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Der Kamf gegen den planetaren Tod Weltwirtschaftsforum Davos: Der ultimative Heilsimperativ

Weltwirtschaftsforum Davos Heilsimperativ

Gestern begann das Weltwirtschaftsforum in Davos.

Bei diesem Weltwirtschaftsforum in Davos gönnt die Weltelite sich eine Auszeit. Von hier oben, in 1500 Meter Höhe, nehmen die Dinge sich anders aus. Das Wort Oberschicht erhält eine ganz neue Bedeutung. Hier oben in Davos, den Völkern weit unten entrückt, durchdenken die Edelsten der Besten die Fährnisse der Welt. Wie Zeiten sich gleichen: Der mittelalterliche Herrscher stand an der Spitze seines Volkes. Er stand allerdings nicht seinem Volk gegenüber, es anblickend, sondern mit dem Rücken zu ihm. Denn er schaute auf Gott. Sein Hauptaugenmerk galt dem Schöpfer. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist es ganz ähnlich. Auch hier zählt nur das große Ganze, der Kontext der Schöpfung, dem sich das Individuum unterwerfen muss. Schließlich geht es um die Rettung des Planeten.

Weltwirtschaftsforum Davos und der planetare Tod

Der Tod ängstigt den Menschen. Wie damit fertigwerden? Vielleicht ist der Tod nur ein Umsteigen, wie wenn man auf dem Bahnsteig das Gleis wechselt. Wohin es weiter geht, bleibt ungewiss. Doch nimmt das Bild dem Tod seine furchtbare Endgültigkeit, die Reise geht weiter. Es muss nicht zwangsläufig die kleine Angst vor dem eigenen Tod sein, dem persönlichen Weltuntergang.

Denkbar ist auch die kollektive Angst vor dem planetaren Tod, sprich: dem großen Weltuntergang, der finalen Katastrophe, der endzeitlichen Apokalypse. Wir leben in einem neuen Zeitalter, heißt es. Das Anthropozän sei das erste Erdzeitalter, in dem eine biologische Spezies – der Mensch – das Klima verändere. Radikale Anhänger des Klimanarrativs, mehrheitlich Vertreter der „Letzten Generation“, sehen darin die Verpflichtung, sofort global zu handeln. Nachstehenden Witz verstehen sie als Auftrag: Planet Mars trifft beim orbitalen Sonntagsspaziergang die Erde: „Mensch“, sagt der Mars zur Erde, „Du siehst aber schlecht aus!“–„Ja,mir geht’s auch nicht gut“, antwortet die Erde. Darauf Mars: „Was hast Du denn?“ – Erde: „homo sapiens!“ – Mars: “Das kenne ich. Das geht vorüber.“

Der ultimative Heilsimperativ

Mit der Rettung des Planeten ist der ultimative Heilsimperativ gefunden. Wer sich ihm in den Weg stellt, lädt Schuld auf sich. Nicht nur vor sich, sondern auch vor seinen Mitmenschen und Kindeskindern. Das wirkt biologisch in archaische Schichten. Zum Glück gibt es fortschrittsgläubige, technisch-wissenschaftliche Machbarkeitseuphorie. Im Idealfall genährt von einer Priesterkaste in weiten wallenden Gewändern, die wirksame Mittel gegen das dräuende Unheil weiß. Der Stand der Wissenschaftler ist heute vermutlich genauso zahlreich und mächtig wie der Klerus in früheren Zeiten. Denn das ist gewiss: Die Wissenschaft ist die Religion unserer Zeit. So wenig das Christentum ohne Sünde, kommt auch Europas neue Klimareligion ohne Schuld nicht aus. Besonders schwer lastet CO2-Schuld auf dem weißen (heterosexuellen) Mann. Der Appell an das Gewissen mobilisiert edelste Triebfedern.

Der Text wurde dem Buch DENKWENDE von Georg Habenicht entnommen. Es erscheint Ende Januar im Michael Imhof Verlag.

Zur Bestellung direkt beim Verlag geht es hier: https://www.imhofverlag.de/buecher/denkwende/

Denkwende Weltwirtschaftsforum Davos



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13 Kommentare

  1. „…Denn das ist gewiss: Die Wissenschaft ist die Religion unserer Zeit…“

    Herr Habenicht, wissen Sie eigentlich, was Wissenschaft ist?
    Da ich annehme, dass Sie das Abitur geschafft haben, haben Sie sicherlich einmal Mathematik- und Physikunterricht genossen.
    Also: 7×3=21. Richtig, oder? Das ist zum Beispiel schon Wissenschaft.
    Oder: Wird ein elektrischer Leiter in einem Magnetfeld bewegt, fließt elektrischer Strom.
    Auch richtig, oder? Auch das ist Wissenschaft.

    Beim katholischen Gottesdienst wird Wein in Blut Christi verwandelt?
    Richtig? Das ist nicht Wissenschaft, das ist Religion.
    Unterschied jetzt verstanden?

  2. 224 Seiten von derartigem Gedankengut zu lesen, setzt eine gewaltige Portion Masochismus und energiewirtschaftlich-konservative Verblendung voraus. Viel Spaß den Krall-Buch-Lesern, die sich dieses Highlight sicher ebenfalls nicht entgehen lassen werden.

    Der kritische Selbstdenker (meist weiß, heterosexuell und maximal maskulin) findet dort sicherlich zahlreiche Passagen, Plattitüden und Phrasen fürs Copy-and-Paste in seine unbetreuten Denker-Kommentare.

  3. „…Denn das ist gewiss: Die Wissenschaft ist die Religion unserer Zeit…“

    Es geht doch garnicht um Religion oder und ist Wissenschaft,sondern wie ist die richtige Interpretation dessen.
    Wie bei Luther ,da hat auch der Klerus das Rechte festgelegt ,sonst niemand.Die Mathematik ,die Sprache Gottes ist über jeden Zweifel erhaben. Heute ist es wie damals ,es regieren die Emotionen und die Hormone,
    aber sicher nicht die Wissenschaft,vorgebracht mit der Sprache Gottes. Wenn es so wäre hätten wir in den letzten 15 Jahren die wichtigen Krisen nicht erlebt. Das Hauptproblem ist ,daß 99,9 % der Menschen den Unterschied der Beiden nicht differenzierend Denken können,da sie noch nicht einmal erfassen können, wann sie die „Sprache Gottes“ benötigen und wann sie belogen werden.Da hat der Klerus leichtes Spiel.Sagt der Kaiser zum Pabst : “ Halt du sie dumm ,ich halt sie arm!“

  4. Alle planetaren Probleme gelöst, Klimahysterie beseitigt. Diskussion beendet, rechnet uns der bayerisch katholisch konservative Atomkraft-Hubsi überzeugend und unwiderruflich vor.
    Ein Wirtschaftsminister in Bayern, der Jedermann vor Augen führt, warum Bayern weit an der Spitze steht.
    https://twitter.com/raphaelknipping/status/1614737959743545344

    1. Ja, ja unsere Politiker schlag ein Ei drüber

  5. Young Global Leader

    Wissenschaftsgläubigkeit ist auch nicht viel mehr als eine mediale Simulation. Sie gilt derzeit als journalistische Pflicht im ‚Kampf gegen Rechts‘, d.h. sie ist primär ein Mittel zur Austragung von Feindschaften, wobei sie anderen linksliberalen Bekenntnissen untergeordnet ist, z.B. dem der rein subjektiven Natur von Mann und Frau oder dass alle Menschen gleich sind, modulo Benachteiligung und Diskriminierung durch weiße Rassisten. Wo sie die eigenen Vorurteile nicht bestätigen, sind die Wissenschaften etwas aktiv Böses, etwas, dass man zurückgdrängen muss, zugunsten des sozialen Fortschritts und um einen Kulturkampf zu gewinnen. Immer so, wie man es gerade braucht.

    Es würde mich übrigens nicht wundern, wenn der simulative wissenschaftliche Konsens, wie ehedem im Kalten Krieg, abermals entlang politisch-imperialer Grenzen zerbricht und dabei auch wieder MINT durchläuft, jetzt vor allem in den Klima- und Humanwissenschaften, also den Bereichen, die vom „öffentlichen Diskurs“ oder einfach von den Befindlichkeiten der Wissenschaftsbürokraten mitbestimmt werden. Diejenigen, die sich um Objektivität bemühen, werden nicht umhin kommen, um kulturspezifische Neurosen herum zu navigieren – ein schwieriges Unterfangen, denn sie neutralisieren sich nicht einfach.

    1. Es werden sich immer Wissenschaftler finden die die politischen Vorgaben wissenschaftlich begründen, womit sich dann die Politik auf die Wissenschaft als Alibi für ihr Handeln – es ist jetzt evidenzbasiert – beruft. Staaliche Institute, wie auch Universitäten sind abhängig von staalichen Zuwendungen. So unterliegen sie dem Zwang zu liefern was gewünscht. Ein in der Wissenschaft üblichen Disput über Theorien wird abgelehnt bzw. einfach ignoriert. Die isolierte Theorie wird dann zum Faktum. In der Klimawissenschaft ist dies am deutlichsten zu erkennen. Seit 1995 wird nicht mehr zwischen de Theorien diskutiert. „Science ist settled“ heißt es einfach.

  6. Young Global Leader

    Nachdem ich meinen obigen Beitrag abschickte, rebellierte mein Gewissen: „aber, aber Young, sei nicht zynisch! Es ist doch nicht alles bloß ein Medien-Plot. Es gibt auch wahre Gläubige, denke an die Kleber oder an Greta“.

    Gut, gut, nicht böse mit mir sein, Gewissen, ich schreibe etwas Erbauliches zur Eucharistie, die Bürger @Columbo, lobenswerter Weise, wenn auch nicht gerade lobend erwähnte. Ich rekapituliere kurz, worum es geht, denn ich weiß, es gibt hier ja auch Ungläubige. Das Problem der Eucharistie ist eines der Auslegung alter Texte. Was war gemeint, als ein Mann, der in Gleichnissen sprach, sagte „dies ist mein Blut“ und seinen Jüngern einen Kelch Wein reichte? Gleichungen kann auch eine Maschine lösen, aber wie löst man Gleichnisse? Die Katholiken versuchten das Gleichniss zu lösen, indem sie Anleihen bei Aristoteles nahmen und sie sprachen von „Wesensgeichheit“ von Wein und Blut während der Zeremonie, was Luther als leere Theologen-Spitzfindigkeit abtat. Intellektuelle Moden ändern sich und die Reformatoren waren der Sprachbausteine ihrer Vorgänger überdrüssig. Wo Wein gereicht wird, wird Wein gereicht. Dennoch soll der Herr dabei anwesend sein (Realpräsenz) und die Gläubigen können ihn fühlen. Das ist eine robuste Konstruktion und es liefert ein Modell davon, wie man der Religion Leben einhaucht und den Glauben im Spiel hält.

    Übertragen wir nun das soeben Gelernte auf etwas weniger Geistliches: die Klimakatastrophe ist da, die Wissenschaft hat sie entdeckt und offenbart. Sie hat dafür ganz viele Messwerte, über ganz viele Messstationen gemittelt und in der zeitlichen Folge von Mittelwerten über Mittelwerten einen globalen Trend gefunden. Die Gläubigen wiederum können die Katastrophe fühlen, etwa als einen Januar „der viel zu warm ist“. Daraufin fühlen sie sich schuldig und fordern in gerechtem Zorn „die Politik muss endlich handeln“, sonst landen wir alle in der Klimahölle. Man kann sich über die Gläubigen lustig machen, aber sie sagen auch Dinge wie „folge der Wissenschaft“ und die Wissenschaft kann das schlecht als simplen Aberglauben und Laienmeinung abtun. Ja, die Laien mögen hier und da übertreiben, aber sie haben ein gutes Herz und sie folgen der Wahrheit.

    Der warme Januar ist ein Zeichen, den uns die Klimakatastrophe sendet, aber er ist kein Symbol, sondern die Sache selbst (Realpräsenz). Die Katholiken, die von Aristoteles nicht ablassen wollen, können sagen, er ist „wesensgleich“, das Allgemeine im Besonderen. Man mag in dieser Art von Mustererkennung eine gewisse methodische Strenge vermissen, die wir der Wissenschaft zuschreiben und nicht jeder wird einhellig der Meingung sein, dass es die Hauptaufgabe der Politiker und der EZB ist, warme Januare zu vermeiden, aber sollte man deswegen die Gefühle der Gläubigen verletzten? Zusammen bilden die Wissenschaftler und die Laienschaar die Klimakirche und sie ist wahr und gut, das findet sie jedenfalls selbst.

    1. Der warme Januar ? wo ? In Deutschland, in Mitteleuropa, ja, aber das ist nicht die Welt. Gut, die Klimagläubigen halten Deutschland für die Welt, aber das ist eben nur Glaube.
      Die Realität sieht verdammt anders aus. Man erinnere sich an den Winter in den Nord und Ostgebieten der USA Mitte November 22. Temperaturen wie im Januar. Elementar und selten, 14°C unter dem Durchschnitt !! aber auf einer viel größeren Fläche wie dieses Deutschland. Aber bei uns ist es im Januar wärmer und deswegen gibt es eine Klimakatastrophe wegen Erwärmung – so die Gläubigen und unsere Medien und Politik
      Oder man nehme jetzt die Wintereinbrüche rund um die Welt :
      – Historische Kälte in Cuba
      – Rekorde fallen in Indien, Pakistan und Iran. Nordchina
      – Kälteste Temperatur in Sibirien seit 1982
      – Kältester Jahresstart in Sao Paulo seit 1982
      – Historischer Schnee im Westen der USA trägt dazu bei, die Schneemasse der nördlichen Hemisphäre weiter über den Durchschnitt von 1982-2012 zu treiben
      – Sydneys längste Periode von Tagen unter 30 ° C seit 140 Jahren;
      Man lese und staune wie kalt es auf der Welt ist :
      https://electroverse.co/

      aber unsere Leitmedien, die sich seriös nennen ? wo sind die ? über was berichten die ? über Deutschland !

      Ich glaube nicht, daß sich die Menschen dort in den anderen Ländern vor lauter Erwärmungsangst auf die Strassen kleben. aber den dummen Deutschen kann man das erzählen – und die glauben das auch noch sie seien Schuld an der Erwärmung, und sie könnten die Welt retten, da hilft auch keine Promotion oder Professur.

      1. Young Global Leader

        Widersprüche stören doch nur. Wenn man auf einen stößt und es sich gar nicht vermeiden lässt, dass Zweifel aufkommen, dann kann man ja wieder zur wissenschaftlichen/theologischen Version der Geschichte zurückkehren, zu den gemittelten Zeitreihen. Beim nächsten Ereignis, einem zu trockenen März, einem zu nassen Juni, einem Temperaturrekord auf einem Parkplatz im August … kehrt man wieder zur Realpräsenz-Geschichte, zur sinnlichen Evidenz und direkten Erfahrung der Klimakatastrophe zurück.

        Wenn die Sonne im Dezember scheint, sind alle traurig und niemand wird je wieder „schönes Wetter“ sagen. In der alten Zeit, die mit der Ankunft von Prophetin Greta endete, war das Geplauder über das Wetter eines der unverfänglichsten Dinge, ein neutrales Territorium. Heute kann dagegen jeder heraushören, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, wer zur Kirche und wer zu den Leugnern. Es ist eine zutiefst moralische Angelegenheit geworden, einer Sache der Wokeness und das „schöne Wetter“ gilt als falsches Bewusstsein. Das ist der Fluch der mit Prophetin über uns kam, der Preis den alle dafür zahlen müssen, dass wir ihr die Jugend gestohlen haben.

    2. In Davos wirds jetzt so richtig kalt. Tagsüber -10°C und nachts bis -21°C.
      Da können die dort von der Erwärmung nur träumen.

  7. Und Nordspanien hat auch Winter bekommen. Helmut muss bald den Ölvorrat anzapfen. Klimawandel ist abgesagt und alle die nach einigen wärmeren Tagen die fallenden Gaspreise an der Börse gefeiert haben ,können jetzt Short gehen.

  8. Young Global Leader

    Peak WEF. Alle machen gerade Witze über ihn. Das hat Klaus nicht verdient!

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