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Allgemein

Katar verlässt nach 57 Jahren die OPEC

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Nach 57 Jahren Mitgliedschaft verlässt mit Katar eines der (auch von der Geographie her) Kern-Mitglieder die OPEC. Energieminister Al-Kaabi sagte heute früh, dass Katar zum 1. Januar 2019 austreten werde. Dabei gehe es um eine „technische und strategische Änderung“. Der Austritt habe nichts mit der Blockade zu tun, die seit Mitte 2017 durch die direkten Nachbarn Saudi-Arabien, Bahrain sowie die VAE verhängt wurde.

Auf der einen Seite kann man nun denken, dass das katarische Ausscheiden aus der OPEC eine Schwächung oder Aushöhlung des Kartells darstellt. Aber bei genauerem Hinsehen ist der Austritt unbedeutend für die Organisation als Ganzes. Denn Katar ist Gas-Land, und nicht Öl-Land. Laut OPEC hat Katar im letzten Jahr 466.000 Barrels pro Tag Rohöl exportiert. Bei Saudi-Arabien seien es 7 Millionen Barrels pro Tag gewesen.

Katar war so ziemlich der unbedeutendste Teilnehmer im Kartell. Man fokussiert sich sowieso auf die gigantischen Gas-Vorkommen vor der Küste, die man sich mit dem Iran teilt. Beim Export von verflüssigtem Erdgas (LNG) ist Katar weltweit die Nummer 1 mit 30% Weltmarktanteil. So will das Land die Gasförderung bis 2024 sogar nochmal deutlich ausbauen, und zwar von jährlich 77 auf 110 Millionen Tonnen.

 

Was hat das zu bedeuten? Die OPEC hat für das winzige Gas-Land wohl eh keine besondere Wichtigkeit. Und da man von den OPEC-Mitgliedern um sich herum seit nunmehr 1 1/2 Jahren boykottiert wird, muss man wohl nicht wirklich zwingend mit am Tisch sitzen zwei Mal im Jahr in Wien. Außerdem kann man seinen Nachbarn mit seinem Rückzug nochmal einen kleinen Seitenhieb verpassen, der wohl lauten soll: Wir sind nicht auf euren Club angewiesen.

Katar
Die Skyline der Hauptstadt Doha. Foto: Sebbe xy CC BY-SA 3.0

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Pfund steigt kräftig an – Angela Merkel hat gesprochen!

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Aktuell steigt das britische Pfund gerade kräftig an! Gestern war Boris Johnson bei Angela Merkel zu Gast, und sagte schon da, dass man auch kurzfristig eine Lösung im Brexit-Streit um Nordirland finden könne. Und jetzt? Nach übereinstimmenden Berichten gab es vor wenigen Minuten die Äußerung von Angela Merkel, dass man selbst noch am 31. Oktober (angeblich die allerletzte absolute totale Deadline für Brexit) eine Lösung für den Backstop finden könnte. Man könne eine Lösung finden, die auch gleichzeitig die Integrität des EU-Binnenmarktes sicherstelle. Und zack, Merkel jagt das britische Pfund kräftig nach oben!

Gegen den US-Dollar steigt GBP aktuell um 87 Pips, und Euro vs Pfund fällt aktuell um 90 Pips. Damit sind „erst einmal“ die Ängste vor einem ins Bodenlose fallende Pfund vom Tisch gewischt. Aber ändert sich das schnell wieder, wenn Präsident Macron sich heute Abend nach dem Besuch von Boris Johnson in Paris ganz anders äußert als Merkel?

Pfund vs USD seit 16. August
GBP vs USD seit 16. August.

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Immobilienpreise klettern weiter ungebremst nach oben!

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Die Immobilienpreise in Deutschland kennen kein Halten! Es geht wie am Strich gezogen nach oben. Das zeigt eine vor wenigen Minuten veröffentlichte Erhebung anhand real durchgeführter Immobilientransaktionen. Laut Europace steigt der selbst herausgegebene Hauspreisindex „kontinuierlich weiter“. Er umfasst die Preise für Neubauhäuser, Bestandshäuser und Eigentumswohnungen. Der folgende Chart reicht bis 2011 zurück, und ist wohl mehr als eindeutig. Die Preise klettern immer weiter. Die aktuellen Zahlen beweisen laut Europace, dass die Niedrigzinsphase die Immobilienpreise steigen lasse. Der Rückgang der Baugenehmigungen im ersten Halbjahr tue ein Übriges, dass sich der Anfrageüberhang nicht relevant abbaue. Im Wortlaut aus der aktuellen Mitteilung:

Im Juli verzeichnete der EUROPACE Hauspreis-Index EPX ein beständiges Wachstum. Eigentumswohnungen legten im Vergleich zum Vormonat um 1,50 Prozent, Bestandshäuser um 1,25 Prozent zu. Bei Neubauhäusern stiegen die Preise nur leicht um 0,23 Prozent. Der Gesamtindex kletterte damit um 0,98 Prozent auf 163,3 Punkte. Grundlage des EPX sind bundesweit tatsächlich abgeschlossene Transaktionen für selbstgenutzte Häuser und Eigentumswohnungen im Wert von mehr als 5 Mrd. Euro pro Monat.

Immobilienpreise Grafik Europace

Immobilienpreise Index im Detail

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US-Staatsverschuldung macht Riesensprünge! Budget-Defizit wird Billionen-Grenze überschreiten

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Die US-Staatsverschuldung macht gerade einen großen Sprung nach dem anderen. Wir hatten in den letzten Tagen schon berichtet über die monatelang eingefrorene offizielle Verschuldungssumme der US-Bundesregierung. Denn nach Erreichen einer Obergrenze fürs Schuldenmachen musste man die neuen Schulden optisch verstecken oder in die Zukunft schieben. Vor Kurzem dann wurde die Grenze aufgehoben, und laut Vereinbarung im Kongress kann die Regierung bis 2021 weiter kräftig Schulden machen.

Gawooni Anleihe

US-Staatsverschuldung mit weiteren Schüben

Vom 1. auf den 2. August machte die offizielle US-Staatsverschuldung einen Sprung nach oben in Höhe von 292 Milliarden Dollar auf 22,314 Billionen Dollar. Seitdem sind bis vorgestern (Daten werden immer mit zwei Tagen Verzögerung veröffentlicht) weitere 114 Milliarden Dollar hinzugekommen. Also ist die US-Staatsschuld seit dem 1. August um insgesamt 406 Milliarden Dollar angestiegen. Das ist ein Plus von 1,84% bezogen auf die Gesamtsumme. Keine schlechte Leistung, wenn man die offizielle Statistik mal als absolute Wahrheit hinnimmt.

Haushaltsdefizit gigantisch

Das Budgetbüro des US-Kongresses (CBO) hat gestern seine neueste Prognose für den US-Haushalt veröffentlicht (hier im Detail nachzulesen). Demnach soll das Haushaltsdefizit der USA im Fiskaljahr 2020 die Billionengrenze überschreiten. Damit würde man diese magische Grenze zwei Jahre früher als bislang geplant überschreiten. Die Regierung würde also 1 Billion Dollar mehr ausgeben, also sie einnimmt. In 2019 sollen es „noch“ 960 Milliarden Dollar Defizit sein. Es ist mehr als offensichtlich. Die Wirtschaft in den USA kann noch so stark wachsen. Die Steuersenkungen von Donald Trump aus dem Jahr 2017 entziehen dem Staat so viele Einnahmen, dass die Spanne zu den Ausgaben weiter ansteigt.

US-Staatsverschuldung debt to the penny
Quelle: US Treasury

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