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Was ein Krieg USA-Iran für die Wirtschaft bedeuten würde

Nachdem die Amerikaner ihre Drohungen gegen den Iraner zuletzt verschärft hatten durch Entsendung von Kriegsschiffen, scheint nun wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt zu sein in dem Konflikt. Während Trumps Sicherheitsberater Bolton als offener Verfechter eines Krieges gegen den Iran gilt, scheint der US-Präsident selbst derzeit nicht an einer Konfrontation interessiert zu sein: er weist immer wieder darauf hin, dass die Iraner ihn jederzeit anrufen könnten, um mit ihm zu verhandeln.

Gleichwohl bleibt das Grundproblem, dass nach Kündigung des Atomabkommens durch Trump sich für die USA selbst, aber vor allem auch für Israel und Saudi-Arabien, die Frage stellt, ob sie akzeptieren können, dass der Iran doch zu einer Atommacht werden wird. Und die wahrscheinliche Antwort ist: sie werden es nicht akzeptieren. Daher sollte man sich von der dezeitgen Ruhe besser nicht täuschen lassen!

Kürzlich hat China die von den USA gegen den Iran verhängten Sanktionen scharf verurteilt – und damit eine indirekte Bestandsgarantie für den Iran gegeben. Für China ist der Iran zentral, weil er eine startegisch entscheidende Schnittstelle zwischen Ost und West ist – und Chinas Seidenstrassen-Projekt ohne den Iran kaum realisierbar wäre.

Aus Sicht der USA wiederum ist der Iran neben Russland der einzige große Erdöl-Staat, über den man keine (indirekte) Kontrolle hat. Hinzu kommt eine Art verletztes Ehrgefühl aus der Vergangenheit in der Iran-Contra-Affäre. Vor allem die mit Trump so eng verbundenen Länder Israel und Saudi-Arabien fürchten einen weiteren Aufstieg des ungemein bevölkerungsreicheren Iran – schon aus demografischen Gründen sind sie daran interessiert, aus einer Position der Stärke gegen den Iran zu agieren.

Florian Homm verweist in folgendem Video auf die wirstchaftlichen Gründe des Konflikts:

Kompakte Infos zum Iran und seiner Geschichte erhalten Sie in diesem Video:

 

By Kremlin.ru, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28331128



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1 Kommentar

  1. …außer es kommt anders:
    Krieg mit Iran—Ölpreis steigt ins Unendliche zusammen mit Inflation—Zinsen rauf—Wirtschaft und Börse brechen zusammen—keine Trumpwiederwahl.
    Wie halt die Geschichte manchmal so spielt.

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