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Trumps Defizit: Make America great again – mit immer mehr Schulden!

Trump schickt sich an, das Defizit im Vergleich zu Obamas letztem Amtsjahr zu verdoppeln..

Redaktion

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Ein Gastbeitrag von Thomas Müller

Vor wenigen Tagen wurden die jüngsten Zahlen zum US-Bundeshaushalt veröffentlich und diese bestätigen den Trend, der hier schon vor einem Monat thematisiert wurde (siehe hierzu https://finanzmarktwelt.de/us-defizit-explodiert-aktuell-um-67-im-jahresvergleich-92658/)

Lag das Defizit im Mai noch bei knapp 147 Mrd. USD sank es im Juni auf „nur noch“ 75 Mrd. USD – das ist allerdings keine wirkliche Verbesserung, denn der Budgetsaldo schwankt monatlich sehr stark und der Juni ist fast immer besser als der Mai. Die Zahlen müssen also nicht mit dem Vormonat, sondern mit dem Vorjahresmonat vergleichen werden.

Und da Trump nun schon eine ganze Weile US-Präsident ist, ist es durchaus spannend zu vergleichen, wie sich das Budget unter seiner Ägide nicht nur im Mai und Juni 2018, sondern seit Amtsantritt im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt hat. Da Trump am 20. Januar 2017 vereidigt wurde und er im Wahlkampf angekündigt hatte, die US-Staatsschulden innerhalb von 8 Jahren auf null zu senken, ist es meines Erachtens nur fair mit dem Februar 2017 zu beginnen – schließlich seien ihm volle 8 Jahre zur Realisierung seines Ziels gegönnt.

Im Mai 2018 wurde, wie gesagt, ein Defizit von knapp 147 Mrd. USD vermeldet. Ein Jahr zuvor – also bereits unter Trump – waren es noch 88,4 Mrd. USD, noch ein Jahr vorher, im Mai 2016 waren es lediglich 52,5 Mrd. USD. Im Juni 2018 waren es 74,9 Mrd. USD Defizit, nach 90,2 Mrd. USD im Juni 2017 – also eine gewisse Verbesserung. Im Juni 2016 wurden aber noch 6,2 Mrd. USD Überschuss vermeldet, im Juni 2016 sogar 50,5 Mrd. USD Überschuss. Auch beim Blick weiter zurück in die Vergangenheit zeigt sich, im Juni wurden – außerhalb von Rezessionszeiten und kurz davor/danach – regelmäßig Überschüsse erzielt. Oder um es präziser zu sagen: Seit Beginn der Zeitreihe 1968 wurden lediglich in 12 von 51 möglichen Juni-Monaten ein Defizit ausgewiesen. Davon entfallen vier auf die Große Rezession und deren Folgen zwischen 2009 und 2012, zwei auf die 1990/91 Rezession und in vier weiteren Fällen wurde in den 1980er Jahre während der Reagonomics ein minimales Defizit im Juni erzielt. Was Trump hier schafft, ein substanzielles Defizit mitten in einer Phase hoher Beschäftigung und guten Wachstums, ist einmalig. Aber auch in den anderen Monaten unter Trump waren die Defizite fast immer größer und die Überschüsse kleiner als in den Vorjahren. Positiv stechen hier lediglich der April 2018 und der Juli 2017 hervor.

In Summe sieht das Bild damit desaströs aus. In den ersten zwölf Monaten Amtszeit lag das Defizit im Durchschnitt bei 56,9 Mrd. USD, in den letzten zwölf Monaten unter Obama waren es 48,8 Mrd. USD, noch zwölf Monate vorher sogar nur 38 Mrd. USD. Und vergleicht man nur jeweils das erste Halbjahr (also die Monate, für die 2018 Werte vorliegen), sieht es noch schlimmer aus. Satte 63,7 Mrd. USD pro Monat wurden in den ersten sechs Monaten 2018 an neuen US-Bundesschulden aufgetürmt. 2017 waren es im gleichen Zeitraum noch 52,2 Mrd. USD, 2016 nur 30,9 Mrd. USD. Trump schickt sich also an, das Defizit im Vergleich zu Obamas letztem Amtsjahr zu verdoppeln.

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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