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Das Imperium stürzt Signa: Wichtigste Immobiliensparten melden Insolvenz an

Signa Immobilien Pleite

Die Implosion des Luxusimmobilien- und Einzelhandelsimperiums von Rene Benko geht weiter:  Nun stellen auch die beiden größten Immobiliengesellschaften des Firmengeflechts Signa Insolvenzanträge, wie Bloomberg berichtet. Damit stürzt das Signa-Imperium immer weiter, es droht gerade bei Gewerbeimmobilien ein „Lehman-Moment“ mit weiter fallenden Preisen. Dazu kommen Verwerfungen auch im Banken-Sektor (vor allem Julius Bär) und Milliardenklagen gegen Benko.

Signa: Immobiliengesellschaften sind pleite

Signa Prime Selection, Miteigentümerin des Kaufhauses Selfridges in London und des Berliner KaDeWe, hat am Donnerstag in Wien einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung gestellt. Die kleinere Signa Development Selection AG werde am Freitag nachziehen, teilte Signa mit.

Nachdem Ende November die Signa Holding Insolvenz beantragt hatte, folgten in den letzten Wochen ähnliche Schritte anderer Sparten. Das Handels- und Immobilienimperium Benkos kämpft wegen steigender Zinsen und sinkender Bewertungen seit Monaten mit Liquiditätsproblemen.


Benko und andere Anteilseigner könnten Verluste in der geasmten Holding erleiden: Aufschlüsselung der Anteilseigner der Signa Holding und ihrer wichtigsten Tochtergesellschaften

Der Absturz

Ende letzten Jahres wurde das Immobilienvermögen von Signa, zu dem neben Luxushotels und Einkaufszentren auch Deutschlands größte Kaufhauskette gehört, noch auf mehr als 23 Milliarden Euro geschätzt.

Um den Aufbau seines Imperiums zu finanzieren, hatte der inzwischen 46-jährige Benko das Vertrauen von Investoren wie dem österreichischen Baumagnaten Hans Peter Haselsteiner, dem deutschen Milliardär Klaus-Michael Kühne und der französischen Peugeot-Familie gewonnen.

Die Teuerung am Bau und die gestiegenen Zinsen haben Signa Prime gezwungen, die Arbeiten an einigen wichtigen Entwicklungsprojekten wie dem Elbtower in Hamburg einzustellen.

Auf einer von der Signa Holding eingereichten Liste von 273 potenziellen Gläubigern mit potenziellen Forderungen von 5 Milliarden Euro stehen unter anderem Saudi-Arabiens Public Investment Fund und das Schweizer Bankhaus Julius Bär.

FMW/Bloomberg



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