Europa

Italien: Prostitution, Drogenverkauf und Schmuggel fließen ins BIP ein

Es ist fast ein Wunder, dass nicht schon Ex-Premier Berlusconi auf die Idee gekommen ist: Italien wird die (geschätzten) Umsätze von illegalen Drogenverkäufen, Schmuggel und Prostitution ab diesem Jahr in die Berechnung seines Inlandsprodukts einrechnen, wie Bloomberg.com berichtet. Damit dürfte dann Ex-Premier Berlusconi zu einem der produktivsten Bürger Italiens werden!

Italien, das bekanntermaßen im südlichen Teil des Landes mit der Mafia, ´Ndrangheta und anderen mafiösen Organisationen zahlreich bestückt ist, dürfte damit zu einer der führenden Wirtschaftsmächte aufsteigen. Nimmt man die Umsätze der mafiartigen Organisationen zusammen, dürfte leicht ein dreistelliger Milliardenbetrag erreicht werden, zumal Prostitution, Drogenverkauf und Schmuggel zu den absoluten Kernkompetenzen dieser Organisationen gehören.

Interessant ist vor allem die Begründung für den Schritt durch die italienische Statistikagentur Istat: man erfülle damit die Vorgaben der Europäischen Union!

Die Umsätze aus den illegalen Geschäften sind faktisch nicht zu kalkulieren und damit im Grunde durch Italiens Regierung frei zu bestimmen. Damit dürfte es dann der Regierung Renzi leicht fallen, die Defizitvorgaben der Europäischen Union zu erfüllen.

Sollte das Vorbild Italiens Schule machen, dürften vor allem Länder wie Kolumbien zu neuer Blüte gelangen und die Stellung Deutschlands als Exportweltmeister gefährden. Wir sehen uns daher nach interessanten Investments in Kolumbien um und spekulieren auf eine Jahrzehnte-lange Hausse der Börse in Kolumbien..



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5 Kommentare

  1. Ich finde das prima! Ich werde ein paar Säcke Gras verkaufen, damit meine Einkommensbilanz verbessern und kann mir bei meiner Bank eine Finanzierung einholen, mit der ich dann eine Villa in Blankenese kaufe. Da das Model legitim scheint, muss ich meinen Drogengewinn dann auch als Zweit-Einkommen versteuern? Ist mir Wurscht, weil ich die Last dann über 2-3 Hasen abfange, die ich als Prostituierte laufen lasse.
    Das Ganze verpacke ich in eine AG, kapitalisiere das an der Börse und werde für meinen Verdienst um die Wirtschaft unseres Landes nicht nur reich, sonder auch noch berühmt.
    Wer nun meint, dass Italien bei dieser Nummer Vorreiter ist, der schaue hier:
    http://orf.at/stories/2231171/

  2. Das klingt hervorragend! Biete mich sofort als Geschäftspartner an, meine Gessellschafteranteile hinerlege ich in Form bayerischer Biere!

    1. Lieber Herr Fugmann, der Einlage ausländischen Kapitals in meine AG stehe ich auf Grund des derzeitigen Verlaufs unserer Gemeinschaftswährung sehr offen gegenüber. Ich hoffe aber, dass sich unser BIP auf Grund meines Geschäftsmodels zu einer neuen und interessanten Blase entwickelt, die unserer Währung zu neuen Höhenflügen verhilft. Mal sehen, was unser Freund aus Rom dann zu einem frisch gestärkten Euro sagt.

  3. @Attonitus, ich fürchte in Sachen Blase ist unser Freund aus Rom ein unerreichtes Vorbild. Vielleicht kann er ein paar Tips geben, die uns weiter bringen!

  4. Pardon, aber Schule hat dies doch schon längst gemacht. Oder täusche ich mich?

    „Auch Schattenwirtschaft ist Wirtschaft: Nach diesem Motto zählen ab September selbst Geschäfte von Drogenhändlern und Zigarettenschmugglern zum Bruttoinlandsprodukt – ebenso wie Ausgaben für Militärgüter. Grund sind neue Vorgaben der EU.“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bruttoinlandsprodukt-bip-kuenftig-mit-drogenhandel-und-tabakschmuggel-a-960620.html

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