Folgen Sie uns

Konjunkturdaten

US-Außenhandel: Die Coronakrise ist vorbei

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Während der Coronakrise hat sich was getan im US-Außenhandel. Das Handelsbilanzdefizit schrumpfte deutlich. Die Niveaus liegen normalerweise monatlich (!) bei Defiziten der USA von um oder über 50 Milliarden Dollar. In der folgenden Grafik sieht man das Defizit seit Mai 2018. Jüngst war es in der Coronakrise auf „nur noch“ 35 Milliarden Dollar geschrumpft. Immer noch ein brutales Desaster, aber hey, es geht ja immer um die Relation zum Gesamtbild.

Grafik zeigt Defizit im US-Außenhandel

Hier sieht man die Defizite der letzten elf Monate, pro Balken ein Monat.


source: tradingeconomics.com

Heute nun gibt es die aktuellsten Daten zum US-Außenhandel (Waren und Dienstleistungen) für Mai. Das Defizit liegt wieder in alten Größenordnungen, nämlich bei 54,6 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von 4,8 Milliarden Dollar gegenüber April. Es ist klar. Machen die Chinesen im Frühjahr ihre Produktion dicht, können sie weniger in die USA verschiffen. Dies zeigte sich verzögert im Warenfluss Richtung USA. Jetzt wo China wieder normal produziert, können die Amerikaner auch wie vorher importieren und konsumieren.

Man sieht aber auch: Die USA haben im Mai aufgrund noch vieler eigener Einschränkungen deutlich weniger exportiert. Der Wert sank im Monatsvergleich um 6,6 auf 144,5 Milliarden Dollar. Noch zwei interessante Infos: Das Defizit der USA gegenüber China weitere sich im Mai im Monatsvergleich aus um 1,9 auf 27,9 Milliarden Dollar. Die Importe aus China stiegen um 2,7 Milliarden auf 37,9 Milliarden Dollar. Gegenüber der EU sank das Defizit im US-Außenhandel um 1,6 auf 12,7 Milliarden Dollar. Das lag vor allem daran, dass die Importe aus der EU um 2,6 auf 27,6 Milliarden Dollar schrumpften. Ja, die EU produziert auch noch nicht wieder im vollen Tempo. Und neben den üblicherweise sehr hohen Importen wird die Bilanz der USA aktuell wie gesagt ebenfalls geschwächt durch eigene Exportschwäche. Das Resultat sieht man gut in den minus 54,6 Milliarden Dollar im Mai.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -0,8 Mio Barrels (jetzt 488,7 Mio)

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 488,7 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 0,8 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +0,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit +2,2 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +0,6 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +3,8 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (unverändert erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung unverändert bei 45,24 Dollar.


source: tradingeconomics.com

weiterlesen

Konjunkturdaten

US-Verbraucherpreise (PCE) niedriger, Einkommen der Amerikaner fallen

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die US-Verbraucherpreise (PCE, Personal Consumption Expenditure; Oktober) sind zum Vormonat mit 0,0% niedriger ausgefallen wie erwartet (Prognose war +0,1%; Vormonat war +0,2%). Zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um +1,4% (Prognose war +1,4%; Vormonat war +1,5%, nun auf +1,6% nach oben revidiert).

Die Einkommen der Amerikaner liegen bei -0,7% (Prognose war +0,1%; Vormonat war +0,9%, nun auf +0,7% nach unten revidiert).
Die Ausgaben der Amerikaner liegen bei +0,5% (Prognose war +0,4%; Vormonat war +1,4%, nun auf +1,2% nach unten revidiert)

Die PCE-Verbraucherpreise werden nur in der Kernrate berechnet (ohne Nahrung und Energie) und sind seit dem Jahr 2000 die von der Fed erklärtermaßen wichtigste Inflationskennzahl für ihre Geldpolitik..

——

Die Verkäufe neuer US-Häuser (New Homes Sales; Oktober) sind mit -0,3% auf eine Jahresrate von 999.000 etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose war eine Jahresrate von 970.000; Vormonat war eine Jahresrate von 959.000, nun jedoch auf eine Jahresrate von 1,002 Millionen nach oben revidiert).

weiterlesen

Konjunkturdaten

US-Erstanträge schlecht, US-BIP und langlebige US-Aufträge

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die wegen des morigen Thanksgiving-Feiertags bereits heute veröffentlichten US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 778.000 (offizielle Prognose war 730.000, Vorwoche war 742.000, nun auf 748.000 nach oben revidiert).

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 6,017 Millionen im Rahmen der Erwartung (Prognose war 6,02 Millionen; Vorwoche war 6,372 Millionen, nun auf 6,370 Millionen leicht nach unten revidiert).

——–

Das US-BIP (3.Quartal, zweite Veröffentlichung) ist mit +33,1% leicht schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +33,2%; 1. Veröffentlichung war +33,1%; Vorquartal war -31,4%)

——-

Die US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter (Durable Goods Orders; Oktober) sind mit +1,3% besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +1,0%; Vormonat war +1,9%, nun jedoch auf +2,1% nach oben revidiert).

In der weniger volatilen und daher mehr beachteten Kernrate (ohne Transport und Verteidigung) liegen die Aufträge bei +1,3% (Prognose war +0,5%; Vormonat war +0,8%, nun auf +1,5% nach oben revidiert).

Ohne Verteidigung liegen die Aufträge bei +0,2% (Vormonat war +3,4%)

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage