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Devisen

Aktuell: Bank of Canada veröffentlicht Zinsentscheidung – CAD reagiert spürbar

Claudio Kummerfeld

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Die Bank of Canada hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Der Leitzins bleibt unverändert und wie es zu erwarten war bei 1,75%.

Die Bank of Canada hat in ihrem Begleittext zur Zinsentscheidung die bisherige Anmerkung gestrichen, dass der Zinssatz angemessen sei. Man belässt den Zins also bei 1,75%, plant aber für die nahe Zukunft eine Änderung? Wohin die Reise geht, wird schnell deutlich. So schreibt man auch, dass die kanadische Wirtschaft inzwischen nicht mehr an ihrer Kapazitätsgrenze arbeite. Bezüglich zukünftiger Überlegungen zum Leitzins werde man beobachten, ob die jüngste Verlangsamung des Wachstums hartnäckiger sei als bisher angenommen. Also schwächelt die kanadische Konjunktur? Wird nächstes Mal der Leitzins gesenkt?

Der kanadische Dollar reagiert gegen den US-Dollar aktuell mit -78 Pips. USDCAD steigt von 1,3050 auf 1,3128.

Hier der Text der Bank of Canada im Wortlaut:

The global economy is showing signs of stabilization, and some recent trade developments have been positive. However, there remains a high degree of uncertainty and geopolitical tensions have re-emerged, with tragic consequences. The Canadian economy has been resilient but indicators since the October Monetary Policy Report (MPR) have been mixed.

Data for Canada indicate that growth in the near term will be weaker, and the output gap wider, than the Bank projected in October. The Bank now estimates growth of 0.3 percent in the fourth quarter of 2019 and 1.3 percent in the first quarter of 2020. Exports fell in late 2019, and business investment appears to have weakened after a strong third quarter. Job creation has slowed and indicators of consumer confidence and spending have been unexpectedly soft. In contrast, residential investment was robust through most of 2019, moderating to a still-solid pace in the fourth quarter.

Some of the slowdown in growth in late 2019 was related to special factors that include strikes, poor weather, and inventory adjustments. The weaker data could also signal that global economic conditions have been affecting Canada’s economy to a greater extent than was predicted. Moreover, during the past year Canadians have been saving a larger share of their incomes, which could signal increased consumer caution. This could dampen consumer spending but help to alleviate financial vulnerabilities at the same time.

Looking ahead, Canadian business investment and exports are expected to contribute modestly to growth, supported by stronger global activity and demand. The Bank is also projecting a pickup in household spending, supported by population and income growth, as well as by the recent federal income tax cut. In its January MPR, the Bank projects the global economy will grow by just over 3 percent in 2020 and 3 ¼ percent in 2021. For Canada, the Bank now forecasts real GDP will grow by 1.6 percent this year and 2 percent in 2021, following 1.6 percent growth in 2019.

While the output gap has widened in recent months, measures of inflation remain around 2 percent. This is consistent with an economy that, until recently, has been operating close to capacity. The Bank expects inflation will stay around the 2 percent target over the projection horizon, with some fluctuations in 2020 from volatility in energy prices. Meanwhile, labour markets in most regions have little slack and wages continue to firm.

In determining the future path for the Bank’s policy interest rate, Governing Council will be watching closely to see if the recent slowdown in growth is more persistent than forecast. In assessing incoming data, the Bank will be paying particular attention to developments in consumer spending, the housing market, and business investment.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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