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Headlines der Pressekonferenz von Jerome Powell: Fed bleibt hart, Wall Street unter Druck

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Die zentralen Aussagen von Fed-Chef Powell auf der vielleicht wichtigsten Pressekonferenz der Notenbank in den letzten Jahren:

Update FMW: Algos nicht begeistert, alle US-Indizes mit neuen Verlaufstiefs!

Zeit für Humor..:

Es geht los!

– Arbeitsmarkt stark

– Inflation stabil

– es gibt einige Signale, die auf eine Abschwächung deuten – aber das hat unsere Einschätzung nicht grundlegend geändert

– fast alle Fed-Mitglieder gehen davon aus, dass die US-Wirtschaft auch in 2019 robust bleibt

– daher weitere graduelle Zinsanhebungen angemessen

– selbst wenn wir Zinsen weiter anheben, ist das noch nicht die neutrale Rate (FMW: hawkish!), da die Wirtschaft in 2018 stärker war als gedacht wegen Steuerstimulus

– vor kurzem waren wir davon ausgegangen, dass das Wachstum noch stärker ausfallen könnten, nun gehen wir davon aus, dass es eher eine Abschwächung geben könnte

– wir werden stark auf die hereinkommenden Daten achten

Powell ist fertig, jetzt Fragen

—–

– wir können geduldig bleiben (wegen nicht stark steigender Inflation)

– Powell: „We’ve reached the bottom end of the range of neutral“ (FMW: was seinen vorherigen Aussagen widerspricht..)

– Frage nach der Bilanzreduzierung: haben beschlossen, die Bilanzreduzierung auf „Autopilot“ zu lassen und vielmehr mit der Zinspolitik die entscheidenden Akzente zu setzen (FMW: eine Enttäuschung für die Märkte – die Reduzierung von monatlich 50 Mrd. Dollar geht also weiter, die Reduzierung von 200 Mrd. Dollar entspricht in ihrem Liquiditäts-entziehenden Effekt ca. einer Zinsanhebung!)

– Nichts wird uns von unserem Weg abbringen, wenn wir der Überzeugung sind, dass es der Richtige ist!
(FMW: Eine Ansage an Trump!!)

– Wir verfolgen die Märkte, aber es gibt für uns keinen alleine entscheidenden Markt, der alles bestimmen würde (FMW: Absage an Rettung der Aktienmärkte!)

Märkte nicht begeistert..wenn jetzt nichts mehr kommt von Powell wird es bitter, US-Inidzes kurz vor dem Tief bei 2530 Punkten (S&P 500):

5 Kommentare

5 Comments

  1. Hinterfrager

    19. Dezember 2018 20:47 at 20:47

    Das klingt ziemlich nüchtern und realistisch und lässt recht überschaubare Phantasien auf der Oberseite. Womöglich waren viele vorab zu euphorisch, auch dank der Sondereffekte durch Trumps Steuerreformen in diese Jahr. Nun, das war’s dann wohl mit der „Jahresendrallye“…

  2. Michael

    19. Dezember 2018 21:02 at 21:02

    Für mich klingt das nach einem Streit zwischen zwei Kindern im Vorschulalter vor einer Horde Mittelmaß im Pausenhof. Der dicke, dumme, aber große und starke Fred gegen den kleinen schlaueren Barny, der wie immer erst aber noch Wilma und Betty auf seine Seite ziehen muss.
    Die Mitschüler (Märkte) versinken derweil in Konfusion und Übersprungshandlungen 😉

  3. Columbo

    19. Dezember 2018 21:10 at 21:10

    Bin gespannt, wer zuerst gehen muß, Trump oder Powell. Oder beide.

  4. Beobachter

    19. Dezember 2018 21:54 at 21:54

    Powell ist zur Zeit am stärkeren Hebel , beim Téflon Donald bleibt einiges kleben.Er ist angeschlagen wegen seiner Weiber u.Lügengeschichten. Er kann sich im Moment nicht leisten den „unabhängigen Notenbänker zu feuern.Im Übrigen macht Powell wahrscheinlich was er schon lange hätte tun müssen.Meine Wiederholung, ein weiteres Aufblasen des Ballons würde in einigen Monaten ( kurz vor den Wahlen)
    die Aktienkurse auf viel höherem Niveau sowieso platzen lassen.Trumpi müsste als Immobilien-Mogul mindestens wissen ,dass jede Blase platzt.

  5. Manser

    20. Dezember 2018 00:22 at 00:22

    Eine Rede von Powell voller Widersprüche und ist somit nicht
    ganz ernst zu nehmen. Da darf man sich berechtigt fragen,
    wann dann die Anpassungen zu diese Aussagen kommen werden.
    Vermutlich will die FED sich damit mehr Reserven schaffen,
    damit diese dann keine Zinsanhebungen vornehmen oder sogar die Zinsen wieder senken kann. Abschwächung der Wirtschaft mit Abschwächung des Dollars kommt.

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Dax: Vergiftetes Geschenk der Fed – oder: sei vorsichtig, was du dir wünschst!

Der krampfhafte Versuch von Powell, Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

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Es gibt Geschernke, über die man sich lange freuen kann – und es gibt Geschenke, die nach außen hin hübsch aussehen, aber dennoch keinerlei Freude bereiten! Und das, was die Fed und Jerome Powell gestern verschenkt haben, gehört eindeutig zur zweiten Kategorie!

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Dabei stand das Geschenk doch so eindeutig auf dem Wunschzettel der Märkte – es war das Maximale, was sich die Perma-Bullen an dovisher Wende erhoffen konnten. Aber es ist wie im Leben manchmal auch: man sollte vorsichtig dabei sein, was man sich wünscht! Denn indem die Fed die Hoffnungen faktisch sogar übererfüllte, säte sie gleichzeitig den Zweifel – den Zweifel an der derzeitigen Wunschvorstellung der Märkte, dass es nach einem schwächeren ersten Qaurtal dann wieder schnell nach oben gehe und daher doch alles gut sei!

Vorgestern haben die Aussagen von FedEx diesen Biedermeier-Optimismus schon schwer angekratzt – und dann gestern der krampfhafte Versuch von Jerome Powell, die Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

Es sind die schlauen Anleihemärkte, die den Braten sehr schnell gerochen haben – bei den Aktienmärktn ist die Leitung gelegentlich ja etwas länger, und so dauerte es ein bißchen, bis die Wall Street ins Grübeln kam. Wenn nun reihenweise die Renditen der Anleihelaufzeiten bis sieben Jahre invertieren und damit so eindeutig die rote Warnleuchte „Rezession“ blinkt, dann sollte man schon einmal die Frage stellen, ob es in dieser Situation Sinn macht, nur ca. 4% unter dem Allzeithoch zu handeln (wie der S&P 500)!

Wohl eher nicht. Und eines haben die Märkte wohl auch noch nicht so recht auf dem Zeiger: selbst wenn es zu einem Deal zwischen den USA und China kommt, wird eine globale Rezession wohl kaum mehr zu vermeiden sein! Nur weil sich der Konflikt nicht weiter verschärft (wenn das Szenario der Optimisten stimmt), bringt das ja per se kein Wachstum, zumal Trump gestern klar gesagt hat, dass er nicht daran denke, die bisher erhobenen Zölle gegen China wieder abzuschaffen. China aber fordert, dass eben gerade die bisherigen Zölle abgeschafft werden, damit man bereit ist für diesen Deal.

Der Dax jedenfalls hat sein Kursziel erreicht:

Und prallt von dem erreichten Kursziel recht hart ab:

Shit happens. Aber nicht selten passiert das mit charttechnischer Ansage, so wie diesmal!

Wir gehen davon aus, dass der von der Fed indirekt geschürte Konjunktur-Pessimismus dem Dax nicht gerade gut tun wird..

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Finanznews

„Anzeichen von Panik“ bei der Fed? Videoausblick

Alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession..

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Die Fed zeigt „Anzeichen von Panik“, so gestern in einer ersten Reaktion auf die Aussagen der US-Notenbank der Chefvolkswirt der Targo-Bank, Otmar Lang. Das war ja auch die volle „dovishe Breitseite“: keine Zinsanhebung mehr in 2019, dazu ab Mai das Herunterfahren der Bilanzreduzierung. Vor allem die Devisenmärkte (Abverkauf des Dollar) und Anleihemärkte gerieten daraufhin in Aufruhr, alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession! Die Aktienmärkte freuten sich nur kurz – jetzt steht die drängende Frage im Raum: was weiß die Fed, was wir nicht wissen? Nun werden vor allem die US-Konjunkturdaten mit Argusaugen beobachtet..

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The Federal Reserve in Washington D.C. Photo: Dan Smith, Rdsmith4, and another Author / Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

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Das Live-Webinar von Markus Fugmann zur FOMC-Entscheidung (zum nach-sehen)

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Das war das volle dovishe Programm: die Fed senkt ihre Erwartung für Zinsanhebungen von 2 auf 0, senkt die Wachstumsprognose für 2019, und will ab Mai die Bilanzreduzierung zurück fahren, sodass es dann ab Oktober 2019 keine Reduzierung mehr gibt..

Das alles noch einmal zum nachkucken mit Live-Kommentierung des FOMC-Statements und der Aussagen von Jerome Powell auf der PK durch Markus Fugmann sehen Sie unter folgendem Link:

https://www.youtube.com/watch?v=DkIKInaSAjQ

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