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Schweizer Franken: Die Lage spitzt sich weiter zu

Agata Janik

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am

Schweizer Bergpanorama

Die aktuelle Situation beim Euro zum Schweizer Franken wird immer spannender. Viele Händler beobachten die Lage sehr genau und erwarten demnächst eine wichtige Entscheidung und einen größeren Ausbruch. Der Kurs von EUR/CHF befindet sich schon seit dem Wochenanfang in einer Seitwärtsbewegung. Der Cross pendelt in einer engen Range von ca. 15 Pips. Die Volatilität fehlt und die Energie im Markt staut sich immer mehr auf. Es wird demnächst krachen. Der Schweizer Franken gilt gerade jetzt, während der Corona-Krise, als der sichere Hafen und wird gerne gekauft. Das gefällt der SNB (Schweizerische Nationalbank) nicht besonders. Denn die Währungshüter in der Schweiz haben es nicht so gerne, wenn der Schweizer Franken an Stärke gewinnt. Die Nachfrage ist aber nach wie vor vorhanden. Man merkt deutlich, dass beim Euro vs Schweizer Franken eine unsichtbare Grenze im Bereich ab 1,0510 und darunter existiert. Sobald sich der Kurs diesem Niveau nähert, wird der Euro sofort gekauft und der Schweizer Franken verkauft. Ist das ein Zufall? Vielleicht nicht.

Auf der Oberseite kann der Ausbruch beim EUR/CHF bis jetzt aber auch nicht so richtig gelingen. Im Bereich von ca. 1,0525 wird der Schweizer Franken wieder favorisiert. Der Korridor ist eng und aus Erfahrung weiß man, dass solche Situationen oft mit einem enormen Ausbruch enden. Das kann auch demnächst beim EUR/CHF der Fall sein. Wer also gerne den Schweizer Franken handelt oder auch längerfristig in diese Währung investiert, sollte momentan besonders wachsam sein. Insbesondere für die kurzfristigen Forex-Händler ist es ganz wichtig, ein striktes Money- und Risk Management zu besitzen. Wenn man undiszipliniert agiert, kann es gerade in der jetzigen Situation beim Euro vs Schweizer Franken teuer werden. Es ist auch empfehlenswert, die Kursentwicklung von USD vs Schweizer Franken und GBP vs Schweizer Franken parallel zu verfolgen. Diese Währungspaare sind zwar volatiler als EUR/CHF, es entstehen aber oft Korrelationen, von den man profitieren kann.

Der Ausblick für den Euro zum Schweizer Franken

Der Euro vs Schweizer Franken notiert aktuell bei ca. 1,0524. Der Markt ist noch ähnlich wie bei den anderen Währungspaaren ruhig. Die Händler stehen aber schon in den Startlöchern. Vor allem die Break-Out Trader bereiten sich auf den Ausbruch vor. Wenn die Bullen es heute schaffen, den wichtigen Widerstand bei 1,0530 zu erobern, kann es zu einem Break-Out auf der Oberseite kommen. Über diesem Bereich liegen jetzt schon vermutlich viele Long-Orders. Zusätzlich platzieren die Bären auch ihre Stopps auf diesem Niveau. Sollte also die 1,0530 Marke brechen, kann es zu einer Stopp-Lawine führen, die dem Euro eine neue Stärke verleihen kann. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich bei 1,0555. Sollten die Bullen auch diese Hürde erobern, kann EUR/CHF noch weiter bis 1,0581 steigen.

Hier verläuft aber der 420er Moving Average, der den Kurs sicherlich zum Bremsen zwingen wird. Wer also kurzfristig orientiert ist, kann auf diesem Niveau die Gewinne mitnehmen. Auf der Unterseite verläuft die erste wichtige Unterstützung, wie gesagt, bei 1,0510. Darunter wartet schon auf den Cross die signifikante 1,0500 „big figure“. Diese Hürde zu nehmen, wird es für die Bären sehr schwierig sein. Zu viele Long-Orders stehen im Weg. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0517. Summa summarum: Die Lage spitzt sich zu und die Entscheidung wird sehr wahrscheinlich demnächst fallen. Der Break-Out steht bevor.

Euro vs Schweizer Franken

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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