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Märkte

Aktuell: OPEC entscheidet, Ölpreis macht Sprünge – LIVE Blog

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

OPEC-Meeting läuft, Ölpreis bewegt sich

Das von Montag auf heute verschobene Online-Meeting der OPEC mit seinen Partnern hat ab 16 Uhr begonnen, und der Ölpreis macht Sprünge! WTI-Öl hatte in den letzten 90 Minuten eine Schwankungsbreite von mehr als drei Dollar (aktuell 25,90 Dollar), weil hier und da von Delegiertenkreisen Infos und Gerüchte durchsickern, wie groß denn nun die Fördermengenkürzung des Kartells und seiner Partner sein wird. Bisher haben die Teilnehmer der Online-Konferenz Auftakterklärungen verlesen, daher gab es bisher noch keine Ergebnisse. Aber ist es bald soweit? Schon heute früh und die letzten Tage brodelte die Gerüchteküche kräftig. 10 Millionen Barrels Kürzung pro Tag sollen im Gespräch sein. Vorhin kursierten aber schon größere Hausnummern. Hier nun die aktuellen Ereignisse im Live-Blog (Artikel bitte im Browser regelmäßig aktualisieren).

22:22 Uhr

Ende des Live-Blogs.

21:44 Uhr

Es ist offenbar soweit. Mexiko schwenkt ein, und es gibt ein Agreement (immer noch kein offizielles Statement). Es werden für Mai und Juni 10 Mio Barrels pro Tag gekürzt. Das ist wohl das Minimum, was man erwarten konnte. Diese Kürzung war schon heute früh im Markt eingepreist. Verständlich erscheint es daher, dass der Ölpreis sich jetzt enttäuscht zeigt, dass es keine größere Kürzung gab, und daher die letzten Stunden fiel, von 26 Dollar heute Mittag (WTI-Öl) auf jetzt 23,46 Dollar.

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21:31 Uhr

Immer noch keine offizielle Einigung. Offenbar hängst alles noch davon ab, ob Mexiko einer Einigung zustimmt.

20:12 Uhr

Offenbar Stufenplan. Mai und Juni Kürzung von 10 Mio Barrels pro Tag, danach bis Jahresende 8 Mio, dann ab Anfang 2021 eine um 6 Mio Barrels pro Tag gekürzte Menge.

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19:49 Uhr

Irans Öl-Minister Zanganeh (ein relativ verlässlicher Player in den Kreisen der OPEC) spricht von 10 oder 11 Mio Kürzung, und dass die Externen noch oben drauf Mengen kürzen sollten. Saudi-Arabien und Russland wollen ihre Mengen wohl beide gleich stark kürzen. Die Aussicht auf 10 oder 11 Mio Barrels pro Tag Kürzung von der OPEC+ ist für den Markt offenbar zu wenig. Der Ölpreis  hat in der letzten Stunden einen weiteren ganzen Dollar verloren. WTI-Öl notiert aktuell bei 24,51 Dollar. Die Enttäuschung ist nachvollziehbar – denn die globale Nachfrageschwäche dank des Coronavirus ist vermeintlich deutlich größer!

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19:13 Uhr

Es scheint konkreter zu werden. 10 Mio Barrels pro Tag Kürzungsmenge (für Mai bis Juni), und von Externen erwartet man wohl weitere 5 Mio Kürzungsmenge. Die Saudis (ganz aktuell fördern sie wohl irgendwo um die 12 Mio Barrels pro Tag??) wollen wohl runter auf unter 9 Mio Barrels Förderung pro Tag, mit einem Ausgangspunkt für die Kürzung bei 11,3.

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18:58 Uhr

Es scheint wohl immer mehr darauf hinzudeuten, dass man sich auf 10 oder 12 Mio Barrels pro Tag Kürzungsmenge einigen wird. Nur die Details werden knifflig. Was wird der Ausgangswert für diese Kürzung sein, und verknüpft man diese Zahl an Erwartungen Richtung US-Fracker etc? Alles noch unklar. Noch gibt es keine offizielle Entscheidung zur Kürzungsmenge. Der Ölpreis (WTI) scheint von der aktuell angedachten Größenordnung wenig begeistert zu sein? WTI-Öl notiert derzeit mit 25,59 Dollar, mehr als 1 Dollar tiefer als zu Beginn der Online-Konferenz.

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18.16 Uhr

Aktuell sind Kürzungen von 10-12 Millionen Barrels pro Tag im Gespräch für den Zeitraum von Mai bis Juni. Noch ist das aber nicht klar.

https://twitter.com/daniszyd/status/1248283072468070401

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17:57 Uhr

Russland will, dass mehr Förderländer mit an Bord sind bei der Fördermengenkürzung. Minister Novak erwähnt globalen Nachfragerückgang von 10-15 Millionen Barrels pro Tag. Wird sich also auch die Kürzung der OPEC+ in diesem Bereich bewegen? Es herrscht Einigkeit, dass es einen Kürzungsdeal geben muss. Aber immer noch läuft die öffentliche Sitzung. Erst in der geschlossenen Sitzung werden die Kürzungsmengen besprochen. Die müsste langsam mal losgehen…

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17:37 Uhr

Gerüchteweise gemeldete Kürzungsmengen von 20 Mio Barrels pro Tag waren wohl doch nur Gerüchte. Die Hausnummer von 10 Mio soll aktuell diskutiert werden.

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Torsten

    9. April 2020 18:39 at 18:39

    Wann kommt die Einigung? Ja wann? Natürlich nach US Börsenschluss damit niemand reagieren kann.

    • Avatar

      Segler

      9. April 2020 19:43 at 19:43

      Hallo Torsten,
      Sebstverständlich kann man reagieren – Die Öl Futures inclusive deren Optionen sind Tag und Nacht und auch übers Wochenende problemlos handelbar.

      Liebe Grüsse :-)

      • Avatar

        Torsten

        9. April 2020 21:10 at 21:10

        Ich fasse keine Futures an

  2. Avatar

    Moritz

    9. April 2020 23:04 at 23:04

    Vielen Dank am FMW das ihr uns auf dem laufenden gehalten habt! :)

  3. Avatar

    Torsten

    10. April 2020 08:25 at 08:25

    Die Amis müssen eine eigene Kürzung von 5 Mio anbieten. ist doch keiner so blöd zu kürzen und Amerika profitiert dann von höheren Preisen.

    Man sieht ja wie überheblich die Wall Street auf die Krise reagiert. Bin gespannt ob die heimische Ölindustrie auch mit wertlosen Follars gestützt wird.

  4. Avatar

    Torsten

    10. April 2020 08:34 at 08:34

    übersetzt von CNBC

    „…. Die amerikanische Mineralölindustrie lehnt Kürzungen ab und sagt, ein solcher Schritt würde der US-Industrie schaden. In Texas hat Ryan Sitton, eines der drei Mitglieder der Texas Railroad Commission, erklärt, dass der Staat eine Teilnahme an einem solchen Deal in Betracht ziehen würde.“

  5. Avatar

    Ölpumper

    10. April 2020 11:39 at 11:39

    Dies kann man so erklären.Gemäss eines kürzlichen Berichts haben selbst die 4 bis 5 Grossen US -Ölgesellschaften ein Interesse daran die x Hundert kleinen Pumper zu zerstören um sie billig zu übernehmen. ( Konkurrenz im Inland) Später können dann die Preise schon wieder steigen.Tönt irgendwie logisch.Zudem kann man überlegen wer die besseren Beziehungen zum Weissen Kartenhaus hat u.wer die grösseren Wahlkampfgeschenke machen kann. Der DüPraZ aller Zeiten wird sich wieder einmal gegen die Kleinen entscheiden als dessen Hoffnungsträger er gewählt wurde, hatte er doch vor seiner Wahl die Wallstreet – Leute als PAPIERLIHÄNDLER verhöhnt.Donald wird vielleicht den Kollaps der kleinen Pumper mit Steurgeldern noch bis nach den Wahlen herausschieben, aber er ist u.bleibt das Troyanische Pferd
    der Hochfinanz.

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Bitcoin

Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Redaktion

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Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

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Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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am

Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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