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Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht – 600 zusätzliche Milliarden!

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00%. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50%. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25%.

Entscheidend: Das aktuelle Notfall-Kaufprogramm für Anleihen (PEPP) wird um 600 Milliarden Euro erweitert auf 1,35 Billionen Euro! Der Zeitraum, in dem unter dem PEPP Anleihen gekauft werden können, wird verlängert bis Juni 2021. Zurückgezahlte Anleihen unter dem PEPP werden bis Ende 2022 reinvestiert.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(1) The envelope for the pandemic emergency purchase programme (PEPP) will be increased by €600 billion to a total of €1,350 billion. In response to the pandemic-related downward revision to inflation over the projection horizon, the PEPP expansion will further ease the general monetary policy stance, supporting funding conditions in the real economy, especially for businesses and households. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy.

(2) The horizon for net purchases under the PEPP will be extended to at least the end of June 2021. In any case, the Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until it judges that the coronavirus crisis phase is over.

(3) The maturing principal payments from securities purchased under the PEPP will be reinvested until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary stance.

(4) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates.

(5) Reinvestments of the principal payments from maturing securities purchased under the APP will continue, in full, for an extended period of time past the date when the Governing Council starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(6) The interest rate on the main refinancing operations and the interest rates on the marginal lending facility and the deposit facility will remain unchanged at 0.00%, 0.25% and -0.50% respectively. The Governing Council expects the key ECB interest rates to remain at their present or lower levels until it has seen the inflation outlook robustly converge to a level sufficiently close to, but below, 2% within its projection horizon, and such convergence has been consistently reflected in underlying inflation dynamics.

The Governing Council continues to stand ready to adjust all of its instruments, as appropriate, to ensure that inflation moves towards its aim in a sustained manner, in line with its commitment to symmetry.

EZB Tower
Der EZB-Tower in Frankfurt. Foto: Epizentrum CC BY-SA 3.0



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9 Kommentare

  1. Kein Abverkauf, schon mal nicht schlecht und ab Richtung Norden! Auf das System ist Verlass.

  2. So ist es! Solange wir die Notenbanken unter dem Arsch haben und die meisten ungläubig den steigenden Kursen nur hinterherschauen, gehts Aufwärts. Bis 23.06. haben wir die 14000 im DAX geknackt.

  3. Noch ein Roland…:-) gebe dir aber recht. Das Paket passt für das Allzeithoch. FED ist auch da, alles in Butter für den Bullenmarkt.

  4. Das ist richtig armselig dass der Dax nicht auf 13.500 Punkte gestiegen ist! Wo sind Sie @Sven? Oder ist Ihnen das Geld ausgegangen?

    1. Also ich find´s nicht negativ, wenn der Markt nicht gleich noch eins auf die Schippe drauf packt und immer kleine Korrekturen mit einstreut. Das ist für die steigenden Kurse gesünder. Jetzt sieht man auch, wie sozial der Markt ist. Jetzt können sogar die noch auf den fahrenden Zug zu den 14000 mit aufspringen, die bis 5 zählen können.

  5. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 4. Juni 2020 | das-bewegt-die-welt.de

  6. Klasse, bald sind wir alle reich. Ein Traum wird war. Aber warum drucken sie so wenig?

  7. Hier die neuste Prophezeiung der Hopi-Indianer: Erst wenn es so viele Geldscheine wie Sterne am Himmel gibt, bemerkt der Mensch, dass das zu viel des Guten ist!

  8. da sind langsam zu viele Bullen unterwegs, ein Zeichen das es bald kippen könnte. Der Grund wird egal sein. Shorties haben nun wohl auch alle Positionen gehedgt….auf zur 11400/200. Wachstumsaussichten wurden weiter stark nach unten korrigiert. Der steigenden Euro dürfte auch zur Belastung werden.

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