Europa

Inflation im Oktober bei 10,4 % – Lebensmittel +20,3 % – die Details

Euro-Geldscheine

Wie vor zwei Wochen vorab gemeldet, liegt die Inflation in Deutschland für Oktober nach endgültigen Zahlen bei 10,4 % im Jahresvergleich. Das meldet aktuell das Statistische Bundesamt. Das ist der höchste Wert im wiedervereinigten Deutschland. Im Vergleich zu September ist es ein Anstieg von 0,9 Prozent. Dazu die Headline-Aussage der Statistiker: „Hauptursachen für die hohe Inflation sind nach wie vor enorme Preiserhöhungen bei den Energieprodukten. Aber wir beobachten zunehmend auch Preisanstiege bei vielen anderen Waren und Dienstleistungen. Besonders spürbar für die privaten Haushalte sind mittlerweile die steigenden Preise für Nahrungsmittel.“

Entwicklung der Inflation in Deutschland seit dem Jahr 2018

Sondereffekte bei der Inflation

Hier die Statistiker über Sondereffekte: Neben dem Anstieg der Preise für alle Energieprodukte infolge der Kriegs- und Krisensituation beeinflussen Lieferengpässe und deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen die Inflation. Dadurch verteuerten sich erneut auch andere Waren und Dienstleistungen, insbesondere viele Nahrungsmittel.

Zudem sind zum September 2022 mit 9-Euro-Ticket und Tankrabatt zwei befristete Maßnahmen des zweiten Entlastungspakets ausgelaufen. Dadurch wurde der Preisauftrieb insgesamt bereits im letzten Monat beschleunigt und die Inflationsrate stieg sprunghaft auf 10,0 %. Die ersten Maßnahmen des dritten Entlastungspakets wurden nun umgesetzt. Unter anderem wurde im Oktober 2022 die Umsatzsteuer für Erdgaslieferungen und Fernwärme von 19 auf 7 % gesenkt. Dies wirkte sich dämpfend auf die Teuerung der Energieprodukte aus.

Energie und Nahrungsmittel

Energie ist mit Abstand weiterhin der Preistreiber Nummer 1 bei der Inflation. Aber der Anstieg verlangsamte sich minimal von September (+43,9 %) auf Oktober mit +43,0 %. Lebensmittelpreise aber steigen kräftig an mit +20,3 % im Jahresvergleich nach +18,7 % im September. Erneut wurden im Oktober 2022 bei allen Nahrungsmittelgruppen Preiserhöhungen beobachtet. Erheblich teurer wurden Speisefette und Speiseöle (+49,7 %), deutlich spürbare Anstiege gab es auch bei für Molkereiprodukten und Eiern (+28,9 %), Gemüse (+23,1 %) sowie Brot und Getreideerzeugnissen (+19,8 %).

Noch wichtig zu wissen: Dienstleistungen verteuern sich binnen Jahresfrist nur um 4,0 %, und die Inflation exklusive Energie und Nahrungsmittel liegt bei immer noch stolzen +5,0 %. Aber seien wir mal ehrlich, Energie und Nahrungsmittel sind die beiden wichtigsten Preisfaktoren im täglichen Leben.



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1 Kommentar

  1. Nicht vergessen:
    Im November 21 war die Inflationsrate (also vor Putins Invasion) schon halb so7 hoch.
    Meine Verswöhrungs-Theorie das sie nächstes Jahr (22) zweistellig wird, hat fasst 12 Monate
    gehalten.
    Meine Verschwörungstheorie für Nov. 23: Mindestens doppelt so hoch.
    Wir werden sehen, was kommt.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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