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Zinsentwicklung 2021 – welche Trends zeichnen sich ab?

Für viele Entscheidungen im Leben ist es hilfreich, die zu erwartende Zinsentwicklung eines Jahres zu kennen. Das hilft beispielsweise bei der Aufnahme von Konsumkrediten oder bei Bauvorhaben. Für 2021 gibt es Bereiche wie das Bauen, bei denen diverse Zinsentwicklungen zu erwarten sind, große Sprünge bei Ratenkrediten sind hingegen nicht zu erwarten. Dieser Ratgeber stellt verschiedene Prognosen vor, wie die Zinsentwicklung 2021 aussehen könnte.


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Wer das Beste aus seinem Geld herausholen möchte, sollte sich mit der Zinsentwicklung 2021 beschäftigen.

Die EZB bleibt ihrer Linie treu

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich einer Nullzinspolitik verschrieben. Hiermit möchte sie die Eurozone stabilisieren und ein Auseinanderbrechen der Währungsunion verhindern. Insbesondere die finanziell stark angeschlagenen südlichen Staaten Europas sollen so etwas Luft bekommen, um sich zu konsolidieren und ihre Staatshaushalte in den Griff zu bekommen. Zudem ist das Ziel der EZB, die Inflation auf einem konstanten Niveau zu halten, um schädliche Auswirkungen einer Deflation zu verhindern.

Die EZB hat die Zinsen auf ein historisch niedriges Niveau gebracht. Der Leitzins liegt aktuell bei 0,00% und der Einlagenzins bei -0,5%. Die EZB-Führung hat bereits angekündigt, an dieser Strategie nicht rütteln zu wollen, da sie bereits einige Erfolge am Markt zeigte. Deswegen ist davon auszugehen, dass die Nullzinspolitik mit all ihren Auswirkungen auf die Finanzmärkte auch in Zukunft Bestand haben wird.

Die Zinsen für Konsumkredite könnten steigen

Eine kurzfristige Entwicklung für die kommenden Wochen und Monate dürfte sein, dass die Zinsen für Ratenkredite ansteigen. Das liegt daran, dass traditionsgemäß zu Jahresbeginn eine etwas erhöhte Nachfrage nach solchen Krediten besteht. Entsprechend passen viele Kreditgeber ihre Zinsen an.
Für Menschen, die einen preiswerten Konsumkredit benötigen, bedeutet das, dass sie nicht panisch reagieren, aber aktiv werden sollten. Sie müssen sicherstellen, dass sie ihre benötigten Ratenkredite zu günstigen Konditionen bekommen. Hierfür ist es erforderlich, einen umfassenden Kreditvergleich durchzuführen und sich gegebenenfalls eine professionelle Beratung zunutze zu machen. Je mehr Angebote und Kreditgeber verglichen werden, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse und desto leichter finden Interessierte geeignete Konsumkredite.

Der Staat kann sich günstig frisches Geld besorgen


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Aufgrund der niedrigen Kreditzinsen ist es für den Staat leicht möglich, sich frisches Geld zu besorgen.

Für den Staat besteht durch die aktuelle Situation die Möglichkeit, sich günstig Geld am Markt zu besorgen. Die Banken haben kein Interesse daran, Geldeinlagen zu erzeugen, da sie hierauf Strafzinsen zahlen müssen. Sie wollen daher Kredite vergeben und tun dies häufig zu besonders günstigen Konditionen. Der Staat nutzt diese Situation, um sich frisches Geld am Markt zu besorgen und dieses für Investitionen anderer Projekte zu nutzen.

Grundsätzlich ist der Staat somit nicht darauf angewiesen, höhere Steuern zu erheben, um sich zu finanzieren. Allerdings ist aufgrund der Corona-Krise nicht langfristig abschätzbar, wie sich die finanzielle Situation des Staates entwickeln wird. Wenn weiterhin hohe Ausgaben getätigt werden müssen, um die schwächelnde Wirtschaft zu unterstützen, kann es durchaus sein, dass andere Quellen zur Geldgeneration angezapft werden.

Die Bauzinsen dürften leicht steigen

Aktuell spricht einiges dafür, dass die Bauzinsen in 2021 ansteigen dürften. Diese hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, die alle eine entsprechende Tendenz zeigen. Unter anderem hängen die Bauzinsen vom Preis der Bundesanleihe ab. Wenn diese teurer wird, verteuern sich häufig auch die Bauzinsen. Ein weiterer wichtiger Faktor, der auf die Bauzinsen Einfluss nimmt, ist die Inflationsrate. Diese steigt aktuell ebenfalls an, was nicht zuletzt auf die Politik der EZB zurückzuführen ist. Diese hat ja gerade das Ziel, für eine konstante Inflation zu sorgen, um das Zinsniveau auf einem bestimmten Level zu halten. Hinzu kommen die Renditen der US-amerikanischen Staatsanleihen. Diese zeigen ebenfalls einen Trend zur Verteuerung, was zu einer Steigerung der Bauzinsen führen könnte. All diese Entwicklungen hängen jedoch stark von der covid-19 Entwicklung ab. Sollte die Pandemie relativ schnell in den Griff bekommen werden, könnten die Bauzinsen durchaus um 0,5% steigen. Bei einer noch langanhaltenden Krise werden hingegen kaum Entwicklungen erkennbar sein.

Beim Wertpapierhandel verändert sich die Zinssituation

Für 2021 sind zahlreiche Bewegungen an den Aktienmärkten zu erwarten. Zum Beispiel haben aktuell Neo-Broker großen Einfluss auf die Märkte und werden somit die Zinsentwicklung in diesem Jahr nachhaltig mit beeinflussen. Zudem zeigt sich, dass viele Menschen ein neues Bewusstsein Wertpapieren gegenüber entwickeln. Lange Zeit galt das Sparbuch als die einzig seriöse Variante in Deutschland, um Geld zu generieren. Durch die Niedrigzinspolitik der EZB sind diese Zeiten endgültig vorbei. Deswegen müssen die Menschen nach neuen Möglichkeiten suchen, um sich Renditechancen zu sichern. Die meisten orientieren sich deswegen im Wertpapierbereich und eignen sich Kenntnisse und Fähigkeiten an, die für einen effizienten und erfolgreichen Wertpapierhandel erforderlich sind.

Geldanlagen bleiben unattraktiv

Das Ziel der Niedrigzinspolitik der EZB besteht gerade darin, Spareinlagen unattraktiv zu machen. Banken müssen schon jetzt Negativzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken wollen. Immer mehr Geldhäuser gehen dazu über, solche Negativzinsen auch von ihren Kunden zu verlangen. Deswegen ist Geld, das auf dem Sparbuch liegt, stark gefährdet und könnte innerhalb kürzester Zeit massiv an Wert verlieren.
Für Verbraucher bedeutet das, dass sie ihr zur Verfügung stehendes Geld nicht einfach bei der Bank liegen lassen, sondern in sinnvolle Projekte investieren sollten. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Zinsen auf Spareinlagen in 2021 oder darüber hinaus erhöhen, weswegen dringend nach Alternativen Anlageoptionen gesucht werden sollte.

Fazit

Es ist zu erwarten, dass 2021 ein wechselreiches Jahr wird. In einigen Bereichen werden die Zinsen deutlich ansteigen, während sie in anderen Bereichen stagnieren oder sogar sinken. Wer einen Ratenkredit aufnehmen möchte oder eine Baufinanzierung plant, sollte sich intensiv mit den Entwicklungen bei den Zinssätzen beschäftigen. Sollten diese weiter steigen, könnten solche Vorhaben deutlich teurer werden. Je früher Betroffene aktiv werden und eine für sie geeignete Lösung finden, desto mehr Kosten können sie sparen.



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