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Vorwerk: Achtung – Zeichnung startet für kleines deutsches Wasserstoff-IPO

Wird Vorwerk eine  Zocker-Aktie wegen des begrenzen Angebots?

Achtung: Das könnte was für Zocker sein! Warum? Dazu später mehr in diesem Artikel. Wasserstoff und Energiewende – das hört sich nach Zukunft an – und vor allem nach der Zukunft, die derzeit politisch und gesellschaftlich erwünscht ist. Auch an der Börse ist das Thema seit Monaten gerne gesehen. Zahlreiche Aktien aus dem Bereich waren die letzten Wochen bereits Teil eines großen Hypes. Jetzt kommt das kleine deutsche Unternehmen Friedrich Vorwerk (hat nichts mit den Staubsaugern zu tun) an die Börse.

Nach eigenen Angaben ist Friedrich Vorwerk ein „führender Anbieter von Lösungen im Bereich der Energieinfrastruktur für Gas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen“. Von nun an kann man bis voraussichtlich zum 23. März die Aktien des Unternehmens zeichnen. Der erste Handelstag an der Frankfurter Börse (Prime Standard) soll laut aktueller Mitteilung wohl der 25. März sein.

Die Preisspanne für die Aktien von Vorwerk soll zwischen 41 und 56 Euro liegen. Das Angebot umfasst 2,0 Mio. neu ausgegebene Aktien aus einer Kapitalerhöhung und 6,0 Mio. bestehende Aktien der Altaktionäre MBB SE und ALX Beteiligungsgesellschaft mbH sowie 1,2 Mio. bestehende Aktien, die von den Altaktionären zur Abdeckung einer möglichen Mehrzuteilung zur Verfügung gestellt werden. Der Streubesitz nach dem Börsengang wird vorbehaltlich der vollständigen Ausübung der Mehrzuteilungsoption bis zu 46,0 % betragen. Die Firma Friedrich Vorwerk soll auch in Zukunft ein inhabergeführtes Unternehmen bleiben, an dem der Vorstandsvorsitzende Torben Kleinfeldt und auch MBB SE einen wesentlichen Anteil halten.

Warum sprechen wir hier von einer Wasserstoff-Aktie? Nun, Vorwerk sagt aktuell selbst, dass man plane, Zitat „sein Geschäft in den nächsten Jahren insbesondere im Wasserstoff- und Strommarkt deutlich auszubauen. Der erwartete Bruttoerlös aus der Platzierung soll daher insbesondere für die Entwicklung von Lösungen für die industrielle Produktion, den Transport und die Speicherung von Wasserstoff verwendet werden„. Zum 31. Dezember 2020 entfielen laut Vorwerk bereits 7 Prozent beziehungsweise 21 Millionen Euro des Auftragsbestandes des Unternehmens auf das Clean Hydrogen-Segment. Zur Firmen-Webseite geht es hier.

Warum könnte diese Aktie etwas für Zocker werden? Nun, mit dem Thema Wasserstoff passt die Story genau richtig in das aktuelle Börsen- und Politikklima. Zweitens ist es eine Aktie aus Deutschland – von daher könnten sich deutsche Privat-Zocker mit der Aktie eher identifizieren als mit Plug Power, Nel ASA oder sonstigen Werten – die gefühlte Nähe spielt ja unterbewusst wohl immer eine Rolle. Und drittens ist Friedrich Vorwerk eine kleine Firma – der Erlös der ausgegebenen Aktien beträgt voraussichtlich nur 97 Millionen Euro. Es reicht also eine überschaubare „Meute“ von Tradern, um in der Aktie auch nach der Erstnotierung für mehr Nachfrage als Angebot zu sorgen. Aber wichtig ist bitte folgendes: Diese Worte sind natürlich keine Empfehlung für Zeichnung oder Kauf der Aktie – es ist nur ein Hinweis, was für Privatanleger interessant sein könnte.



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