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Aktien-Apps: Diese Börsen-Tools sollte man kennen

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Noch bevor eine App für das Smartphone runtergeladen und installiert wird, ist eine grundlegende Frage zu beantworten: Soll mit der App auch getradet werden oder genügen die Wertpapierkurse sowie Informationen zu den diversen Börsenentwicklungen?

Denn nicht mit jeder App kann auf das eigene Depot zugegriffen werden – und es muss nicht automatisch Informationen über diverse Kursentwicklungen geben, nur weil man mit seiner App Positionen eröffnen wie schließen kann.

Das heißt, um die für sich ideale Aktien App zu finden, sind also einmal die eigenen Wünsche wie Vorstellungen zu klären. Zudem sollte man für sich auch noch klären, ob man lieber mit einer kostenlosen App arbeitet oder man bereit ist, für die Anwendung ein paar Euro zu bezahlen.

Mit oder ohne Trading-Funktion?

Entscheidet man sich für eine App die ohne eine Trading-Funktion auskommt, so muss das nicht unbedingt eine schlechte Wahl darstellen. Denn natürlich mag eine Trading-App eine sofortige Reaktion auf die eine oder andere Entwicklung ermöglichen, sodass man jederzeit die Position eröffnen oder schließen kann, jedoch mag die ständige Handlungsfähigkeit einen Art Bumerang-Effekt bekommen: Denn kann man mit nur wenigen Fingertipps Aktien sowie ETFs kaufen wie verkaufen, so steigt die Wahrscheinlichkeit für eine höhere Fehlentscheidungsquote.

Denn bevor man sich mit den Entwicklungen befasst und mitunter einen Blick hinter die Kulissen wirft, wird sofort reagiert – und ein vorschnelles Reagieren muss nicht immer den gewünschten Erfolg mit sich bringen. Vor allem ist es ratsam, nicht ständig die Nerven zu verlieren und zu verkaufen, nur weil es einmal nicht so läuft wie man sich das vorstellt.

Daytrader sollten natürlich mit einer entsprechenden App arbeiten, um sofort reagieren zu können, wer jedoch langfristig investiert, der muss nicht unbedingt eine Anwendung auf seinem Smartphone haben, um sodann ständig sein Depot verändern zu können.

Was muss eine gute App können?

Bevor man sich für eine App entscheidet, sollte man überprüfen, ob diese überhaupt auf dem Betriebssystem laufen kann. Auch wenn es die gängigen Aktien Apps bereits für Android wie iOS gibt, so mag es aber immer noch die eine oder andere Anwendung geben, die nicht für beide Betriebssysteme zur Verfügung steht.

Empfehlenswert ist eine Alarmfunktion. In diesem Fall meldet sich die App mit einem Signalton, wann der im Vorfeld bestimmte Preis einer Aktie erreicht wurde – das mag vor allem für Daytrader interessant sein. Denn so bekommt man sofort die Nachricht, dass der Preis erreicht worden ist – man muss also nicht stets den Blick auf das Display gerichtet haben.

Besonders empfehlenswert sind sogenannte Realtime- bzw. Echtzeitkurse. Bei einigen Apps stellt dieses Feature eine kostenpflichtige Leistung dar – das heißt, wer sich für Realtime-Kurse interessiert, der sollte im Vorfeld darauf achten, dass diese Leistung kostenlos zur Verfügung steht.

Aber auch die Nutzerfreundlichkeit spielt eine entscheidende Rolle. Das heißt, man sollte sich die Benutzeroberfläche ganz genau ansehen und für sich sodann klären, ob einem die App zusagt oder eher kompliziert erscheint.

Wer unsicher ist, ob es sich um eine empfehlenswerte App handelt oder nicht, der kann einen Blick auf die im Internet findenden Test- wie Erfahrungsberichte werfen. Einfach den Namen der App in eine Suchmaschine werfen, schon wird man mehr Hintergrundinformationen sowie Berichte darüber finden, ob es sich um eine empfehlenswerte Anwendung handelt oder man besser die Finger davon lassen sollte.

Wie gut ist die vorinstallierte App auf dem iPhone?

All jene, die ein iPhone besitzen, dürfen sich über eine vorinstallierte Aktien Applikation freuen. Jedoch ist der Funktionsumfang überschaubar. Die App punktet mit einer einfachen Bedienung. So kann man die Entwicklungen an den unterschiedlichen Aktienmärkten verfolgen sowie eine Liste seiner eigenen Aktien erstellen und per Fingertippen sofort einen Überblick bekommen, wie sich das Depot entwickelt. Des Weiteren werden Informationen aus der Geschäfts- wie Finanzwelt von Yahoo angezeigt.

Mit dieser Aktien App mag man sich zwar durchaus einen guten Überblick verschaffen, jedoch kann die App nicht empfohlen werden, wenn man selbst aktiv mitmischen möchte. In diesem Fall ist eine App aus dem Apple App Store zu wählen.

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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