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G7-Treffen in Japan: Die Kerosinkosten hättet ihr euch sparen können

FMW-Redaktion

Gestern begann in Japan das G7-Treffen der Finanzminister sowie Notenbanker aus Japan, Deutschland, USA, Frankreich, Kanada, Großbritannien und Italien + EU. Das eigentliche Treffen findet heute statt und endet bereits morgen. Durch die Zeitverschiebung ist der Tag in Japan schon gelaufen, von daher kann man jetzt schon ein Endfazit ziehen. Wir fassen die grandiosen Ergebnisse mal zusammen.

Weltkonjunkturprogramm

Die Regierung des Gastgeberlandes hoffte schon im Vorfeld auf ein „Weltkonjunkturprogramm“ verkündet durch die G7. Denn das wäre eine dringend benötigte Legitimation für die Regierung Abe gewesen, die mit Staatsschulden und Gelddrucken der Notenbank schon lange jedes Maß verloren hat. Den Kritikern im Inland hätte man dann vorhalten könnten „schaut her, alle anderen Industrienationen sind unserer Meinung.“ Auch US-Finanzminister Lew war „irgendwie“ so ein bisschen dafür wie man hört, denn die USA sind derzeit auch voll auf dem Schuldentrip in Richtung 20 Billionen Dollar Staatsverschuldung – wie in Japan sieht man das Thema Neuverschuldung in den USA viel entspannter als in Europa. Der böse Onkel Schäuble hielt aber dagegen und machte mit seinen Standardreden von „Strukturreformen statt Neuverschuldung“ die schönen Träume der Japaner kaputt. Durch Haushaltssanierungen ergäben sich ganz von alleine finanzielle Freiräume für Investitionen.

Notenbanken

Die auch anwesenden Notenbanker machten klar, dass es mit der „monetären Lockerung“, also Negativzinsen/Nullzinsen und gedrucktem Notenbankgeld so nicht ewig weitergehen wird. Konkrete Beschlüsse oder Ziele für eine Trendumkehr dieser Politik gab es aber nicht.

Brexit

Auch der Brexit war ein Thema. In vier Wochen wird ja bereits in Großbritannien abgestimmt. Auf einem Symposium haben Finanzminister, Notenbanker und Ökonomen heute früh im Rahmen der G7-Veranstaltung auch darüber gesprochen – bekannt wurde nur im Allgemeinen, dass man den möglichen Brexit als eine Art finanziellen Unsicherheitsfaktor betrachtet… bla bla bla weitere Ausführen sparen wir uns.

Fazit

Alles in allem nichts Neues vom G7-Treffen aus Japan. Das Endfazit lautet: Dieses Treffen hättet ihr auch per Email-Rundschreiben oder Skype-Konferenz abhalten können – das hätte Kerosinkosten gespart und die Umwelt geschont – ein klassischer „Non-Event“.



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1 Kommentar

  1. Ganz genau, so ist es. Der sprichwörtliche Sack Reis in China ist da schon interessanter.

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