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Ganze 4 Wochen nach Verkündung der Bundesregierung Inflationsausgleichsprämie – bis 3.000 Euro abgabenfrei – wohl ab morgen offiziell

Die Inflationsausgleichsprämie, die bis zu einer Zahlung von 3.000 Euro abgabenfrei ist, wird wohl erst ab morgen offiziell verkündet.

Geldscheine

Bereits am 30. September hatte die Bundesregierung es verkündet, aber noch immer ist es kein gültiges Gesetz, das anwendbar ist für Arbeitgeber. Um die Inflation und explodierende Energiepreise auszugleichen, sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten über die sogenannte „Inflationsausgleichsprämie“ Sonderzahlungen an ihre Arbeitnehmer zu leisten, völlig frei von Steuern oder Sozialversicherungsabgaben, und zwar bis zu 3.000 Euro. Aber wenn sie als Arbeitgeber derzeit bei ihrem Steuerberater oder Lohnbüro anfragen, können sie dies für die Gehaltszahlungen zu Ende Oktober noch gar nicht umsetzen! Und das ganze vier Wochen nach Verkündung durch die Bundesregierung.

In Deutschland muss nun mal alles seine Ordnung haben… es fehlt hier noch die Bekanntgabe im „Bundesgesetzblatt“. Deswegen haben wir beim Bundesfinanzministerium nachfragt, wann diese denn erfolgen wird. Hier die Antwort aus dem Ministerium: „Das Gesetz zur temporären Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen über das Erdgasnetz, mit dem auch die Inflationsausgleichsprämie in § 3 Nummer 11c Einkommensteuergesetz neu geregelt wird, wird voraussichtlich am 25. Oktober 2022 im Bundesgesetzblatt verkündet, so dass voraussichtlich vom Arbeitgeber ab dem 26. Oktober 2022 gewährte Leistungen unter den weiteren gesetzlichen Voraussetzungen steuerfrei sein werden.“

Hier nochmal im Wortlaut vom Bund die grundsätzlichen Aussagen:

Sonderzahlungen bis 3.000 Euro steuerfrei – Der Bund befreit zusätzliche Zahlungen der Unternehmen an ihre Beschäftigten bis zur Höhe von 3.000 Euro von Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Höhere Preise treffen Beschäftigte und Unternehmen. Deshalb hat der Bundeskanzler die Sozialpartner an einen Tisch gebracht, um in einer konzertierten Aktion eine Lösung dafür zu finden, wie beide Seiten unterstützt werden können.

Die Bundesregierung geht in Vorleistung, indem sich der Bund bereit erklärt, bei zusätzlichen Zahlungen der Unternehmen an ihre Beschäftigten einen Betrag von bis zu 3.000 Euro von der Steuer und den Sozialversicherungsabgaben zu befreien. Die sogenannte Inflationsausgleichsprämie ist bis zum 31. Dezember 2024 befristet.

FMW: Die Arbeitgeber können also die nächsten zwei Jahre zusätzlich zum normalen Lohn diese Inflationsausgleichsprämie zahlen in Höhe von bis zu 3.000 Euro. Es kann auch weniger sein – und diese Prämie kann als einmalige Zahlung erfolgen, oder in Teilzahlungen. Die letzten Tage haben schon einige große Unternehmen verkündet, dass sie teilweise oder in voller Höhe davon Gebrauch machen wollen. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Es gibt hier kein Geld vom Staat. Das einzige was der Staat hier beisteuert, ist sozusagen sein Verzicht auf Steuern und Sozialabgaben auf diese Bruttosumme, die damit für die Arbeitnehmer zur Nettoauszahlung wird. Und die Arbeitgeber, die bereit sind diesen Bonus zu zahlen, sparen immerhin die eigentlich oben drauf fälligen Arbeitgeberabgaben von 20 Prozent.



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8 Kommentare

  1. 3.000 Euro wird jeder in diesen Zeiten gut gebrauchen können.
    Was wohl der kleine Bäcker mit 5 Angestellten dazu sagen wird, der gerade einen Kredit aufgenommen hat, um die Nachzahlung für Gas und Strom bezahlen zu können.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Inflationsausgleichprämie ?
    Nur für eine Angestelltengesellschaft ? Bislang kommen hier Gelder von Betrieben,die es sich noch leisten können. Und wer schafft Ausgleich für Kleinselbstständige + Rentner ?
    Der Mittelstand soll ja über seine Steuergelder Bürgergeld und Energiezulage finanzieren,ohne irgendeinen
    „Ausgleich“. Oder sieht der Ausgleich hier so aus wie zwangsweise Geschäftsschließungen während der
    C-Massnahmen.Verfehlte C-Massnahmen und eine „dumme Energiepolitik“ über Jahre haben ja diese
    Schieflage hauptsächlich verursacht,abgesehen natürlich von der extremen Erhöhung der Geldmenge…………..

  3. Das ganze hängt alleinig vom Arbeitgeber ab. Wer seiin Personal halten will, weil dieses nach anderen Einkunftsquellen ausschau halten könnte ist gut beraten die Zahlung zu bewerstelligen!

  4. „Die Bundesregierung geht in Vorleistung, …“??? Die Bundesregierung leistet gar nichts! Arbeitgeber sollen mehr zahlen – und damit die Inflation weiter befördern. Die Arbeitgeber müssen sich mit Gewerkschaften und Betriebsräten auseinandersetzen, um eine „gerechte“ Verteilung sicherzustellen. Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Anpassungen der DV/Gehaltsabrechnung … Es ist einfach nur noch Wahlsinn, was unsere populistische Ampel an Helikoptergeld-Aktionen auffährt. Die Angst vor Volksaufständen scheint tief zu sitzen. Und die EZB muss die Zinsen schneller erhöhen, um den von der Regierung verursachten Schaden zu begrenzen.

  5. Die verzichten auf die Steuern ,weil das Geld sonst nicht zentralbankwirksam wird. Diese Liquiditätstütze für die Banken würde sonst über die Steuerrückzahlung in ZB Bilanz wieder liquidiert und dem System wieder entzogen!

    Mal abgesehen davon ,daß diese Nummer die Inflation weiter anheizt ! Hat die Truss das in GB nicht genauso gemacht. Die BoE will schrumpfen und sie senkt die Steuern! Dann kam der Anruf aus dem Rosengarten und sie war weg.
    Es ist wieder Jahresende (Liquiditätszeit) ,mal sehen wie hoch der Wasserstand ist.

  6. Das Problem das Zahlungen auf den Arbeitgeber abgewälzt werden ist sicherlich de eine Seite, aber jeder kann sich diesen aussuchen und mit eigenem Bemühen in entsprechende Ausbildung suchen die global Player sogar Leute. Also nicht meckern, wenn der eigene AG nicht zahlen kann/will. Traurig ist bei den großen AG nur die Abhängigkeit zu Gewerkschaften. Die werden es wohl wieder als ihren Gewinn feiern, wenn eine Zahlung erfolgt oder es vermasselt…

    1. Wenn alle Menschen bei global Playern arbeiten, wird niemand mehr in sozialen berufen arbeiten. Erst recht nicht im Handwerk. Dann bricht alles zusammen. Oder reparieren global player Heizungen, pflegen alte und kranke usw.?

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