Europa

Maschinenbau mit deutlich weniger Aufträgen – „Keine Bodenbildung in Sicht“

Der deutsche Maschinenbau erleidet weiter klare Rückgänge bei den neuen Aufträgen. Inland wie Ausland sind schwach.

Maschinenbau
Foto: User2846165-Freepik.com

Die Industrieproduktion schrumpft, die Aufträge gehen zurück. Ein Kernsegment ist dabei der Maschinenbau, der essenziell wichtig ist für die deutsche Volkswirtschaft. Aktuell hat der Branchenverband VDMA Daten für den Monat November veröffentlicht. Demnach sind die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau sind im November 2023 abermals kräftig gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war es ein reales Auftragsminus von 13 Prozent.

Dabei waren die Rückgänge der Inlandsaufträge von 15 Prozent ähnlich hoch wie das Orderminus aus dem Ausland mit 13 Prozent. Aus dem Euro-Raum kamen 12 Prozent weniger Bestellungen, aus den Nicht-Euro-Ländern waren es minus 13 Prozent. Zum Rückgang der Aufträge für den Maschinenbau sagt der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers aktuell: „Eine Bodenbildung zur Beendigung dieser Talfahrt ist noch nicht in Sicht, dazu müssten unsere Kunden weltweit erst wieder mehr Vertrauen in ein absehbares Wachstum und in stabile politische Prozesse fassen“.

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum September bis November 2023 sanken die Bestellungen für den Maschinenbau um real 12 Prozent zum Vorjahr. Aus dem Inland kamen 17 Prozent weniger Orders, aus dem Ausland wurden 11 Prozent weniger Aufträge verbucht. Die Euro-Länder blieben um 11 Prozent unter Vorjahresniveau, das Minus aus den Nicht-Euro-Ländern betrug 10 Prozent.



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