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Wachsendes Problem für angeschlagenen Immobilienmarkt Schweden erhöht Leitzins deutlich – weitere Anhebungen stehen an

Schweden hat seinen Leitzins deutlich angehoben, und weitere Schritte stehen an. Das ist vor allem ein Problem für den Immobilienmarkt.

Schweden-Flagge

Die Zentralbank in Schweden hat heute den Leitzins von 1,75 % auf 2,50 % erhöht. Und die Zinsen sollen weiter steigen. Laut dem Statement der Riksbank ist man der Ansicht, dass die Geldpolitik stärker gestrafft werden muss als im September erwartet, um die Inflation wieder auf das Zielniveau zu bringen (derzeit bei 9,3 %). Um die Inflation zu senken und das Inflationsziel zu sichern, hat das Direktorium daher beschlossen den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent anzuheben. Es wird erwartet, dass der Leitzins zu Beginn des nächsten Jahres weiter angehoben wird und dann knapp unter 3 % liegt. Im Einklang mit früheren Prognosen wird die Riksbank ab Anfang nächsten Jahres ihre Wertpapierbestände entsprechend den Fälligkeiten abnehmen lassen. Dies bringt auch eine gewisse Straffung der Geldpolitik mit sich. Im folgenden Chart sehen wir den Leitzins für Schweden im Verlauf der letzten zehn Jahre:


source: tradingeconomics.com

Was bedeutet das für Schweden? Einiges an Problemen! Wir wir jüngst berichteten, hat der Immobilienmarkt in Schweden bereits mit schnell fallenden Preisen zu kämpfen, mit minus 14 %. Die Verschuldung ist hoch, und durch die nun schnell steigenden Zinsen nehmen die Kosten für Kreditnehmer noch weiter zu. Die Zurückhaltung auf der Käuferseite dürfte weiter zunehmen und die Immobilienpreise womöglich noch weiter fallen. Und gewerbliche Projektentwickler dürften bei anstehenden Umschuldungen mit argen Problemen zu kämpfen haben, wenn die Anschlussfinanzierungen deutlich teurer werden.



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1 Kommentar

  1. Pingback: Herr Dax Dirk Müller über Inflation, Zinsen und Immobilien - finanzmarktwelt.de - Immo-journal

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