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Immobilienpreise: Wachstum schläft ein – wirkt die Zinswende bereits?

Die Immobilienpreise steigen nur noch minimal. Das Wachstum schläft ein - wirkt die Zinswende bereits? Hier die aktuellsten Daten.

Haus mit Geld und Taschenrechner

Das Wachstum der Immobilienpreise in Deutschland scheint einzuschlafen. Wenn man sieht: Die Kreditzinsen für Immobilien orientieren sich an den Renditen für Bundesanleihen, und die sind (10 Jahre Laufzeit) in den letzten sechs Monaten von -0,29 Prozent auf +1,68 Prozent gestiegen! Die Bauzinsen selbst sind seit Anfang Januar von 1 Prozent auf aktuell 3,28 Prozent explodiert. Das schlägt voll durch auf die monatliche Ratenhöhe beim Kauf von Haus oder Eigentumswohnung. Die Nachfrage dürfte wohl zurückgehen, und damit auch der Aufwärtsdruck der Immobilienpreise.

Aufwärtsdruck auf Immobilienpreise lässt nach

Der vor wenigen Minuten veröffentlichte und viel beachtete Europace Hauspreisindex zeigt, dass die Immobilienpreise in Deutschland nicht mehr so stark wachsen. Die Grafik zeigt den Verlauf der Preise seit dem Jahr 2017. Ganz am Ende erkennt man ein Erlahmen des Preisanstiegs. Der Anbieter Europace hat heute Daten für die Preisentwicklung bei Immobilien im Mai veröffentlicht. Demnach zeigt der Europace Hauspreisindex im Mai seit mehr als einem Jahr nur noch einen geringen Anstieg. Das Wachstum der Immobilienpreise liegt in allen drei Segmenten unter 0,5 Prozentpunkten.

Der Gesamtindex erhöht sich im Mai um 0,25 Prozent leicht und erlangt 224,71 Indexpunkte. Insgesamt hat sich der Gesamtindex um 12,73 Prozent innerhalb des letzten Jahres angehoben. Wichtig, um das Erlahmen des Anstiegs der Immobilienpreise zu erkennen: Bei der Veränderung im Monatsvergleich von 0,25 Prozent im Mai waren es im April noch +0,86 Prozent, und im März noch +1,14 Prozent!

Hier Details von Europace zu den einzelnen Segmenten: Innerhalb der Segmente verzeichnen neue Ein- und Zweifamilienhäuser noch den höchsten Anstieg. Der Hauspreisindex für Eigentumswohnungen liegt laut Europace im Mai bei 231,29 Indexpunkten mit einem nur noch minimalen Wachstum von 0,11 Prozent. Im Vorjahresvergleich liegt die Verteuerung noch bei 11,41 Prozent. Mit 0,45 Prozent im Vergleich zum Vormonat steigen die Kosten für neue Ein- und Zweifamilienhäuser noch am meisten und erreichen auf 225,38 Indexpunkte. Im Vergleich zu den letzten zwölf Monaten verzeichnet das Segment eine Aufwärtsentwicklung um 13,59 Prozent. Das Segment Bestandshäuser liegt im Mai bei 217,47 Indexpunkten und kommt auf eine Erhöhung von 0,20 Prozent. Innerhalb der letzten zwölf Monate entwickelten sich die Preise um 13,26 Prozent nach oben.

Hier Europace im Wortlaut zur Entwicklung der Immobilienpreise:

„Der Hauspreisindex integriert die Entwicklung der letzten 6 Monate. Dabei wird ersichtlich, dass das starke Wachstum der Immobilienpreise deutlich abgenommen hat. Kurzfristig sehen wir erste Rückgänge. Die Zinsen steigen weiter, die 3 Prozent-Marke ist in vielen Laufzeiten erreicht. Und trotzdem bleibt eines: die hohe Nachfrage nach Wohneigentum,” kommentiert Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand von Europace, den Hauspreisindex.

Europace Hauspreisindex zeigt nachlassendes Wachstum der Immobilienpreise



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