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Europa

Italien: Prostitution, Drogenverkauf und Schmuggel fließen ins BIP ein

Markus Fugmann

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am

Es ist fast ein Wunder, dass nicht schon Ex-Premier Berlusconi auf die Idee gekommen ist: Italien wird die (geschätzten) Umsätze von illegalen Drogenverkäufen, Schmuggel und Prostitution ab diesem Jahr in die Berechnung seines Inlandsprodukts einrechnen, wie Bloomberg.com berichtet. Damit dürfte dann Ex-Premier Berlusconi zu einem der produktivsten Bürger Italiens werden!

Italien, das bekanntermaßen im südlichen Teil des Landes mit der Mafia, ´Ndrangheta und anderen mafiösen Organisationen zahlreich bestückt ist, dürfte damit zu einer der führenden Wirtschaftsmächte aufsteigen. Nimmt man die Umsätze der mafiartigen Organisationen zusammen, dürfte leicht ein dreistelliger Milliardenbetrag erreicht werden, zumal Prostitution, Drogenverkauf und Schmuggel zu den absoluten Kernkompetenzen dieser Organisationen gehören.

Interessant ist vor allem die Begründung für den Schritt durch die italienische Statistikagentur Istat: man erfülle damit die Vorgaben der Europäischen Union!

Die Umsätze aus den illegalen Geschäften sind faktisch nicht zu kalkulieren und damit im Grunde durch Italiens Regierung frei zu bestimmen. Damit dürfte es dann der Regierung Renzi leicht fallen, die Defizitvorgaben der Europäischen Union zu erfüllen.

Sollte das Vorbild Italiens Schule machen, dürften vor allem Länder wie Kolumbien zu neuer Blüte gelangen und die Stellung Deutschlands als Exportweltmeister gefährden. Wir sehen uns daher nach interessanten Investments in Kolumbien um und spekulieren auf eine Jahrzehnte-lange Hausse der Börse in Kolumbien..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Attonitus

    23. Mai 2014 16:09 at 16:09

    Ich finde das prima! Ich werde ein paar Säcke Gras verkaufen, damit meine Einkommensbilanz verbessern und kann mir bei meiner Bank eine Finanzierung einholen, mit der ich dann eine Villa in Blankenese kaufe. Da das Model legitim scheint, muss ich meinen Drogengewinn dann auch als Zweit-Einkommen versteuern? Ist mir Wurscht, weil ich die Last dann über 2-3 Hasen abfange, die ich als Prostituierte laufen lasse.
    Das Ganze verpacke ich in eine AG, kapitalisiere das an der Börse und werde für meinen Verdienst um die Wirtschaft unseres Landes nicht nur reich, sonder auch noch berühmt.
    Wer nun meint, dass Italien bei dieser Nummer Vorreiter ist, der schaue hier:
    http://orf.at/stories/2231171/

  2. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    23. Mai 2014 16:13 at 16:13

    Das klingt hervorragend! Biete mich sofort als Geschäftspartner an, meine Gessellschafteranteile hinerlege ich in Form bayerischer Biere!

    • Avatar

      Attonitus

      23. Mai 2014 16:36 at 16:36

      Lieber Herr Fugmann, der Einlage ausländischen Kapitals in meine AG stehe ich auf Grund des derzeitigen Verlaufs unserer Gemeinschaftswährung sehr offen gegenüber. Ich hoffe aber, dass sich unser BIP auf Grund meines Geschäftsmodels zu einer neuen und interessanten Blase entwickelt, die unserer Währung zu neuen Höhenflügen verhilft. Mal sehen, was unser Freund aus Rom dann zu einem frisch gestärkten Euro sagt.

  3. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    23. Mai 2014 16:41 at 16:41

    @Attonitus, ich fürchte in Sachen Blase ist unser Freund aus Rom ein unerreichtes Vorbild. Vielleicht kann er ein paar Tips geben, die uns weiter bringen!

  4. Avatar

    Ralf

    23. Mai 2014 19:08 at 19:08

    Pardon, aber Schule hat dies doch schon längst gemacht. Oder täusche ich mich?

    „Auch Schattenwirtschaft ist Wirtschaft: Nach diesem Motto zählen ab September selbst Geschäfte von Drogenhändlern und Zigarettenschmugglern zum Bruttoinlandsprodukt – ebenso wie Ausgaben für Militärgüter. Grund sind neue Vorgaben der EU.“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bruttoinlandsprodukt-bip-kuenftig-mit-drogenhandel-und-tabakschmuggel-a-960620.html

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Deflation im Westen – Inflation nur in Osteuropa

Redaktion

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am

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Soeben wurden für die Eurozone für den Monat September die Verbraucherpreise veröffentlicht (2.Veröffentlichung). Sie gehen im Jahresvergleich um -0,3 Prozent zurück, nach -0,2 Prozent im August und +0,4 Prozent im Juli. Auffallend: Inflation gibt es nur im Osten, während der Westen eher unter Deflation leidet.
Zum Vormonat steigen die Verbraucherpeise um +0,2%, ebenso in der Kernrate (ohme Nahrung und Energie) um +0,2%.

Dazu schreibt Eurostat, das die Daten erhebt:

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im September 2020 bei -0,3%, gegenüber -0,2% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im September 2020 bei 0,3%, gegenüber 0,4% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,2% betragen. .
Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (-2,3%), Zypern (-1,9%) und Estland (-1,3%) gemessen.
Die höchsten jährlichen Raten wurden in Polen (3,8%), Ungarn (3,4%) und Tschechien (3,3%) gemessen.

Die Verbraucherpreise in den jeweiligen Ländern

 

Gegenüber August ging die jährliche Inflationsrate in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in sieben unverändert und stieg in sieben an.
Im September kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,34 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,24 Pp.), Industriegütern ohne Energie (-0,08 Pp.) sowie Energie (-0,81 Pp.).

Die Verbraucherpreise in der EU und der Eurozone

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Europa

Aktuell: ZEW-Index schwach – neuer Realismus?

Markus Fugmann

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Jeden Monat wird der ZEW-Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Oktober) ist mit +56,0 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +73,0; Vormonat war +71,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei -59,5 (Prognose war -60,0; Vormonat war -66,2) – damit sehen wir erneut eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage, wobei die aktuelle Lage nun jedoch skeptischer gesehen wird.

Dazu das ZEW: Erwartungen gehen erheblich zurück, große Unsicherheit wegen steigender Corona-Zahlen, dazu Unsicherheit vor US-Wahl..

Der ZEW-Index ist nach dem ifo Index der wichtigste Indikator für die deutsche Wirtschaft

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Devisen

Industrieproduktion in Italien: Ist das die große Wende für Europa? Euro steigt

Claudio Kummerfeld

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Italien-Flagge

Offizielle Daten zur Industrieproduktion in Italien für August wurden heute veröffentlicht. Und siehe da, was für eine Überraschung. Das übelst gebeutelte Italien feiert (zumindest gemäß dieser Daten) ein Comeback. Die Industrieproduktion steigt im Vergleich zu Juli um satte 7,7 Prozent, während ein Plus von lediglich 1 Prozent erwartet wurde. Im Durchschnitt der letzten drei Monate steigt sie im Vergleich zum Durchschnitt der vorigen drei Monate um 34,6 Prozent. Aber noch deutlich wichtiger ist, dass sie im Jahresvergleich zu August 2019 nur noch um 0,3 Prozent gesunken ist. Damit kann man sagen, dass die Industrie in Italien das Corona-Tal verlassen hat.


source: tradingeconomics.com


source: tradingeconomics.com

Gleich nach Veröffentlichung der Zahlen zur Industrieproduktion in Italien machte der Euro gegen den US-Dollar einen Sprung nach oben, von 1,1775 auf 1,1801. Das ist zwar nicht viel, aber bei der minimalen Volatilität der letzten zwei Handelstage war der Ausreißer nach oben direkt ab 10 Uhr heute Vormittag klar erkennbar. Der Devisenmarkt zeigt sich freudig überrascht von den Italien-Daten. Der kleine Euro-Anstieg ist derzeit auch ein Grund dafür, dass der US-Dollar heute insgesamt weiter fällt, was man in Form des US-Dollar-Index gut erkennen kann. Er ist ein Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen, wo der Euro das Hauptgewicht darstellt.

Frage: Wenn schon Italien mit seiner Industrieproduktion glänzen kann, schafft es dann ganz Europa in diesem Herbst wirtschaftlich wieder nach oben? Man weiß es immer erst hinterher.

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