Folgen Sie uns

Märkte

Ölpreis charttechnisch + fundamental aktuell mit Abwärtstendenz

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Charttechnisch wie fundamental gibt es ganz aktuell Abwärtszeichen für den Ölpreis. Gestern Abend wie auch heute früh im Videoausblick hatten wir schon von der Schulter-Kopf-Schulter-Formation berichtet. Jetzt gerade sitzen wir hier genau an der unteren Grenze knapp unter 38 Dollar im Mai-WTI. Darunter ist erst mal Luft nach unten. Bei dem wackligen Markt fehlt nur ein kleiner Tick, und die Marke wird nach unten durchbrochen.

Ölpreis
Der Ölperis (Mai-WTI) seit 7. März.

Fundamental kommen gestern Abend und heute früh von vielen Seiten Gerüchte über die März-Produktionsvolumen einiger Staaten auf den Tisch. Der Iran soll wie es zu erwarten war seine Fördermenge im März weiter ausgeweitet haben. Wie viel mehr ist nicht bekannt, aber von iranischen Offiziellen ist zu vernehmen „viel mehr“. Wie gesagt, bis die OPEC etwas offiziell verkündet, ist das unklar.

Der Irak, der in 2015 für den größten Förderanstieg innerhalb der OPEC verantwortlich war, soll merkwürdigerweise im März seine Förderung weiter ausgebaut haben, und das nicht zu schlecht. Auch hier noch unbestätigte Gerüchte, aber es soll sich um eine nennenswerte Steigerung handeln. Waren sich die OPEC-Mitglieder außer Iran und Libyen nicht über eine Einfrierung einig?

In Nigeria und den Vereinigten Arabischen Emiraten soll es zu geringfügigen Rückgängen gekommen sein, in Saudi-Arabien dagegen soll das Level gleich geblieben sein – toll, da hält sich wenigstens einer an den Oil Freeze!

Die Öl-Lagerbestände von gestern Nachmittag haben den Ölpreis von 39,50 Dollar gut runtergebracht. Zwar war es nur ein minimaler Anstieg bei den Lagerbeständen, aber dieser Chart zeigt den kontinuierlichen Anstieg der US-Lagerbestände. Woche für Woche. Der Anstieg von gestern ist hier schon enthalten. Wie gesagt: Jetzt in diesem Augenblick spricht fundamental und charttechnisch alles gegen einen steigenden Ölpreis, aber das kann sich in diesem verrückten Markt bei neuen Fakten auch schnell ändern. Gibt es vielleicht in Kürze wieder (sensationelle) Neuigkeiten über das Oil Freeze-Treffen am 17. April in Doha? Reichen die wieder für einen Preis-Push über die 40 Dollar-Marke?

Öl-Lagerbestände Ölpreis

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Peter

    31. März 2016 17:39 at 17:39

    Tja, so einfach ist es nicht mit (O-Ton): „…die Öl-Rally ist erst einmal beendet..“
    Wenn man Euch als Kontraindikator nimmt, wird man reich… (*scnr*)

    Nicht persönlich nehmen, aber wie schon mal geschrieben ist der Ölmarkt oft unlogisch und neigt zu Übertreibungen in beide Richtungen.

    Womit ich leichte Probleme habe ist die feste Überzeugung, mit der hier immer aufgetreten wird. Wenn ich so oft wie FMW (Herr Kummerfeld ??? – leider wird der Autor bei FMW nicht mehr genannt) daneben liege, dann trete ich nicht mehr so überzeugt auf.
    Trotzdem Danke für Eure Bemühungen und die anderen wertvollen Infos.
    Gruß
    Peter

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Im folgenden Video fokussiere ich mich auf verschiedene Szenarien für den Nasdaq, und was im Trading machbar sein könnte. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

weiterlesen

Indizes

Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

Avatar

Veröffentlicht

am

Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen