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Europa

Frankreich braucht eine neue Revolution (englisch)

Markus Fugmann

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am

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt der Saxo Bank, plädiert für einen „Thatcher-Moment“ in Frankreich – das Land müsse sich radikal ändern, um einen weiteren Abstieg zu verhindern:

Hier ausführlicher als Text:

French President François Hollande unveiled his new government under Prime Minister Manuel Valls on August 26, and there have been a few changes. While most senior ministers have retained their positions, economic minister Arnaud Montebourg was replaced by Emmanuel Macron, a former investment banker and economic adviser at the Elysée.

Hollande is already the most unpopular president in French history so he is not risking much by removing a political opponent like Montebourg (who should never have been part of a so-called reform program to begin with). Montebourg is a man of the old school and of old ideas: Among other things, he titled himself „Minister of Industrial Resurrection.“ His ideas included threatening to fine businesses for each job they failed to create and speaking against globalisation.

The problem for President Hollande and any reform efforts is that, as much as removing Montebourg was a victory for his economic strategy, it was also a loss in terms of his political ability to rule both his party and the French state. We often forget that economic policy without political backing is like skiing without snow: Policy needs political anchoring.

The supply-side economics and ideas of Prime Minister Valls are good, but they are not sufficient to stop the „rotting of France“. More and more observers argue that what France needs is either an European Central Bank that goes into full Quantitative Easing mode, a France that pushes for fiscal expansion, or even both. Not only is that short-sighted, it´s also wrong: France needs a new political system, a new tax regime, a less bloated government sector, and fewer subsidies. France is not lost, it´s just disorientated and lacks purpose.

France is its own worst enemy. It believes in old virtues and ideas from a time gone by. Dirigisme, the French version of socialist capitalism, has failed. In its place there needs to appear a a robust commitment to its strong and well-educated workforce. France has the ability to innovate and its early stage small- and medium-enterprise support ranks among the best in the world. Unfortunately, its tax policy, its inability to attract capital and — more importantly — its dismal return on capital are significant impediments to new growth or any reforms.

France needs a Thatcher moment, with a new leader brave enough to get elected on a mandate for change. It needs a leader brave enough to tear down a political system that generates macro- rather than micro-scaled policies, an elitist society with too many incentives for bad behaviour and disincentives for private initiative, innovation and hard work. With or without Hollande, France just doesn’t seem ready to change yet. That is why we need a deep recession and even a depression before we see real change. Real changes can only emerge from a true crisis.

The good news is that France that has never been closer to this mandate for change than now, if only because we are quickly approaching the point where things can’t get any worse. French history is full of examples of crisis yielding quickly to dramatic change. The one that comes most quickly to mind is when King Louis XVI lost his monarchical powers during the French revolution. He inherited an enormous state debt (sound familiar?) and tried a number of policy moves, but in the end the crisis overwhelmed him, and he and his Ancién Regime subordinates lost not only their power, but their heads.

It’s time for a 21st century revolution in France. Dirigisme is dying. Vive la France.

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Europa

Bruttoinlandsprodukt für 2020: Statistisches Bundesamt präsentiert erste Daten

Claudio Kummerfeld

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Deutschland Flagge

Laut vor wenigen Minuten vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland (anhand vorläufiger Berechnungen) im Gesamtjahr 2020 um 5,0 Prozent gesunken. Die deutsche Wirtschaft sei somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 Prozent.

Grafik zeigt Bruttoinlandsprodukt im Verlauf seit dem Jahr 2005

BIP-Zahlrenreihen

Hier einige aktuelle Aussagen der Statistiker im Wortlaut:

Corona-Krise traf Industrie und Dienstleistungsbereiche hart – nur das Baugewerbe legte zu

Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt.

Im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7 % zurück, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4 %. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten.

Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten. Exemplarisch hierfür steht der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, dessen Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 6,3 % niedriger war als 2019. Dabei gab es durchaus gegenläufige Entwicklungen: Der Onlinehandel nahm deutlich zu, während der stationäre Handel zum Teil tief im Minus war. Die starken Einschränkungen in der Beherbergung und Gastronomie führten zu einem historischen Rückgang im Gastgewerbe.

Ein Bereich, der sich in der Krise behaupten konnte, war das Baugewerbe: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm hier im Vorjahresvergleich sogar um 1,4 % zu.

Massiver Rückgang der in- und ausländischen Nachfrage

Auch auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich sichtbar. Anders als während der Finanz- und Wirtschaftskrise, als der gesamte Konsum die Wirtschaft stützte, gingen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0 % zurück und damit so stark wie noch nie. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 % auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrug.

Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten preisbereinigt mit -3,5 % den deutlichsten Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Dabei legten die Bauinvestitionen entgegen diesem Trend um 1,5 % zu. In Ausrüstungen – das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurden im Jahr 2020 dagegen preisbereinigt 12,5 % weniger investiert als im Vorjahr. Die Investitionen in sonstige Anlagen – darunter fallen vor allem Investitionen in Forschung und Entwicklung – fielen ersten Schätzungen zufolge preisbereinigt um 1,1 %.

Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf den Außenhandel massiv aus: Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders groß war der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

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Europa

Industrieproduktion hat Corona-Lücke fast aufgeholt

Claudio Kummerfeld

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Zahnräder

Die Industrieproduktion in Deutschland (Produktion im Produzierenden Gewerbe) hat die Corona-Lücke fast aufgeholt. Sie ist im November im Vergleich zu Oktober um 0,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt heute veröffentlicht hat. Im Jahresvergleich ist es ein Minus von 2,6 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, war die Produktion im November 2020 saison- und kalenderbereinigt noch 3,8 Prozent niedriger. Der Chart, der bis 2012 zurückreicht, zeigt die Industrieproduktion als blaue Linie. Hier sieht man für Februar 2020 einen Indexwert von 102,9 Punkten, und im November von 99.

Chart zeigt Verlauf der Industrieproduktion seit 2012

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone Dezember: Fünfter Monat in Folge Deflation

Claudio Kummerfeld

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Geldmünzen mit Taschenrechner

Die Verbraucherpreise in der Eurozone wurden soeben für den Monat Dezember als Erstmeldung von Eurostat veröffentlicht. Sie sind um 0,3 Prozent rückläufig. Damit sehen wir auf europäischer Ebene nun den fünften Monat in Folge deflationäre Preise! Wie gestern auch in Deutschland, so sehen wir im Eurozonen-Gesamtschnitt heute auch eine kleinere Preissteigerung bei Lebensmitteln als in den Vormonaten. Jetzt sind es nur noch +1,4 Prozent, nach vorher +1,9 Prozent, 2,0 Prozent usw. Dies sorgt zusammen mit -6,9 Prozent bei den Energiepreisen für einen negativen Gesamtschnitt.

Details der Verbraucherpreise im Dezember

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