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Aktuell: Fed hebt Leitzins an – und Kernaussagen des FOMC-Statements: hawkisher als erwartet!

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Die Fed hebt – wie erwartet – die Leitzinsen um weitere 0,25% an auf nun 2,25%-2,50. Alles andere als eine Zinsanhebung wäre eine Überraschung gewesen, die die Märkte zu der Frage geführt hätte: „Was weiß die Fed, was wir nicht wissen“?

Zentrale Aussagen des FOMC-Stamenents in Schlagzeilen:

– weitere graduelle Zinsanhebungen angemessen (FMW: das ist eine Enttäuschung!)

– zwei weitere Zinsanhebungen in 2019 (FMW: zuvor waren es drei)

– Risken ausbalanciert

– keine Aussagen über eine Verlangsamung der Bilanzreduzierung (FMW: hawkish!)

FMW: insgesamt weniger dovish als erhofft! Die Fed nimmt zwar die drei Anhebungen für 2019 auf zwei zurück, aber das war es auch schon..die US-Märkte tiefer! Jetzt muß Powell retten!

Der Vergleich zum vorherigen Statement der Fed:

Das Statement im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in November indicates that the labor market has continued to strengthen and that economic activity has been rising at a strong rate. Job gains have been strong, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Household spending has continued to grow strongly, while growth of business fixed investment has moderated from its rapid pace earlier in the year. On a 12-month basis, both overall inflation and inflation for items other than food and energy remain near 2 percent. Indicators of longer-term inflation expectations are little changed, on balance.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee judges that some further gradual increases in the target range for the federal funds rate will be consistent with sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective over the medium term. The Committee judges that risks to the economic outlook are roughly balanced, but will continue to monitor global economic and financial developments and assess their implications for the economic outlook.

In view of realized and expected labor market conditions and inflation, the Committee decided to raise the target range for the federal funds rate to 2-1/4 to 2‑1/2 percent.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the FOMC monetary policy action were: Jerome H. Powell, Chairman; John C. Williams, Vice Chairman; Thomas I. Barkin; Raphael W. Bostic; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Mary C. Daly; Loretta J. Mester; and Randal K. Quarles.

31 Kommentare

31 Comments

  1. Hinterfrager

    19. Dezember 2018 20:03 at 20:03

    Wahnsinn! Das ist ja schneller als etwa bei Zero Hedge! Respekt!

    • Paul

      19. Dezember 2018 20:12 at 20:12

      Da ist Fugmann ein ASS!
      Markus haengt am Aether von Powell….

  2. Prognostiker

    19. Dezember 2018 20:48 at 20:48

    Ich habe gedacht,dass heute nicht viel passieren wird an den Aktienmärkten.Die Zeiten der Wahnsinns – Rallys sind anscheinend vorbei u. nach unten sichern an solch wichtigen Tagen die PPT- Leute.
    ( Plunge Protection Team)
    Auch den Verfallstag am Freitag werden sie noch über die Runden bringen.Dann vielleicht noch ein Window-
    Dressing Ende Monat.Dann werden die Profiteure der 10 jährigen Hausse Gewinne sichern oder Short gehen.Die nächsten Quartale wird bei den Börsespezialisten die Spreu vom Weizen trennen.
    Einige haben schon in letzter Zeit erfahren ,dass Zinsen auch steigen u.Börsen auch fallen können.

  3. Michael

    19. Dezember 2018 20:51 at 20:51

    Die Fed hebt – wie erwartet – die Leitzinsen um weitere 0,25% an auf nun 2,25%-2,50. Alles andere als eine Zinsanhebung wäre eine Überraschung gewesen, die die Märkte zu der Frage geführt hätte: „Was weiß die Fed, was wir nicht wissen“?
    Die Reaktion der Märkte lässt allerdings darauf schließen, dass sie anderes erwartet haben.
    USD explodiert gegenüber allem, Commodities, Devisen und auch Indizes stürzen.

    • Hinterfrager

      19. Dezember 2018 21:07 at 21:07

      Ja, man dachte wohl, dass die 2018er (steuerreformgestützte) Party, in der sich zudem (glücklicherweise) einige geo- und finanzpolitische Risiken NICHT realisiert haben (Korea, China, Ukraine, Brexit Vote, Italien etc.) einfach ins neue Jahr verlängert werden kann. Doch dem ist nun einmal nicht so. Außerdem sind wir nach einigen Jahren massiv notenbankgestützter Aufwärtsbewegungen ans (natürliche) Ende eines jeden Kreditzyklus angelangt. Mit einem Rekord an Verschuldungsquoten, und zwar in- und außerhalb der USA, weit höher auch noch als Anfang 2008! The party is over – but please don’t panic ^^!

      • Michael

        20. Dezember 2018 02:14 at 02:14

        Was ich eigentlich sagen wollte: Wie allgemein bekannt, handle ich keine Aktien und Indizes, sondern Devisen. Dass der USD steigen wird, wenn die FED die Zinsen erhöht, war klar. Dass die FED die Zinsen erhöht, war auch klar. Die erbärmliche Hoffnung und Wahrscheinlichkeit, dass die FED die Zinsen nicht erhöht, weil der kriminelle Präsident das nicht so will, war verschwindend gering.
        Konsequenterweise habe ich mich dahingehend kurzfristig stark long im USD (EURUSD, XAUUSD) positioniert. Das war sehr schön und großartig und gar nicht schrecklich und hat funktioniert, es stehen nun überraschend tolle 3 Monate für die ganze Familie bevor! 😉

        Ich bin andererseits natürlich schon wieder mit einem neuen größeren Long bei XAUUSD seit 1.243 im Gold dabei, da sich die verunsicherten und konfusen Vollprofis sicher bereits die Wunden lecken und ggf. zu denken beginnen (sofern sie dazu grundsätzlich in der Lage sind, wir werden sehen). Kann pure Dollarstärke ohne jegliche Basis als sicherer Hafen das Maß aller Dinge sein? Alle Aktienmärkte wanken und schwanken, why not investing in something solid like Gold? 150 bis 200 Pips’chen könnten heuer noch realistisch sein.

        Frohe und hoffentlich goldene Weihnachten, don’t panic! Zur Not setzt alles, was noch da ist auf Cable oder investiert in künstlerische, wunderschöne Stahlmauerprojekte, seltsam-skurrile Einzelgänger sind ja derzeit schwer in Mode 😉

        • Unwissender

          20. Dezember 2018 11:02 at 11:02

          @Michael
          Die Bewegung des Eur/USD gerade versteh ich im Kontext der gerade vergangenen Ereignisse gar nicht! Oder fischt da jemand StopLoss ab?

          Kennen Sie ein Forum im Netz, bei dem es explizit um Forex geht, d.h. wo sich Leute über aktuelle Fragen und Ereignisse am Markt austauschen?

          • Unwissender

            20. Dezember 2018 11:45 at 11:45

            „Die Dollar-Schwäche am Donnerstag erklärten Marktbeobachter mit einer heftigen Gegenbewegung. Offenbar setzte sich am Donnerstag am Devisenmarkt die Erkenntnis durch, dass die Fed ihre Zinsen im kommenden Jahr wohl weniger stark erhöhen wird, als sie bislang signalisiert hatte. Das lastete ebenso auf dem Dollar wie zurückhaltende Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell zur künftigen Wirtschaftsentwicklung.“
            -gefunden bei investing.com-
            Ich bin verwirrt, was die längerfristigen Aussichten im Dollar betrifft.

          • Michael

            20. Dezember 2018 12:08 at 12:08

            @Umwissender, Powell hat gestern nur noch zwei statt drei Zinserhöhungen in 2019 in Aussicht gestellt, was ja eigentlich ziemlich dovish zu bewerten ist. Wie immer, hat man gestern roboter- bzw. gebetsmühlenartig (Algos?) erst einmal auf die Anhebung reagiert und außerdem versucht, in die Aussagen alles mögliche hinein zu interpretieren. Eingepreist war das jedoch schon längst. Vor nicht allzu langer Zeit redete man sogar noch von 4 Anhebungen im Jahr.
            Ich glaube nicht, dass hier speziell im EURUSD signifikant SL abgefischt wurden, denn es herrscht in allen USD-Paaren Dollarschwäche. Prima für meinen Gold-Long von gestern Nacht 🙂

            Ein spezielles Forex-Forum kenne ich leider nicht (mehr), da sehr viele auf Twitter und ähnliche Privatsphärenkiller als Kommunikationsform umgestiegen sind. Und das muss ich mir wirklich nicht antun.

          • Michael

            21. Dezember 2018 01:14 at 01:14

            @Unwissender, auf dem FOREX-Markt habe ich USDCAD schon seit längerm im Visier. Seit Januar und nochmals April hatte ich mehrere Longs, gestaffelt etwa alle 250 Pips, beginnend bei etwa 1.22 im Januar und 1.26 im April (TP bei allen etwa 1.35) platziert, die gestern und heute punktgenau abgegriffen wurden.
            Nun scheint mir ein guter Einstieg für eine Korrektur (Short) um 300 bis 500 Pips zu sein. Ich habe eben einen größeren Short-Trade bei 1.35257 mit Ziel (TP) 1.325 platziert. Manuelles Eingreifen, was den Ausstieg (TP) betrifft, natürlich inklusive 😉
            USDCAD ist jedoch inzwischen ein heikles und schwieriges Thema, nicht zuletzt wegen der geografischen Nähe Kanadas zum irren und kriminellen Präsidenten. Hier gelten seit November 2016 etwas andere Gesetze, als die des einst mal freien FOREX-Marktes.
            Aber beobachten und entscheiden Sie selber…

            lG Michael

          • Michael

            9. Januar 2019 15:47 at 15:47

            @Unwissender, mein Short-Trade im USDCAD vom 21.12.2018 wurde heute Nacht beim TP von 300 Pips erfolgreich geschlossen. Anfang Januar hatte ich bei etwa 1.365 nochmal eine größere Position nachgelegt, das war einfach zu verführerisch 😉 Diese ist jetzt gut 400 Punkte im Plus.

            Da heute Nachmittag die Zinsentscheidung der BoC mit dazugehörigem Geschwafel stattfindet, ist mit höherer Volatilität zu rechnen. Aus diesem Grund habe ich den Trade mit einem SL in der Gewinnzone bei etwa 1.34 (250 Pips) abgesichert. TP sitzt im Bereich der Tiefs von Anfang November bei etwa 1.305 (600 Pips).
            Das wird sicher ein spannender Nachmittag 🙂

        • Columbo

          20. Dezember 2018 11:47 at 11:47

          @Michael
          „Alle Aktienmärkte wanken und schwanken, why not investing in something solid like Gold?“
          Solid??? Mamma mia?.
          Diese Aussage schlägt alles, obwohl ich nicht gerade ein Goldhasser bin.
          Wünsche Ihrer Familie, daß auch die übernächsten 3 Monaten so toll werden.

          • Michael

            20. Dezember 2018 12:38 at 12:38

            @Columbo, ich bin weder ein Goldhasser, noch ein Goldanbeter, ich versuche einfach, auch damit ab und zu Geld zu verdienen. Ob das durch einen Short oder Long passiert, ist mir egal. Ich dachte bei „solid“ eher an eine kurz- bis mittelfristige Flucht in sichere Häfen, die bei der rauen See an den geliebten Aktienmärkten, dem Zentralbankenchaos und der dauernden politischen Einflussnahme auf alle möglichen Kurse (auch FOREX)demnächst stattfinden könnte. Man kann natürlich auch auf die Jahresend-und-Anfangsrally an den Aktienmärkten oder auf Kryptowährungen setzen, wenn man es lieber ganz solide will.

            Danke übrigens für die Wünsche, mein Gold-Long von heute Nacht hat uns bereits weitere 6 tolle Schlaraffenwochen beschert 🙂

          • Michael

            20. Dezember 2018 12:55 at 12:55

            Ergänzung: Gold wurde statistisch signifikant über einen längeren Zeitraum immer im November/Dezember extrem abverkauft, um dann wieder zu korrigieren (ggf. wegen des üblichen Dollar- und Aktienwahns am Jahresende ?!). Dies ist heuer bisher ausgeblieben, weshalb ich aktuell eben auf die Flucht in sichere Häfen spekuliere. Mich würde aber auch interessieren, was Ihrer Ansicht nach derzeit als solide zu bewerten ist?

          • Paul

            20. Dezember 2018 14:40 at 14:40

            Frag mal den Gold-Bauern,der ist immer dabei(…)!

          • leftutti

            24. Dezember 2018 19:16 at 19:16

            @Michael, mit deinem Gold-Long vom 20. Dezember seit 1.243 mit TP bei 200 Punkten hast du mal wieder in medias res auguriert und eine klasse Empfehlung gepostet. Das war somit gar keine furchtbare, schreckliche, nicht gute, sehr schlechte Woche, eher das Gegenteil. Es war mutig, offen und transparent. Lass dich von all den „Kritikern“ und Zynikern aus Ost und (Qu)West, aus Süd und Nord nicht unterkriegen.
            Ich jedenfalls „wünsche Deiner Familie neidlos, dass auch die übernächsten 3 Monate so toll werden“.

  4. Roberto

    20. Dezember 2018 12:08 at 12:08

    Hallo an alle Teilnehmer der Lesestunde,

    wie viele wissen bin ich ja daytrader und halte Positionen nicht allzulang in einer Richtung, es sei denn sie sind schon gut im Gewinn abgesichert.
    Ich habe aber heute beschlossen mir eine längerfristige Position auf den Dax longaufzubauen.
    Grund 1: Der Dax ist nunmehr fast 23 % von seinem ATH entfernt und hat eine ziemlich starke Unterstützungszone auf Wochenbasis erreicht.
    Grund 2: Ich lese seit einiger Zeit so viele pessimistische Kommentare, das ich die wenigen optimisten richtig suchen muß.
    Und ja…die FED hat den leitzins erhöht und die Rückführung von 50 Milliarden beibehalten, aber das ist nunmehr raus. Das weiß jetzt jeder. Italien hat sich mit der EU geeinigt. Bleibt als Risk Faktor der Brexit und der Handelsstreit der USA mit China.
    Diese werden meines Erachtens aber nicht mehr bis mitte januar relevant werden.
    Denn die Akteure werden vor Jahresende nichts mehr großartiges anbrennen lassen wollen. Und die ersten 10 Tage im Januar sind sogar die Politiker noch im Urlaubsmodus.
    Daher meine Spekulation das wir jetzt bis zu mitte Januar eine kleine „Bärenmarktrally “ erleben werden.
    UND : Ich erwarte mit Sicherheit keinen Zuspruch, sämtliche Kommenatre die ich hier lese sind genau das Gegenteil von meiner aktuellen Ansicht.
    Und ich hoffe das bleibt so. Denn nur das gibt mir ein gutes Gefühl das ich doch richtg liege. 🙂
    In diesem Sinne: FROHE WEIHNACHTEN
    Vg
    Roberto

    • sufaap2008

      20. Dezember 2018 12:49 at 12:49

      Servus Roberto.
      Zuspruch 😉
      meine Order sind bei 10670 automatisch ausgeführt worden, die Überlegung die Stops im Bereich 10480-10380 zu setzen.
      Frohe Weihnachten
      LG

      • sufaap2008

        20. Dezember 2018 18:23 at 18:23

        Korrektur, natürlich bei 10570 nicht bei 10670!

        • Wolfgang M.

          20. Dezember 2018 19:13 at 19:13

          Hallo sufaap2008. Schön was von dir zu lesen. Hamburg war gut. Nothing beats the personal connection. Der Dax ist richtig stabil, angesichts der heftigen US-Verluste. Bin auch kurzfristig konservativ eingestiegen, da die Überverkauftheit schon gewaltig ist. Meine Langfristanalyse kennst du ja. Die Großen in den USA wurden nach dem Fed-Meeting auf dem falschen Fuß erwischt und müssen am Tag „vor“ dem quadruple witching day Absicherungen kaufen, koste es was es wolle.
          Gruß

          • sufaap2008

            20. Dezember 2018 22:46 at 22:46

            @Wolfgang M. Servus mein Guter!
            Deine Sicht der Dinge kenne ich ja, da bin ich ganz bei dir.
            Wir sind mitten in einem Crash, eine atemberaubende Erfahrung!
            Wen der „längste“ Zyklus zu Ende geht, dann fliegt anscheinend der ganze Laden auseinander…
            In Anbetracht der enormen Fallhöhe des Kätzchen, ist das hier bloß ein kurz/mittelfristiges, spekulatives Ding um am evtl. Abpraller ein Paar Groschen zu verdienen 😉

  5. Columbo

    20. Dezember 2018 15:42 at 15:42

    @Michael
    Solide ist in meinen Augen gar nichts auf der Welt, zumindest wenn man Materielles damit meint.
    Merkwürdig find ich, daß einer hier postet, wie lange es seiner Familie durch erfolgreiche Tradings gut geht.
    Aber ist eh ok, a bissl Angeberei muß sein.

    • Michael

      20. Dezember 2018 16:41 at 16:41

      @Columbo, eben, das mache ich ja das ganze Jahr über eh nicht, aber einmal im Jahr kurz vor Weihnachten darf es schon mal sein. Hatte auch schon einen zum Gewinn zusätzlich euphorisierenden Becher Glühwein intus 😉

      Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

  6. Unwissender

    21. Dezember 2018 10:09 at 10:09

    @Michael
    Ich habe mir mal Ihren Handel über das Jahr in USD/CAD im Chart angesehen. Sehr interessant, und Glückwunsch dazu. Mich würden Ihre Überlegungen dabei interessieren. CAD ist meines begrenzden Wissens nach eine der vom Öl beinflussten Währungen. Am Ölpreis kann Ihr Ansatz aber nicht gewesen sein, da dessen Preis Anfang des Jahres noch nicht abgestürzt war und ein Absturz nicht absehbar war. Was also hat Sie veranlasst anzunehmen, dass der USD so gegen den CAD steigen wird?
    Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich jetzt auf die Schnelle nicht die damalige fundamentale Ausgangslage recherchiert habe.
    Danke und Viele Grüße

    • Michael

      9. Januar 2019 15:27 at 15:27

      @Unwissender, Ihr Kommentar ist mir völlig durch die Lappen gegangen, weil ich ab 21. Dezember bereits im Urlaubsmodus war 🙂 Ebenso muss ich sagen, dass mir meine damaligen Überlegungen nun ein Jahr später auch nicht mehr so präsent sind.
      Ich bin nicht so sehr der Meinung, dass CAD im Vergleich zu USD in einem so hohen Maße vom Ölpreis beeinflusst ist, wie viele glauben mögen. Denn auch die USA sind inzwischen zu einem äußerst bedeutsamen Ölexporteur mutiert, weshalb sich Ölpreisschwankungen auch auf den USD auswirken und dahingehend zu einer deutlichen Kompensation im Vergleich zum CAD führen müssten.
      Es stand vielmehr eine allgemeine Dollarstärke, nicht zuletzt wegen der angekündigten Zinserhöhungspolitik der FED im Raum, die ja auch in allen anderen Währungspaaren und dem USD-Index abgebildet wird. Dazu kam Trumps Getöse und Rundumschlag zum Thema NAFTA im Allgemeinen im Januar und April, sowie speziell gegen Kanada nochmal im April.
      Von Januar bis April waren meine Trades ja ohnehin eine Nullnummer, erst ab April ging es dank des irren Präsidenten bergauf.

      • Unwissender

        9. Januar 2019 17:55 at 17:55

        @Michael
        Ich habe mir eben die Zeit genommen, Ihre Trades im USD/CAD am Chart nochmal nachzuvollziehen. Sie scheinen zu wissen was Sie tun.?Darf ich erfahren, Sie Forex handeln? Ich meine, in welchen Zeitfenstern und ob charttechnisch oder fundamentalanalytisch basiert? Mir scheint es, dass Sie in großen Zeitfenstern handeln und eher fundamental.
        Ich persönlich habe noch nicht mit realem Geld (sofern es das überhaupt gibt?) gehandelt und verfolge die Finanzmärkte von der Seitenlinie. Ich tendiere eher zur Fundamentalanalyse in größeren Zeitfenstern, wenn ich es doch mal wagen sollte, auf’s Football-Feld zu den brutalen Jungs zu laufen und mitzuspielen. Wenn, dann wäre es nebenbei her zu meinem eigentlichen Broterwerb.
        Übrigens verfolge ich Ihre Kommentare zu anderen, politischen Themen hier bei FMW mit Begeisterung, so Sie denn auch der betreffende „Michael“ sind. Einigen Kommentatoren muss man wenigstens hier einfach entgegentreten. Habe auch schon, unter anderen Nicknames, meinen Senf dazugegeben. Schlimm genug, dass diese Leute schon die Foren anderer Nachrichtenseiten so bevölkern, dass man da gar nicht mehr mitlesen will bzw. den Eindruck gewinnen könnte, dass wir in einem schlimm gebeutelten Land leben und es nur noch eine Frage der Zeit ist, dass ein lynchender Mob durch Deutschland zieht, obwohl das nur ein paar Dutzend sind, die sich in den Foren immer wieder produzieren.

        • Michael

          10. Januar 2019 11:10 at 11:10

          @Unwissender, erst einmal muss ich sagen, dass Sie das genau richtig machen, erst einmal mit „Spielgeld“ bzw. einem Demokonto zu trainieren, um sich dann vielleicht einmal nebenberuflich ins Haifischbecken zu wagen. Alles andere wäre Harakiri an diesen inzwischen doch recht seltsamen „freien“ Märkten, die zusehends durch das Geschwätz und die Taten von Präsidenten, Politikern und Notenbankern manipuliert oder zumindest stark beeinflusst werden.
          Anfangs war mein Trading sehr kurzfristig ausgelegt, von etwa 1 bis 3 Tage. Ich wollte an den großen Schlachtfesten wie den NFP-Fridays oder den Notenbanksitzungen und -protokollen teilhaben oder irgendwelche sonstigen heftigen Volatilitäten ausnutzen und — habe natürlich jämmerlich verloren 😉
          Das zweite Konto habe ich dann, kurz gesagt, dadurch vernichtet, dass ich die Verluste aus dem ersten Malheur zu schnell, mit zu vielen Trades und zu großen Positionen wieder wettmachen wollte. Und dass ich Verlustpositionen aussitzen wollte, statt diese frühzeitig zu eliminieren. Das alles ist nun zum Glück schon einige Jahre her, sodass ich inzwischen schmunzelnd auf meine eigene Dummheit zurückblicken kann und hoffentlich das Richtige daraus gelernt habe.
          Heute mache ich nur noch recht wenige Trades mit hohen Lot-Zahlen (1 bis 3 p.m.) oder staffle kaskadenmäßig ein paar Trades (wie oben beim USDCAD von Januar und April 2018 beschrieben), wenn ich für mich sicher bin, dass ein etwas länger anhaltender Trend eingetreten ist.
          Charttechnik nimmt für meine Entscheidungen an Einfluss zusehends ab, je mehr die Märkte durch Politiker und Notenbanken manipuliert werden. Ich lasse sie quasi bestärkend mit einfließen und beziehe sie in meine Erwägungen zu SL und TP mit ein. Wenn ich also fundamentalanalytisch überzeugt bin, die Charttechnik dann auch noch perfekt dazu passt und der große Mauerbauer mit einem Tweet nicht gerade wieder alle Überlegungen zerstört hat, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Trade rapide an 🙂 Nach vielen Jahren fließt jedoch auch eine gewisse Portion Erfahrung, Intuition und Bauchgefühl mit ein, wie beispielsweise bei den prognostizierten Korrekturen im USDCAD von Ende Dezember und Anfang Januar.
          Sehr langfristige Trades versuche ich aufgrund der nicht zu vernachlässigenden Aufsummierung von Swap-Gebühren eher zu vermeiden, außer sie laufen einfach gut und konstant oder es treten manipulierte massive Trends ein, wie etwa ab Mai 2014 beim EURUSD, als ein italienischer Mafiosi seine Position subjektiv und einseitig ausnutzte und die Vernichtung der Altersvorsorge 100er Millionen Menschen billigend in Kauf nahm.
          Im Idealfall sollten meine Trades nach spätestens 2 bis 4 Wochen erfolgreich abgeschlossen sein. Ziele, TPs etc. sind dabei nicht festgemauert, wahrscheinlich werde ich den letzten verbliebenen Short im USDCAD heute manuell (bei aktuell 420 bis 450 Pips Gewinn) glattstellen und vielleicht sogar auf eine Korrektur nach oben spekulieren.

          Und noch zuletzt: Ja, ich bin der betreffende Michael, dem manchmal bei zuviel rechtsbraunem Faschistengesülze der Toleranzfaden reißt 😉 Leider sind es nicht nur ein paar Dutzend Quatschköpfe in den Foren, sondern eben auch faktisch ein kleiner lynchender Mob, der tatsächlich menschliche Treibjagden durch die eine oder andere Oststadt veranstaltet, Brände legt und auch vor Mordversuchen nicht weiter zurückschreckt.

          • Unwissender

            10. Januar 2019 17:29 at 17:29

            @Michael
            Ich danke Ihnen soweit erstmal für die Einblicke. Diese sind mir doch sehr behilflich gewesen hinsichtlich meines Lernprozesses. Ob ich jemals tasächlich mein Geld im Forex-Handel oder anderen Bereichen investieren werde, weiß ich noch nicht, auf keinen Fall jedoch im Bereich von 1 Lot oder höher (eher Microlots). Interessant ist es aber allemal, das Spiel an allen Finanzmärkten, und die politischen Zusammenhänge diesbezüglich.
            Bleiben Sie wie Sie sind. Es ist erfrischend, Ihre Kommentare (und die von @leftutti z.B.) zu lesen, und es tut gut zu wissen, dass doch noch menschliche Ansichten in Onlineforen vertreten werden. Ich werde auch dabei sein, unter anderem Nickname jedoch.
            Viel Erfolg weiterhin!

          • Michael

            10. Januar 2019 18:14 at 18:14

            @Unwissender, herzlichen Dank für die Blumen 🙂
            Ich habe Leftutti tatsächlich vor einiger Zeit persönlich kennengelernt, nachdem ich ihn mal kontaktiert habe, weil auch mir seine Kommentare und Ansichten hier auf FMW immer gut gefallen und mich auch sein Beruf als Glaziologe sehr interessiert. Ich werde ihm Ihre Anerkennung weiterleiten.
            So gesehen ist die FMW auch eine Kennenlern-Börse, dank an @Markus Fugmann 😉

            P.S. Die Lotgrößen sollten natürlich immer dem Kontostand und der Anzahl der Trades angepasst sein. Ich konnte das aktuelle Konto in den letzten 4 Jahren versechsfachen, begonnen hatte ich damals mit Lotgrößen von 0,25

      • Unwissender

        9. Januar 2019 20:32 at 20:32

        @Michael
        Der heutige Tag dürfte Ihrem anvisierten Zeil im USD/CAD-Trade aufgrund der FED-Aussagen sehr entgegen kommen?

        • Michael

          10. Januar 2019 11:13 at 11:13

          @Unwissender, ja, das war natürlich das Glück des Tüchtigen 😉
          Solches unerwartetes Gequatsche hat bisher natürlich aber auch bereits schon viele Trades zurückgeworfen, das ist inzwischen leider ein sehr bestimmender Faktor.

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Anleihen

Marktüberblick zum Wochenende: Glaubt die Börse dem US-Militär nicht?

Veröffentlicht

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Das aktuell beherrschende Thema an der Börse ist der Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman. Wer war es, was ist da passiert? Die USA haben ziemlich schnell ein Video hervorgezaubert, auf dem angeblich zu sehen sei, wie iranische Soldaten auf einem Schnellboot eine Haftmine von einem Öltanker entfernen, weil sie nicht explodiert war. Aber den späteren erfolgreichen Angriff auf den Öltanker zeigt das Video nicht. Ob es der Iran war? Vielleicht ja, vielleicht nein. Oder vielleicht auch iranische Kommandeure, die auf eigene Faust handeln?

Wie auch immer. Wenn man sich heute die Marktreaktionen anschaut, dann darf die Frage erlaubt sein: Glaub die Börse dem US-Militär nicht? Glaubt man an ein Fake-Video? Oder ist den meisten einfach klar, dass dieses Video ja nun mal keinerlei Angriff auf den Öltanker zeigt, und dass es von daher keinen Beweis für einen Angriff durch den Iran gibt? Wir halten uns bei einer konkreten Bewertung raus, und können nur Fragen stellen. Das Problem für die USA ist wohl, dass ihre Seriosität in Sachen Beweislieferung seit den Fake-Beweisen für den Irak-Krieg im Jahr 2003 im Eimer ist.

Der Aktienmarkt jedenfalls reagierte von gestern bis heute überhaupt nicht ängstlich auf diese mögliche Krise. Der Dow ist seit gestern früh bis jetzt um 70 Punkte gestiegen, der Dax notiert exakt +-0 seit Bekanntwerden der „Tanker-Krise“. Im folgenden Chart haben wir Dax und Dow übereinander gelegt und das Bekanntwerden der Angriffe eingekreist.

Dax und Dow

Und der Devisenmarkt? Im folgenden Chart schauen wir mal auf Euro vs USD. Links eingekreist haben wir eine winzige, ganz kurze Reaktion zum Tanker-Angriff. Sie ist aber eigentlich nicht mal erwähnenswert. Denn danach lief EURUSD mehr als 24 Stunden fast seitwärts. Erst heute (Pfeile) kam durch die Konjunkturdaten in den USA ein klein wenig Bewegung in den Markt, und der Dollar wertete gegen den Euro ein wenig auf.

Euro vs USD

Und sonst? Die Zeichen für eine Konjunktureintrübung mehren sich. Russland hat heute seinen Leitzins gesenkt, und will wohl bald weiter senken. Der Grund: Die Wirtschaft laufe schwächer als bislang gedacht. Die Internationale Energie-Agentur spricht heute von nachlassender Öl-Nachfrage. Dass die Institutionellen Anleger auch eine weitere Verschlechterung der Konjunktur erwarten, sehen wir am Ehesten im Anleihemarkt. Die extrem wichtige und auch international stark beachtete deutsche Bundesanleihe (10 Jahre Laufzeit) weist heute eine weiter fallende Rendite auf. Sie fiel heute im Tief auf -0,269%. Einfach unglaublich. Zum Jahresanfang 2019 lag die Rendite noch mit 0,25% im Plus.

Rendite 10 Jahre Bund

Gold

Wohl die Kombination aus dem Konjunkturabschwung, Handelskrieg und den Tanker-Angriffen lässt Gold spürbar steigen. Viele Analysten sind der Meinung, dass mehr Potenzial auf der Aufwärtsseite vorhanden ist. Wie wir es heute früh schon sagten. Nach dem Überschreiten des Hochpunkts bei 1.346 Dollar aus Februar ist der Weg charttechnisch nach oben erstmal frei. Heute stieg Gold bis auf 1.358 Dollar. Bis jetzt kam es wieder zurück auf 1.348 Dollar. Also: Die Flucht in die Sicherheit ist im Gold erkennbar, aber aktuell hat die Angst auch wieder abgenommen. Aber Handelskrieg, Tanker und Co bieten wohl auch nächste Woche die Möglichkeit für einen steigenden Goldpreis.


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Gold

Öl

Und das liebe Öl? Wenigstens hier hat man den USA geglaubt, und jagt den Ölpreis gnadenlos nach oben, weil ein Krieg zwischen Saudis und USA gegen den Iran bevor steht? Offensichtlich glauben auch die Termintrader am Ölmarkt nicht so richtig an die große Kriegsangst für die Region. Zwar reagierte der Ölpreis gestern mit gut 2 Dollar nach oben. Im Chart haben wir den Anstieg eingezeichnet. Aber danach folgte bis jetzt erstmal eine Seitwärtsphase. Wie es weiter geht? Ganz schwer zu sagen. Natürlich kann die Lage weiter eskalieren, und Öl schießt weiter nach oben. Aber die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt eine kurze Halbwertzeit für solche Zwischenfälle. Möglich ist, dass sich der Ölmarkt in den nächsten Tagen wieder der globalen Konjunkturschwäche und der damit einhergehenden Nachfrageschwäche widmet. Das würde natürlich auf einen fallenden Ölpreis deuten.

Öl

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Devisen

Russland senkt Leitzins, stellt weitere Schritte in Aussicht

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Die Russische Zentralbank hat heute den Leitzins von 7,75% auf 7,50% gesenkt. Der russische Rubel ist seit der Entscheidung sogar minimal gestiegen. USD vs Rubel sank nämlich von Von 64,41 auf 64,31. Also was ist hier los? Die Zentralbank sagt als Begleittext, dass der Rückgang der Inflation voran schreite. Und das Wirtschaftswachstum in Russland im 1. Halbjahr sei geringer als vorher erwartet. Auch sagt man heute klipp und klar, dass weitere Zinssenkungen in den nächsten Sitzungen möglich seien (hier der gesamte Text im Wortlaut).

Der IWF hatte Russland vor einigen Tagen dazu geraten die Zinsen zu senken. Es sei nun Zeit für diesen Schritt, so der IWF in seinen Aussagen. Von daher war die Senkung heute offenkundig keine Überraschung für die Märkte. Aber dass der Rubel trotz Ankündigung weiterer Zinssenkungen eher leicht steigt, als zu fallen – das ist schon bemerkenswert. Im Chart sieht man USD vs Rubel seit September 2018. In den letzten Monaten gab es eine nicht zu übersehende Range in einem Seitwärtstrend für das Währungspaar. In dieser Range ist man derzeit mitten drin.

Russland - USD vs Rubel

Zentralbank Russland
Russische Zentralbank in Moskau. Foto: Ludvig14 CC BY-SA 4.0

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Devisen

Der Euro wird global wieder wichtiger – oder wie Trumps Politik den Dollar als Reservewährung schwächt

Eine Studie der EZB zeigt, wie der Anteil an Reservewährungen ein Spiegelbild der politischen Entwicklungen ist

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Der Euro erfreut sich global gesehen – trotz der weiter anhaltenden Turbulenzen in der Eurozone (Italien etc.) – steigender Beliebtheit und kann seinen Status als zweitwichtigste Währung der Welt nach dem US-Dollar damit zementieren, wie die EZB heute mitteilte. So steigt der Anteil des Euros als Reservewährung im Jahr 2018 um +1,2% zum Vorjahr 2017 auf nun 20,7% – der Anteil des Dollars ist dabei rückläufig, der Greenback liegt jedoch mit 61,7% weiter unangefochten an der Spitze!

Jedenfalls scheint der Abwärtstrend des Euro als Reservewährung im Gefolge der Finanzkrise  nun vorerst gestoppt zu sein, wie folgende Grafik zeigt:

(Grafik: EZB)

 

Der Euro liegt damit zwar nach wie vor weit hinter dem US-Dollar, aber deutlich vor dem Yen als Nummer drei und dem Yuan (weniger als 2% und damit weit unter dem Hochpunkt von 2015) als Nummer vier:

 

(Grafik: EZB)

Nicht ohne Stolz merkt die EZB an, dass der Anteil des Dollars mit 61,7% so gering ist als globale Reservewährng wie noch nie seit Gründung der Eurozone:

„The US dollar remains the leading global reserve currency, but its share has declined by more than 7 percentage points relative to its peak level before the global financial crisis.“

Einer der wesentlichen Faktoren für den schleichenden Rückgang des Dollars als Reservewährung waren laut EZB Verkäufe vor allem von Emerging Martkets-Ländern, die mit den Dollar-Verkäufen ihre jeweiligen Währungen zu stabilisieren versuchten:

„The increase in the share of the euro in global reserve portfolios in the review period appears partly related to factors that weighed on the use of the US dollar. One such factor is that several emerging market economies – many of which are large reserve holders – sold US dollar-denominated reserves. Heightened financial market volatility and reversals in cross-border capital flows over the summer led these economies to conduct foreign exchange market interventions to stabilise their currencies. Between the end of March and the end of September 2018, they sold about USD 200 billion worth of – mainly US dollar-denominated – foreign exchange reserves.“

 

Dabei spielt wohl auch die Politik der Trump-Regierung eine Rolle für den relativen Abstieg des Dollars – Länder wie Russland hätten begonnen, Dollars zu verkaufen und stattdessen etwa Renmimbi als Reservewährung zu akkumulieren angesichts der Sanktions-Drohungen der USA:

„Another factor that weighed on the US dollar is that some central banks might have started to consider reducing their positions in financial assets exposed to the risks of unilateral actions. One example is Russia, one of the world’s largest reserve holders, which sold about USD 100 billion worth of US dollar-denominated reserves in the wake of new rounds of US sanctions, and purchased almost USD 90 billion worth of euro-denominated and renminbi-denominated assets in the second quarter of 2018″.

So faßt die EZB die Entwicklungen zusammen:

„All in all, financial turbulence in some emerging market economies, growing concerns about the impact of international trade tensions and challenges to multilateralism, including the imposition of unilateral sanctions, seem to have lent support to the euro’s global standing over the review period.“

Weiterhin interessant ist, dass der Renmimbi gerade bei SWIFT-Zahlungen deutlich rückläufig ist: so lag der Anteil an SWIFT-Zahlungen in Renmimbi im Jahr 2015 noch bei 2,2%, im Jahr 2018 waren es nur noch 1,8%:

 


(Grafik: EZB)

 

 


© European Union, 2018 / Source: EC – Audiovisual Service

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