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Wirtschaftsgeschichte und Astronomie: ein anderer Blickwinkel

Astronomie und Wirtschaftsgeschichte

In der Welt, der Gesellschaft und auch an den Finanzmärkten gibt es gewisse Zyklen.  An den Finanzmärkten versuchen Investoren anhand fundamentaler Faktoren Entscheidungen oder aufgrund von Charttechnik abzuleiten.  Aber es gibt darüber hinaus noch eine weitere Perspektive – die Astronomie! Schauen wir zunächst (ein Folge-Artikel kommt zeitnah) auf eine bestimmte astronomische Konstellation, finden sich auch dort wiederkehrende Muster – wie in der Charttechnik!

Derzeit befinden wir uns in einem Saturn/Uranus-Quadrat. Dies ist ein Spannungsaspekt der zwischen Fortschritt, Risikobereitschaft und Bewährtem bzw. der Sicherheit zueinandersteht. Dabei steht Saturn für Struktur und Vergangenheit, wohingegen Uranus für die Erneuerung und Revolution steht.

Wie bereits im Artikel „Epochenwandel“ beschrieben, bringen Zyklenwechsel stets Herausforderungen mit sich. Im Jahr 2021 bilden Saturn und Uranus dreimal ein abnehmendes Quadrat (Februar, Juni und Dezember), ein kosmisches Phänomen, das etwa alle 45 Jahre auftritt. Dieser Spannungsaspekt hat sich in der Vergangenheit wie folgt geäußert…

Astronomie: Die Geschichte des 45-jährigen Zyklus im 20. Jahrhundert – und Wirtschaftsgeschichte

Das letzte abnehmende Saturn/Uranus-Quadrat vollzog sich in fünf Durchgängen zwischen Oktober 1975 und April 1977.
Präsident Richard Nixon trat damals als Präsident der USA aufgrund des Watergate-Skandals zurück. Nixons Rücktritt und sein Vertrauensmissbrauch führten zu einer schweren Rezession und dem steilsten Rückgang des US-Aktienmarktes seit der Großen Depression.

Auf dem Höhepunkt des Aspektes zogen dann die Demokraten mit Präsident Jimmy Carter ins Weiße Haus. Eine Periode der Stagnation/Stagflation begann, die dann zu einer historischen Inflation führte. Gold und Silber stiegen in den folgenden drei Jahren sprunghaft an, ebenso die Zinssätze in Rekordhöhe (Leizinsen in den USA bei 15%!). Erst nach Antritt von Paul Volcker als Fed-Chef gelang die Eindämmung der Inflation – durch Reduzierung der Geldmenge und Anhebung der Zinsen.

Das vorherige abnehmende Saturn/Uranus-Quadrat aber war noch katastrophaler – es lag zwischen Februar 1930 und Oktober 1931.
Der Aktienmarkt erreichte seine Spitze fünf Monate zuvor im September 1929. Nach Ausbruch der Weltwirtschaftskrise verlor der Dow Jones etwa 90 % seines Wertes bis Juli 1932, durch die Große Depression verloren Millionen Menschen ihre Arbeit.

Herbert Hoover war damals US-Präsident. Am 17. Juli 1930 verabschiedete Hoover den Smoot-Hawley Tariff Act (Zollgesetz), um Bauern und Unternehmen zu schützen. Dieses Gesetz verschlimmerte die Lage der Weltwirtschaft. 1932 wurde Herbert Hoover abgewählt, Nachfolger war der Demokrat Franklin D. Roosevelt, der die amerikanische Gesellschaft und Wirtschaft mit wichtigen Gesetzen anschließend radikal veränderte.

„In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn es doch passiert, war es so geplant“, sagte einst jener Franklin D. Roosevelt.



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3 Kommentare

  1. Da wurde wohl Astronomie mit Astrologie verwechselt!
    Die Beschreibung und Analyse des Spannungsaspektes eines Quadrates Saturn/Uranus ist eine typische Disziplin der Astrologie.

  2. Ein Blick in die Sterne sagt alles. Bitte mehr davon!

  3. ich hätte da auch noch eine Einschätzung aus meinem Kaffeesatz heute morgen parat…aber amüsant und kurzweilig ist auch mal so ein Artikel…also gerne mehr davon…

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