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Türkische Lira mit weiterem Abwertungsdrang, Aussicht für Kanada-Dollar

Die türkische Lira fällt, und fällt, und fällt. Euro und US-Dollar werten gegen die Lira immer weiter auf. Präsident Erdogan „tut“ vermeintlich alles dafür, dass dieser Trend sich fortsetzt. Laut türkischer Zeitung „Hurriyet“ soll der…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die türkische Lira fällt, und fällt, und fällt. Euro und US-Dollar werten gegen die Lira immer weiter auf. Präsident Erdogan „tut“ vermeintlich alles dafür, dass dieser Trend sich fortsetzt. Laut türkischer Zeitung „Hurriyet“ soll der stellvertretende türkische Ministerpräsident Mehmet Simsek zurückgetreten sein. Das ist deswegen von großer Bedeutung, weil er in wirtschaftlicher Hinsicht als Stimme der Vernunft und als moderates Regulativ gilt, relativ nah unter dem Präsidenten.

Angeblich soll Erdogan Kritik an Simsek wegen der Wirtschaftspolitik geäußert haben. Fällt diese moderate Stimme weg, verliert der globale Finanzmarkt noch mehr Vertrauen in die Türkei. Laut Regierungsaussagen sei der Rücktritt nur eine „Behauptung“, und ist bisher nicht offiziell bestätigt. Und inzwischen soll Simsek gesagt haben, dass er doch der Nation bis zum letzten Atemzug dienen werde. Die Lage bleibt nicht so wirklich eindeutig.

Wie auch immer. Das Resultat sieht man m Lira-Kurs. Das letzte Allzeithoch von Euro vs Lira von 4,97 am 23. März hat man jetzt gerade erreicht. Und alles deutet darauf hin, dass es weiter nach oben geht (Lira-Abwertung). Das ist natürlich keine Garantie! US-Dollar vs Lira ist aktuell mit 4,06 ebenfalls auf einem neuen Allzeithoch. Nach oben ist alles offen für Euro und Dollar vs Lira (bitte ohne Garantie unsererseits). Im Chart sieht man in orange US-Dollar vs. Lira, und in schwarz Euro vs Lira, beides seit Anfang 2015.

Türkische Lira

Kanadischer Dollar

Heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit sind die US-Arbeitsmarktdaten natürlich das Highlight am Devisenmarkt. Aber parallel dazu werden auch Arbeitsmarktdaten in Kanada veröffentlicht. Während der kanadische Immobilienmarkt gerade dabei ist zu crashen, zeigte sich der kanadische Arbeitsmarkt zuletzt relativ unbeeindruckt. Kommt es heute zu negativen Auswirkungen von den Immobilien auf die Jobs in Kanada für den Monat März? Der kanadische Dollar ist immer gut für deutliche Sprünge nach solchen Daten. Forex-Trader könnten ein Auge auf die Daten und den CAD-Kurs richten. Es könnte sich was tun!

Kanadischer Dollar
USD vs CAD seit September 2017.

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2012 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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Coronakrise aktuell: Madrid bald unter komplettem Lockdown?

Markus Fugmann

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Die Coronakrise nimmt weiter Fahrt auf – nun könnte die Region Madrid bald wieder unter vollständigem Lockdwn stehen! Soeben hat Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa empfohlen, die ganze Region Madird mit ca. 6,6 Millionen Einwohnern unter vollständigen Lockdwon zu stellen.

Heute hat die Regionalveraltung von Madrid die Bezirke unter Lockdown von 37 auf 45 angehoben – dadurch stehen dann ca. eine Millionen Menschen mehr unter diesem Lockdown als am Tag zuvor. Alleine in der Hauptstadt Madrid sind in der letzten Woche durchschnittlich knapp 500 Menschen pro Tag wegen Corona in Krankenhäuser eingeliefert worden. Spanien meldete heute 10.600 neue Corona-Fälle, in Frankreich waren es über 16.000, in Deutschland mit knapp über 2300 so viele wie seit April nicht mehr (genaue Daten siehe hier)..

An den Aktienmärkten verstärkt die mit Macht wieder auftretende Coronakrise die Risiko-Aversion weiter, die US-Futures wie auch der Dax stehen unter Druck..

 

Madrid als neues Zentrum der Coronakrise in Europa

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