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Oder? Zinsen, Inflation: Warum Aktienmärkte nur noch steigen können! Videoausblick

Nach den gestrigen Daten zur Inflation sind die Erwartungen an eine Senkung der Zinsen ab September deutlich gestiegen – dementsprechend Dollar und US-Renditen unter Druck, während die großen Indizes der US-Aktienmärkte gestern allesamt neue Allzeithochs erreichten. Geht die Party der Aktienmärkte jetzt ungebremst weiter, weil nun sicher ist, dass die Inflation weiter sinkt und die Fed daher die Zinsen senken wird? Das ist das Narrativ der Märkte derzeit – aber ist das gerechtfertig, nachdem die Inflations-Daten der letzten vier Monate allesamt höher waren als erwartet (bis jeetzt auf die Zahlen aus dem April)? Eher  nicht – daher dürften Fed-Mitglieder mit ihren Aussagen bald die Zins-Euphorie etwas abkühlen. Die US-Indizes vor dem morgigen kleinen Verfall stark überkauft..

Hinweise aus Video:

1. Michael Burry kauft China-Aktien und Gold

2. Optionshändler erhöhen Wetten auf große EZB-Zinssenkungen



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5 Kommentare

  1. Am Jahresende Dow: 50.000.

    1. Wenn man die Bilanzsumme der FED mit dem Vor-Corona-Hoch korreliert, dann sind 56 000 drin (doppelt soviel Dollares im im Umlauf).

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Im kurzfristigen Zeitfenster sind die Aktienmärkte extrem stark überkauft, das heißt aber nicht, das sie nicht weiter steigen können.

    Im langfristigen Zeitfenster haben wir den größten Teil des Anstiegs schon gesehen, denn der Aufwärtstrend begann schon im März des Jahres 2009.

    Bis zu 6000 Punkte und ein wenig drüber hinaus sind dennoch im S&P 500 drin…

    Spätestens dann aber erwarte ich eine kräftige Korrektur, die erst beendet wird, wenn die Notenbanken wieder eingreifen ( Niedrigzinspolitik plus neue umfangreiche QE Programme)…

    Die jüngste Hausse wurde ausgelöst durch das Bekenntnis der FED ,die extrem aufgeblähte Bilanz kaum noch zu reduzieren.
    Wir sollten das nicht unterschätzen, denn das bedeutet nichts anderes als den Einstieg vom Ausstieg aus der restriktiven Geldpolitik.

    Die Aktienmärkte, sowieso schon auf „Krawall gebürstet “ nahmen diese Erkenntnis begierig auf und in Verbindung mit den neuen Aktienrückkäufen ,spielte sich nun vor unseren Augen ein starker Short Squeeze ab, ähnlich dem vom Oktober 08 bei VW, die Älteren unter uns werden sich vielleicht erinnern..

    Hier geht es nicht um Peanuts ,sondern um Milliarden ,die da wieder von den Shorties versenkt wurden…

    Übergeordnet bleibt das Thema negative Realverzinsung, für die meisten Währungsräume, bestehen. Als Realverzinsung bezeichnen wir in der Volkswirtschaft die Zinsen nach Abzug der Inflation.

    Betrachten wir uns hierzu die deutsche Umlaufrendite in der Zeit von 2000 ( Dot Com Crash) bis heute…

    Im Prinzip ein klarer Abwärtstrend, von um die 5,5 Prozent kommend sind heute schon die 2,5 Prozent „zufiel“, obwohl die Inflation beim Dreifachen der Jahrtausendwende, im Schnitt, liegt…

    Das sind keine Kleinigkeiten von denen wir hier reden, sondern substanzielle Dinge in der Anlage- Entscheidung eines jeden einzelnen…

    In der Schweiz und in Japan stehen die Dinge ähnlich schlecht für die sicherheitsorientierten Anleger…

    Natürlich könnten die Notenbanken dem begegnen indem sie ihre extrem stark gestiegene Bilanz wieder neutralisieren, auf das Vorkrisenniveau vom Juni 2007…

    Nur dazu ist niemand mehr bereit,im Gegenteil…

    Wir werden folgendes sehen: Die Märkte werden vielleicht nochmal 20 Prozent steigen und dann extrem korrigieren, bis die Notenbanken wieder einschreiten und die Märkte“ manipulieren „…

    Mit neuen QE Programmen und neuen nie dagewesenen negativen Realzinsen…

    Wir haben keine freien Märkte mehr, das sollte uns bewusst sein…

    Dennoch müssen wir uns damit abfinden, Sprüche wie „Schafft die Notenbanken ab “ helfen uns nicht weiter, denn das wird niemals passieren…

    Die Notenbanker, selbst investiert, werden die Märkte dann wieder nach oben treiben, wobei das Volumen der Interventionen ( QE Programme) sämtliche Dimensionen sprengen wird…

    1. Ich glaube solange die Wirtschaft nicht wirklich abstürzt, werden die Börsen weiter steigen und wenn einzelne Unternehmen schlechte Zahlen liefern, dann stürzen die zwar ab, aber den Gesammtmarkt stört das nicht.

      Wegen Anleihen: Ich habe einige Euro-Staatsanleihen mit Restlaufzeit 5- 10 Jahre und bekomme für die 5-5,3% Rendite. Man muss sich nicht mit 2,5% abspeisen lassen. Es gibt da auch keine inverse Zinskurve: Für Anleihen bis zu 3 Jahren Restlaufzeit gibt es nur etwa 4%. Das heißt, die inverse Zinskurve ist künstlich. Ich weiß nicht woher das kommt, vielleicht sind das Versicherungen, die die Renditen (zwangsweise) runterdrücken, weil sie die kaufen müssen? Oder die EZB durch ihre Wiederanlage?

      1. Das ist ein zentraler Punkt, der hier gerne ignoriert wird. Hier wird darüber geredet, dass die Börsen ja auf Allzeithoch stehen, während es in der Wirtschaft ja gar nicht so super aussieht und dass das ja gar nicht zusammenpasst. Aber eigentlich spiegelt die Börse genau die Situation der Wirtschaft wieder. Es gibt einige Megatechkonzerne, die trotz schwieriger Wirtschaftslage wachsen als wenn es kein Morgen gibt (und halt Apple und Tesla^^) und dementsprechend bewertet werden, dann gibt es ein bisschen Hype um KI und die üblichen kleinen und mittleren Börsenspekulationen. Aber dann gibt es noch sehr, sehr viele weitere Unternehmen, deren Börsenkurse genau dieses schwierige Wirtschaftsumfeld widerspiegeln und die eben nicht auf Allzeithoch stehen bzw. teilweise sogar sehr weit davon entfernt sind. Es ist genau wie Sie sagen: Stock Picking ist der entscheidende Faktor, wenn es um die Rendite geht. Wer performed steigt und wer underperformed fällt. Es ist eben gerade KEINE Alles-Rally wie hier gerne und oft behauptet wird!

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