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Leonhard Fischer: „Die Märkte sind abgeschafft“! Interview mit Markus Fugmann

Markus Fugmann

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Leonhard Fischer war Vorstand bei der Dresdner Bank und bei der Allianz – derzeit ist er Vorsitzender des Anlageausschusses beim „Zukunftsfonds„. Fischer ist ein Freund klarer Worte – und das stellt er in dem folgendem Interview mit Markus Fugmann eindrucksvoll unter Beweis!

„Es gibt keine Märkte mehr“, sagt Leonhard Fischer – eine Preisfindung über Angebot und Nachfrage finde auch an den Aktienmärkten nicht mehr statt. Da alle anderen Mätkte durch die Notenbanken manipuliert seien, würden die Investoren geradezu in die Aktienmärkte gezwungen. Aufgrund dieses Zwangs wiederum spielten Bewertungen an den Aktienmärkten im Grunde gar keine Rolle mehr.

Die Zinsen sind nun unter der Inflation – wodurch sich die Kreditaufnahme rentiere. Priveligiert sei, so Fischer, wer Zugang zu Krediten habe, ob auf staatlicher Ebene (Deutschland mit unbegrenztem Kreditzugang), oder auf persönlicher Ebene (Beamte, Vermögende etc.). Die anderen, die diesen Zugang nicht hätten (kleine Unternehmen; Geringverdiener), würden dagegen die Zeche bezahlen. Das habe aber nichts mit Leistung zu tun, so Leonhard Fischer.

Leonhard Fischer sagt: wir haben einen Paradigmenwechsel, der sich durch folgende Punkte definiere:

1. Cash ist Trash

2. Es gibt keinen Markt mehr (Angebot und Nachfrage), auch die Börse ist das nicht mehr

3. Pleite gehen ist nur noch für kleine Unternehmen und Normalbürger erlaubt, nicht aber für große Investoren (die Fed zuckte und reagierte schon nach zwei Wochen fallender Märkte – statt Investoren, die überhebelt waren, eben pleite gehen zu lassen)

4. Die arbeitende Mittelschicht sei der große Verlierer, die Vermögenden die Gewinner, die von Transferleistung Lebenden dagegen würden sogar eher leicht profitieren

Leonhard Fischer spricht in folgendem Video auch über die Strategie des „Zukunftsfonds“, der sich nach eher schwachem Start in der Coronakrise sehr gut geschlagen hat. Fischer glaubt nicht an die klassischen Risikomodelle  der Banken (die Algorithmen stammten, so Fischer, aus dem 20.Jahrhundert) – und hat in Sachen Risikomanagement einen ganz eigenen, hochinteressanten Ansatz.

Sehen Sie hier die extrem dichten Aussagen eines der besten Denkers im deutschen Finanzspektrum:

Leonhard Fischer über die Abschaffung der Märkte

27 Kommentare

27 Comments

  1. Avatar

    Roland

    28. Mai 2020 18:18 at 18:18

    Er sagt es ja, Bewertungen sind abgeschafft. Es zählt nur die Liquidität, da muss man fast hoffen, dass die Wirtschaft in eine tiefe Depression stürzt, dass die Notenbanken wirklich alles kaufen müssen. Wer für die Schulden aufkommt, kann in vielen Jahren Thema werden. Jetzt ist Börsenparty bis zum Abwinken angesagt. Ich denke, es gibt nur noch jetzt Aktien mit Rabatt. Dieser Bullenmarkt wird bisher alle gesehenen Dimensionen sprengen.

    • Avatar

      thinkSelf

      28. Mai 2020 19:15 at 19:15

      Das irgendjemand für die „Schulden aufkommt“ ist alte Denke und im aktuellen System nicht mehr vorgesehen. Also abgesehen von den „Kleinschuldnern“.
      Wie wunderbar beschrieben dient das System dazu, dem Mittelstand Vermögen und Arbeitskraft auszusaugen. Und das passiert heute und nicht in der Zukunft.

      Und hier möchte ich auch Dr. Krall widersprechen. Es handelt sich hier nicht um ein sozialistisches, sondern in seinem Kern um ein feudales System. Wir springen also gerade nicht 80 Jahre zurück, sondern 400.

  2. Avatar

    Kuschelbär

    28. Mai 2020 18:21 at 18:21

    Die FED tut, was sie tun muss.

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    Mike Lohmann

    28. Mai 2020 19:06 at 19:06

    Die neue Welt hat sich nun etabliert mit Methoden des Raubrittertums des Staates und ihre Institutionen indem die Bevölkerung nicht nur ideologisch bewirtschaftet wird, sondern auch noch durch alle mögliche Hintertüren abgezockt ohne dass man sich wehren kann. Bei einem Raubüberfall auf der Strasse besteht wenigstens die Möglichkeit zur Flucht oder sich zu wehren.

  4. Avatar

    thinkSelf

    28. Mai 2020 19:07 at 19:07

    Hervorragendes Interview.

    Diese 40 Minuten sollte man jedem Bundesbürger zwangseintrichtern. Und das, obwohl ich sonst sogar dagegen bin jemanden zu seinem Glück zu zwingen :-).

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    Columbo

    28. Mai 2020 19:30 at 19:30

    Tolles Interview! Ist aber nichts für Bären…

    • Avatar

      Marktbeobachter

      28. Mai 2020 19:59 at 19:59

      @Columbo. Genau, denn das heißt, dass die vielen Warnungen vor einem zu teuren Aktienmarkt hier auf FMW unsinnig und gefährlich waren. Für die zahlreichen Shorties vielleicht sogar fatal. Wenn Fischer recht hat, wird es noch gewaltig nach oben gehen.

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    Raoul H. Calame

    28. Mai 2020 20:00 at 20:00

    Absolute Klasse dieses Interview. Herr Fischer bringt es auf den Punkt !
    Ihnen Herr Fugmann und natürlich auch Herr Fischer besten Dank !

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    franko33

    28. Mai 2020 20:06 at 20:06

    Hier wird klargemacht,daß es keinen Markt mehr gibt.
    Gehe ich falsch in der Annahme,daß die eigendliche Funktion eines Finanzmarktes ist,
    Unternehmen,die „marktfähig“sind mit Kapital zu versorgen und Junkunternehmen
    fallen/pleite gehen zu lassen.
    Natürlich – eine naive Annahme – echt „Old School“.
    Rein marktwirtschaftlich gesehen würde dies bedeuten,nehmt dem Markt „das Kapital weg“.
    Also,jeh früher der Crash kommt umso „geringer“ die Verluste+Leiden der Weltbevölkerung.
    Wer es bis hierhin nicht kapiert hat: „nur der Crash ist die Lösung“.
    Wir müssen zu einer Marktwirtschaft zurück,ich nehme aber an das „die verantwortlichen Herren“ dann als letzte Lösung einen echten physischen Krieg anzetteln,einen Virus hatten
    wir ja schon…………

  8. Avatar

    MoinMoin

    28. Mai 2020 20:38 at 20:38

    Die ersten 60 Sekunden dachte ich, dass das nur ein Foto vom Gast ist… aber dann legt er richtig los.. sehr interessantes und gutes Gespräch.. tolle Inhalte…

  9. Avatar

    Prognosti

    28. Mai 2020 20:59 at 20:59

    Sehr gut, es fehlt einzig eine Einschätzung wie lange u.wie weit das noch gehen kann.Wenn die Politik nicht fähig ist ,wird der Mainstream die Sache erledigen..Übertrieben gesagt, wenn die Aktienkurse noch viel höher gehen u.die Firmen keine Gewinne u.Dividenden erarbeiten sind dann Anleihen oder Immobilien doch wieder besser. ( wie sie es auch beim letzten Crash waren )
    Zudem ist er der erste der den Unterschied zur SNB erkannt hat. Die andern Notenbanken drucken Geld u.kaufen wertlose Anleihen. Die SNB druckt Geld um andere Währungen zu kaufen um den Franken zu schwächen.Die gekauften Währungen können dort angelegt werden wo man Rendite erwarten kann.Man sagt ,die SNB sei der grösste Hedgefonds. Das Problem ist, dass das Eigenkapital nur ca. 10% ist, also stark gehebelt. Man kann also keine Baisse durchstehen ohne Absicherung.Da Herr Jordan ein gewiefter Anleger ist ,wird er auch aussteigen müssen bevor es kollabiert.Beim letzten grossen Apple Rückschlag war auch die SNB unter den Verkäufern.Zudem hat auch schon ein Jamie Dimon gesagt, wenn schon Aktien,müssten es nicht unbedingt die höchst manipulierten Amis sein, es könnten auch chinesische oder russische sein.

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      Feedback

      29. Mai 2020 08:42 at 08:42

      Vor über einer Stunde kommentiert. Gibts jetzt hier auch schon Zensur wenn man nicht nur lobt oder bin ich zu ungeduldig mit den Moderatoren;)??

    • Avatar

      Brett

      29. Mai 2020 08:51 at 08:51

      Blödsinn die SNB hat im März Crash 30 mio zusätzliche Apple gekauft! Logisch Sie hat eine Zielallokation von 20% korrigieren die Märkte nach unten muss Sie zukaufen da Ihre Asset Allocation nicht mehr stimmt! Ausserdem kauft die SNB Grundsätzlich im Rahmen der Indexgewichtungen! Aber die SnB hat im letzten Jahr Apple verkauft am damaligen Hoch und ggf direkt den Abverkauf bei Apple ausgelöst. Die SNB besitz 0.25% der Weltmarktaktienkapitalisierung.

      Ob man damit der grösste Hedgefund ist? Das Eigenkapital spielt doch gar keine Rolle bei der SNB….der Grossteil der SNB ist sowieso in Staatsbesitz und die Ausschüttungen an sonstige Aktionäre stark limitiert. Warum sollte die SNB bei Korrekturen den verkaufen müssen? Das Eigenkapital der AnB kann auch ohne Probleme negativ sein! Man hat ja die Druckerpresse in der Hand und man Produziert Werloses Papier und kann damit Waren, Güter und Unternehmen kaufen….

      Und man darf ja auch nicht vergessen seit wann die SNB so im Markt ist, die sitzt sowieso auf riesigen Buchgewinnen…und das andere sind eben auch nur Buchverluste…solange die Nachfrage nach Frankem besteht muss die SNB überhaupt nichts verkaufen, erst wenn keine Nachfrage mehr nach Franken bestehn würde und die Leute die Franken auf dem Markt schmeissen müsste die SnB diese zurückkaufen….

      Aber was passiert wenn 1000 Ihre Franken auf den Markt schmeissen? Der Wert des Franken wird sinken, das ist das Ziel der SNB und es wird noch besser, mit grosser Wahrscheinlichkeit kauft Sie einen grossteil davon (falls dieses Szenario eintritt) unter dem Preis zurück als Sie damals erhalten hat, es bleibt ihr also ein Buchgewinn…

      Stürzen die Märkte ab, ist die Wahrscheinlichkeit das der Franken gerade gesucht ist, eher gross entsprechend wird sie eher noch weitere Franken verkaufen und bei fallenden Kursen sogar noch mehr Aktien kaufen müssen da sonst Ihre Asset Allocation wieder nicht stimmt…Entsprechend müsste die SNB Ihre Aktien dann verkaufen wenn Ruhe ist, die Wahrscheinlichkeit das die Märkte dann ordentlich stehen ist relativ gut, ausserdem säge Sie den Eurokurs gerne deutlich höher wohl bei 1.30 oder mehr….(was Notabene zu Inflation führt) Sie kann den Markt in die andere Richtung also auch etwas spielen lassen bevor Sie tatsächlich Franken vom Markt nehmen müsste….

  10. Avatar

    Roberto

    28. Mai 2020 21:01 at 21:01

    @Columbo, genau DAS habe ich mir auch gedacht. Wenn diese Aussage stimmt, dann wird ROLAND sogar noch Augen machen wo die Aktienmärkte hinwandern werden. Dann ist Dow Jones 40-50k nicht mehr weit.Denn es gibt ja faktisch keinen Markt der auf Angebot und Nachfrage reagiert, sondern nur noch ein Parkplatz wo alle Investoren dieser Welt die überschüssige Kohle parken. Na, dann Gute Nacht liebe Bären….das wird das Tier sein, welches nur noch in den Archäologischen Büchern zu finden sein wird. DIESMAL IST WIRKLICH ALLES ANDERS :-)

  11. Avatar

    Shong09

    28. Mai 2020 23:29 at 23:29

    Da kann ich Ihnen nur beipflichten.
    Seinen Vgl. mit dem Sozialismus fand ich auch nie so ganz passend, aber Ihrer mit dem Feudalismus trifft wie die Faust aufs Auge

  12. Avatar

    Hesterbär

    29. Mai 2020 01:41 at 01:41

    Interessante Ausführungen von Leonhard Fischer. Ja, er hat Recht, es gibt keine Märkte mehr. Was er aber nicht erwähnt, weil er als Fondsmanager dann ja seinem eigenen Anlagekonzept widersprechen würde, ist, dass die gezielte Abschaffung der Märkte durch die Notenbanken einem Schneeballsystem gleicht. Und Schneeballsysteme sind illegal, weil sie keine marktwirtschaftlichen Grundlagen haben und von vornherein feststeht, dass die breite Masse Geld verlieren und es den wenigen an der Spitze der Pyramide zufließen wird. Er sagt, die Zentralbanken könnten dieses Spiel noch 100 Jahre lang treiben. Das ist ein Blödsinn, dem tatsächlich viele aufsitzen. Wenn das immer üppiger sprudelnde Notenbankgeld tatsächlich Marktwirtschaft ersetzen könnte, warum sind dann alle ähnlichen Versuche in der Vergangenheit gescheitert und warum scheiterten auch immer alle Schneeballsysteme? Ich hätte mir gewünscht, Herr Fugmann hätte ihm diese Fragegestellt. Es gibt auch keine schlüssige Antwort darauf, warum diesmal ein Schneeballsystem erstmalig in der Geschichte funktionieren sollte. Die Annahme, die Aktienmärkte könnten aufgrund der Geldschwemme immer nur steigen, ist bewiesener Unsinn. Warum sind sie denn dann vor wenigen Wochen noch um 30 – 50 % auf einen Schlag gefallen, wenn doch auch zu diesem Zeitpunkt bereits klar war, dass die Notenbanken alles retten werden? Eine plausible Antwort auf diese Frage bleiben alle Notenbankgläubigen ebenfalls stets schuldig. Falsch ist auch seine Behauptung, dass es zum Aktienmarkt keine Alternative gibt. Doch, die gibt es und zwar Edelmetalle und ausgewählte Rohstoffe. Diese beiden Anlageklassen sind von der völligen Überbewertung insbesondere des US-Aktienmarktes noch nicht heimgesucht.

    • Avatar

      Columbo

      29. Mai 2020 08:43 at 08:43

      Auch der Edelmetallmarkt ist vollständig von den Notenbanken bestimmt!
      Und nicht vergessen: Die Notenbanken werden Aktien kaufen.

      • Avatar

        Columbo

        29. Mai 2020 10:01 at 10:01

        Wenn Notenbanken anfangen in größerem Stil Gold zu verkaufen(und das kann gerade in Schneeballsystemen geschehen) oder Regierungen den Handel einschränken, wird‘s bitter für die Goldbullen.

      • Avatar

        Roberto

        29. Mai 2020 10:22 at 10:22

        @Columbo, guten Morgen Inspector Columbo :-). Wenn die FED Aktien kauft, was ich durchaus für möglich halte, wird sie das aber erst dann tun wenn sie einen sehr wichtigen Grund dafür hat. Und dieser Grund kann nur sein, das die Aktienmärkte vorher in einem crash übergehen. Denn nur dann wäre ein Kauf von Aktien durch die FED “ gerechtfertigt “ in den Augen der FED. Oder warum sonst sollte die kurz vor ATH`s Aktien kaufen. In diesem Sinne, könnten sich die Bären auf ein Fest freuen.

        • Avatar

          Columbo

          29. Mai 2020 12:17 at 12:17

          @Roberto

          Also freuen sich am Ende alle, zuerst die Bären wegen des Crashes und dann die Bullen wegen der Fed. Nichts Neues im Börsenparadies.
          Schönes Wochenende!

  13. Avatar

    Feedback

    29. Mai 2020 07:26 at 07:26

    Interessante Ansichten bis zu seinem Fonds ;). Jahrelang mit dem Provisionsgeschäft einen Teil seines Gehalts finanziert und jetzt skandalös finden. Vom Saulus zum Paulus? Solls ja geben.
    Wenn er mir erklären kann, wie ich eine Bank ohne Zinsertag und Provisionen am Laufen halten soll. Dann her mit dem Modell. Und keiner soll glauben, dass es keine Banken braucht. Außer vielleicht ein Agrarstaat ;)

    Honoraranlageberatung ist für mich keine Lösung, da der Wettbewerb ausgeschaltet wird und ärmere Menschen benachteiligt.

    Es kann sich nicht jeder mit Finanzen beschäftigen und braucht einen Berater, da ich mit 2 oder 3Jobs in der wenigen Freizeit sicher nicht Vermögensoptimierung betreiben werde bzw. kann.

    Nur meine bescheidene Meinung

  14. Avatar

    BrettonWood

    29. Mai 2020 08:36 at 08:36

    Falsch ist natürlich die Aussage die SNB hätte alles Geld in Aktien angelegt! Kediglich 30% also gut 120 Mrd sind in Aktien angelegt, von Apple hat man in der Krise zB gerade nochmals 30 mio Stück gekauft am Tief. Aber der Rest ist in Europäische & Amerikanischen Staatsanleihen angelegt, wobei Europa den grösseren Teil ausmacht, logisch mal will ja Hauptsächlivh den Eurokurs beeinflussen, dann müssen Euro gegen Franken gekauft werden..plus sind da noch riesige Devisenreserven selbst..

    Ob das genial oder Wahnsinn ist wird sich weisen, was ivh mich Frage ist, reichen die 120 Mrd (plus die 1000 Tonne Gold, was pro Einwohner immer noch mit ganz ganz grossem Abstand am allermeisten auf der Welt ist, nähmlich gut 125 Gramm während Deutschland bei knapp 30 Gramm pro Bürger liegt) die Frage ist doch wenn der Euro einbricht und die SNB die Franken nicht mehr gegen Euro zurückkaufen kann, was passiert mit diesen Franken, ausgeben kann man Sie nur in der Schweiz, ausser Superreiche können Sie gegen Sachwerte und als Sicherheit tauschen, aber mal angenommen der Euro, was mehr als 50% des BIPs ausmacht (in den Reserven der SNB) bricht zusammen wird der Franken wohl kaum überleben ?!? Die Schweiz wird sich einem solchen Erdbeeben nicht entziehen könnn, das könnte Sie wohl auch dann nicht, wenn Sie keine Euro hat….

    Und da kommt der Punkt, in dieser Betrachtung kann es durchaus ein genialer Schachzu sein das man Realwerte hält und gegen Schweizer Franken verkauft (die ggf in Zukunft sowieso nichts mehr Wert sein werden egal wie man ea dreht und wendet) falls dem so ist, verkauft die SNB Papier gegen Firmenbeteiligungen das wäre schlicht genial, schliesslich könnte die Schweiz sich damir wenigstens einen Grundreichtum erhalten, sollten die Währungen kollabieren, irgendwelche Firmen werden überleben und immerhin hat man daran dann, neben dem Gold, noch Anteile….

  15. Avatar

    Ranzentier

    29. Mai 2020 10:18 at 10:18

    …geniales Interview…

  16. Avatar

    Altbär

    29. Mai 2020 10:53 at 10:53

    @Hesterbär, gute Klarstellung, ob’s nützt? Der Mensch will beschissen werden.Wie erwähnt haben doch gerade einige sogar kritische DICKFISCHE ihr halbes Lebenswerk zerstört mit bis 40Mia.Verlust u.die Ponzi Gemeinschaft wächst immer mehr.Noch zu erwähnen, dass das PetpetumDebile hauptsächlich auf die US-Aktien u.im besonderen auf die Tech-Werte zutrifft.
    Der DAX der Eurostoxx , der CH u.der Nikkei Index haben auch trotz der Notenbank Orgie die exzessiven Bewertungen überhaupt nicht mitgemacht. Also gibt es gute Gründe die hochgetriebenen Aktien der absteigenden Weltmacht irgendwann in die aufsteigende Restwelt umzuschichten.
    Leonhard Fischers Analyse ist super, dass ein Mann wie er die Endlichkeit dieses Selbsbetrugs nicht einsieht
    ist unglaublich.Schulden sind immer die Vermögen einer Gegenpartei, wenn es den unvermeidlichen Schuldenschnitt gibt ist auch das hypothetische Vermögen weg.
    Die Coronakrise hat die Intensität des Desaster nur beschleunigt u.wird die Schneeballspiel frühzeitig beeenden.Ich habe übrigens ein solches Spiel schon in meinem Dorf erlebt .Weil ich nicht mitmachte wurde ich ausgelacht, am Schluss gabs Leute die ihr Haus verkaufen mussten.

  17. Avatar

    Brett vor dem Kopf

    29. Mai 2020 11:01 at 11:01

    @Brett, Eigenkapital spielt keine Rolle ?? Immerhin schüttet die SNB von den sogenannten Buchgewinnen jährlich an die Kantone echte Gewinne aus. Wenn dann diese Buchgewinne zu Verlusten werden ,ist es eine Gewinnauschüttung mit Schulden. Kennen wir ja schon von Aktien .MMM lässt grüssen.

    • Avatar

      BrettonWood

      29. Mai 2020 12:33 at 12:33

      Moder Money Theorie, oder More Money Today?
      Ja bei einer Nationalbank spielt das mM keine Rolle, ich lasse mich aber gerne belehren.

      Die Gewinnausschüttungen hängen daran das Überschüsse bestehen (und sind auf 2 Mrd pro Jahr limitiert) wenn es keine Buchgewinne gibt wird auch die Auszahlung eingestellt, gabs in den vergangenen 20 Jahren auch schon.

      Tatsache ist aber das seit die SNB auf ca 60-70 Mrd Buchgewinne sitzt die Begehrlichkeiten von Links bis Rechts höhere Ausschüttungen wünschen. Tatsache ist auch daa 9 Mrd der Coronakredite von der SNB aufgekauft werden. Ansonsten hält sich die SNB zurück mit Staatsfinanzierung in der Schweiz, im Gegenzug betreibt Siw natürlich Staatsfinanzierung der Eurostaaten und der USA.

  18. Avatar

    BörsianerAlteingesessen

    1. Juni 2020 09:44 at 09:44

    Schön, wer sich selbst zur arbeitenden Mittelschicht zählen kann – und dennoch in der Vergangenheit so viel gespart hat, um mit vernünftigem Einsatz an den Aktienmärkten anlegen zu können: Das sollte den Effekt der stagnierenden Monatslöhne leicht überkompensieren können.

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Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

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Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

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Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

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Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

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Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

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Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

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