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Nasdaq steigt, aber Dollar und Renditen auch Kann die Fed überhaupt die Zinsen senken? Marktgeflüster (Video)

Nach den starken US-Arbeitsmarktdaten stellt sich die Frage, ob die Fed überhaupt die Zinsen senken kann, und das aus drei Gründen: erstens weil der Lohndurck viel stärker war als erwartet, zweitens weil mit der Lockerung der Finanzkonditionen und der damit einhergehenden besseren Stimmung die Nachfrage wieder anzieht und damit auch die Wirtschafts-Daten wahrschbeinlich wieder stärker werden (siehe gestern ISM index Gewerbe). Hinzu kommt drittens, dass die Fed eigentlich nur ein kurzes Zeit-Fenster hat, um die Zinsen zu senken: sie will unbedingt vermeiden, zu nahe an die US-Wahl heran zu kommen, um sich nicht der Einmischng in die Politik verdächtig zu machen. Heute eine Tech-Rally, angeführt von Meta und Amazon – aber gleichzeitg einer der größten Tagesanstiege der US-Renditen seit Jahren, auch der Dollar schießt nach oben. Wie lange kann diese Divergenz noch gut gehen?

Hinweise aus Video:

1. Trump: Bei Wahlsieg keine neue Amtszeit für Jerome Powell

2. Energiewende: Habeck will Windenergie beschleunigen – auf Kosten des Umweltschutzes



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7 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Mann, was für eine Blase…? Gigantisch : Faktor 17 gemessen vom letzten Tief, im März 2009,beim Nasdaq 100 und fast Faktor vier ,seit den absoluten Höchstkursen der Jahrtausendwende- Blase.

    Der Dow lässt sich auch nicht lumpen und will die 10 000er Marke zum vierten Male nullen. Nur der S& P 500 hängt mit knapp 5000 noch zurück.

    Kurziele sind jetzt die 20 000 im Nasdaq 100 und dementsprechend gute 42 000 im Dow. Wer denkt das wäre viel, sollte sich mal mit der Prozent- Rechnung beschäftigen. Ist nämlich gar nicht mehr viel, nur noch gute 12 Prozent im Nasdaq 100 und knappe 10 Prozent im Dow.

    Wie wurde das möglich….? Ganz einfach, mit den 255 Billionen an Krediten und Bürgschaften ,die seit der Finanzkrise von den Notenbanken und Banken vergeben wurden.
    Ist es eine Blase…? Ganz klares Ja. Kann man sagen, wann diese dann platzt? Ganz klares Nein….

    Sie kann bei den 20 000 im Nasdaq 100 platzen oder erst später bei der 30 000 Punktemarke.

    Das kann heute keiner mehr sagen. Der größte Treiber für die Märkte ist und bleibt seit vielen Jahren die negative Realverzinsung, fast aller Währungsräume, bis auf die USA, die jetzt kurzfristig, ganz leicht im positiven Bereich tendieren.

    Aber nicht so in Deutschland, Frankreich, der Schweiz,Japan oder China oder oder oder…

    Nehmen wir unsere deutsche Umlaufrendite: Unsere deutsche Umlaufrendite kommt von 9,21 Prozent in 1990,genauer gesagt vom 2.Oktober 1990,einen Tag vor der Deutschen Einheit.
    Von 9,21 Prozent wurde diese bis auf 2,21 Prozent heruntergeprügelt.
    700 Basispunkte Verlust seit der Deutschen Wiedervereinigung, trotz Rekordinflation und Ukraine Krieg. Demgegenüber stieg der DAX von knapp 1700 Punkten damals, auf heute fast 17 000 Punkte.
    Zufall…? Zufälle gibt es nicht an der Börse. Denn beide Seiten verhalten sich untereinander wie kommunizierende Röhren im physikalischen Experiment.

    Steigen die Renditen der Anleihen, dann sinken die Kurse der Aktien und umgekehrt. Übrigens, wie hoch war die Inflation 1990 …?

    Na, weiß das einer…? Ganze 2,6 Prozent, also geringer als heute…

    Von wegen früher hätte es auch schon negative Realzinsen gegeben. Lassen Sie sich diesen Quatsch nicht erzählen.
    Gehen Sie in’s Internet. Recherchieren Sie selbst: Die historischen, deutschen Inflationsraten können Sie unter statista. com einsehen und die historischen Umlaufrenditen unter boerse.de.

    Dann setzen Sie alles in’s Verhältnis und Sie werden sehen, das bis zum Sommer 2008 die Realzinsen in Deutschland meistens positiv waren.
    Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber nur durch diese weltweiten, negativen Realzinsen war die heutige Entwicklung an den Börsen möglich.
    Gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma für die sicherheitsorientierten Anleger, diejenigen die sich nicht in die Märkte trauen….?

    Ganz klares Nein. Das die Realverzinsung in Deutschland wieder positiv wird, ist unwahrscheinlich. Die Gründe sind bekannt.
    Das letzte Mal das diese in Deutschland kurzzeitig wieder positiv war, war im April 2011kurz vor Ostern .Umlaufrendite damals bei 3,26 Prozent, Inflation bei knapp über 2 Prozent.
    Ein Ende ist nicht abzusehen.

    Dabei bleiben, regelmäßig investieren über ausgewählte Fonds und ETFs monatlich zukaufen, das Kapital zudem sehr breit streuen, dieser Tipp war 1990/91 genauso aktuell wie heute.
    Wobei es einen gewaltigen Unterschied gab. Die sicherheitsorientierten Anleger bekamen 1990 mit einer 9,21 Prozent Umlaufrendite noch ausgesprochen gute Zinsen.
    Jetzt büßen sie unterm Strich nur ein. Wie gesagt, die Gründe sind bekannt, liegen nicht bei uns, sondern bei der EZB und dem Euro.
    Auch die riesige Bilanzsumme der EZB spielt hier rein. Diese legt sich wie ein bleierne Müdigkeit über die deutsche Umlaufrendite.
    Aber das nur am Rande….

    So das war jetzt von mir eine kleine Abhandlung in der Geschichte, seit dem Oktober 1990.

    1. Hallo Herr Schaarschmidt, Danke für die tolle Abhandlung. Würde gerne von ihnen erfahren, wie sie sich anlagetechniwch aufgestellt bzw. abgesichert haben?

  2. Der Grund für den Anstieg von Meta ist vor allem die Guidance fürs erste Quartal. Hinzu kommt dann noch die Profitabilität, der Anstieg der Werbepreise im Vergleich zum Preisrückgang bei Google und als Bonus gabs dann noch die 50 Mrd für Aktienrückkäufe.
    Was den RSI angeht verstehe ich immer nicht, wie man den als Indikator für irgendwas heranziehen kann. Der RSI ist für sich genommen total belanglos und sagt gar nichts aus. Nach meiner Erfahrung kann der RSI deutlich schneller von “überkauft” zu “normal” wechseln, als man “Short” sagen kann.

  3. Gehst raus, der Dow 200 Punkte im Minus, der Nasdaq 5 Punkte im Plus.
    Kommst zurück, Dow 250 im Plus, der Nasdaq 320 Punkte Plus.
    Meta gewinnt 210 Milliarden Börsenwert und macht 2023 135 Milliarden Umsatz. Die Renditen 6% Plus. Die Zinsphantasien der Wallstreet fallen wie Dominosteine, aber Intraday wird einfach jeden Tag gepumpt. Wenn das Schwein platzt wird böse.

    1. Meta macht aber auch knuffige 30 Mrd Gewinn. Inzwischen ist Meta sicherlich nicht mehr billig, aber für ein Unternehmen dieser Größe, dass gerade locker 10%+ wächst und dessen Wachstum sich zu beschleunigen scheint, ist ein KGV von 30-40 jetzt auch nicht so extrem teuer, dass direkt wieder die Blasenjünger aus dem Busch gesprungen kommen müssen. AI bietet gerade bei Meta sehr viel Potenzial zur Effizienzsteigerung, von daher halte ich es durchaus für möglich, dass man in 2-3 Jahren zurückschaut und erkennt, dass Meta zum heutigen Zeitpunkt doch günstig bewertet war. Wir werden sehen, ich werde meine Aktien in den nächsten paar Jahren jedenfalls nicht verkaufen und mir anschauen wie sich das Unternehmen entwickelt. So günstig bekomm ich die Aktien nie wieder (außer vielleicht wenn die Mutter aller Crashes irgendwann bald passiert, aber dann kann ich ja nachkaufen ;-) )

  4. Nach den US Wahlen wird der Ölpreis explodieren. Egal wer President wird.

  5. China hat im Irak Ölbeziehungen. Amerika BOMBATIERT aus unserer Sicht, Ziele im Irak.
    WAS IST HIER LOS? Wer wird hier im Schachspiel gewinnen?

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