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Aktienmärkte, Gold, Öl, Euro: Das Iran-Szenario fürs Wochenende

Aktienmärkte, Gold, Öl und Euro könnten massiv in Bewegung kommen ab Montag, falls der Iran am Wochenende Israel angreifen sollte.

Grafik: user15338606-Freepik.com

Wichtig für Aktienmärkte, Gold, Öl und Euro kann folgender Blick sein: Der Iran droht verstärkt Israel anzugreifen als Reaktion auf einen Angriff auf das iranische Konsulat in Damaskus. Die Drohungen nehmen zu, und Teheran würde das Gesicht verlieren, wenn man seine Drohnungen nicht in die Tat umsetzt? Das ist die Frage. Nur heiße Luft, oder geschieht tatsächlich etwas? Gibt es eine Eskalation am Wochenende?

Aktienmärkte, Gold, Öl, Euro: Szenario

So traurig kriegerische Auseinandersetzungen auch immer sein mögen – sie haben oft reale Auswirkungen auf die Börse. Wird es für Anleger und vor allem für aktive Trader heute wichtig sich entsprechend zu positionieren, falls am Wochenende etwas geschehen sollte, auf das man erst wieder am Montag reagieren kann? Das muss jeder Anleger für sich selbst entscheiden, denn auch wir haben keine Glaskugel. Deswegen sind die folgenden Aussagen ein mögliches Szenario für Aktienmärkte, Gold, Öl und Euro, was geschehen könnte, und nicht was geschehen muss. Dieser Chart, der bis letzte Woche Freitag zurückreicht, zeigt S&P 500 (blau) und Dax (orange). Man sieht, so wirklich abstürzen tun die Aktienmärkte (noch) nicht aus Angst vor einer Iran-Israel-Eskalation.

Chart zeigt Wochenverlauf der deutschen und amerikanischen Aktienmärkte

Iran greift an? Gold schon voll im Rausch

Greift der Iran am Wochenende Israel an? Dann wäre ab Montag für Anleger die Flucht in Sichere Häfen die erste Reaktion. Gold gilt als Fluchthafen in unsicheren Zeiten. Und wie man derzeit bereits sieht: Die Gold-Rally kennt scheinbar keine Grenzen, wir sehen derzeit fast täglich neue Rekorde. Von 2.160 Dollar vor 30 Tagen stieg der Goldpreis bis jetzt auf das Rekordhoch von 2.393 Dollar – eine gigantische Bewegung. Viele Spekulanten dürften bereits auf diese geopolitische Eskalation zwischen Iran und Israel spekulieren. Aber wenn sie denn wirklich eintritt, könnte Gold vielleicht nochmal einen Satz nach oben machen? Oder kommt dann sogar das Szeanrio „Kauf das Gerücht, verkauf die Fakten“? Alles ist möglich. Das Edelmetall ist derzeit eh in einer kaum noch erklärbaren Rally. Und die mögliche Iran-Eskalation kann für Spekulanten nochmal einen drauf setzen!

Blick auf Euro und Dollar

Was Euro und Dollar mit einer möglichen Iran-Eskalation zu tun haben? Der US-Dollar gilt als global letzte Fluchtwährung. Bei einer Eskalation zwischen Iran und Israel könnte der Dollar womöglich weiteren Zulauf erhalten, was den Euro und viele andere Währungen in Relation zum Dollar schwächen sollte. Seit Jahren und Jahrzehnten sieht man es immer wieder: Bei geopolitischer Eskalation fliehen viele Anleger in den Dollar, aber auch gerne in den Schweizer Franken. Aktuell sehen wir bereits Dollar-Stärke, was aber bis jetzt eher mit einer starken US-Konjunktur und dem möglichen Drang der EZB hin zu frühen Zinssenkungen zu tun hat.

Aktienmärkte und Öl

Im Fall der Iran-Israel-Eskalation könnten die Aktienmärkte plötzlich absacken. Wenn man dann aber sieht, dass es nur eine kurze, relativ harmlose Eskalation war, könnten sich Aktienkurse auch schnell wieder erholen. Das sah man in der Vergangenheit bei geopolitischen Krisen im Nahen Osten öfters – erst eine schnelle Schock-Reaktion, dann aber realisieren die Aktienmärkte, dass diese Krise keine reale Auswirkung auf den Aktienmarkt oder auf Volkswirtschaften in Europa oder den USA hat. Natürlich würde es in diesem Fall davon abhängen, wie sehr die Öl-Routen aus dem Nahen Osten auf den Weltmarkt beeinträchtigt wären. Und da wären wir schon beim Ölpreis. Eine Nahost-Eskalation kann den Ölpreis ruckartig hochspringen lassen. Denn Verknappungs-Szenarien, wonach weniger Öl aus der Region an die Verbraucher auf dem Weltmarkt geliefert werden kann, treibt schnell die Preise an.

Fazit

Wenn Anleger an einen iranischen Angriff an diesem Wochenende glauben, könnte man sich heute noch in einer der vorher genannten Assetklassen entsprechend positionieren. Aber die Variablen sind zahlreich. Gold als Beispiel ist bereits sehr weit gelaufen. Auch geht es darum, wie intensiv ein iranischer Angriff ist. So eine Eskalation kann als Krise an der Börse auch schnell wieder verpuffen. Jeder Anleger muss hier seinen eigenen Weg finden. Der folgende XAUUSD Chart zeigt seit Jahresanfang, wie Gold (blau) massiv ansteigt, während auch der Dollar (orange) steigt. Normalerweise verlaufen beide gegensätzlich.

Risikohinweis: Der Handel mit Wertpapieren und Finanzinstrumenten kann Ihr Kapital erheblichen Risiken aussetzen, unter Umständen auch über das eingesetzte Kapital hinaus. Trading ist nicht für jeden geeignet. Vergangene Performance ist keine Garantie für zukünftige Performance. Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Der Autor dieses Artikels ist mittelbar oder unmittelbar in Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate investiert: Gold, Öl, Nasdaq 100, Euro.



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1 Kommentar

  1. Hedgefonds werden Rohstoffsicherungsgeschäfte in Sachen Ölpreis sowohl für Erdölabnehmer, als auch für Erdölanbieter anbieten.

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