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Aktien

Aktienmärkte: Das Kostolany-Ei – Übertreibung und Gier!

Ibrahim Sonay

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am

Die Aktienmärkte sind derzeit in Euphorie: vor allem die Aktionen der Notenbanken in der Coronakrise, dann aber vor allem auch die Hoffnungen auf einen „game changer“ durch den Impfstoff sorgen für immer neue Allzeithochs. Wie stark die Euphorie der Aktienmärkte aktuell ist, zeigt sich vor allem daran, dass immer mehr Börsen-Neulinge an die Märkte strömen.

Aktienmärkte: Das Kostolany Ei

Dass wir derzeit in einem Bullenmarkt stecken ist offensichtlich, fragt sich nur in welcher Phase? Betrachtet man das Kostolany Ei, könnten wir uns derzeit in Phase 3 des Aufstiegs der Aktienmärkte befinden. Die Kurse und KGVs sind in die Höhe geschossen, der Fear&Greed Index steht seit Wochen im Bereich der extremen Gier. Und nun wechseln auch die letzten Pessimisten ins Lager der Optimisten. Die Kurse leiden unter Realitätsverlust, Kennzahlen wie Bewertungen scheinen nicht mehr die gleiche Bedeutung zu haben „wie früher“.

Das Kostolany Ei und die Aktienmärkte

Wo hört das auf und wie lange geht es weiter?

Nach den Meldungen der letzten Tage, verlassen nun die letzten Bären ihre Lager und wechseln zu den Bullen. Wer lange bärisch etwa gegenüber Tesla und Bitcoin war, gibt sich nun geschlagen. Neuste Aussagen auf der Plattform Reddit von Hedgefond-Star Ray Dalio „Ich scheine bei Bitcoin etwas übersehen zu haben, bitte korrigiert mich“ zeigen, wie selbst erfahrene Investoren bei diesen Kursen und in den ungewissen Zeiten, ihre Meinungen zumindest überdenken. Wie lange kann die Phase 3 der Aktienmärkte noch andauern, wohin geht die Reise des irrationalen Überschwangs? Eines ist jedoch auch klar: der Überschwang dauert meist länger als man es sich vorstellen kann!

Dennoch Alarmglocken!

Warren Buffett und andere Großinvestoren wie Bill Ackman warnen und sind eher an der Seitenlinie in der Phase der Gier. Zurecht? Betrachten wir folgende Faktoren: hohe KGVs, unzählige Aktienwerte weit über dem 200 GD, vor allem aber die vielen Erstemissionen (IPOs) spiegeln den irrationalen Überschwang der Aktienmärkte – trotz Corona und einer stark belasteten Realwirtschaft. Läuten da nicht die Alarmglocken? Wer die Geschichte der Aktienmärkte studiert, erkennt das ewig selbe Muster: irrationale Übertreibungen enden stets in großer Ernüchterung! In diesen Phasen der Übertreibung aber heißt es dann immer: „diesmal ist alles anders“!

Astronomie mit Parallele zu Hochpunkt der Dotcom-Blase

Auch in der Astronomie zeigt sich übrigens eine Parallele zur Dotcom-Blase: denn am 21.Dezember, also in zehn Tagen, kommt es laut Wikipedia zur „Konjunktion (Annäherung oder Berührung am Sternenhimmel, von der Erde aus gesehen) zwischen den Planeten Jupiter und Saturn“. Das ist ein Phänomen, das alle 20 Jahre auftritt – zuletzt im Jahr 2000 genau auf dem Hochpunkt der Dotcom-Blase! Aber das ist wahrscheinlich nur ein Zufall – denn diesmal ist alles anders..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Anna

    11. Dezember 2020 15:15 at 15:15

    Spannender Artikel, besonders hinsichtlich der Astronomie! Beziehst du solche Aspekte häufiger mit ein? LG

  2. Avatar

    asyoulike

    11. Dezember 2020 15:52 at 15:52

    Moin, moin,

    es stellt sich m.E. doch die Frage, welche Art von Verlust schwerer wiegt. Entweder beim Cash 100% verlieren oder bei einer Aktie 50%. BM Altmaier hat lt. MMNews noch einmal auf die Sicherheit der Bankeinlagen hingewiesen. Braucht man noch mehr Informationen zur (Un-)Sicherheit des Geldes?

  3. Avatar

    Lausi

    11. Dezember 2020 18:20 at 18:20

    Darauf hat meine Astrofrau schon seit Jahren hingewiesen! ;-)

  4. Avatar

    Bex

    12. Dezember 2020 12:00 at 12:00

    Super interessant geschrieben und auch für jemanden der Laienwissen mitbringt sehr zugängig. Der Astrologie Aspekt ist mir auch gleich aufgefallen…interessante Sidenote aber nicht zu Eso …weiter so …Ich mag mehr lesen!!!!!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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