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Energiewende - ein Trümmerhaufen? Hickhack um Tennet setzt Ampelkoalition unter Strom

Der nächste ungelöste Konflikt

Als wären die derzeit laufenden Verhandlungen für den Haushalt 2025 nicht pikant genug, verschärft die Ampelkoalition nun auch noch einen anderen ungelösten Konflikt: den Kauf des Deutschland-Geschäfts des niederländischen Stromnetzbetreibers Tennet. Darüber berichtet Bloomberg.

Die Ampelkoalition und der Hickhack um Tennet – ein Herzstück der Energiewende

Das mag für viele wie ein Nischenthema klingen, ist aber entscheidend für das Erreichen der Klimaziele: Um von fossilen Energieträgern loszukommen, müssen Wind und Solar ausgebaut werden. Und um die erneuerbare Energie dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird, sind leistungsfähige Stromautobahnen notwendig.

Mit dem Kauf von Tennet Deutschland — der auf bis rund 20 Milliarden Euro geschätzt wird — verfolgen vor allem Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) den großen Plan, die auf mehrere Gesellschaften verteilten Stromnetze in einer bundesweiten Holding zu verschmelzen, darunter die Staatsanteile an 50Hertz und TransnetBW.

Tennet Energiewende Ampelkoalition

Großteil des deutschen Stromnetzes von den Niederlanden betrieben – Bundesregierung will Netz unter nationale Kontrolle bringen

Damit könnten Modernisierung und Ausbau effizienter gesteuert werden. Denn dass sich Deutschland gleich vier separate Übertragungsnetzbetreiber leistet, ist trotz der Landesgröße im internationalen Vergleich ein unerhörtes Alleinstellungsmerkmal. Gar nicht zu reden von den über 700 regionalen und städtischen E-Werken.

Die FDP teilt durchaus die Meinung, dass die Netze einer Konsolidierung bedürfen und der Staat sich mit Berufung auf die kritische Eigenschaft der Energieinfrastruktur einmischen darf, jedoch pocht sie darauf, dass sich die öffentliche Hand nach der erfolgten Bündelung der Netze so rasch wie möglich wieder zurückzieht — etwa auf eine Sperrminorität von 25%. Darauf kann sich FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner jedoch nicht verlassen — zu groß ist die Sorge, die Sozialdemokraten und die Grünen würden sich nicht daran halten und den anschließenden Wiederverkauf in die Länge ziehen.

Die Verträge mit Tennet waren bereits aufgesetzt, der Deal zu 90% ausverhandelt, berichten Regierungsmitglieder. Habecks Wirtschaftsministerium hatte bereits der Transaktion zugestimmt. Doch dann kam das Haushaltsurteil des Verfassungsgerichts im November, nun die schwierige Budgetplanung für 2025, die den Finanzminister bremsen ließen, heißt es in Berlin. Nun aber hat die holländische Regierung der Ampelkoalition eine Frist gesetzt und verstärkt damit den Druck noch weiter.

Zwar würde der Milliardenkauf über die Staatsbank KfW abgewickelt werden und die Schuldenbremse als finanzielle Transaktion nicht berühren, es bleibt aber die Frage offen, wer langfristig die Zinsen für die Finanzierung dieser Akquisition trägt – hier wollten angesichts der Sparzwänge im Haushalt weder Habeck noch Lindner eine Zusage erteilen.

Der vor allem von der SPD ventilierte Traum eines Staatsdurchgriffs auf alle Netze — die ja ohnehin natürliche Monopole sind — ist übrigens nicht neu. Schon als vor rund 15 Jahren die Privatisierungswelle durch den Strommarkt rollte, gab es Visionen einer “Deutschen Netz AG”.

Dafür müsste der Staat allerdings auch noch Zugriff auf das vierte deutsche Strom-Highway-Unternehmen bekommen: Amprion. Einer der Aktionäre — RWE — erwägt gerade selbst einen Verkauf seines 25,1%-Anteils, wie Finanzchef Michael Müller am Mittwoch bestätigte. Eine einmalige Chance also für den Bund, um den Netz-AG-Traum zu verwirklichen.

Doch da sind plötzlich sogar Habecks Leute skeptisch. Ein Griff auf Amprion sei derzeit nicht geplant, heißt es aus seinem Haus. Wie auch, wenn die Ampelkoalition nach mehr als anderthalb Jahren Verhandlungen noch nicht einmal die Tennet-Frage lösen kann. Zumal nun auch der Traum der Ampelkoalition vom Wasserstoff als Lösung der Probleme wohl geplatzt ist..

FMW/Bloomberg

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27 Kommentare

  1. Die Energiewende ist genau so ein Trümmerhaufen, wie die staatlich geplante Verkehrswende.

    Da hoffen noch einige, dass da eine funktionierende Planwirtschaft etabliert wird.

    Nehmt das, Elektoautofanatiker:

    https://www.inside-digital.de/news/die-grosse-e-auto-rechnung-diesel-und-benziner-nehmen-stromer-auseinander

    Laut Berechnungen einiger grüner Fanatiker, ist das aber alles anders.

    Die Tanken doch Strom aus der eigenen PV Anlage und meinen das ist umsonst. So als ob die Anlage kostenlos und ohne Recourcenverbrauch aufs Dach geflogen wäre🐸

    1. Wegen einer Blechkiste auf vier Rädern, muss keiner zum Fanatiker werden. Der Zukunft gehört der Holzvergaser! Benziner und Diesel sind damit out.

  2. Ich habe anderswo gelesen, dass es nicht um diesen 20 Mrd geht, sondern um etwa 300 Mrd an Investitionen für den Ausbau der Netze. Da die Zinsen nicht mehr bei 0% liegen, würde es einen Unterschied bei den Zinskosten machen, wenn letztlich der Deutsche Staat bürgen würde, die Niederlande will das jedenfalls nicht machen. Ich wäre übrigens nicht überrascht, wenn der Bau der Netze 20 Jahre länger als geplant dauern würde und die Kosten damit explodieren würden.

    1. Ja Robert, aber damit sind nur teilweise die Leitungen gemeint, die als Hochspannungsleitungen benötigt werden.
      Die grünen Fanatiker meinen aber, dass die etwa 1,5 Millionen Kilometer Niederspannungsleitungen (die als Erdleitungen in Deutschland verlegt sind) die steigenden Strommengen transportieren können, ohne dass sie verstärkt, bzw. erneuert werden müssen.
      Wie lange wird man wohl dafür benötigen, wenn etwa 1,5 Millionen Kilometer loszubuddeln um die Leitungen zu erneuern oder zu verstärken? Ich meine nur die Zeit. Die Kosten werden dann wohl per Sondervermögen, was ja Sonderschulden sind, in die Zukunft verschoben. Zukunft ist ja wohl genug vorhanden. Mal sehen ob auch genug Geld da sein wird, um zumindest die Zinsen zu bezahlen.
      Aber da ja der Staat (laut Habeck) keine Fehler macht, werde wir alle wohl sehen, das es doch funktionieren wird. Oder Putin hat Schuld.
      Wenn ich so überlege, an was der Mann alles eine Schuld trägt, was dann Unmengen an Geld kostet, dann habe ich fasst den Verdacht, dass Putin daran die Schuld trägt, dass es der deutschen Wirtschaft so schlecht geht. Dabei sollte doch seine Wirtschaft zerstört werden.
      Mal sehen wie es kommen wird.

      1. Hallo @Helmut,

        erst einmal muss bei diesen Zahlen zwischen Übertragungsnetz auf Höchstspannungsebene und Verteilnetz auf Hoch-, Mittel- und Niedrigspannungsebene unterschieden werden.

        Ich habe Ihnen vor nicht einmal einer Woche an anderer Stelle dargelegt, dass es alle zwei Jahre einen aktuellen Bericht zum Zustand und Ausbau der Verteilernetze gibt, in dem die neuesten Informationen von den regionalen und überregionalen Verteilnetzbetreibern gesammelt und ausgewertet werden. Demnach ergibt sich bis 2045 ein aktuell erwarteter Netzausbaubedarf in Höhe von 150 Mrd. Euro auf allen Spannungsebenen im Verteilnetz.
        Das sind bereits erste Zahlen aus dem neuesten Bericht 2024, zu dem leider noch nicht alle Details, wie etwa die genaue Leitungslänge und die konkreten Baumaßnahmen vorliegen.

        Im Bericht von 2022 werden insgesamt 92.642 Kilometer Leitungslänge angegeben, die bis 2032 verstärkt, optimiert, neu gebaut oder ersetzt (Ersatz mit Erhöhung der Übertragungskapazität) werden sollen. Davon waren bereits 72.829 Kilometer im Bau, einige davon sind inzwischen bereits abgeschlossen.
        Wie gesagt, der aktuelle Bericht 2024 ist gerade in Arbeit, weshalb aktuelle Details dazu noch nicht vorliegen.

        Es ist schon fast lächerlich, wie Sie Informationen aus direkter Quelle ignorieren und selbst einfach Behauptungen aufstellen, die Sie nicht im Ansatz belegen können oder wollen. Dass die gesamten 1,5 Millionen Kilometer Erdkabel in kompletter Länge erneuert oder verstärkt werden müssen, ist – um es in Ihren inflationär verwendeten typischen Worten zu sagen – „substanzloses Gelaber“.

        Und es ist eine Unverschämtheit, dass Sie andere Leser, die Sachinformationen liefern, als „grüne Fanatiker“ diffamieren.
        Sie sollten langsam einmal etwas von Ihrem hohen Ross herabsteigen bzw. sich zumindest soweit herablassen, Ihre Behauptungen auch zu belegen und andere Quellen zumindest als potenziell möglich zu akzeptieren, bis Sie das Gegenteil beweisen können.

        1. Michael, ich weiß dass sich die grünen Fanatiker dagegen wehren, weil sie sonst einsehen müssten, was da auf die Infrastruktur zukommt , bzw. deren Verstärkung.
          Und dabei handelt es sich um 1,5 Millonen Kilometer Erdkabel.
          Kann jeder in 10 Sekunden googeln.
          Daher ist das Thema hier für mich beendet.
          Träumen Sie weiter.

          1. Hallo @Helmut,

            in letzter Zeit ziehen Sie auffallend oft den Schwanz ein und flüchten Hals über Kopf aus den Diskursen, ohne überhaupt selbst Content beigetragen zu haben. Zu diesem Thema nun bereits zum zweiten Mal.
            Anstatt einmal aufzulisten und nachzuweisen, wie viele von den 1.500.000 km Leitungen im Verteilernetz unterdimensioniert oder marode sind, erzählen Sie einfach Ihr Märchen, dass alles komplett saniert oder ertüchtigt werden muss.

            Wer andere Zahlen und Fakten bietet, ist Träumer, grüner Fanatiker und Sektenmitglied.
            Also somit auch die 800 Verteilernetzbetreiber, die ihre Informationen alle zwei Jahre weiterleiten!
            Nur der Helmut aus Andalusien, der weiß genau Bescheid, was da flächendeckend unter den deutschen Bürgersteigen und Straßen so alles los ist. Der liest das nämlich jeden Tag auf Blackoutnews und sieht es jeden Tag auf YT bei Achtung, Reichelt!

          2. @Michael. Der @Helmut ist ein Pfuscher. Nahezu jeder Beitrag ist oberflächliches Gelaber. 1.5 Mio km Erdkabel, das ist die derzeit vorhandene Gesamtstrecke in Deutschland. Helmut‘s naive Vorstellung ist wahrscheinlich, dass das komplette Netz ersetzt werden muss. Dies ist natürlich nicht der Fall. Hier der aktuelle Plan, der eine Erweiterung um ca. 14 Tausend km bis 2030 vorsieht.

            https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/M-O/netzausbau-schreitet-voran.pdf?__blob=publicationFile&v=9

            Ich glaube Helmut macht es nicht mit Absicht, mit seinen immer wieder nachweislich zusammenphantasierten Daten. Er kann es einfach nicht besser. Es sind dann wohl mangelnde kognitive Fähigkeiten bei ihm und fehlende Konzentrationsfähigkeit bei Nachfragen. Deswegen verabschiedet er sich oft aus der Diskussion, wenn er den Dingen nicht mehr folgen kann.

          3. …Informationen zum aktuellen Netz in Deutschland.

            https://www.bmwk-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2014/12/Meldung/grosse-teile-des-stromnetzes-liegen-unter-der-erde.html#:~:text=Das%20deutsche%20Stromnetz%20ist%201,Stromnetzes%20unter%20der%20Erde%20verlegt.&text=Zahl%3A%20BDEW%202013-,Das%20deutsche%20Stromnetz%20ist%201%2C8%20Millionen%20Kilometer%20lang.,rund%2045%2Dmal%20umspannen%20k%C3%B6nnte.

            @Helmut, das muss nicht alles ausgetauscht werden, wie es fälschlicherweise in Deiner Phantasie entstanden ist. Denk nochmal darüber nach!

          4. @Permanix,

            lustig, dass @Helmut sogar über Erdleitungen oberflächlich labert. Eigentlich würde man da eher unterirdische Beiträge erwarten 😄

            Zu Ihrem Kommentar von gestern um 20:00 Uhr mit Link zum Ausbauplan möchte ich ergänzen, dass sich dieser auf das HGÜ-Übertragungsnetz (die großen Stromautobahnen) und Grenzkuppelstellen bezieht. Meine Diskussion mit @Helmut hat jedoch das Verteilernetz in den niedrigeren Spannungsebenen zum Thema. Dort sind die Ausbaustrecken natürlich länger, aber selbstverständlich auch um ein Vielfaches weniger zeit- und kostenintensiv.

            Das spielt allerdings wie immer alles keine Rolle, weil es diesen Kommentatoren nie um eine sachliche Diskussion geht. Es werden absichtlich und bewusst nur provokante Häppchen und Köder ausgeworfen, um Ängste zu schüren, die Mitmenschen zu verunsichern, zu spalten und auf eine rein emotionale Wut- und Protest-Ebene zu ziehen. Eine perfekte Kopie der einigermaßen erfolgreichen AfD-Strategie im öffentlichen Diskurs.

          5. @Michael
            😂🤣😅 Der erste Satz ist spitze! 👍👍

          6. @Michael. Stimme zu, der @Helmut ist eindeutig der Meister im Nebelkerzen zünden. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass nicht die ganzen 1.5 Mio. Erdkabel in Deutschland in Frage gestellt werden müssen und der Aufwand überschaubar und bei Weitem nicht so dramatisch ist, wie von Helmut befürchtet. Die Investitionen verteilen sich zudem über mehr als 20 Jahre. Ich kann da jedenfalls überhaupt keine Katastrophe erkennen.

            Die von mir zitierte Studie enthält übrigens nicht nur den Ausbau der HGÜs, sondern auch den Ausbau des Drehstromnetz und der Offshore-Anbindung der Haupttrassen. Die Anbindung der Haushalte sind meines Erachtens heute schon in den meisten Fällen sehr gut dimensioniert. Speziell die Ladung von E-Autos und der Betrieb von Wärmepumpen sind dankbare Verbraucher, deren Belastung sich sehr gut über den Tages- und Nachtverlauf steuern lässt. Die grosse Herausforderung ist doch die Verteilung aus dem Norden (Windkraft) in den Süden. Immer mehr Industrie wird nahe der Energieherstellung angesiedelt, so dass sich der Bedarf der Umverteilung entsprechend verringern wird. Alles wird gut!

  3. Moin, moin,

    egal um welches Thema es geht, wir müssen bis Herbst 2025 durchhalten. Von Rot und Grün darf niemand Vernunft erwarten, sie sind beide ideologisch geprägt, sie wollen ein neuen Staatssozialismus durch die Hintertür. Frei nach dem Motto langsam aber sicher. Schade, dass sich die ehemalige bürgerliche Partei der FDP vor diesen Zug spannen ließ, aber lieber ein paar Ministerämter und Posten für Parteifreunde, als in der Opposition sein.

    Nun zum Thema Strom, da hört und ließt man wieder von neuen Ämtern und Verwaltungsbehörden. Es wird ein Durcheinander in dieser BRD angerichtet (Staat als besserer Unternehmer), dass es nur ab Herbst 2025 eine 180 Grad Wende geben kann. Sollte diese Ausbleiben (unter der Annahme c.p., dass die BRD bis 2025 noch hält), dann steppt hier der Bär. Die Leistungsträger, also die Steuerzahler, haben keine Lust mehr. Leider leben hier aber sehr viele sehr gut mit ihren Transferzahlungen und auch die Beamten in ihren Verwaltungspalästen glauben noch an den großen Kürbis (Charlie Brown). Es ist traurig zu sehen, was aus der Nachkriegs-BRD geworden ist. Waren wir nicht einmal das Vorbild für viele Länder?

  4. @ Roter Brenner, zudem ist die Rechnung einfach falsch, Benzin wird künstlich verteuert um mehr als 100 Prozent ( Benzinzölle+ + für Strassen ) und Strom ist m.W.eher subventioniert.
    Merkt denn das keiner ? habe noch nie eine ehrliche Vollkostenrechnung gesehen.

    1. Politiker benötigen Geld um es umzuverteilen.
      Wenn immer mehr gezwungenermaßen Strom tanken werden und dadurch die Steuereinnahmen sinken werden, dann wird Strom zu tankzwecken wohl bald auch zu Hause so teuer, wie zurzeit an den Ladestationen an den Autobahnen oder noch teurer.

      Es wird auch mit der Elektromobilität kein insgesamt günstigeres Autofahren geben.

      Insbesondere nicht mit abgehobenen Links_Grünen

      Der Staat wird nicht auf eine seiner liebsten Melkkühe verzichten. 😉

      1. Es kostet was es kostet, egal ob E, Benzin, Diesel oder Gas. Jeder soll sich bitte das nehmen was am besten für ihn passt. Eine Ideologie oder Stigmatisierung von Menschen wegen so einer Nebensächlichkeit ist albern. Die Provokationen sind zwar nett gemeint, erzielen aber praktisch kaum noch Wirkung hier im Forum.

  5. @Michael

    „Demnach ergibt sich bis 2045 ein aktuell erwarteter Netzausbaubedarf in Höhe von 150 Mrd. Euro auf allen Spannungsebenen im Verteilnetz.“
    Mit welchen Inflationsdaten wird denn allen Ernstes bis 2045 spekuliert ? Glauben Sie nach allen Erfahrungen der letzten Jahrzehnte in Dtld., daß man bei Bauvorhaben über einen derart langen Zeitraum mit validen Baukostenzahlen operieren kann ?

    „Im Bericht von 2022 werden insgesamt 92.642 Kilometer Leitungslänge angegeben, die bis 2032 verstärkt, optimiert, neu gebaut oder ersetzt (Ersatz mit Erhöhung der Übertragungskapazität) werden sollen.“
    Es sollen auch jährlich 400.000 neue Wohnungen gebaut werden. Steht auch in tollen Berichten. Hat aber gar nichts zu bedeuten, wie die Realität beweist. Ach, ich vergaß „einige“ Kilometer Leitungsbau sind ja schon fertig, wieviele denn ganz genau ? 2 ? Oder 3 ?

    Bedeutung des Wortes „sollen“:

    unregelmäßiges Verb

    1a.
    die Aufforderung, Anweisung, den Auftrag haben, etwas Bestimmtes zu tun

    1b.
    drückt einen Wunsch, eine Absicht, ein Vorhaben aus

    Kann sich jeder aussuchen, wie was zu deuten ist. Es sollen 400.000 Wohnungen jedes Jahr gebaut werden, bedeutet rein gar nichts, als das Vorhaben oder den Wunsch von Dritten (Politikern), daß erstere (Investoren) und zweitere (Verwaltung) dies eventuell ermöglichen. Erzwingen kann man´s nicht. Wie man sieht. Die Macht des Faktischen.

    Insofern sind die Ausführungen von @Michael basierend auf wenig validen Zahlen und Annahmen zu lesen.

    1. @Matthias,

      wenn Sie meine Beiträge nicht nur nach Triggerworten suchend überfliegen würden, hätten Sie sicher zur Kenntnis genommen, dass der Bericht zum Zustand und Ausbau der Verteilernetze alle zwei Jahre aktualisiert wird. Die Verteilernetzbetreiber erfassen in der Zeit kontinuierlich den Zustand und Ausbaubedarf ihrer Netze und passen die Informationen entsprechend an. Aus dem Grund habe ich auch von dem aktuell erwarteten Netzausbaubedarf geschrieben.

      Ich habe ebenfalls dargelegt, dass im Jahr 2022 72.829 Kilometer, verteilt über hunderte oder tausende einzelne Projekte, bereits im Bau waren und dass der neue zusammenfassende Bericht 2024 gerade in Arbeit ist, weshalb aktuellere Details dazu noch nicht vorliegen.
      Da wir hier aber nicht über aufwändige HGÜ-Stromautobahnen quer durch die ganze Republik reden, sondern über das regionale Verteilernetz mit sehr heterogenen Projekten von zig Metern bis zu zig Kilometern, liegt die Dauer der Fertigstellung einer Baumaßnahme bei wenigen Tagen oder Wochen bis hin zu mehreren Jahren. Im langjährigen Durchschnitt liegen die bisherigen Erfahrungswerte bei etwa 33 Monaten pro Baumaßnahme.
      Erfahrungswerte von Netzbetreibern sind keine beliebige Annahme und keine wenig valide Zahl.

      Bei der grabenlosen Verlegung für längere Überlandstrecken (nicht zu verwechseln mit Freileitungen) durch Kabelpflug- und Horizontalspülbohrtechnik werden Tagesleistungen von 500 Metern bis zu 5 Kilometern erreicht, je nach Gelände und geografischen Gegebenheiten.
      Bis die aktuellen Zahlen veröffentlicht werden, können vermutlich sogar Sie abschätzen, dass die abgeschlossenen Baukilometer nach über zwei Jahren etwas mehr als 2 oder 3 Kilometer sein dürften 😉

      Natürlich sind meine Angaben unter Vorbehalt zu lesen, weil sie nur einen Zwischenschritt, eine Momentaufnahme in einem ständig aktualisierten Prozess widerspiegeln. Etwas anderes habe ich auch nicht behauptet.
      Aber es sind immerhin Zahlen und Angaben, und zwar die besten und aktuellsten, die uns vorliegen.
      Falls Sie Besseres im Portfolio haben, bitte gerne her damit!

      Von Ihrer und von @Helmuts Seite kommt allerdings gar nichts, außer wüsten Behauptungen und diffusen Zweifeln.
      Dass Sie nun auch noch auf das Scheinargument des Wohnungsbaus – ein durchsichtiges Red Harring-Ablenkungsmanöver und Whataboutism – zurückgreifen, beweist doch, wie hilflos und wenig bewandert Sie bei der Beschaffung von Fakten und validen Gegenargumenten zu dem eigentlichen Thema sind.
      Warum denn nicht auch noch gleich den Berliner Flughafen, Stuttgart 21 oder die Bauzeiten und -kosten eines neuen Kernkraftwerks ins Feld führen?

      Apropos: In den Berichten zum Wohnungsbau steht zwar die Absichtserklärung von 400.000 Wohnungen, es finden sich aber auch die realen Zahlen von knapp 300.000 im Jahr 2022 und 270.000 in 2023.
      Dabei handelt es sich um politische Ziele vs. tatsächliche Gegebenheiten.
      Beim Netzbedarf geht es um konkrete Projektierungen aus der Wirtschaft vs. bereits realisierte Vorhaben.
      Analog zum Wohnungsbau steht im Bericht zu den Verteilernetzen der Ausbaubedarf von 92.642 Kilometern, von denen Stand 31.12.2021 72.829 bereits im Bau und 6.467 in konkreter Planung waren. Über den Stand der restlichen 13.346 km und die neuen Angaben zum weiteren Ausbaubedarf wird im neuen Bericht zu lesen sein.
      So schön es auch wäre, Netzausbau und -ertüchtigung ist kein Echtzeit-Monitoring.

      All diese Details habe ich in zwei ausführlichen Kommentaren transparent dargelegt und dabei mehrfach auf den Bericht verwiesen, den jeder Bürger jederzeit abrufen und selber analysieren kann.
      Dass Sie sich natürlich davon wieder nur eine Zahl herauspicken und dann Birnen mit irgendwelchen faulen Äpfeln vergleichen, ist wenig überraschend.

      Um es einmal in Ihren Worten zu sagen: Insofern sind die Ausführungen von @Matthias und @Helmut basierend auf gar keinen Zahlen und Quellen zu lesen.

  6. Ich möchte aber keine Versuchs-Kaninchen sein, sondern selber darüber entscheiden was ich mache oder nicht mache.

    Schau dir „Habeck Skandal bei Bürgerdialog!“ auf YouTube an

    https://youtu.be/MCslew-5MO4?si=FXOwWkd_rwWwY55-

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut, normalerweise würde ich mich in Ihre kleinkarierten Streitereien, Ihre persönliche Vendetta mit Deutschland und den Grünen und Ihre unreflektierte Weiterverbreitung von NiUS-Followern gar nicht einmischen.
      Aber manchmal übertreiben Sie es derart kolossal, vor allem, wenn es nicht um Antworten auf Leserkommentare geht, sondern um Erstkommentare von Ihnen, die fernab von jedem Zusammenhang nur mehr auf politisches und gesellschaftliches Schüren von Hass, Wut oder Ablehnung abzielen.

      Das sind genau die 25 Prozent (also durchschnittlich 3 bis 4 täglich) Ihrer Kommentare, die Sie sich frei von allen lästigen Gegenmeinungen so sehr wünschen würden.
      Ich darf zitieren: „Mir wäre es sehr recht, wenn mich niemand fragen würde, oder auf meine Kommentare antwortet.
      Sehr recht sogar, denn dann würde ich nur etwa 1/4 schreiben müssen.“

      https://finanzmarktwelt.de/goldpreis-springt-hoch-hoffnungsrally-fuer-sinkende-fed-zinsen-309781/#comment-177813
      Alleine schon der Hinweis darauf, was Sie schreiben müssen, zeugt von Fanatismus und Zwanghaftigkeit.

      Ihr Problem ist, Sie können daher nicht zwischen Ihren ideologischen Vorurteilen bzw. Schwarz-Weiß-Interpretationen und den vielen Nuancen der Wirklichkeit unterscheiden.
      Herr Habeck sagt in dem Video klipp und klar, die Debatte zum Diskussionsentwurf des GEG war ein Test, wie weit die Gesellschaft bereit ist, mitzugehen und Klimaschutz konkret mitzutragen.

      Das ist das pure Gegenteil von Versuchskaninchen, denn ein solches wird ungefragt mit realen Bedingungen konfrontiert.
      In dem Fall wäre das Gesetz einfach verabschiedet worden, um es an der Bevölkerung zu testen.
      Also genau so, wie es in einigen Ländern Usus ist, denen Sie eine gewisse Bewunderung und Sympathie wegen ihrer rigorosen Politik und autoritären Stärke entgegenbringen.

      Einen Gesetzentwurf im Vorfeld erst einmal einer breiten Debatte zu unterziehen, ist pure und gelebte Demokratie. Wie sonst sollten Politiker erfahren, welche Standpunkte und Einstellungen in einer Gesellschaft zum jeweiligen Zeitpunkt zu spezifischen Themen gerade vorherrschen?

      An anderer Stelle wurde geschrieben, hätten die Grünen die absolute Mehrheit, wäre das Gesetz einfach verabschiedet worden. Abgesehen davon, dass diese Behauptung eine ziemlich schwachsinnige Unterstellung und naive Annahme ist, weil auch in dem Fall dieselbe breite und aufgeregte mediale und gesellschaftliche Debatte erfolgt wäre, ginge das dennoch nach meinem Demokratieverständnis sogar in Ordnung, denn dann stünde auch eine absolute Mehrheit der Wähler hinter der Entscheidung.
      Und fände sich so gar kein gesellschaftlicher Konsens selbst bei den 50+% Grünen im Wahlvolk, wären Politiker wie Herr Habeck sicher die letzten, die darauf bestehen würden, weil sie sehr genau wüssten, dass dies das Ende ihrer Karriere bei den nächsten Wahlen bedeuten würde.

      Sie schreiben einen sehr aufschlussreichen Nebensatz, und darin liegt wohl des Pudels Kern begraben: Sie möchten „selber darüber entscheiden was ich mache oder nicht mache.“
      Das ist eine zutiefst libertäre und sehr oft antidemokratische Einstellung, die nicht selten Tendenzen und Anknüpfungspunkte zur Anarchie aufweist.

      84 Millionen Menschen in Deutschland können nicht einfach machen, was sie am liebsten wollen.
      1000 Spinner wollen ein Kalifat. Solange sie friedlich dafür demonstrieren, sollen sie doch. Dennoch dürfen sich nicht frei entscheiden, was sie wollen und so leben, als gäbe es ein Kalifat.
      Landwirte wollen Milliarden an Subventionen und Steuergeldern und weiterhin die Umwelt mit Glyphosat vergiften. Die dürfen bzw. können leider sogar wenig friedlich dafür demonstrieren und ihre Interessen durchsetzen, obwohl es viel mehr anderen Menschen schadet.
      Rassisten und Rechtsextreme wollen wieder eine „saubere“ deutsche Blutlinie, keine Migration, sogar Remigration. Alternative Nationalisten wollen raus aus der EU, zurück zu National-Deutschland und der D-Mark. Auch für all das dürfen sie friedlich demonstrieren, solange sie es schaffen, die paar verbotenen Symbole und sieben verbotenen Parolen zu vermeiden und keine anderen Straftaten zu begehen. Tun sie aber nicht, weil sie die eigenen Grenzen ständig ausloten wollen und versuchen, die gesellschaftlichen und verfassungsrechtlichen roten Linien immer weiter zu verschieben.

      Es gibt zu Ihrem Leidwesen leider ein Grundgesetz, es gibt Urteile des Bundesverfassungsgerichts und es gibt internationale Verpflichtungen zur Einhaltung der Ziele des Klimaschutzes. Verfassungsrecht ist kein Jo-Jo, das man je nach aktueller Laune und Befindlichkeit ändert, wie es gerade in den Kram passt.
      Es reicht schon, wenn mit „normalem“ Recht solche Spielchen je nach Umfragewerten betrieben werden. Bestes Beispiel sind die lächerlichen Debatten zum Atomgesetz: Ausstieg, Ausstieg aus dem Ausstieg, Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg, Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg.

      Sie haben sich dem durch Ihre Auswanderung weitmöglichst entzogen und sich den geltenden Gesetzen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten in einem anderen Staat Ihrer Wahl unterworfen, was Ihr gutes Recht ist.
      Die Frage ist nur, was bezwecken Sie von dort aus mit Ihren andauernden und teilweise billigen Provokationen gegenüber einem Land, dem Sie vor 24 Jahren voller Abscheu und Ablehnung den Rücken zugekehrt haben?
      Selbstbestätigung, eine Art von Sendungsbewusstsein?

  7. Ach @Helmut, der naechste wirre YouTube-Kanal, den Sie uns präsentieren? Wie waere es, wenn Sie es erst einmal schaffen, die Quellen, die Sie hier posten selber richtig und vollständig zu lesen und zu verstehen. Der Kanal Aktien mit Kopf ist genauso eine Desinformationsmaschine, wie die anderen Kanaele, die Sie hier als „Quellen“ angeben, wie das Vermietertagebuch . nur, dass sich der Typ noch weniger Muehe gibt und Videos auf seinem Laptop mit dem Handy abfilmt. Aber das reicht ja fuer zart beseitete Konsumente wie Sie. Nur das der Typ offenbar noch nicht einmal Ahnung hat, wie Geld entsteht.
    Was kommt als naechstes von Ihnen? Olli? Oliver Flesch? Niko Lotz? Bjoern Banane?
    Was wuenscht man sich, Sie wuerden sich auf das Posten von Wetterangaben beschränken.

    1. @horst , schönen guten Tag wünsche ich. Hab mal gerade 20min Zeit .Und was soll ich sagen,sofort stolpere ich wieder über gezielte Diffamierung einer ihrer Meinung nach „wirren Quelle“ ! Bin neugierig und habs angeschaut.Wenn ich mal Zeit habe werde ich mir andere Videos auch mal anschauen . Der Typ trifft eigentlich im Kern .
      So und nun meine Frage : Was ist da jetzt “ wirr“ Habeck ist auf Video ,ist schon mal ein Fakt.
      Das Thema China und CO2 Menge an zwei Tagen ist auch ein Fakt.
      Mit den Immopreisen ist auch ein Fakt,weil Immobilien mit Sanierungstau immer tiefer bewertet werden.

      Also ,was ist da wirr?
      Erstmal ist der Typ top .

      Nur die Einstufung zum Effekt aufs Klima ist nicht ganz richtig ,vollends richtig ist das es in Wahrheit
      0,00 % Effekt hat . Weil equivalent zum Eingesparten anderswo in der Welt gekauft und dann auch verbrannt wird. Professorale Quelle müsste da reichen Horst ! Ab Min. 31 :00

      https://www.youtube.com/watch?v=trYO5KtLq0Q

      Nochmal ,was ist da wirr ?

      1. @Klempner
        wer solche Videos als Quelle fuer irgendetwas angibt, hat irgendwie den Bezug zur Realitaet verloren. Solche Leute hetzen einfach nur. Die machen sich keine Muehe, irgendetwas zu rechierchieren. Man nehme das genannte Video: Der Typ labert ueber eine Video von Rechelt, dass er einfach nur mit dem Handy von seinem Bildschirm abfilmt. Das soll eine Diskussionsgrundlage sein? Man kann ja seine Meinung auessern. Dann ist das eben seine Meinung.
        Es ist halt kein Wunder, dass @Helmut seine eigenen Quellen, die er hier angibt, falsch zitiert, wenn er sich auf solche „Qualitaetsmedien“ bezieht. Wenn man sinnvolle Diskussionen fuehren will, dann bitte mit Berichten, die fundiert sind und die belastbaren Fakten publizieren, aber doch nicht mit Kanaelen, fuer die alles nur ein „Skandal“ ist, wenn es von einer anderen politischen Richtung kommt.
        @Helmut kriegt das mit den Fakten eh schon nicht gebacken, dann sollte er sich wenigstens Muehe geben und sich vernuenftige Informationen holen. Die Kanaele, ob nun „Aktien mit Kopf“, Vermietertagebuch, Olli, Lotz, nehmen doch einfach ne Ueberschrift und regen sich darueber auf. Sowas kann man doch nicht ernst nehmen. Ich wundere mich immer wieder darueber, dass Menschen damit ihre Zeit verschwenden.
        Ich weiss nicht, wie das in Deutschland mit linken Kanaelen ist, ob es da auch solche Heinis gibt. Ich kenne es eher aus Amerika, wo das auf dem linken Spektrum auch nicht besser ist. Da wird jede Auesserung der Reps oder Trump genommen und daraus ein Skandal gemacht. Bei unserem Torero aus Andalusien habe ich das Gefuehl, dass er immer mehr in diesen Hass-Hetze-Skandal-Kanaelen versinkt. Bald kommt er bei Lotz, Oliver Flesch, Oliver Janich an (und wenn ich das richtige sehe, sind Sie in diesen Schwurbler-Welten laengst zu Hause).

  8. P.S. Im Übrigen, Das ganze Video oben ist in jedem Fall ein must see ,damit man mal voll im Bilde ist.
    Auch der Herr Weimer von der Deutschen Börse, sehr gut . Kann nur alles unterschreiben.

    https://www.youtube.com/watch?v=trYO5KtLq0Q

  9. Leftutti findet wieder einmal eine Finesse, indem er einen grossen Unterschied zwischen freiwilligem Test und ungefragtem Versuchskaninchen macht. Freiwilliger Test ist wohl masslos übertrieben ausgedrückt, da passt das ungefragte Versuchskaninchen wohl besser.

    1. @Hasenfratz bzw. Wechselbalg, entweder sind Sie der größte Sinn- und Wortverdreher des FMW-Forums, oder zu beschränkt, sogar einfachste Aussagen zu verstehen. Ich habe nicht von freiwilligem Test geschrieben, sondern vom Unterschied zwischen Debatte im Vorfeld vs. Gesetzesverabschiedung als vollendete Tatsache. Ich habe die beiden Begriffe sogar fett formatiert, damit es auch wirklich möglichst jeder versteht.

      Nochmal ganz langsam und einfach nur für Sie in einem einfachen und plakativen Beispiel.

      Fall 1: Ich berufe eine demokratische Bürgerversammlung ein und stelle dort mein Konzeptpapier zu Debatte, das besagt, jeder Bürger muss künftig 5 Prozent seiner Einkünfte in einen Klimaschutzfonds einzahlen. Dann höre ich mir die aufgeregte Diskussion an und versuche damit die Bereitschaft der Bürger auszuloten, konkret etwas für den Klimaschutz tun zu wollen.
      Nachdem ich am Ende verbal auf massiven und breiten Gegenwind gestoßen bin, entschuldige ich mich bei den Leuten und erkläre ihnen, dass doch nichts passiert ist und ich nur überprüfen wollte, ob Klimaschutz tatsächlich von Interesse oder nur ein heuchlerisches Lippenbekenntnis ist, sobald auch jeder konkret ein wenig dazu beitragen soll.

      In dem Fall gibt es weder freiwillige, noch ungefragte Versuchskaninchen, weil überhaupt kein realer Test an den Bürgern durchgeführt wird. Um bei dem dämlichen und völlig überspitzten Bild des Laborversuchs zu bleiben, nur eine harmlose Simulation, wie am Computer oder an Zellkulturen.
      Weniger populistische Menschen als die stets unter Hochdruck stehenden Wutprediger würden so etwas als einen ganz normalen demokratischen Prozess zwischen unterschiedlichen Interessenlagen und -vertretern bezeichnen.
      Extreme Sektenmitglieder und Demagogen gehen dagegen soweit, von „Experimenten zum Austesten der Leidensfähigkeit des deutschen Volkes“ zu fabulieren.

      Fall 2: Ich verabschiede einfach ein entsprechendes Gesetz und lasse notfalls das Geld durch die Exekutivbehörden eintreiben oder gleich vom Lohn und Gehalt abziehen. Damit teste ich ohne Vorsondierungen sozusagen im Livebetrieb, wie drastisch sich der Widerstand manifestiert, ggf. sogar in Aufständen und Gewalt.
      Nur in diesem Fall kann von einem ungefragten Versuchskaninchen die Rede sein.

      Was für mich eher wie ein radikaler Feldversuch mit fatalem Ausgang klingt, ist die Tatsache, dass 2027 zu den nationalen CO2-Preisen noch der lange angekündigte und allseits bekannte europäische Emissionshandel in den Sektoren Verkehr und Gebäude in Kraft tritt. Hoffentlich finden dann auch so ehrliche Aufklärungskampagnen statt, die den zahlreichen aktionistischen Panikkäufern von neuen Öl- und Gasheizungen erklären, dass es Leute wie Helmut, Julian Reichelt und Hubsi Aiwanger (oder sein Bruder?!) waren, die sie in eine enorme Kostenfalle getrieben haben.

      Damit habe ich meine Ansichten zu dem Thema erschöpfend dargelegt. Ich würde es allerdings selbstverständlich begrüßen, wenn Sie abschließend Ihre Ideen und Vorgehensweisen offenbaren könnten, wie die Zustimmung oder Ablehnung von Bürgern zu bestimmten Maßnahmen anders ausgelotet werden soll.
      Im Idealfall bitte keine weiteren hohlen Phrasen und Ad-hominem-Scheinargumente…

  10. @K.Hasenfratz, wenn man mal ein bissel spekuliert und wie Habeck selbst sagt –Test– ,fällt mir sofort die Unterlassung der juristischen Verfolgung der Causa — Nordstream — ein. Wenn min eine Testsituation mal hernimmt, tja wem passt das denn alles wunderbar in die — Testagenda– ??

    Wo Rauch ist ,ist auch Feuer .

    Wie sagte Putin einst so treffend : Wenn ich die USA wäre würde ich Massenvernichtungswaffen finden .

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