Folgen Sie uns

Devisen

Türkische Lira mit Abwertungsdruck, britisches Pfund quält sich voran

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das britische Pfund quält sich voran. So kann man es gut ausdrücken. Theresa May hatte öffentlich verkündet (hier nachzulesen), dass sie auf den Oppositionsführer Jeremy Corbyn zugehen wolle. Die Regionalwahlen in Großbritannien üben durch die Stimmverluste massiven Druck aus auf die Konservativen und Labour, sich irgendwie zu einigen in Sachen Brexit.

May will also versuchen irgendwie auf Corbyan zuzugehen. Verbleibt UK in der Zollunion? Hauptsache damit bekommt Theresa May Corbyn auf ihre Seite, und die Labour-Abgeordneten stimmen einem schnellen Brexit zu? Dann verliert May aber zahlreiche Stimmen ihrer eigenen Partei im Parlament. Was für ein Chaos. In dieser Gemengelage konnte das britische Pfund am Freitag 175 Pips gegen den US-Dollar zulegen – in Hoffnung auf einen Deal von May und Corbyn. Aber heute ist dieser Anstieg schon wieder zur Hälfte verpufft. Denn mehr als 100 Abgeordnete aus der Opposition haben in einem Schreiben inzwischen angekündigt gegen jegliche Vereinbarung zwischen May und Corbyn zu stimmen, wenn sie nicht in einem Referendum zur Abstimmung gestellt werde.

Im Chart sieht man Pfund vs US-Dollar seit Anfang März. Es geht hin und her, und eine klare Tendenz ist nicht erkennbar. Das Pfund quält sich, weil einfach niemand weiß wie es weitergehen soll. Und so vertrödeln die Briten ihren zeitlichen Aufschub, den sie von der EU erhalten hatten. Erneut unsere Meinung (die muss nicht viel bedeuten): Es ist und bleibt erstaunlich, dass das Pfund bei all dem Chaos und den desaströsen Brexit-Aussichten immer noch so hoch notiert gegen Dollar und Euro.

Pfund vs USD

Türkische Lira

Im folgenden Chart sieht man USD und Euro gegen die Türkische Lira seit Anfang März. Die beiden steigen und steigen immer weiter an, die Lira wird immer schwächer. Allein in diesen neun Wochen steigt USDTRY von 5,31 auf aktuell 6,01. EURTRY steigt von 6,10 auf aktuell 6,73. Beim USD vs Türkische Lira ist die psychologisch wichtige Marke von 6 überschritten worden, was zu denken geben sollte. Dass die Lira Tag für Tag jeweils immer nur ein kleines Stück verliert (dafür aber konstant immer im Minus), ist kein gutes Zeichen.

Aktuell ist Präsident Erdogan aufgebracht wegen angeblichen Betrügereien bei der Kommunalwahl. Seine AKP verlor die Wahlen in Istanbul und Ankara – wie peinlich für ihn. Das kann er sich natürlich nicht bieten lassen und verlangt Neuwahlen. Übers Wochenende sei er ruhig geblieben, aber jetzt reiche es, so Erdogan. Es gebe klare Belege für Betrug bei den Wahlen. Es ist gut möglich, dass in Kürze darüber entschieden wird. Diese Anfechtung von Erdogan bringt dem Devisenmarkt einen guten Vorwand weiter gegen die Lira zu spekulieren.

USD Euro vs Türkische Lira

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Die Lage im Dax, EZB-Politik, Siemens Energy, Ideen für türkische Lira und Varta-Aktie

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Wie sieht derzeit die Lage im Dax aus, und wie könnte der aktive Börsianer derzeit agieren um Gewinne in einem Seitwärtsmarkt mitzunehmen? Einige interessante Aussagen dazu macht ein Experte im folgenden Interview mit Manuel Koch. Auch erwähnt wird eine mögliche geldpolitische Wende seitens der EZB.

Zum Börsengang von Siemens Energy wird der CEO interviewt, sowie Robert Halver von der Baader Bank. Interessante Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie werden im Video auch besprochen. Bei Euro gegen türkische Lira bestehe eine gute Möglichkeit für einen LONG-Trade über das Vehikel einer Stop Buy-Order. Bei der Aktie von Varta könne man ebenfalls auf steigende Kurse setzen mit einer Market-Order.

weiterlesen

Devisen

Euro vs US-Dollar: Wird der Euro die 1,17 Marke verteidigen können?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar befindet sich langfristig nach wie vor in einem Aufwärtstrend. Der Major erfährt aber momentan eine gesunde Korrektur. Die Marke von 1,1700 spielt für den Euro jetzt eine wichtige Rolle. Dieses Niveau kann demnächst darüber entscheiden, ob der Euro vs USD seinen übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen wird oder nicht. Wer also längerfristig orientiert ist und kurz vor der Entscheidung steht, eine neue Position in EUR/USD zu eröffnen, ist sicherlich gut beraten, wenn er noch ein wenig Geduld mitbringt. Das weitere Schicksal vom Euro zum USD wird sich bald klären.

In der gestrigen Handelssitzung hat das Währungspaar erneut eine leichte Reaktion auf der Unterseite erfahren. Der Widerstand bei 1,1755 wurde zwar in der Nacht zum Mittwoch kurzfristig getestet, doch diese Hürde konnte in der asiatischen Session nicht überwunden werden. Im Chart hat sich ein Spike ausgebildet, der den Bullen schnell gezeigt hat, dass der Euro keine ausreichende Kraft entwickeln konnte, um diesen Widerstand nach oben zu durchbrechen. Diese bekannte Chartformation hat die Short-Trader sofort ins Spiel gebracht. Der Euro wurde gegen den USD abverkauft und der Major verlor erneut an Wert.

In den gestrigen Morgenstunden, hat sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigt. Auf dem Niveau von 1,1720 verlief zu diesem Zeitpunkt der wichtige 420er Moving Average. Diese Unterstützung hat nur kurzfristig gehalten. Als die Break-Out Trader aber dann zugeschlagen haben, gab es für den Euro keinen Halt mehr. Mit einem schnellen Move auf der Unterseite wurde der Ausbruch vollzogen. Der Euro vs USD ist tiefer gefallen und erreichte schon am frühen Vormittag die Unterstützung bei 1,1695. Dieser Support war stark und konnte den Euro vor einem weiteren Fall schützen. Unter der 1,1700 „big figure“ lagen viele Kauforders, die zu einem Rebound bei EUR/USD geführt haben.

Hilfreich dabei war auch der 120er Moving Average, der ebenfalls bei 1,1695 verlief.
In den Nachmittagsstunden, während der amerikanischen Session, konnte sich der Euro zum USD wieder ganz gut erholen. Die Bullen haben erneut zugeschlagen und den Kurs in die nördliche Richtung geschickt. Zwischenzeitlich erreichte der EUR/USD sogar die Marke von 1,1750. Dieser Widerstand hat aber dann gehalten. Die kurzfristigen Daytrader haben angefangen ihre Long-Positionen zu schließen und EUR/USD ist anschließend wieder leicht gefallen. Im späten Handel notierte der Major bei ca. 1,1720.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Donnerstagmorgen, notiert der Euro zum USD knapp über 1,1745. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, bewegte sich das Währungspaar nur wenig. Die Volatilität war gering, weil sich viele Händler noch zurückhalten und auf den nächsten Ausbruch warten. Dieser wird wahrscheinlich am heutigen Tag stattfinden. Wenn es den Bullen gelingt, die 1,17 „big figure“ erfolgreich zu verteidigen, steigen die Chancen auf den Break-Out auf der Oberseite. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich bei 1,1753. Sollte auch diese Hürde überwunden werden, kann der Major das Niveau von 1,1781. Ob die 1,1800 Marke heute erreicht wird, kann man momentan noch nicht sagen. Es wird von der Dynamik und der Indikatorenlage abhängig sein. Auf der Unterseite hat EUR/USD die wichtigste Unterstützung bei 1,1701. Dieser Bereich sollte halten, da sich ansonsten die Gesamtlage für den Euro verschlechtern würde. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,1720.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

weiterlesen

Devisen

Schweizer Franken: Die verpuffte 90 Milliarden-Intervention der Schweizerischen Nationalbank

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Mehrere Schweizer Franken-Geldscheine

Der Schweizer Franken soll gefälligst abwerten, so die Hoffnung und das Drängen, welches die Schweizerische Nationalbank (SNB) seit Jahren von sich gibt. Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird die Schweiz für ausländische Touristen. Deswegen interveniert die SNB seit Jahren am Devisenmarkt. Es werden vereinfacht ausgedrückt Schweizer Franken gedruckt, und dann gegen Euro und US-Dollar verkauft. Damit sollen diese Währungen steigen und der Franken fallen.

Gigantische Summen werden aufgewendet für die Franken-Schwächung

Aber seit Jahren scheitert die Schweizerische Nationalbank mit ihrer Politik. Denn der Schweizer Franken wertete weiter auf, anstatt wie gewünscht zu fallen. Alleine von Anfang 2018 bis Ende 2019 verlor der Euro gegen den Franken von 1,1750 auf 1,0850. Eine deutliche Aufwertung im Schweizer Franken fand also statt. Und dann, im Corona-Jahr 2020? Der Drang in den „Sicheren Hafen“ wie Gold oder Franken zu fliehen, ist latent vorhanden. Wie man heute aus frisch veröffentlichten Bilanzdaten der Schweizerischen Nationalbank ersehen kann, hat sie in den ersten sechs Monaten des Jahres 90 Milliarden Franken für Deviseninterventionen ausgegeben, um den Franken zu schwächen!

Schweizer Franken tut nicht was die SNB will

Mit wenig Erfolg, um es freundlich auszudrücken. Der folgende Chart zeigt seit Oktober 2019, wie Euro gegen Schweizer Franken (Linie in rot-grün) von 1,0850 auf 1,0640 noch weiter verloren hat. Also hat der Franken weiter aufgewertet, obwohl die Schweizerische Nationalbank 90 Milliarden Franken einsetzte, um eine Abwertung zu bewirken! Im Chart zeigen wir als blaue Linie parallel die Entwicklung von Euro gegen US-Dollar. Dass der Euro gegen den Franken seit  Sommer wieder ansteigt (Franken-Abwertung), wird wohl kaum am schwächeren Franken oder an SNB-Interventionen liegen, sondern eher an der eigenen Stärke des Euro! Die blaue Linie zeigt nämlich, wie der Euro auch gegen den US-Dollar seit Mai deutlich gestiegen ist.

Chart zeigt Euro gegen Schweizer Franken und Euro gegen US-Dollar

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen