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Märkte

Aktuell: OPEC mit spürbarer Fördermengenkürzung im März

Heute nun verkündet die OPEC, dass man im März 201.400 Barrels pro Tag weniger gefördert hat als noch im Februar. Ende März lag die Fördermenge somit bei 31,96 Millionen Barrels pro Tag. Diese Nachricht der OPEC beruht wie immer auf den Aussagen von…

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Vorhin hatten wir es bereits angedeutet. Würde die OPEC heute eine weitere Reduzierung ihrer Fördermenge für März verkünden, wäre das ein zusätzlicher Schub für den Ölpreis, weil der Druck der Angebotsseite geringer wird. In den letzten Monaten hatte man schrittweise die Fördermenge jeweils ein kleines Stück gesenkt

OPEC kürzt, Angebot und Nachfrage sonst kaum verändert

Heute nun verkündet die OPEC, dass man im März 201.400 Barrels pro Tag weniger gefördert hat als noch im Februar. Ende März lag die Fördermenge somit bei 31,96 Millionen Barrels pro Tag. Diese Nachricht der OPEC beruht wie immer auf den Aussagen von externen Beobachtern, welche von der OPEC offenbar immer als seriöser eingeschätzt werden als die Datenerhebungen der eigenen Mitglieder (siehe Grafik).

Venezuela, Saudi-Arabien, Libyen, Angola und Algerien kürzen alle spürbar, während die Vereinigten Arabischen Emirate mit +44.900 Barrels pro Tag am Deutlichsten zulegen. Aber es zählt ja die Gesamtsumme, und da kürzt die Gemeinschaft spürbar! Die Erwartungen für die Förderung der Nicht OPEC-Mitglieder hat sich nur minimalst zum Vormonat verändert. Das Wachstum im Gesamtjahr soll bei 1,71 Millionen Barrels pro Tag liegen. Die weltweite Nachfrage nach Rohöl für 2018 wurde im Vergleich zum Vormonat auch nur minimal korrigiert, und bleibt bei +1,63 Millionen Barrels pro Tag.

Lagerbestände

Laut aktueller OPEC-Aussage sind die Öl-Lagerbestände der OECD-Staaten um 17,4 Millionen Barrels auf 2,854 Milliarden Barrels gefallen. Damit liegt man nur noch 43 Millionen Barrels über dem Fünfjahresdurchschnitt. Somit kommt das Kartell seinem offiziellen Ziel immer näher. Es gehe nämlich offiziell darum die Fördermenge so lange gekürzt zu halten, bis man dien Schnitt wieder erreicht habe.

Der WTI-Ölpreis reagiert in den ersten Minuten nach Verkündung des Monatsberichts fast gar nicht. Hat es keiner gemerkt, oder schlafen die ALGOS noch? 201.400 Barrels weniger im Monatsvergleich, das ist doch eigentlich ein gefundenes Fressen für die Öl-Bullen!

OPEC

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Mike

    12. April 2018 14:00 at 14:00

    Das haben die Öl Bullen schon vorher eingepreist.

  2. Avatar

    wibe69

    12. April 2018 14:07 at 14:07

    warum sollte WTI weiter steigen wenn die USA die OPEC Kürzungen ausgleicht:

    OPEC said that the world’s total oil supply rose by 180,000 barrels a day last month, mainly as a result of higher output from non-OPEC producers like the U.S., Norway and the U.K.

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Finanznews

Aktienmärkte: Tech-Aktien wieder schwach – Zufall? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Auch heute sind es wieder die relativ schwachen Tech-Aktien, die die amerikanischen Aktienmärkte belasten. Ist das Zufall? Oder vielmehr eine Folge der Ent-Hebelung, die nun am großen Verfallstag seine Fortsetzung findet? Die große Frage ist und bleibt: wieviel der Ent-Hebelung hat bereits stattgefunden? Die Optionen auf US-Aktien verfallen heute um 22Uhr – die Folgewirkungen des Verfalls könnten dann aber vor allem Anfang nächster Woche auf die Aktienmärkte wirken. So oder so: value-Aktien laufen gegenüber growth-Aktien so gut wie seit dem Jahr 2001 nicht mehr – die Rotation raus aus den Tech-Werten geht also weiter. Derzeit viel stärker – auch das wohl kein Zufall – ist im Vergleich zum Nasdaq der Dax..

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Aktien

Coronakrise: Für die Verlierer folgt wohl der zweite wirtschaftliche Abschwung

Redaktion

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Lufthansa mit massiven Problemen in der Coronakrise

Zum Ausbruch der Coronakrise gab es zunächst massive Staatshilfe über Kurzarbeit, Zuschüsse, Milliardenkredite und sogar Unternehmensbeteiligungen durch den Staat. Die Lage schien sich zu stabilisieren. Mit der deutschen Volkswirtschaft geht es wieder bergauf. Und wenn man sich die Headlinezahlen der Statistiker betrachtet, wirkt die Lage auch gar nicht mehr so schlimm. Aber die Verlierer-Branchen, die ab März fast komplett den Bach runtergingen, die erleben derzeit womöglich den zweiten Abschwung.

Wenn dem wirklich so ist, wäre es für Börsianer ratsam die Finger von Aktien dieser Branchen zu lassen. Denn es ist natürlich zunächst verführerisch. Was im Zuge der Coronakrise stark gefallen ist, scheint jetzt vom reinen Aktienkurs her optisch günstig zu sein. Aber kommt eine weitere kräftige Abwärtswelle bei den Aktienkursen der betroffenen Konzerne, wenn den Börsianern klar wird, dass die Coronakrise auf ganz spezielle Branchen noch viel länger sehr drastische Auswirkungen haben wird?

Lufthansa in der Coronakrise weiter im Abschwung

Da wäre zum Beispiel die Lufthansa als Paradebeispiel in Deutschland zu nennen. Zum Ausbruch der Coronakrise sanken die Passagierzahlen auf Null. Nun denkt man, dass sich die Fluggastzahlen zusammen mit der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung auch steigern werden. Aber die Lage ist wohl schwieriger. Erstmal hilft da der gesunde Menschenverstand. Wie viele potenzielle Urlauber bleiben bitte schön solange den Flughäfen fern, bis die Maskenpflicht entfällt? Denn stundenlang als erholungssuchender Tourist im Flieger, am Flughafen, im Hotel, und an der Strandpromenade mit Maske rumzulaufen – darauf haben viele Menschen einfach keine Lust, denn das ist einfach kein richtiger Urlaub!

Nach den bisherigen massiven Einschnitten der letzten Monate sieht es bei der Lufthansa (wie bei anderen Airlines auch) nach einer erneuten Runde von Einschnitten aus. Dies lässt vermuten, dass sich die Flugzahlen eben nicht so erholen, wie man es sich erhofft hatte. Laut aktuellen Berichten soll Anfang nächster Woche bekanntgegeben werden, wie viele zusätzliche Jobs und Maschinen bei der Lufthansa gestrichen werden. Denn die Airlines leider derzeit auch darunter, dass sich die Einreisebeschränkungen einzelner Länder schnell ändern, und der potenzielle Reisende dann fernbleibt. Auch hier kann man denken aus „kaltherziger“ Börsianer-Sicht: Gut, dann warte ich die nächste Kürzungsrunde und weiter fallende Aktienkurse noch ab, und kaufe dann günstig ein.

Aber das sage mal jemand den Aktionären der Telekom, die damals in ein immer weiter fallendes Messer griffen nach dem Motto „jetzt gibts die Aktie aber günstig zu kaufen“. Natürlich ist das alles Ansichtssache. Es kann natürlich auch sein, dass ab einem gewissen Kursniveau wirklich eine Bodenbildung eintritt. Aber man sollte als Börsianer nicht all zu euphorisch agieren, nur weil der Aktienkurs optisch günstig zu sein scheint. Im folgenden Chart sehen wir in den letzten 12 Monaten in blau den Verlauf des Dax gegen die deutlich schlechter laufende Lufthansa-Aktie (beides auf CFD-Basis).

Chart zeigt Kursverlauf von Lufthansa gegen Dax

US-Airlines und Hotels

Auch in den USA geht der Abbau bei den Verlierern weiter. Nachdem die Airlines nach dem Ausbruch der Coronakrise bereits üppig vom US-Steuerzahler bedacht wurden, scheint das Geld wohl auszugehen. Nach ganz aktuellen Berichten sind die Chefs der großen US-Airlines im Weißen Haus vorstellig geworden. Das Motto lautete: Gebt erneut Staatshilfe, oder wir müssen Massenentlassungen durchführen. Auch dies ist ein klares Indiz dafür, dass es Delta, United und Co sehr schlecht geht.

Wie jüngste Berichte zeigen, und was natürlich mehr als verständlich ist: Das Spieler-Paradies Las Vegas wurde von der Coronakrise übel getroffen, aber gleich doppelt und dreifach. Da lohnt es sich einen Blick zu werfen auf die Las Vegas Sands Corp, einen Hotel- und Casino-Betreiber mit Schwerpunkten in Las Vegas, Macau und Singapur. Die Aktie notierte vor dem Beginn der Coronakrise im Februar bei 71 Dollar, jetzt bei 49 Dollar. Im folgenden Chart, der 12 Monate zurückreicht, haben wir die Kursverläufe der Hotelkette und von United Airlines übereinander gelegt. Frage: Greift man hier in ein fallendes Messer, wenn man jetzt kauft? Oder stehen die Aktien vor einem langen, langweiligen Seitwärtstrend?

Chart zeigt United Airlines und Las Vegas Sands

Nicht in das fallende Messer greifen?

Der Spruch ist einer der absoluten Börsianer-Klassiker. Man soll nicht in das fallende Messer greifen. Damit ist gemeint, dass man in einem Absturz, bei dem der Boden noch nicht erkennbar ist, nicht kaufen sollte. Natürlich sollte man auch später nie krampfhaft versuchen den absoluten Tiefpunkt für seine Einstiege an der Börse zu finden. Aber derzeit scheint es bei Aktien von Hotels und Airlines so zu sein, dass die Corona-Misere weitergeht, während sich der größte Teil der sonstigen Volkswirtschaft damit beschäftigt die alten Niveaus zu erreichen. Also, Vorsichti ist geboten bei den Problembranchen. Es sieht nicht nach einer raschen Erholung aus! Gestern berichteten wir bereits über die große Entlassungswelle bei deutschen Autozulieferern (hier finden Sie den Artikel). Auch hier sollte man bei Neueinstiegen in die entsprechenden Aktien überlegen, ob nun das Tief wirklich erreicht wird, oder ob die Misere noch einige Zeit anhalten wird, was auch die Aktienkurse weiter belasten könnte.

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Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

Rüdiger Born

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Soll man so kurz vor dem Wochenende noch neue Positionen aufbauen? Dazu will ich mich im folgenden Video äußern in Sachen Indizes, Gold und Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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