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Wann kommt die Korrektur – oder welche banale Erklärung wird dieses Mal der Grund für Gewinnmitnahmen sein?

Seltsamerweise erreichten am Dienstag, dem Tag der neuen Allzeithochs, nur 13 S&P 500-Titel neue Höchststände..

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Was hat US Präsident Trump gestern wieder geschwärmt von seinem Amerika, seiner Wirtschaft und seinem Aktienmarkt! Alles auf neuen Höchstständen beziehungsweise Tiefstständen (Arbeitslosigkeit) und der Aktienmarkt sei 100-mal in seiner Amtszeit auf neue Rekordhöhen gestiegen.

Was er nicht erwähnt hat, ist, dass er dieses Wachstum mit einer neuen absoluten, aber auch relativen Staatsverschuldung erkauft hat. Diese beträgt bald 110 Prozent und war nur am Ende des zweiten Weltkrieges in Relation zum BIP höher.

Die Aktienmärkte haben in den letzten 120 Tagen tatsächlich alles aufgeholt, was sie in 95 Tage zuvor verloren hatten und sind ganz knapp auf neue Höchstkurse gestiegen. Da die Quartalssaison bisher die gesenkten Erwartungen deutlich übertroffen hat, ist eigentlich das positive Szenario eingetreten und normalerweise müsste es bald heißen: „Sell an good news“. Doch was wird die Korrektur auslösen? Oft ist es eine ganz banale Angelegenheit, die dann als Auslöser herhalten muss. Wird es das Ende der Berichtssaison sein oder die Bekanntgabe des Ergebnisses des China-Deals? We will see ?

 

Überall Extreme

Die Relative-Stärke-Index-Werte (RSI) der US-Unternehmen laufen, wie Markus Fugmann schon öfters betonte, in extreme Regionen:

Disney 88, Apple 86, Intel 85, Amazon 84, Microsoft 82 (ab 70 beginnt die Überkauftzone)

Seltsamerweise erreichten am Dienstag, dem Tag der neuen Allzeithochs, nur 13 S&P 500-Titel neue Höchststände, gestern am Tag des leichten Rücksetzers waren es 40.

Gestern erwartete man sehnsüchtig die Quartalszahlen von Tesla, die nachbörslich kamen und sehr schlecht ausfielen. Man muss nur aufpassen, dass man bei dem Hype um die Firma die Relation nicht aus den Augen verliert.

Das Unternehmen hat gerade mal eine Marktkapitalisierung von 45 Milliarden Dollar, in Wall Street-Dimensionen ein kleiner Wert. Microsoft meldete gestern einen Gewinn von 8,8 Mrd.$, JP Morgan sogar 9,2 Milliarden $ – pro Quartal!

 

Zwischenfazit

Die US-Märkte haben es bisher schwer, das Allzeithoch vom Oktober 2018 nachhaltig zu überwinden, so dass immer noch das berühmte Doppel-Top im Raume steht. Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen. Das KGV der Märkte steht auf 17, wie schon im Oktober.

Aber vielleicht kommt doch noch einmal ein Schub mit den Energiewerten am Freitag? Die Gewinnerwartungen wurden doch stark reduziert und ist der Ölpreis nicht schon über 65 Dollar geklettert?

Und es rappelt anschließend.

 

Von Igge – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73301760

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Headlines der Pressekonferenz von Jerome Powell – Fed-Chef lässt sich alle Optionen offen

Die wichtigsten Aussagen des durch Donald Trump unter Druck stehenden Fed-Chairman auf seiner Pressekonferenz

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Die wichtigsten Aussagen des durch Donald Trump unter Druck stehenden Fed-Chairman auf seiner Pressekonferenz in Schlagzeilen:

Kurzfazit FMW: Powell hält sich alle Türen offen! Die Wirtschaft überwiegend stark, aber die Risiken hätten eben zugenommen, deswegen hielten manche Fed-Mitglieder perspektivisch eine laxere Geldpolitik für geboten, wenn das Umfeld sich verschlechtern sollte. Wir wollen abwarten und dann reagieren, so der Tenor. Aber: keine Andeutung einer kommenden Zinssenkung im Juli (was auch nicht völlig ausgeschlossen wird durch Powell), aber das ist doch deutlich offener als die von den Märken eingepreiste Wahrscheinlichkeit von über 80% für eine Zinssenkung im Juli. Ob die Märkte das heute noch realisieren werden, dass sie schon sehr weit vor der Kurve sind?

Hier das Fazit eines Fed-Zynikers:

– Powell nimmt Platz..es geht los!

– Unsicherheiten und geringerer Inflationsdruck, werden handeln wenn nötig

– bislang Wirtschaft noch robust, erwarten weiter anziehende Inflation wenn Arbeitsmarkt stark bleibt

– Daten aus China und Europa waren zuletzt ermutigend

– Risikobewußtsein an den Märkten hat sich verschlechtert, sichtbar in den fallenden Inflationserwartungen

– einige Fed-Mitglieder sehen eine Änderung der Geldpolitik als nötig an

– Arbeitsmarkt bleibt stark

– unser Ausblick auf die Wirtschaft bleibt optimistisch, aber die Risiken haben zugenommen, was eine akommodierendere Geldpolitik nötig machen könnte

– schwächeres Wachstum in der Weltwirtschaft könnte Inflation eindämmen

– Konsum hat sich wieder erholt

– werden abwarten, wie sich die Lage weiter entwickelt und dementsprechend handeln

Powell jetzt fertig mit seinem Vortrag, jetzt Fragen..

————–

– wir hatten zuletzt starke Arbeismarktdaten, werden jetzt einfach die kommenden Daten abwarten

– Frage: wenn es einen Handelsdeal USA-China gibt, wird die Fed die Zinsen dann nicht senken? Powell: werden das nicht an einer einzigen Sache festmachen, sondern das Gesamtbild beurteilen


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– Frage nach Trump – Powell: das Gesetz ist klar, ich werde meine vierjährige Amtszeit haben

– Frage nach Draghis Rede gestern: jede Notenbank macht das, was sie für ihren Bereich für richtig hält – wir kümmern uns um die USA

– Frage nach Inflation: wir müssen stark sein beim festhalten am 2%-Ziel:

– Frage nach dem starken Dollar – Powell: Währungspolitik ist Aufgabe des US-Finanzministeriums, nicht die der Fed

– bis auf ein fed-Mitglied waren alle gegen eine sofortige Zinssenkung, weil wir einfach abwarten wollen, wie die Dinge sich entwicklen

– wir haben global die Lage, dass die Produktion (manufacturing) schwach ist, aber der Dienstleistungssektor sehr robust bleibt

Pressekonfernenz beendet

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Devisen

Aktuell: Markus Koch im LIVE-Video zur Fed-Entscheidung

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Markus Koch meldet sich aktuell LIVE im folgenden Video zur aktuellen Fed-Entscheidung. Sein Video trägt den Titel „FED LIEFERT“.

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Fed lässt Leitzins unverändert

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Soeben hat die Fed ihren Entschluß mitgeteilt, die Zinsen unverändert zu belassen!

– Unsicherheiten haben zugenommen

– Fed läßt Wort „patient“ weg

– Bullard wollte Zinsen senken

– Dot plots gesenkt – Fed erwartet unveränderte Zinsen für 2019

– werden die Entwicklung sorgfältig beobachten

– der Vergleich zum letzten Statement:

FMW: die Fed läßt sich alle Türen offen, die Fed-Mitglieder sind gespalten. Nun wird entscheidend sein, ob Powell bei der Pressekonferenz in Sachen Inflation das Wort „transitory“ fallen läßt, also seine bisherige Aussage revidiert, wonach die Inflation nur vorübergehend niedriger sei. Sollte Powell das machen, wäre das ein Hinweis auf eine Juli-Zinssenkung!


Hier das FOMC-Statement im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in May indicates that the labor market remains strong and that economic activity is rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although growth of household spending appears to have picked up from earlier in the year, indicators of business fixed investment have been soft. On a 12-month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation have declined; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. In support of these goals, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 2-1/4 to 2-1/2 percent. The Committee continues to view sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective as the most likely outcomes, but uncertainties about this outlook have increased. In light of these uncertainties and muted inflation pressures, the Committee will closely monitor the implications of incoming information for the economic outlook and will act as appropriate to sustain the expansion, with a strong labor market and inflation near its symmetric 2 percent objective.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; Esther L. George; Randal K. Quarles; and Eric S. Rosengren. Voting against the action was James Bullard, who preferred at this meeting to lower the target range for the federal funds rate by 25 basis points.

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