Aktien

Portugiesische Bank auf der Kippe

Nach dem Bank run ist vor der Panik: nachdem es in Bulgarien bekanntermaßen zu Bank runs gekommen ist, droht nun eine Panik bei der portugiesischen Bank Espírito Santo International SA (faktisch eher ein Konglomerat von Banken). Die Aktien der Espírito Santo International waren am Montag um 16% eingebrochen und setzten am heutigen Dienstag ihre Verluste zunächst fort (-13%), bevor Portugals Zentralbank intervenierte und das short selling der Aktie verboten hat (also Verkäufe von Aktien, ohne die Aktie selbst zu besitzen). Daraufhin erholten sich die Kurse auf einen Verlust von nur noch -2,2%.

Bei der Bank waren bei einer Prüfung durch die Zentralbank vor einigen Wochen „Unregelmäßigkeiten“ festgestellt worden. Auslöser des jüngsten Abverkaufs war die Mitteilung der Portugal Telecom SGPS SA, dass eine von ihr gehaltene Unternehmensanleihe der Bank am 15.Juli zur Auszahlung fällig wird – es handelt sich um den stattlichen Betrag von 897 Millionen Euro. Daraufhin zogen auch jene Anleger die Reißleine, die der Bank bisher die Treue gehalten hatten. Der CEO der Bank, Ricardo Salgado, ist in der Zwischenzeit zurückgetreten.

 

Banco Espirito

 

P.S.: Ähnlichkeiten des Charts von Banco Espírito Santo und der Commerzbank/Deutscher Bank sind rein zufällig und nicht beabsichtigt..



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