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Aktuell: Fed hebt Leitzins an – und Kernaussagen des FOMC-Statements: hawkisher als erwartet!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Fed hebt – wie erwartet – die Leitzinsen um weitere 0,25% an auf nun 2,25%-2,50. Alles andere als eine Zinsanhebung wäre eine Überraschung gewesen, die die Märkte zu der Frage geführt hätte: „Was weiß die Fed, was wir nicht wissen“?

Zentrale Aussagen des FOMC-Stamenents in Schlagzeilen:

– weitere graduelle Zinsanhebungen angemessen (FMW: das ist eine Enttäuschung!)

– zwei weitere Zinsanhebungen in 2019 (FMW: zuvor waren es drei)

– Risken ausbalanciert

– keine Aussagen über eine Verlangsamung der Bilanzreduzierung (FMW: hawkish!)

FMW: insgesamt weniger dovish als erhofft! Die Fed nimmt zwar die drei Anhebungen für 2019 auf zwei zurück, aber das war es auch schon..die US-Märkte tiefer! Jetzt muß Powell retten!

Der Vergleich zum vorherigen Statement der Fed:

Das Statement im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in November indicates that the labor market has continued to strengthen and that economic activity has been rising at a strong rate. Job gains have been strong, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Household spending has continued to grow strongly, while growth of business fixed investment has moderated from its rapid pace earlier in the year. On a 12-month basis, both overall inflation and inflation for items other than food and energy remain near 2 percent. Indicators of longer-term inflation expectations are little changed, on balance.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee judges that some further gradual increases in the target range for the federal funds rate will be consistent with sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective over the medium term. The Committee judges that risks to the economic outlook are roughly balanced, but will continue to monitor global economic and financial developments and assess their implications for the economic outlook.

In view of realized and expected labor market conditions and inflation, the Committee decided to raise the target range for the federal funds rate to 2-1/4 to 2‑1/2 percent.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the FOMC monetary policy action were: Jerome H. Powell, Chairman; John C. Williams, Vice Chairman; Thomas I. Barkin; Raphael W. Bostic; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Mary C. Daly; Loretta J. Mester; and Randal K. Quarles.

31 Kommentare

31 Comments

  1. Avatar

    Hinterfrager

    19. Dezember 2018 20:03 at 20:03

    Wahnsinn! Das ist ja schneller als etwa bei Zero Hedge! Respekt!

    • Avatar

      Paul

      19. Dezember 2018 20:12 at 20:12

      Da ist Fugmann ein ASS!
      Markus haengt am Aether von Powell….

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    Prognostiker

    19. Dezember 2018 20:48 at 20:48

    Ich habe gedacht,dass heute nicht viel passieren wird an den Aktienmärkten.Die Zeiten der Wahnsinns – Rallys sind anscheinend vorbei u. nach unten sichern an solch wichtigen Tagen die PPT- Leute.
    ( Plunge Protection Team)
    Auch den Verfallstag am Freitag werden sie noch über die Runden bringen.Dann vielleicht noch ein Window-
    Dressing Ende Monat.Dann werden die Profiteure der 10 jährigen Hausse Gewinne sichern oder Short gehen.Die nächsten Quartale wird bei den Börsespezialisten die Spreu vom Weizen trennen.
    Einige haben schon in letzter Zeit erfahren ,dass Zinsen auch steigen u.Börsen auch fallen können.

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    Michael

    19. Dezember 2018 20:51 at 20:51

    Die Fed hebt – wie erwartet – die Leitzinsen um weitere 0,25% an auf nun 2,25%-2,50. Alles andere als eine Zinsanhebung wäre eine Überraschung gewesen, die die Märkte zu der Frage geführt hätte: „Was weiß die Fed, was wir nicht wissen“?
    Die Reaktion der Märkte lässt allerdings darauf schließen, dass sie anderes erwartet haben.
    USD explodiert gegenüber allem, Commodities, Devisen und auch Indizes stürzen.

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      Hinterfrager

      19. Dezember 2018 21:07 at 21:07

      Ja, man dachte wohl, dass die 2018er (steuerreformgestützte) Party, in der sich zudem (glücklicherweise) einige geo- und finanzpolitische Risiken NICHT realisiert haben (Korea, China, Ukraine, Brexit Vote, Italien etc.) einfach ins neue Jahr verlängert werden kann. Doch dem ist nun einmal nicht so. Außerdem sind wir nach einigen Jahren massiv notenbankgestützter Aufwärtsbewegungen ans (natürliche) Ende eines jeden Kreditzyklus angelangt. Mit einem Rekord an Verschuldungsquoten, und zwar in- und außerhalb der USA, weit höher auch noch als Anfang 2008! The party is over – but please don’t panic ^^!

      • Avatar

        Michael

        20. Dezember 2018 02:14 at 02:14

        Was ich eigentlich sagen wollte: Wie allgemein bekannt, handle ich keine Aktien und Indizes, sondern Devisen. Dass der USD steigen wird, wenn die FED die Zinsen erhöht, war klar. Dass die FED die Zinsen erhöht, war auch klar. Die erbärmliche Hoffnung und Wahrscheinlichkeit, dass die FED die Zinsen nicht erhöht, weil der kriminelle Präsident das nicht so will, war verschwindend gering.
        Konsequenterweise habe ich mich dahingehend kurzfristig stark long im USD (EURUSD, XAUUSD) positioniert. Das war sehr schön und großartig und gar nicht schrecklich und hat funktioniert, es stehen nun überraschend tolle 3 Monate für die ganze Familie bevor! ;)

        Ich bin andererseits natürlich schon wieder mit einem neuen größeren Long bei XAUUSD seit 1.243 im Gold dabei, da sich die verunsicherten und konfusen Vollprofis sicher bereits die Wunden lecken und ggf. zu denken beginnen (sofern sie dazu grundsätzlich in der Lage sind, wir werden sehen). Kann pure Dollarstärke ohne jegliche Basis als sicherer Hafen das Maß aller Dinge sein? Alle Aktienmärkte wanken und schwanken, why not investing in something solid like Gold? 150 bis 200 Pips’chen könnten heuer noch realistisch sein.

        Frohe und hoffentlich goldene Weihnachten, don’t panic! Zur Not setzt alles, was noch da ist auf Cable oder investiert in künstlerische, wunderschöne Stahlmauerprojekte, seltsam-skurrile Einzelgänger sind ja derzeit schwer in Mode ;)

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          Unwissender

          20. Dezember 2018 11:02 at 11:02

          @Michael
          Die Bewegung des Eur/USD gerade versteh ich im Kontext der gerade vergangenen Ereignisse gar nicht! Oder fischt da jemand StopLoss ab?

          Kennen Sie ein Forum im Netz, bei dem es explizit um Forex geht, d.h. wo sich Leute über aktuelle Fragen und Ereignisse am Markt austauschen?

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            Unwissender

            20. Dezember 2018 11:45 at 11:45

            „Die Dollar-Schwäche am Donnerstag erklärten Marktbeobachter mit einer heftigen Gegenbewegung. Offenbar setzte sich am Donnerstag am Devisenmarkt die Erkenntnis durch, dass die Fed ihre Zinsen im kommenden Jahr wohl weniger stark erhöhen wird, als sie bislang signalisiert hatte. Das lastete ebenso auf dem Dollar wie zurückhaltende Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell zur künftigen Wirtschaftsentwicklung.“
            -gefunden bei investing.com-
            Ich bin verwirrt, was die längerfristigen Aussichten im Dollar betrifft.

          • Avatar

            Michael

            20. Dezember 2018 12:08 at 12:08

            @Umwissender, Powell hat gestern nur noch zwei statt drei Zinserhöhungen in 2019 in Aussicht gestellt, was ja eigentlich ziemlich dovish zu bewerten ist. Wie immer, hat man gestern roboter- bzw. gebetsmühlenartig (Algos?) erst einmal auf die Anhebung reagiert und außerdem versucht, in die Aussagen alles mögliche hinein zu interpretieren. Eingepreist war das jedoch schon längst. Vor nicht allzu langer Zeit redete man sogar noch von 4 Anhebungen im Jahr.
            Ich glaube nicht, dass hier speziell im EURUSD signifikant SL abgefischt wurden, denn es herrscht in allen USD-Paaren Dollarschwäche. Prima für meinen Gold-Long von gestern Nacht :)

            Ein spezielles Forex-Forum kenne ich leider nicht (mehr), da sehr viele auf Twitter und ähnliche Privatsphärenkiller als Kommunikationsform umgestiegen sind. Und das muss ich mir wirklich nicht antun.

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            Michael

            21. Dezember 2018 01:14 at 01:14

            @Unwissender, auf dem FOREX-Markt habe ich USDCAD schon seit längerm im Visier. Seit Januar und nochmals April hatte ich mehrere Longs, gestaffelt etwa alle 250 Pips, beginnend bei etwa 1.22 im Januar und 1.26 im April (TP bei allen etwa 1.35) platziert, die gestern und heute punktgenau abgegriffen wurden.
            Nun scheint mir ein guter Einstieg für eine Korrektur (Short) um 300 bis 500 Pips zu sein. Ich habe eben einen größeren Short-Trade bei 1.35257 mit Ziel (TP) 1.325 platziert. Manuelles Eingreifen, was den Ausstieg (TP) betrifft, natürlich inklusive ;)
            USDCAD ist jedoch inzwischen ein heikles und schwieriges Thema, nicht zuletzt wegen der geografischen Nähe Kanadas zum irren und kriminellen Präsidenten. Hier gelten seit November 2016 etwas andere Gesetze, als die des einst mal freien FOREX-Marktes.
            Aber beobachten und entscheiden Sie selber…

            lG Michael

          • Avatar

            Michael

            9. Januar 2019 15:47 at 15:47

            @Unwissender, mein Short-Trade im USDCAD vom 21.12.2018 wurde heute Nacht beim TP von 300 Pips erfolgreich geschlossen. Anfang Januar hatte ich bei etwa 1.365 nochmal eine größere Position nachgelegt, das war einfach zu verführerisch ;) Diese ist jetzt gut 400 Punkte im Plus.

            Da heute Nachmittag die Zinsentscheidung der BoC mit dazugehörigem Geschwafel stattfindet, ist mit höherer Volatilität zu rechnen. Aus diesem Grund habe ich den Trade mit einem SL in der Gewinnzone bei etwa 1.34 (250 Pips) abgesichert. TP sitzt im Bereich der Tiefs von Anfang November bei etwa 1.305 (600 Pips).
            Das wird sicher ein spannender Nachmittag :)

        • Avatar

          Columbo

          20. Dezember 2018 11:47 at 11:47

          @Michael
          „Alle Aktienmärkte wanken und schwanken, why not investing in something solid like Gold?“
          Solid??? Mamma mia?.
          Diese Aussage schlägt alles, obwohl ich nicht gerade ein Goldhasser bin.
          Wünsche Ihrer Familie, daß auch die übernächsten 3 Monaten so toll werden.

          • Avatar

            Michael

            20. Dezember 2018 12:38 at 12:38

            @Columbo, ich bin weder ein Goldhasser, noch ein Goldanbeter, ich versuche einfach, auch damit ab und zu Geld zu verdienen. Ob das durch einen Short oder Long passiert, ist mir egal. Ich dachte bei „solid“ eher an eine kurz- bis mittelfristige Flucht in sichere Häfen, die bei der rauen See an den geliebten Aktienmärkten, dem Zentralbankenchaos und der dauernden politischen Einflussnahme auf alle möglichen Kurse (auch FOREX)demnächst stattfinden könnte. Man kann natürlich auch auf die Jahresend-und-Anfangsrally an den Aktienmärkten oder auf Kryptowährungen setzen, wenn man es lieber ganz solide will.

            Danke übrigens für die Wünsche, mein Gold-Long von heute Nacht hat uns bereits weitere 6 tolle Schlaraffenwochen beschert :)

          • Avatar

            Michael

            20. Dezember 2018 12:55 at 12:55

            Ergänzung: Gold wurde statistisch signifikant über einen längeren Zeitraum immer im November/Dezember extrem abverkauft, um dann wieder zu korrigieren (ggf. wegen des üblichen Dollar- und Aktienwahns am Jahresende ?!). Dies ist heuer bisher ausgeblieben, weshalb ich aktuell eben auf die Flucht in sichere Häfen spekuliere. Mich würde aber auch interessieren, was Ihrer Ansicht nach derzeit als solide zu bewerten ist?

          • Avatar

            Paul

            20. Dezember 2018 14:40 at 14:40

            Frag mal den Gold-Bauern,der ist immer dabei(…)!

          • Avatar

            leftutti

            24. Dezember 2018 19:16 at 19:16

            @Michael, mit deinem Gold-Long vom 20. Dezember seit 1.243 mit TP bei 200 Punkten hast du mal wieder in medias res auguriert und eine klasse Empfehlung gepostet. Das war somit gar keine furchtbare, schreckliche, nicht gute, sehr schlechte Woche, eher das Gegenteil. Es war mutig, offen und transparent. Lass dich von all den „Kritikern“ und Zynikern aus Ost und (Qu)West, aus Süd und Nord nicht unterkriegen.
            Ich jedenfalls „wünsche Deiner Familie neidlos, dass auch die übernächsten 3 Monate so toll werden“.

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    Roberto

    20. Dezember 2018 12:08 at 12:08

    Hallo an alle Teilnehmer der Lesestunde,

    wie viele wissen bin ich ja daytrader und halte Positionen nicht allzulang in einer Richtung, es sei denn sie sind schon gut im Gewinn abgesichert.
    Ich habe aber heute beschlossen mir eine längerfristige Position auf den Dax longaufzubauen.
    Grund 1: Der Dax ist nunmehr fast 23 % von seinem ATH entfernt und hat eine ziemlich starke Unterstützungszone auf Wochenbasis erreicht.
    Grund 2: Ich lese seit einiger Zeit so viele pessimistische Kommentare, das ich die wenigen optimisten richtig suchen muß.
    Und ja…die FED hat den leitzins erhöht und die Rückführung von 50 Milliarden beibehalten, aber das ist nunmehr raus. Das weiß jetzt jeder. Italien hat sich mit der EU geeinigt. Bleibt als Risk Faktor der Brexit und der Handelsstreit der USA mit China.
    Diese werden meines Erachtens aber nicht mehr bis mitte januar relevant werden.
    Denn die Akteure werden vor Jahresende nichts mehr großartiges anbrennen lassen wollen. Und die ersten 10 Tage im Januar sind sogar die Politiker noch im Urlaubsmodus.
    Daher meine Spekulation das wir jetzt bis zu mitte Januar eine kleine „Bärenmarktrally “ erleben werden.
    UND : Ich erwarte mit Sicherheit keinen Zuspruch, sämtliche Kommenatre die ich hier lese sind genau das Gegenteil von meiner aktuellen Ansicht.
    Und ich hoffe das bleibt so. Denn nur das gibt mir ein gutes Gefühl das ich doch richtg liege. :-)
    In diesem Sinne: FROHE WEIHNACHTEN
    Vg
    Roberto

    • Avatar

      sufaap2008

      20. Dezember 2018 12:49 at 12:49

      Servus Roberto.
      Zuspruch ;-)
      meine Order sind bei 10670 automatisch ausgeführt worden, die Überlegung die Stops im Bereich 10480-10380 zu setzen.
      Frohe Weihnachten
      LG

      • Avatar

        sufaap2008

        20. Dezember 2018 18:23 at 18:23

        Korrektur, natürlich bei 10570 nicht bei 10670!

        • Avatar

          Wolfgang M.

          20. Dezember 2018 19:13 at 19:13

          Hallo sufaap2008. Schön was von dir zu lesen. Hamburg war gut. Nothing beats the personal connection. Der Dax ist richtig stabil, angesichts der heftigen US-Verluste. Bin auch kurzfristig konservativ eingestiegen, da die Überverkauftheit schon gewaltig ist. Meine Langfristanalyse kennst du ja. Die Großen in den USA wurden nach dem Fed-Meeting auf dem falschen Fuß erwischt und müssen am Tag „vor“ dem quadruple witching day Absicherungen kaufen, koste es was es wolle.
          Gruß

          • Avatar

            sufaap2008

            20. Dezember 2018 22:46 at 22:46

            @Wolfgang M. Servus mein Guter!
            Deine Sicht der Dinge kenne ich ja, da bin ich ganz bei dir.
            Wir sind mitten in einem Crash, eine atemberaubende Erfahrung!
            Wen der „längste“ Zyklus zu Ende geht, dann fliegt anscheinend der ganze Laden auseinander…
            In Anbetracht der enormen Fallhöhe des Kätzchen, ist das hier bloß ein kurz/mittelfristiges, spekulatives Ding um am evtl. Abpraller ein Paar Groschen zu verdienen ;-)

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    Columbo

    20. Dezember 2018 15:42 at 15:42

    @Michael
    Solide ist in meinen Augen gar nichts auf der Welt, zumindest wenn man Materielles damit meint.
    Merkwürdig find ich, daß einer hier postet, wie lange es seiner Familie durch erfolgreiche Tradings gut geht.
    Aber ist eh ok, a bissl Angeberei muß sein.

    • Avatar

      Michael

      20. Dezember 2018 16:41 at 16:41

      @Columbo, eben, das mache ich ja das ganze Jahr über eh nicht, aber einmal im Jahr kurz vor Weihnachten darf es schon mal sein. Hatte auch schon einen zum Gewinn zusätzlich euphorisierenden Becher Glühwein intus ;)

      Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

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    Unwissender

    21. Dezember 2018 10:09 at 10:09

    @Michael
    Ich habe mir mal Ihren Handel über das Jahr in USD/CAD im Chart angesehen. Sehr interessant, und Glückwunsch dazu. Mich würden Ihre Überlegungen dabei interessieren. CAD ist meines begrenzden Wissens nach eine der vom Öl beinflussten Währungen. Am Ölpreis kann Ihr Ansatz aber nicht gewesen sein, da dessen Preis Anfang des Jahres noch nicht abgestürzt war und ein Absturz nicht absehbar war. Was also hat Sie veranlasst anzunehmen, dass der USD so gegen den CAD steigen wird?
    Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich jetzt auf die Schnelle nicht die damalige fundamentale Ausgangslage recherchiert habe.
    Danke und Viele Grüße

    • Avatar

      Michael

      9. Januar 2019 15:27 at 15:27

      @Unwissender, Ihr Kommentar ist mir völlig durch die Lappen gegangen, weil ich ab 21. Dezember bereits im Urlaubsmodus war :) Ebenso muss ich sagen, dass mir meine damaligen Überlegungen nun ein Jahr später auch nicht mehr so präsent sind.
      Ich bin nicht so sehr der Meinung, dass CAD im Vergleich zu USD in einem so hohen Maße vom Ölpreis beeinflusst ist, wie viele glauben mögen. Denn auch die USA sind inzwischen zu einem äußerst bedeutsamen Ölexporteur mutiert, weshalb sich Ölpreisschwankungen auch auf den USD auswirken und dahingehend zu einer deutlichen Kompensation im Vergleich zum CAD führen müssten.
      Es stand vielmehr eine allgemeine Dollarstärke, nicht zuletzt wegen der angekündigten Zinserhöhungspolitik der FED im Raum, die ja auch in allen anderen Währungspaaren und dem USD-Index abgebildet wird. Dazu kam Trumps Getöse und Rundumschlag zum Thema NAFTA im Allgemeinen im Januar und April, sowie speziell gegen Kanada nochmal im April.
      Von Januar bis April waren meine Trades ja ohnehin eine Nullnummer, erst ab April ging es dank des irren Präsidenten bergauf.

      • Avatar

        Unwissender

        9. Januar 2019 17:55 at 17:55

        @Michael
        Ich habe mir eben die Zeit genommen, Ihre Trades im USD/CAD am Chart nochmal nachzuvollziehen. Sie scheinen zu wissen was Sie tun.?Darf ich erfahren, Sie Forex handeln? Ich meine, in welchen Zeitfenstern und ob charttechnisch oder fundamentalanalytisch basiert? Mir scheint es, dass Sie in großen Zeitfenstern handeln und eher fundamental.
        Ich persönlich habe noch nicht mit realem Geld (sofern es das überhaupt gibt?) gehandelt und verfolge die Finanzmärkte von der Seitenlinie. Ich tendiere eher zur Fundamentalanalyse in größeren Zeitfenstern, wenn ich es doch mal wagen sollte, auf’s Football-Feld zu den brutalen Jungs zu laufen und mitzuspielen. Wenn, dann wäre es nebenbei her zu meinem eigentlichen Broterwerb.
        Übrigens verfolge ich Ihre Kommentare zu anderen, politischen Themen hier bei FMW mit Begeisterung, so Sie denn auch der betreffende „Michael“ sind. Einigen Kommentatoren muss man wenigstens hier einfach entgegentreten. Habe auch schon, unter anderen Nicknames, meinen Senf dazugegeben. Schlimm genug, dass diese Leute schon die Foren anderer Nachrichtenseiten so bevölkern, dass man da gar nicht mehr mitlesen will bzw. den Eindruck gewinnen könnte, dass wir in einem schlimm gebeutelten Land leben und es nur noch eine Frage der Zeit ist, dass ein lynchender Mob durch Deutschland zieht, obwohl das nur ein paar Dutzend sind, die sich in den Foren immer wieder produzieren.

        • Avatar

          Michael

          10. Januar 2019 11:10 at 11:10

          @Unwissender, erst einmal muss ich sagen, dass Sie das genau richtig machen, erst einmal mit „Spielgeld“ bzw. einem Demokonto zu trainieren, um sich dann vielleicht einmal nebenberuflich ins Haifischbecken zu wagen. Alles andere wäre Harakiri an diesen inzwischen doch recht seltsamen „freien“ Märkten, die zusehends durch das Geschwätz und die Taten von Präsidenten, Politikern und Notenbankern manipuliert oder zumindest stark beeinflusst werden.
          Anfangs war mein Trading sehr kurzfristig ausgelegt, von etwa 1 bis 3 Tage. Ich wollte an den großen Schlachtfesten wie den NFP-Fridays oder den Notenbanksitzungen und -protokollen teilhaben oder irgendwelche sonstigen heftigen Volatilitäten ausnutzen und — habe natürlich jämmerlich verloren ;)
          Das zweite Konto habe ich dann, kurz gesagt, dadurch vernichtet, dass ich die Verluste aus dem ersten Malheur zu schnell, mit zu vielen Trades und zu großen Positionen wieder wettmachen wollte. Und dass ich Verlustpositionen aussitzen wollte, statt diese frühzeitig zu eliminieren. Das alles ist nun zum Glück schon einige Jahre her, sodass ich inzwischen schmunzelnd auf meine eigene Dummheit zurückblicken kann und hoffentlich das Richtige daraus gelernt habe.
          Heute mache ich nur noch recht wenige Trades mit hohen Lot-Zahlen (1 bis 3 p.m.) oder staffle kaskadenmäßig ein paar Trades (wie oben beim USDCAD von Januar und April 2018 beschrieben), wenn ich für mich sicher bin, dass ein etwas länger anhaltender Trend eingetreten ist.
          Charttechnik nimmt für meine Entscheidungen an Einfluss zusehends ab, je mehr die Märkte durch Politiker und Notenbanken manipuliert werden. Ich lasse sie quasi bestärkend mit einfließen und beziehe sie in meine Erwägungen zu SL und TP mit ein. Wenn ich also fundamentalanalytisch überzeugt bin, die Charttechnik dann auch noch perfekt dazu passt und der große Mauerbauer mit einem Tweet nicht gerade wieder alle Überlegungen zerstört hat, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Trade rapide an :) Nach vielen Jahren fließt jedoch auch eine gewisse Portion Erfahrung, Intuition und Bauchgefühl mit ein, wie beispielsweise bei den prognostizierten Korrekturen im USDCAD von Ende Dezember und Anfang Januar.
          Sehr langfristige Trades versuche ich aufgrund der nicht zu vernachlässigenden Aufsummierung von Swap-Gebühren eher zu vermeiden, außer sie laufen einfach gut und konstant oder es treten manipulierte massive Trends ein, wie etwa ab Mai 2014 beim EURUSD, als ein italienischer Mafiosi seine Position subjektiv und einseitig ausnutzte und die Vernichtung der Altersvorsorge 100er Millionen Menschen billigend in Kauf nahm.
          Im Idealfall sollten meine Trades nach spätestens 2 bis 4 Wochen erfolgreich abgeschlossen sein. Ziele, TPs etc. sind dabei nicht festgemauert, wahrscheinlich werde ich den letzten verbliebenen Short im USDCAD heute manuell (bei aktuell 420 bis 450 Pips Gewinn) glattstellen und vielleicht sogar auf eine Korrektur nach oben spekulieren.

          Und noch zuletzt: Ja, ich bin der betreffende Michael, dem manchmal bei zuviel rechtsbraunem Faschistengesülze der Toleranzfaden reißt ;) Leider sind es nicht nur ein paar Dutzend Quatschköpfe in den Foren, sondern eben auch faktisch ein kleiner lynchender Mob, der tatsächlich menschliche Treibjagden durch die eine oder andere Oststadt veranstaltet, Brände legt und auch vor Mordversuchen nicht weiter zurückschreckt.

          • Avatar

            Unwissender

            10. Januar 2019 17:29 at 17:29

            @Michael
            Ich danke Ihnen soweit erstmal für die Einblicke. Diese sind mir doch sehr behilflich gewesen hinsichtlich meines Lernprozesses. Ob ich jemals tasächlich mein Geld im Forex-Handel oder anderen Bereichen investieren werde, weiß ich noch nicht, auf keinen Fall jedoch im Bereich von 1 Lot oder höher (eher Microlots). Interessant ist es aber allemal, das Spiel an allen Finanzmärkten, und die politischen Zusammenhänge diesbezüglich.
            Bleiben Sie wie Sie sind. Es ist erfrischend, Ihre Kommentare (und die von @leftutti z.B.) zu lesen, und es tut gut zu wissen, dass doch noch menschliche Ansichten in Onlineforen vertreten werden. Ich werde auch dabei sein, unter anderem Nickname jedoch.
            Viel Erfolg weiterhin!

          • Avatar

            Michael

            10. Januar 2019 18:14 at 18:14

            @Unwissender, herzlichen Dank für die Blumen :)
            Ich habe Leftutti tatsächlich vor einiger Zeit persönlich kennengelernt, nachdem ich ihn mal kontaktiert habe, weil auch mir seine Kommentare und Ansichten hier auf FMW immer gut gefallen und mich auch sein Beruf als Glaziologe sehr interessiert. Ich werde ihm Ihre Anerkennung weiterleiten.
            So gesehen ist die FMW auch eine Kennenlern-Börse, dank an @Markus Fugmann ;)

            P.S. Die Lotgrößen sollten natürlich immer dem Kontostand und der Anzahl der Trades angepasst sein. Ich konnte das aktuelle Konto in den letzten 4 Jahren versechsfachen, begonnen hatte ich damals mit Lotgrößen von 0,25

      • Avatar

        Unwissender

        9. Januar 2019 20:32 at 20:32

        @Michael
        Der heutige Tag dürfte Ihrem anvisierten Zeil im USD/CAD-Trade aufgrund der FED-Aussagen sehr entgegen kommen?

        • Avatar

          Michael

          10. Januar 2019 11:13 at 11:13

          @Unwissender, ja, das war natürlich das Glück des Tüchtigen ;)
          Solches unerwartetes Gequatsche hat bisher natürlich aber auch bereits schon viele Trades zurückgeworfen, das ist inzwischen leider ein sehr bestimmender Faktor.

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Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Devisen

Große Pfund-Wette übers Wochenende, US-Dollar und der Goldpreis

Claudio Kummerfeld

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Symbole für Pfund Euro, Yen und US-Dollar

Über das bevorstehende Wochenende hinweg wird womöglich eine große Pfund-Wette laufen. Die läuft folgendermaßen. Entweder das Pfund wird nächste Woche weiter deutlich fallen, oder es passiert gar nichts. Denn heute Mittag hat der britische Premier Boris Johnson mit einem harten Brexit gedroht. Die EU bewege sich nicht und habe nie ernsthaft verhandelt, so Johnson (hier mehr dazu). Daraufhin war das britische Pfund gegen den US-Dollar und gegen den Euro seit 12:50 Uhr gefallen.

Und die EU-Kommission hat geantwortet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte, dass man weiterhin an einem Deal arbeite, aber nicht zu jeden Preis (sie will wohl nicht als erpressbar in der Öffentlichkeit da stehen). Wie bereits geplant, werde das Verhandlerteam der EU nächste Woche nach London aufbrechen, so ihr kurzer Text. Also: Entweder die Drohung von Boris Johnson sollte lediglich seine eigene Verhandlungsposition verbessern (auf dicke Hose machen), oder es kommt nächste Woche zu einer Konfrontation, die sich nicht mehr lösen lässt. Das wäre wahrscheinlich für das britische Pfund ein ziemlich schlechtes Signal. Den ersten Vorgeschmack gab es vorhin. Euro gegen Pfund steigt von 0,9047 auf 0,9090. Pfund gegen US-Dollar fällt von 1,2957 auf 1,2920. Das waren noch keine Riesen-Bewegungen, aber der Devisenmarkt hat negativ auf die Johnson-Aussagen reagiert. Wer jetzt noch vorm Wochenende eine Pfund-Position öffnet, geht ein großes Risiko ein. Denn man weiß nicht, wie sich die politische Lage übers Wochenende entwickelt.

US-Dollar

Der US-Dollar stand vorhin unter der Fuchtel von US-Konjunkturdaten. Um 14:30 Uhr wurden die Einzelhandelsumsätze deutlich besser gemeldet als erwartet. Dann um 15:15 Uhr folgten Daten zur US-Industrieproduktion, die schlechter gemeldet wurden als erwartet. Und vorhin um 16 Uhr dann der dritte Akt heute Nachmittag. Daten der Universität von Michigan zeigen ein etwas besser als erwartetes Vertrauen der US-Verbraucher. Der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb) hat sich durch diese drei Daten bis jetzt nur minimal geändert mit einem Anstieg von 93,56 auf 93,63 Indexpunkten.

Goldpreis

Der Goldpreis hat seit 14 Uhr von 1.913 auf jetzt 1.905 Dollar verloren. Wir erinnern an unsere Berichterstattungen der letzten Tage. Immer wieder gab es Anläufe im Goldpreis über die Marke von 1.900 Dollar, sogar deutlich stärker als heute – und immer wieder fiel der Goldpreis unter diese runde Marke. Gold ist seit Tagen nicht stabil und zeigt keinen nachhaltigen Aufwärtsmove. Hauptsächlich schuld ist der US-Dollar, der sich seit Montag im Aufwärtstrend befindet, und Gold auf dem Weg nach oben blockiert. Im Chart sehen wir seit Wochenanfang den Goldpreis in rot-grün gegen den Dollar-Index in blau.

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar im Kursverlauf

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Allgemein

Brexit: Boris Johnson – steuern auf No Deal zu, harter Abgang wahrscheinlich

Markus Fugmann

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Kommt doch der harte Brexit? Boris Johnson hat genau das soeben angedeutet: solange sich die EU nicht bewege, so der britische Premier, werde es einen No Deal beim Brexit geben. Man würde dann eine Vereinbarung haben wie zwischen der EU und Australien, so Johnson.

Johnson weiter in Schlagzeilen:

– der von der EU vorgeschlagene Deal wie zwischen der EU und Kanada wird nicht funktionieren

– die EU hat nicht wirklich ernsthaft verhandelt, daher sollten wir uns auf einen Brexit ohne Deal vorbereiten

Das britische Pfund zunächst stärker unter Druck, nun aber doch mit einer (volatilen) Erholungsbewegung. Vermutlich gehen die Märkte davon aus, dass doch zu viel auf dem Spiel steht und halten daher die Aussagen von Johnson für eine Drohgebärde ohne wirklich ernsten Hintergrund. Aber aus unserer Sicht meint es Johnson durchaus ernst..

Ein harter Brexit wird wahrscheinlicher, sagt Premier Johnson

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