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Auch von dieser Seite gibt´s keinen Support für Mario´s 2% Inflation

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Nach wie vor steht das große Ziel der EZB: 2% Inflation sollen in der Eurozone erreicht werden. Bisher liegt man nach wie vor an der Null-Linie. Auch die heute veröffentlichten Industrie-Produzentenpreise geben keine Unterstützung für steigende Preise. Denn was die Industrie produziert, steht volkswirtschaftlich gesehen immer ganz am Anfang einer langen Kette, bei der ganz am Ende der Arbeitnehmer bzw. Konsument steht. Bei fallenden Preisen fallen tendenziell auch die Löhne, oder sie steigen zumindest nicht. Folglich gibt´s auch keine steigende Inflation.

Die Industrie-Erzeugerpreise in der EU sind im Dezember 2015 im Vergleich zu Dezember 2014 um 3,2% gefallen. In der Eurozone war es ein Minus von 3%. Ohne den Energiesektor war es immer noch ein Minus von 0,6 und 0,7% – der niedrige Ölpreis kann hier also nicht als Ausrede dienen. Auch in den Monaten zuvor waren die Vergleiche zu den Vorjahresmonaten durchweg eindeutig negativ, wie diese Übersicht zeigt. Wo soll da die Inflation herkommen?

Unsere Empfehlung: Strukturreformen + Konjunkturprogramme durch die EU und/oder die Mitgliedsstaaten durchführen, und nicht durch die EZB Notenbank-Euros in die Banken pumpen lassen, was offensichtlich in Europa, den USA und in Japan nachhaltig (!) nichts gebracht hat.

Produzentenpreise EU
Grafik: Eurostat

Produzentenpreise EU 2
Auch Langfrist-Chart erkennt man seit 2013 kontinuierlich fallende Produzentenpreise in der EU. Grafik: Eurostat

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Sabine

    2. Februar 2016 21:06 at 21:06

    Das stand doch hier auch mal, Inflation ist kein muß! Vollkommener Blödsinn. Warum muß den Geld entwertet werden? Es kann doch seinen Wert behalten? Nur große Schuldner profitieren davon, wie der Staat, der dann noch mehr geheime Armeen unterhalten kann, Blitzaktionen gegen Autofahrer, für mehr Kinderkrippen, damit die Frauen gleich nach der Geburt wieder fleißig im Hamsterrad laufen? Was muß ich mir täglich anhören, wie die Arbeitsfrauen (Büro-Sales) über die Belastung schimpfen!!! Selber schuld. Wegen Weihnachten haben alle gesagt, Gott sei Dank sei wieder Arbeit. Man habe sich gelangweilt. Und sind froh, daß Dschungelcamp ist, dann haben sie abends Unterhaltung. Auch wenn es alle als „Schwachsinnig“ einstufen… Aber schauen tun sie fast alle!!!

  2. Avatar

    Sabine

    2. Februar 2016 21:07 at 21:07

    Es sollte heißen, daß Inflation als absolutes „Muß“ vollkommener Blödsinn ist!

  3. Avatar

    joah

    3. Februar 2016 09:08 at 09:08

    In der derartigen Währungskonstellation wird eine Inflation zumeist als der Faktor betrachtet, welcher letztendlich den Zins für die Währung wieder zurück zum Emittenten „erwirtschaftet“ – von den Benutzern, versteht sich. Andernfalls zerbrechen diverse Dinge zu schnell, entgegen Planung.

  4. Avatar

    Dreistein

    3. Februar 2016 11:05 at 11:05

    Es kann ja auch nichts bringen, die EZB druckt Geld ( Zentralbankgeld ) dieses Geld nehmen sich die Banken um sich ihre faulen Kredite zu Höchstpreisen entledigen und dafür z.B. Staatsanleihen zu kaufen. Das wurde auch genauso von den Staaten und der EZB geplant.
    Da das Zentralbankgeld die Banken nicht verlassen darf(unter den Banken ja aber im Privatsektor nein) kommt das Geld auch nicht in der Wirtschaft an, sondern ist es eine Staatsfinanzierung durch die Hintertür der EZB was natürlich keiner wissen darf und auch kein Staat etwas dagegen unternehmen wird.
    Der Teil des Geldes der übrig bleibt wird dann im Bankencasino eingesetzt, wenn ein faules Paket wieder dabei ist, geht das Spiel von neuem los.

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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