zur Geldpolitik, wohl aber gegen das derzeitige Ausmaß derselben. Stichwort: „Die Märkte gegen die Fed“

    Dies bringt mich zu der Einschätzung, dass die Fed bezüglich Autorität und Durchsetzungsvermögen eventuell ein Image-Problem haben könnte. Selbst wenn dieses Image-Problem nur auf Fehleinschätzungen der beteiligten Akteure beruhen sollte, so halte ich es dennoch für einen entscheidenden Nachteil, wenn die Durchsetzungsfähigkeit geldpolitischer Ziele in Zweifel gezogen werden kann. Wie die aktuellen Vorgänge zeigen, kann dies den notwendigen Aufwand bei der Inflationsbekämpfung deutlich erhöhen. Stichwort: „financial conditions“.

    Eines der wichtigsten Ziele einer Notenbank sollte daher nach meiner Auffassung sein, auch frag- und kritikwürdige geldpolitische Entscheidungen gegebenenfalls durchsetzen zu können. Die Fed hat diese Schwäche sicherlich erkannt und sollte (wird?) vermutlich einen entsprechenden Beweis ihrer Durchsetzungsfähigkeit erbringen.

    Eine gute Gelegenheit zur Machtdemonstration wäre es, die Zinsen konsequent etwas weiter anzuheben als dies derzeit allgemein erwartet wird. Sie würde sich dabei natürlich wieder der Kritik aussetzen, „hinter der Kurve“ zu liegen bzw. einen policy error zu begehen etc.

    In meinem kleinen hier vorgestellten Gedankenmodell würde die angedeutete Vorgehensweise damit zu einem Zielkonflikt zwischen den o.a. Punkten 1 und 4 führen. Da stellt sich dann die spannende Frage, ob die Entscheidungsträger bei der Fed eine bessere Bewertung ihrer Modellbildungs- und Prognosefähigkeiten gegenüber einer Stärkung von Autotität und Durchsetzungsfähigkeit priorisieren würden.

    Wenn man bedenkt, dass die Fed neben den öffentlich kommunizierten Zielen auch weitere rein politische Ziele verfolgen könnte, die ihr aber wichtig sind, dann relativiert sich dadurch ihre Position „hinter der Kurve“ auch wieder etwas.

    Fazit: Ich halte es für sehr fragwürdig, der Fed einen diffusen Autoritätsverlust zuzuschreiben und daraus in generalisierender Weise auf deren (Un-) Fähigkeit in allen ihren Betätigungsfeldern zu schließen. Eine differenzierte Betrachtung scheint mir daher dringend geboten.

    Schlussbemerkung und Disclaimer: Meine Betrachtungen sind eher abstrakt und dienen lediglich der Vermittlung von Denkanstößen. Die Ableitung von möglichen konkreten Einflussfaktoren auf Kursentwicklungen an den Kapitalmärkten überlasse ich den interessierten Kapitalmarktexpert *innen.

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