Folgen Sie uns

Allgemein

Zum Weltspartag am 30. Oktober 2020: So sparen die Deutschen in 2020

Avatar

Veröffentlicht

am

Deutschland gilt als das Land der Sparweltmeister. Spart die Bevölkerung im Alltag bereits einen großen Teil ihres Geldes auf Tagesgeldkonten, oder auf klassischen Girokonten, so verschärft sich dieses Verhalten in Krisenzeiten noch einmal drastisch. Während der Corona Krise hat sich das Konsumverhalten vieler Menschen deutlich geändert. Vor allem die eigene Wohnung oder das eigene Haus spielen auf einmal eine viel wichtigere Rolle. Da bedingt durch das Home Office viele Menschen über mehrere Wochen von zu Hause aus arbeiten, kommen nicht gerade wenige auf die Idee, mit Umbaumaßnahmen oder Renovierungen zu beginnen. Dinge, die sonst aufgeschoben wurden, werden jetzt angefasst und in die Tat umgesetzt.

Sparen hat in Deutschland eine lange Tradition

Das die deutsche Bevölkerung was Anlagen und Investments angeht, nicht gerade risikofreudig ist, hat eine lange Tradition. Bereits im Jahr 1924 wurde der Weltspartag ins Leben gerufen und seitdem jedes Jahr zelebriert. Traditionell betrachtet wurde an diesem Tag das ersparte Geld zur Bank gebracht. Kinder und Jugendliche erhielten am Weltspartag Geschenke. Ziel dieses Gedankens war es, die finanzielle Bildung in der Bevölkerung zu fördern.

Das damals noch rentable Sparbuch ist heute für viele Menschen nicht mehr von Bedeutung. Dennoch haben Millionen deutscher Sparerinnen und Sparer noch ein Sparbuch, auf dem auch Geld verbucht ist. Der Leitgedanke, der dahinter steckt ist simpel – Spare bei Zeiten, dann hast Du in der Not ist ein Spruch, der vielen Menschen der älteren Generation noch im Kopf steckt.

Der Gedanke des Sparens muss im 21. Jahrhundert jedoch anders interpretiert werden. Das bedeutet konkret, dass nicht mehr klassische Sparanlagen, sondern z.B. Aktien und Fonds als Anlagemöglichkeit und Sparmöglichkeit in Betracht gezogen werden müssen.

Rund 75% der deutschen Bevölkerung spart regelmäßig Geld

In Deutschland sparen rund ¾ der Menschen regelmäßig Geld. Ob auf dem Sparbuch, oder als Anlage in Aktien und Fonds, das Sparen ist in den Köpfen der Bevölkerung weiterhin fest verankert. Bei einem Großteil der Menschen sind es etwa bis zu 300 Euro, die jeden Monat zur Seite gelegt werden, so eine veröffentlichte Studie zum Sparverhalten der Deutschen. Der Gedanke der finanziellen Unabhängigkeit treibt die meisten Menschen an. Gleichzeitig ist es der Wunsch, auch in schlechten Zeiten gut versorgt zu sein und sich weniger Gedanken um das Thema Geld machen zu müssen. Interessant ist, dass regelmäßige Sparanlagen wie z.B. Fondssparpläne oder ETF Sparpläne gerne abgeschlossen werden. Einzelne Produkte können bereits ab monatlichen Summen in Höhe von 25 Euro bespart werden.


Quelle: https://www.wechselpilot.com/ratgeber/weltspartag/

Die Höhe der Sparquote richtet sich in Deutschland nach dem monatlichen Einkommen. Die obige Grafik zeigt deutlich, dass es in Deutschland unter den befragten Personen sogar 17% schaffen, mehr als 700 Euro im Monat zu sparen. Somit lässt sich durch die richtigen Anlagen binnen kürzester Zeit eine stattliche Summe ansparen. Etwa 25% der befragten Personen spart nichts, bzw. legt kein Geld zur Seite. Dies muss nicht unbedingt etwas mit der inneren Einstellung zu tun haben, sondern hat meist auch etwas mit dem ausgeübten Beruf und den finanziellen Verhältnissen zu tun. Viele Menschen leben in finanziell angespannten Verhältnissen und sind somit gar nicht in der Lage, monatlich etwas Geld zur Seite zu legen.

Wie unterscheidet sich das Sparverhalten in Deutschland zu anderen Nationen?

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern wird viel gespart. Der Unterschied steckt jedoch im Detail. Während in Deutschland mit klassischen und konservativen Anlagen (Sparbuch, Tagesgeld, Girokonto) das Geld gespart wird, sind es in anderen Ländern oftmals risiko- aber auch renditefreudigere Anlagemethoden. In Deutschland und Österreich investieren zum Beispiel gerade einmal 6 bis 8% der Bevölkerung ihr Geld in Aktien. In den USA sind es etwa 25% der Bevölkerung, die ihr Geld in den Kauf von Aktien investieren. Auch in Großbritannien liegt der Anteil der Aktionäre bei über 20% an der Bevölkerung. Ähnlich hoch ist er in Schweden, oder aber auch in der Schweiz. Finanzkrisen und andere Probleme sorgen dafür, dass das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die Börse sehr gering ist. Aus diesem Grund verzichten viele Anlegerinnen und Anleger auf die Renditechancen der Börse und geben sich meist mit 0 bis 1% Zinsen pro Jahr zufrieden, die es z.B. bei Tagesgeldkonten derzeit gibt. Während der Corona Krise ist der Wille, Geld zu sparen, in vielen Haushalten in Deutschland noch einmal gestiegen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Brexit: Angeblich Einigung an diesem Wochenende

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Laut einem Insider-Bericht wird es bereits an diesem Wochenende eine Einigung auf einen Deal für den Brexit zwischen der EU und Großbritannien geben. Damit würde dann laut diesem Bericht ein „Last-Minute“-Deal erreicht.
Möglich sei, dass die EU dann am 10. oder 11.Dezmeber einen Gipfel abhalten würden, so der Insider weiter.
Zuletzt war es vor allem zwischen Frankreich und Großbritannien zu Konflikten um Fischerei-Recht in britischen Gewässern gekommen..

Der Dax mit leichten Anstiegen auf die Meldung, ebenso das britische Pfund..

Gibt es auf den letzten Drücker einen Deal zum Brexit?

weiterlesen

Allgemein

Atemmasken: Deutschland produziert sie ab Mitte 2021

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Es klingt ein bisschen wie ein Scherz, dass man jetzt den ersten Förderbescheid für die Produktion von Atemmasken seitens der Regierung erteilt hat, eine Allzweckwaffe für die Eindämmung von Covid-19. Im Frühjahr hatte man schmerzlich die Abhängigkeit von China in Sachen medizinischer Schutzausrüstung erkennen müssen. Der kleine Schönheitsfehler dabei: Die Produktion von Atemmasken beginnt erst im Sommer des neuen Jahres.

Der unvorhergesehene Mangel bei Atemmasken

Es war im Frühjahr ein kleiner Schock für das Hochtechnologieland Deutschland: Wir haben hierzulande zwar einen der Weltmarktführer für Beatmungsgeräte (Drägerwerk in Lübeck – Nummer drei für Intensivstationen, Nummer eins für mobile Geräte), aber bei Atemmasken war man in großem Maße abhängig von China. Die weltweite Ausbreitung von Covid-19 sorgte rasch für Ausfuhrverbote medizinischer Schutzausrüstungen und der Bundesregierung wurde klar, dass man handeln musste. Es wurde im Frühjahr ein Förderprogramm für alle Arten von Schutzmasken aufgelegt – und jetzt wurde der erste Förderbescheid an ein deutsches Unternehmen von Wirtschaftsminister Peter Altmaier übergeben. Vorher wurden notfallmäßig Mund-Nasen-Schutzmasken produziert. Unglaublich, wer sich dabei alles an der Produktion beteiligt hat.

Die erste Firma ist Skylotec aus dem rheinland-pfälzischen Neuwied, ein Unternehmen, welches vorher hauptsächlich Absturzsicherungen für Kletterer in der Industrie und im Freizeitbereich hergestellt hat.

Der Bund gab 3,2 Millionen Euro an Fördermitteln, zur Produktion von einer halben Milliarde Masken, ab Sommer diesen Jahres. Anschließend sollen auch die effektiveren FFP2- Masken hergestellt werden, 54 Millionen Stück. Skylotec bekommt damit ein Drittel der Investitionssumme vom Staat. Insgesamt liegen dem Wirtschaftsministerium 270 Anträge für eine staatliche Unterstützung in dieser Produktion vor. Wirtschaftsminister Peter Altmaier weiß natürlich, dass es kritische Fragen geben wird, warum es so lange dauert, bis ein so einfaches Produkt in die Massenfertigung geht. Seine Antwort:

„Man kann solche Programme nicht von heute auf morgen aus dem Boden stampfen. Wir wissen nicht, wie lange es dauert, bis wir alle, die geimpft werden wollen, auch impfen können.“ Die Atemmasken würden in jedem Fall gebraucht werden. „Ob Corona oder nicht, es wird auch künftig Pandemien geben“, so der Minister.

Aber anscheinend hätte die Firma auch ohne Fördergelder mit der Investition begonnen, so der Geschäftsführer von Skylotec, Kai Rinklake.

Ob man im Spätherbst wirklich gleich noch Millionen an Atemmasken (zusätzlich) benötigen wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Fazit

Inmitten der Euphorie um die Impfstoffzulassungen, bereits mit ganz konkreten Zahlen – in Hamburg plant man anfangs mit 7000 Impfungen pro Tag, in Berlin mit 5000 -, kommt die Meldung über die ersten Subventionsbescheide der Regierung in Sachen Atemmasken. Irgendwie ein grotesker Widerspuch: Eine Impfstoffentwicklung in noch nie gesehener Geschwindigkeit und die planerische Vorbereitung eines „Hightech-Produktes“ mit Produktionsbeginn in ein paar Quartalen. Ein Gutes hat die Sache: Laut dem Countrymeter liegt die Weltbevölkerung aktuell bereits bei über 7,85 Milliarden Menschen, der Zuwachs 2020 beträgt schon fast 89 Millionen neue Erdenbürger. Da ist es nicht verkehrt, sich prophylaktisch mit Infektionsschutzgerät auszurüsten: nach dem Virus ist vor dem Virus.

Deutschland produziert Atemmasken ab Sommer 2021

weiterlesen

Allgemein

Autoindustrie: Alles Euphorie oder was? Nur Tesla boomt!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Autos auf Parkplatz

Tesla boomt, aber so richtig! Aber dazu später mehr in diesem Artikel. Haben wir uns geirrt? Was ist hier los? Nein, schauen wir genauer hin. Gestern berichteten wir über die Meldung des ifo-Instituts zu den Geschäftsaussichten (!) der Autoindustrie für die nächsten Monate. Und die haben sich übelst verschlechtert dank dem zweiten Corona-Lockdown. Sie werden von ifo in einem Punkte-Index gemessen. Die Geschäftserwartungen der Autoindustrie sanken demnach dramatisch von +16,3 im Oktober auf -4 Punkte im November (hier die Details).

Verband der Autoindustrie erwähnt bei Inlandsproduktion erstes Plus in diesem Jahr

Aber die stark verfinsterten Aussichten der Autoindustrie sind ja etwas anderes als der derzeitige Zustand der Branche. Und geht man danach, dann ist die Laune gerade heute am 3. Dezember ziemlich gut. Da wäre zunächst der Automobilverband VDA mit seiner ganz frischen Meldung zu nennen. Die deutsche Autoindustrie hat im November zum ersten Mal wieder mehr Autos produziert als vor der Krise. Im abgelaufenen Monat liefen – unterstützt durch einen zusätzlichen Arbeitstag – 7 Prozent mehr Pkw in Deutschland vom Band (449.900 Einheiten). Damit wurde erstmals in diesem Jahr das Produktionsniveau eines Vorjahresmonats übertroffen. Zwar erwartet der VDA für das Gesamtjahr 2020 ein Volumen von rund 2,9 Millionen Neuzulassungen. Das sei ein Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber für den Pkw-Inlandsmarkt erwartet man im kommenden Jahr ein Wachstum von 9 Prozent auf 3,1 Millionen Neuzulassungen. Damit sei das Vor-Krisenniveau allerdings noch in weiter Ferne.

Analysten mit aktuellem Kommentar

Die Analysten der Commerzbank sehen in ihrem aktuellen Kommentar die Lage für die Autoindustrie recht optimistisch. Die deutsche Automobilindustrie habe den Einbruch aus dem Frühjahr wettgemacht. Im November wurden in Deutschland zum ersten Mal wieder mehr Autos produziert als vor der Krise. Dies sei ein weiterer Hinweis darauf, dass zumindest die Industrie bisher durch die gestiegenen Infektionszahlen und die neuerlichen Corona-Einschränkungen nicht spürbar beeinträchtigt wurde, so der Analyst Dr. Ralph Solveen. Er erwähnt, dass auf Basis einer Saisonbereinigung fast 19 Prozent mehr Autos produziert worden seien als im Oktober. Damit seien die saisonbereinigten Produktionszahlen sogar etwas höher ausgefallen als im Durchschnitt des Jahres 2019, also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Weiter sagt er, hier auszugsweise im Wortlaut: Zunächst einmal zeigen die heutigen Zahlen aber einmal mehr, dass die Industrie von den deutlich gestiegenen Infektionszahlen und den neuerlichen von der Politik verhängten Corona-Einschränkungen kaum beeinträchtigt wird.

Autozulassungen

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat heute Mittag Daten für die Autozulassungen im November veröffentlicht. Die zeigen einen guten Ist-Zustand für die Autoindustrie. Im November wurden in Deutschland 290.150 Neuwagen zum Straßenverkehr zugelassen. Damit liegt man 3,0 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Die Anzahl privater Zulassungen nahm um +22,8 Prozent zu, ihr Anteil betrug 39,4 Prozent. Die gewerblichen Zulassungen gingen um -14,7 Prozent zurück. Die Autozulassungen bei Tesla explodieren mit +500 Prozent! Hier weitere Details des KBA, auszugsweise im Wortlaut:

Die deutschen Marken Opel (+17,1 %), Audi (+3,1 %) und Mercedes (+0,5 %) erzielten Zulassungssteigerungen. Bei den weiteren deutschen Marken zeigten sich Rückgänge, die bei Smart (-49,2 %), VW (-18,4 %) und Ford (-15,8 %) zweistellig ausfielen. Mit 17,6 Prozent erreichte VW erneut den größten Neuzulassungsanteil.

Bei den Importmarken fiel die Neuzulassungsbilanz im November überwiegend positiv aus. Zweistellige Zuwächse von mehr als 30 Prozent zeigten sich bei Tesla (+500,0 %), Fiat (+42,7 %) und Toyota (+33,1 %). Um mehr als 20 Prozent waren die Zulassungen bei Renault (+29,2 %) und Citroen (+28,6 %) gestiegen. Ein Zulassungsminus von mehr als 20 Prozent zeigte sich hingegen bei Ssangyong (-48,0 %), Jaguar (-34,8 %), Mitsubishi (-27,0 %), Alfa Romeo (-21,9 %) und Seat (-21,6 %). Den größten Neuzulassungsanteil verzeichnete hier Skoda mit 5,9 Prozent.

Neuzulassungen mit alternativen Antrieben erfuhren im November eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vergleichsmonat. Mit 28.965 Elektrofahrzeugen legte diese Antriebsart um +522,8 Prozent zu. 71.904 Hybridfahrzeuge bescherten ein Plus von +177,2 Prozent, darunter 30.621 Plug-in-Hybride, die einen Zuwachs von +383,4 Prozent erreichten. Flüssig- und Erdgasfahrzeuge erzielten zusammen ein Plus von +51,9 Prozent wobei der Anteil 0,5 Prozent betrug. Den größten Anteil bildeten dennoch mit 40,4 Prozent die Benziner, deren Neuzulassungsvolumen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um -32,3 Prozent zurückging, gefolgt von den Diesel-Pkw, deren Anteil nach einem Minus von -25,2 Prozent 24,3 Prozent betrug.

Die folgende Grafik zeigt vor allem ganz rechts mit den roten Balken, wie alle Hersteller bei den Neuzulassungen (teils dramatisch) verlieren im Vergleich Januar-November 2020 zu Januar-November 2019. Nur Tesla boomt mit +37,2 Prozent!

Heute Statistik zeigt im Zulassungsrückgänge für die Autoindustrie

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage