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Devisen

Warum ich nicht an die Weihnachtsrally glaube..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Markus Fugmann

Jedes Jahr kommt der Weihnachatsmann – für meinen vierjährigen Sohn ist das eine klare tatsache, die durch die Vergangenheit eindrucksvoll bestätigt wird. Es bestätigt die Erfahrung also die Annahme, und das macht die Annahme zur scheinbar unverückbarten Tatsache. Auch die Aktienmärkte glauben ja an den Weihnachtsmann – ebenfalls vermeintlich bestätigt durch regelmäßige Rallys vor Weihnachten. UNd was in den letzten Jahren so war, wird auch diesmal so sein – dass ist die Schlußfolgerung, die jedoch leider nicht stringent logisch ist. Denn die Vergangenheit ist kein sicheres Indiz für die Zukunft.

In disem Jahr gibt es einige Gründe, warum die Rally an den Aktienmärkten ausfallen könnte. Der wichtigste ist: die US-Aktienmärkte sind schwach, und angesichts möglicher weiterer Zinsanhebungen dürfte das so bleiben. Sehen wir uns den Dow Jones an:

us302112151

Der Stundenchart des Dow sieht nicht wirklich bullisch aus – geht es nachhaltig unter den Bereich 17100/117115, wird es ungemütlich.

Ein weiteres Beispiel ist der Dollar-Yen. Ohne einen Anstieg des Dollar-Yen werden die Aktienmärkte nicht steigen:

usdjpy211215

Auch das sieht nicht bullisch aus.

Vom Ölpreis ganz zu schweigen:

oilus211215

Und auch der Euro sieht so aus, als würde bei 1,08 erst einmal ein Boden gebildet worden sein:

eurusd2112151

Und ein robuster Euro ist selten wirklich gut für die Aktienmärkte..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    V

    21. Dezember 2015 17:04 at 17:04

    Hallo Herr Fugmann,

    Sie scheinen gerade irgendwie einen negativen Bias zu haben und sehen von verschiedenen Stellen schwarze Schwäne heranschwimmen.

    Ich bin mir bei der Marktbeurteilung noch nicht so sicher, schließlich ist es in der Vergangenheit oftmals trotz anscheindend schlechter Aussichten plötzlich auf und davon nach oben gegangen.

    Daher empfehle ich einfach den Markt zu beobachten und zu schauen, ob der Markt nach oben oder unten abbiegt.

    Viele Grüße
    V

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      21. Dezember 2015 17:21 at 17:21

      @V,
      negativer Bias? Eine Art Depression?? Nein, alles gut. Ich sehe an den Märkten einfach Muster, die ich schon einmal gesehen habe – und deren Verlauf und Ende ich mir gemerkt habe :). Dazu gehören auch Dinge, die schwer zu formulieren sind, sondern eher als instinktive Wahrnehmung zu bezeichnen sind, so etwa die Beobachtung, wie (also die Art und Weise von Kursbewegungen) die Kurse sich bewegen etc.

      Viele Grüsse!

  2. Avatar

    Willi

    21. Dezember 2015 18:54 at 18:54

    Bin ganz ihrer Meinung Herr Fugmann, nur ich denke es wird im Jahr 2016 mit DAX sogar tiefer gehen als mit einer 8 vorne… ganz viel Unruhe momentan auf der Welt, mal abwarten was den behinderten isis noch einfällt…

  3. Avatar

    Jan

    22. Dezember 2015 10:21 at 10:21

    Ich würde mich nicht vom Nachrichtenumfeld unterbewusst negativ beeinflussen lassen.
    Die Geschichte hat gezeigt, nach der ersten Zinserhöhung, geht es kurz runter und dann noch mal 2 Jahre kräftig hoch, bevor dann die Hausse endgültig durch die hohen Zinsen abgewürgt ist und ein 2-jähriger Bärenmarkt folgt.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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